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Cloud & Managed Services 2018

10 Tipps für die

10 Tipps für die digitale Transformation von Unternehmen MARKET Glenfis hat zum «Cloud Talk» geladen. Im Prime Tower gab es jede Menge Tipps für die digitale Transformation und den Wechsel in die Cloud. Die Redaktion fasst die wichtigsten zusammen. Autor: Marcel Urech Das Zürcher Beratungsunternehmen Glenfis hat Anfang November seinen «Cloud Talk» im Restaurant Clouds im Prime Tower veranstaltet. Die Referenten gaben den Teilnehmern wichtige Ratschläge für den Wechsel in die Cloud und den Umgang mit der internen IT. Die wichtigsten Tipps zusammengefasst: 1. Mit einem Partner geht es besser Viele Manager sind der Meinung, den Wechsel in die Cloud ohne externe Hilfe meistern zu können. Diese Einstellung ist gefährlich. Denn oft ist es die Aussensicht eines Experten, die Unternehmen in Transformationsprojekten entscheidend weiterbringt. «Gerade in Detailfragen kann ein Partner wichtige Inputs liefern», sagte Johannes Hennekeuser, der am Glenfis-Event über die Cloud sprach. 2. Ohne Vision wird es schwierig Jedes Projekt braucht eine Vision und eine Strategie. Das ist auch bei Cloud-Projekten nicht anders. Es lohnt sich, Zeit in die Erarbeitung einer Vision zu investieren. Wer diese Arbeit vernachlässigt, droht zu scheitern. Denn ohne eine klare Vision können die Mitarbeiter nicht wissen, was ein Projekt bewirken NEUE UND VERÄNDERTE ROLLEN IN DER UNTERNEHMENS-IT Rolle Business Relationship Manager (BRM) Architekt Projekt- und Programm-Manager Vendor Manager Experte für User Experience Daten- und Analytics-Experte Business-Process-Designer Sicherheitsexperte Beschreibung • Stellt Partnerschaft und Austausch zwischen IT, Business und Partnern sicher. • Übersetzt zwischen den Seiten und bildet Unternehmensziele ab. • Treibt Innovationen voran. • Evaluiert mögliche Partner für das Ökosystem des Unternehmens. • Projekte starten vermehrt von Vornherein als abteilungsübergreifende Vorhaben. • Stellt die agile Umsetzung anhand der Businessanforderungen und IT-Vorgaben sicher. • Kümmern sich weniger um Partnerschaften als um deren Ergebnisse. • Stellt die E2E-Serviceleistung im Multi-Provider-Umfeld sicher. • Die IT muss durch die Brille des Endverbrauchers beziehungsweise Unternehmenskunden sehen können. • Er arbeitet an Initiativen rund um Automatisierung, Machine Learning und Internet der Dinge. • Er stellt datengetriebene Erkenntnisse bereit für das Business. • Unternehmen kaufen vermehrt Anwendungen und setzen sie an allen Standorten ein. • Sorgt für die Balance zwischen der Anpassung der Systeme und der Anpassung der Prozesse. • Verantwortet nicht nur die Security des eigenen Unternehmens, sondern auch die externer Partner und Kunden. • Sicherheit ist nicht nur ein Thema von Regeln und Überwachung, sondern auch von Soft Skills. 12 Cloud & Managed Services

und wohin sich das Unternehmen bewegen soll. Aus der Vision lässt sich auch eine Strategie ableiten. 3. Veränderung beginnt im Kleinen Wer etwas verändern will, sollte im Kleinen starten. Anstatt Grossprojekte zu lancieren, empfiehlt es sich, mit kleinen und agilen Teams zu starten. Sie sollten möglichst frei und selbstorganisiert handeln können. Die ersten Ziele sollten zudem überschaubar und erreichbar sein. «Kleine Teams können schnell Erfolge erzielen. Sie zeigen so, dass ein Projekt funktioniert», sagte Mario Engels von T-Systems. MARKET 4. Experimente schaffen Agilität Wer Erfolg haben will, muss Freiräume für Experimente schaffen. Denn die Mitarbeiter müssen sich getrauen, auch einmal etwas zu riskieren. Darüber waren sich am Glenfis-Event im Clouds alle Referenten einig. Experimente helfen auch, eine neue Denkweise und mehr Eigenverantwortung im Unternehmen zu etablieren. Das wiederum schafft Agilität. Und die ist für viele IT-Projekte unabdingbar. 5. Fehler sollen erlaubt sein Wer experimentiert, macht auch Fehler. Und das ist okay. Denn wie sollen Mitarbeiter Erfahrungen sammeln und Verantwortung tragen, wenn sie keine Fehler machen dürfen? Unternehmen müssen sich aber auch darüber im Klaren sein, dass es nicht von heute auf morgen möglich ist, eine Fehlerkultur zu etablieren. «Es braucht Zeit, ist aber dringend notwendig», sagte Engels am Glenfis-Event. « Wer ein Cloud-Projekt durchführt, sollte Monolithen und Silos abbauen. » Martin Andenmatten, Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 6. Vendor Lock-ins sind gefährlich Wenn ein Anbieter von Cloud-Dienstleistungen proprietäre Funktionen anpreist, ist Vorsicht geboten. Sie mögen toll klingen, führen aber fast immer zu einem Vendor-Lock-in. Unternehmen müssen wissen, dass sich der Markt gerade in eine völlig andere Richtung bewegt: Erfolgreiche Cloud-Projekte betonen Schnittstellen, Agilität und den Plattformgedanken. Vendor- Lock-ins erreichen genau das Gegenteil. 7. Bloss keine Monolithen Wer ein Cloud-Projekt durchführt, sollte Monolithen und Silos abbauen, statt neue schaffen. Dabei helfen moderne Konzepte wie DevOps, Microservices und Infrastructure-as-a-Code. «Auch Tools wie Puppet, Chef, Ansible und Salt sollte man kennen», sagte Engels. «Wir müssen wieder mehr miteinander reden, um das Silodenken zu überwinden», betonte Patrizio Rusconi von Credit Suisse. 8. Menschen, nicht Technologien Viele Manager glauben, dass sich Veränderungen über den Einsatz neuer Technologien erreichen lassen. Entscheidend sind aber nicht die Technologien, sondern die Menschen. Wie diese denken und handeln, hat viel mit der Unternehmenskultur zu tun. «Es lohnt sich, über neue Rollen in der Unternehmens-IT nachzudenken», sagte Ralf Winter von Glenfis. Er untermauerte diese Aussage mit einer Übersicht (siehe Tabelle). 9. Die richtigen Leute aussuchen Rusconi von Credit Suisse wies darauf hin, dass nicht alle in einem Unternehmen gleich offen für Veränderungen seien. Es lohne sich darum, Teams mit Mitarbeitern und Meinungsführern zu bilden, die aktiv eine Veränderung fordern. Zumindest zu Beginn eines Projekts. Habe ein solches Team Erfolg, könne das sehr viel auslösen. «Und plötzlich wollen alle mitmachen», sagte Rusconi. 10. Wer Erfolg hat, soll feiern Kleine Teams erreichen oft schnell erste Ziele. Die Arbeitskollegen und Partner müssen das aber auch wahrnehmen. «Schnelle Erfolge zeigen, dass ein Projekt auf dem richtigen Weg ist», sagte Engels. Darum müsse man die Erfolge auch feiern. Auch Winter wies darauf hin, dass es sich lohne, Erreichtes aktiv zu kommunizieren. Das könne in einem Unternehmen viel Energie und Enthusiasmus entfachen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_68035 Cloud & Managed Services 13