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Cloud & Managed Services 2018

GRAFIK 5: BEFRAGUNG DER

GRAFIK 5: BEFRAGUNG DER EINZELNEN BERUFSFELDER: WAS BRINGT DIE DIGITALE TRANSFORMATION MIT SICH? MARKET Bringt neue Technologien und Einsatzfelder mit sich, neue Skills sind notwendig Organisatorischer Umbau, neue Rollen und Strukturen sind notwendig Veränderung der Rolle der IT: Vom reinen Unterstützungsfaktor hin zum wesentlichen Geschäftstreiber Zusätzlicher Aufwand (neue Mitarbeiter, höhere Investitionskosten ...) 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100% Leiter der IT (CIO) IT-Architekt Geschäftsleitung Fachverantwortlicher IT Fachverantwortlicher Business Fachverantwortlicher an der Schnittstelle Business und IT Cloud-Provider / Cloud-Consultant Cloud und Digitalisierung – Business und IT haben unterschiedliche Sichtweisen Die Studie zeigt: 70 Prozent der Befragten sehen die Rolle der Cloud darin, Innovation und Digitalisierung voranzutreiben, indem die Agilität der IT unterstützt wird. Mehr als 20 Prozent sind dabei, den Cloud-Einsatz mit den Businessbedürfnissen abzustimmen. Spannend wird der Aspekt der Cloud-Nutzung, wenn man betrachtet, wie sich die einzelnen Berufsfelder dazu äussern. Grafik 4 illustriert dies. Zirka 55 Prozent der CIOs und IT-Architekten sehen Cloud als einen festen Bestandteil der Sourcing-Strategie, um Kosten zu sparen. Bei den Fachverantwortlichen Business sind es gar 75 Prozent. Bei 50 Prozent der Teilnehmenden der Geschäftsleitung ist die digitale Transformation nur mit Cloud denkbar. Während zirka 10 Prozent der CIOs und etwa 20 Prozent der Fachverantwortlichen IT und der Mitglieder der Geschäftsleitung angeben, Cloud und digitale Transformation hätten nichts gemeinsam, ist diese Antwort bei den Fachverantwortlichen Business nicht präsent. Auch keiner der teilnehmenden IT-Architekten war dieser Meinung. Keiner der Teilnehmer der Geschäftsleitung gab an, ein Cloud-Einsatz käme für sein Unternehmen nicht infrage. Die Veränderung der Rolle der IT – die Sichtweisen von Business und IT bleiben unterschiedlich Die digitale Transformation bringt den Einsatz neuer Technologien und Einsatzfelder mit sich. Das sehen 50 Prozent der Geschäftsleitung so. 20 Prozent der Geschäftsleitung und 30 Prozent der CIOs und der IT-Architekten sehen mit der digitalen Transformation einen organisatorischen Umbau kommen. Für die Fachverantwortlichen Business ist mit der digitalen Transformation kaum ein organisatorischer Umbau für die IT nötig. Jedoch schlägt sich für die Fachverantwortlichen Business die digitale Transformation vor allem in einer Veränderung der Rolle der IT nieder (beinahe 70 Prozent). Das spiegelt deutlich die Erwartung wider, die das Business gegenüber der IT hat, nämlich, dass diese als Businesspartner auftritt. Zirka 25 Prozent der Fachverantwortlichen IT sehen in der digitalen Transformation einen zusätzlichen Aufwand. Das ist ein hoher Anteil im Vergleich zu den Fachverantwortliche Business, wo dies lediglich 5 Prozent angeben (Grafik 5). STUDIE Die FHNW will die Studie noch vertiefen. Deshalb sind alle Interessierten eingeladen, teilzunehmen: https://movecloud.ch/tools/cloud-studie Als Dankeschön verlost die FHNW 20 Gratistickets für den 5. Cloud Use Cases Day am 14. März 2018. Weitere Infos zum Anlass unter https://tinyurl.com/FHNW-Cloud-2018 Der Cloud Use Cases Day widmet sich dem Spannungsfeld zwischen Business und IT. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Cloud als Enabler für die Digitalisierung eingesetzt werden kann. Am 14. März 2018 wird ebenfalls der Studienbericht zur «FHNW Cloud Studie 2017» erscheinen. 20 Cloud & Managed Services

Oracle hat die Cloud entdeckt Trotz spätem Einstieg ins Cloud-Business will Oracle mit seiner Strategie nun in der Wolke durchstarten. Dabei zeigt sich Oracle unter dem Motto «we welcome all your workload» ganz pragmatisch und offen und will alle Funktionalitäten in Cloud-Form anbieten. MARKET Der ICT-Markt ist ständig in Bewegung. Anbieter, Dienstleister und Kunden sind permanent auf der Suche nach Potenzial für Verbesserungen. Nach einer langen Phase von Produkten, die im Markt direkt zu kaufen sind, kommt mit der Cloud seit wenigen Jahren eine ernsthafte Alternative. Die Cloud ist als Erweiterung der internen Dienstleistung in der IT zu verstehen. Die Dienste decken inzwischen vieles ab: Infrastruktur (IaaS), rein funktionale Dienste (PaaS) mit Mehrwert gegenüber IaaS, rein applikatorische Dienste (SaaS) mit Mehrwert gegenüber PaaS. Es können praktisch beliebige Businessapplikationen unterstützt, entwickelt und komplett in der Cloud bezogen werden. Bleibt noch das grosse Kapital aller Unternehmen: die Daten selbst. Datendienste (DaaS) haben das Potenzial, Unternehmen bei der intensiveren Nutzung ihrer Daten und somit der Steigerung des Kapitals zu fördern. Cloud-Maturität Die Grösse des ICT-Marktes ist enorm. Wird der Markt durch die Cloud jetzt grösser und somit den Kunden mehr abverlangt? Nein, das wird nicht geschehen. Die Ausgaben werden sich hingegen verlagern und den ICT-Kunden mehr Wahlmöglichkeiten bieten. Die in den letzten Jahren erfolgreichen Anbieter von Cloud-Diensten haben einen intensiven Wettbewerb gestartet, der zu steigender Maturität, Serviceoptionen wie im eigenen ICT- Betrieb und grosser Verlässlichkeit geführt hat. Die ursprünglichen Sicherheitsbedenken bezüglich Cloud können nun bereits erprobten Vorgehensweisen weichen. Es ist somit einfacher und sicherer, in die Cloud zu investieren. Der späte Start von Oracle in die Cloud In den ersten Jahren der Cloud hat ein bekannter Vertreter der ICT prominent gefehlt: Oracle ist spät in den Markt eingestiegen. Dafür hat Oracle offensichtlich die Zeit genutzt, um die Marktmechanismen, Kundenbedürfnisse und das Businessmodell eingehend zu analysieren. Oracle hat sehr viele Produkte von Infrastruktur über zahlreiche Softwareprodukte und Applikationen im Angebot. Die Geschäftsleitung entwickelte eine einfache Vision: Oracle solle die gesamte bisherige Funktionalität in Cloud- Services anbieten können, damit Kunden die Wahl haben zwischen ICT im eigenen Rechenzentrum oder bei Oracle. Die Autoren Sandhya Prabhu, Country Lead Alliances and Channel, Oracle Thomas Teske, Business Development Manager Technology, Oracle vorgestellten Partner sind jeder auf seine Art und Weise für ihre Kunden tätig. Somit leisten sie einen wichtigen Beitrag auf dem sicheren Weg in die erfolgreiche Nutzung der Cloud. Das umfassende Angebot Der Markt für Cloud-Services startete mit einem relativ schmalen Portfolio. Einzelne Anbieter vermarkteten ihre spezifischen Lösungen jeweils einzeln. Entsprechend der Klassifizierung von NIST werden IaaS, PaaS, SaaS und DaaS angeboten. Die Funktionen werden jeweils ausgehend von einem MVP entwickelt. Alle Anbieter müssen sich fragen: Reicht das aus, um unseren Kunden einen spezifischen Mehrwert zu bieten, ohne Kompromisse einzugehen? Wenn zwischen den Services klare Schnittstellen definiert sind, wird es einfach, automatisierbar und nachvollziehbar. Architekten haben schon lange nach solchen Plattformen gesucht. Konsumenten von Services können sich darauf verlassen, dass Services zusammen eine Lösung ergeben. Oracle geht hier einen zusätzlichen Weg: Neben den eigenen Lösungen sollen vor allem Partnerangebote den Mehrwert liefern. Ein Cloud-Marktplatz ist dazu aber erst der Anfang. Worum es geht, ist die konsequente Umsetzung agiler Methoden: Cloud-Services sollen dem gesamten Markt dienen, schneller und sicherer an das jeweilige Ziel zu kommen, ohne Flexibilität einzubüssen. Offenheit für jeglichen Workload ist das Grundrezept dafür. In diesem Sinne steht Oracle für «we welcome all your workload». Partner als Teil der Lösung Doch damit nicht genug: die Kunden haben Anforderungen, die nur durch Partner ihrer Wahl wirklich zu erfüllen sind. Dieser Aspekt der Oracle-Cloud-Strategie wird in den drei folgenden Porträts von Partnern thematisiert. Die auf den folgenden Seiten Bild: akindo / iStock.com Cloud & Managed Services 21