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Cloud & Managed Services 2018

INFRASTRUCTURE HCI ist

INFRASTRUCTURE HCI ist reif für den Einsatz in der hybriden Cloud Die Zukunft der IT liegt in der hybriden Cloud – so viel ist sicher. Gleichzeitig erfreuen sich hyperkonvergente Infrastrukturlösungen steigender Beliebtheit. Die beiden Trends liessen sich allerdings bisher nur schwer vereinen. Eine zweite HCI-Generation löst das Problem. Eine Mehrheit der Unternehmen setzt heute auf Cloud-Dienste. Dies aus gutem Grund: Nur Cloud-Architekturen bieten jenen Grad an Flexibilität, mit der der digitale Wandel gemeistert werden kann. Besonders hybride Cloud-Infrastrukturen haben sich zu einem wichtigen Element einer agilen IT-Landschaft entwickelt, mit der sich viele Businessanforderungen effizient lösen lassen. Die Zusammenführung externer Cloud-Dienste mit der eigenen IT-Infrastruktur stellt aber grosse Herausforderungen: Wie können Unternehmen die Kontrolle über ihre Daten behalten, wie sichergehen, dass sie alle Compliance-Anforderungen einhalten? Eine sogenannte Data-Fabric ermöglicht ein einheitliches Datenmanagement und erlaubt so, Datenbestände sicher über alle Infrastrukturen inklusive der Cloud zu transferieren. So können Unternehmen Angebote von Hyperscale-Providern wie Amazon AWS oder Microsoft Azure in die eigene Infrastruktur einbinden und deren extrem leistungsfähigen IT-Ressourcen nutzen, ohne die Kontrolle über ihre Daten abzugeben – ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, schnell und flexibel neue IT-Ressourcen einsetzen zu können. Schnelles Deployment und günstiger Betrieb dank HCI Schon seit mehreren Jahren erfreuen sich hyperkonvergente Lösungen (Hyper Converged Infrastructures, HCI) grosser Beliebtheit. Sie versprechen die wichtigsten Annehmlichkeiten von Cloud-Angeboten für den Betrieb inhouse: schnelles Deployment und kostengünstigen Betrieb. Eine HCI-Lösung verbindet Eine Data-Fabric ermöglicht ein einheitliches Datenmanagement. Der Autor Christoph Schnidrig ist Manager Systems Engineering bei Netapp Schweiz Server- und Speicherressourcen mit einer Virtualisierungssoftware in einer Box. Firmen sind nicht mehr gezwungen, Speicher, Server und Netzwerk getrennt zu erwerben und mühsam selbst zu einem funktionierenden Ganzen zusammenzufügen. Werden zusätzliche Ressourcen benötigt, können weitere Boxen beschafft und in einem Cluster angeschlossen werden. IDC glaubt denn auch, dass schon 2020 rund 60 Prozent der neu eingesetzten Server-Storage-Netzwerk-Kombinationen auf CI- und HCI entfallen werden. Und Gartner prognostiziert ein Wachstum der installierten HCI-Systeme von aktuell 5 Prozent auf 30 Prozent aller Installationen im Jahr 2019. HCI ist reif fürs Rechenzentrum Was herkömmlichen HCI-Geräten allerdings fehlt, ist ein ausgereiftes Datenmanagement, weshalb sie sich kaum in hybride Cloud-Architekturen oder eine Data-Fabric-Plattform einbinden lassen. Mittlerweile ist jedoch eine zweite Generation von HCI- Lösungen am Start, die verschiedene Schwächen ihrer Vorgänger ausbügelt. Die neuen Geräte bieten eine cloudähnliche Infrastruktur zum Bezug von Server- und Speicherressourcen in einer mobilen, skalierbaren und einfach zu handhabenden Appliance mit mehreren Knoten. Garantierte Leistung mithilfe von Quality-of-Service-Vorgaben, eine unabhängige Skalierung von Rechner- und Speicherressourcen, die Automatisierung von Routineaufgaben und die einfache Einbindung in bestehende Managementplattformen (inklusive Back-up und Disaster-Recovery) machen HCI-Appliances der zweiten Generation auch für den Einsatz in Grossunternehmen und im Rechenzentrum bestens geeignet. Schliesslich fügen sich die neuen HCI-Lösungen auch problemlos in eine Data-Fabric-Plattform ein. Unternehmen erhalten so ein komponentenübergreifendes Datenmanagement mit hoher Portabilität, Sichtbarkeit und Sicherheit aller Daten über die gesamte IT-Umgebung hinweg – egal, ob im eigenen Rechenzentrum, in der Public Cloud oder eben in einer hybriden Cloud- Architektur. 30 Cloud & Managed Services

Business Process Orchestration Organisational Development Service Desk Service Catalogue Self Service Portal API Authentification (IAM) Cost Management Cloud IT Security Special Service Integration Enhanced Service Integration Base Standard Setup Services Traditionell Network Integration Reporting Change Management Incident Management Service Level Management Die Service-Integration betrifft unterschiedlichste Aspekte vom grundlegenden Servicekatalog über das Zugriffsmanagement bis zur organisatorischen Entwicklung. INFRASTRUCTURE Der Cloud-Zug rollt: jetzt aufspringen! Die Service Integration betrifft die unterschiedlichsten Aspekte vom grundlegenden Servicekatalog über das Zugriffsmanagement bis zur organisatorischen Entwicklung. Die Cloud hat den Durchbruch geschafft und beschleunigt die digitale Transformation. Lesen Sie, wie Unternehmen konkret loslegen können, um ihren individuellen Weg in die Cloud zu gestalten. Das Marktforschungsunternehmen IDC hat im Rahmen der Studie «Swiss IT 2016 – Schweizer Unternehmen auf dem Weg zur Digitalen Transformation» über 800 Schweizer Unternehmen zur Cloud befragt. Das Ergebnis: 45 Prozent der Firmen haben bereits ein Cloud-Vorhaben am Laufen, fast ein Fünftel hat es ganz oben auf der Agenda für die nächsten drei Jahre. Der Autor Marcel Walker ist Head Network & Cloud bei Swisscom Enterprise Customers Den richtigen Weg in die Cloud finden Kein Wunder: Schnellere Time-to-Market, disruptive Business- Modelle, neue Kundeninteraktionsformen: Unternehmen erkennen mehr und mehr die Notwendigkeit, das Geschäft zu digitalisieren. Eine agile IT-Infrastruktur mit hoher Flexibilität und Skalierbarkeit ist dafür unabdingbar. Cloud-Technologien sind heute ausgereift, stabil, sicher und vertrauenswürdig. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Einstieg in die Cloud. Reif für die Cloud? Doch wie konkret loslegen? Der Weg ist für jede Organisation individuell. Grundsätzlich sind dabei folgende Fragen zu klären: 1. Was sind die Ziele der Cloud-Transformation? Ein umfassendes Assessment der Unternehmensbedürfnisse ist das A und O. 2. Wo steht das Unternehmen aktuell? Welche Prozesse sind bereits digitalisiert, welche sollen und können digitalisiert werden? 3. Wie sieht die IT-Landschaft derzeit aus? Welche Technologien herrschen vor? 4. Was soll und kann in die Cloud? Prüfung der Cloud Readiness der bestehenden Systeme. Entscheid, was überhaupt in die Cloud transformiert wird. 5. Welche Cloud kommt infrage? Wahl des geeigneten Deployment- und Delivery-Modells: Public, Private, Hybrid? Datenhaltung Schweiz oder Ausland? 6. Wie kommt in die Cloud, was in die Cloud soll? Planung und Umsetzung der Transformation. Die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Migration ist eine standardisierte, konsolidierte, virtualisierte und möglichst weitgehend automatisierte IT-Infrastruktur. Nur so lässt sich Ihre IT-Landschaft nahtlos auf cloudbasierten Services abbilden. Prüfen Sie, ob die bestehende Software für den Cloud- Betrieb geeignet ist, und überlegen Sie, ob ältere Anwendungen durch moderne Lösungen abgelöst werden können. Integration wird matchentscheidend Die wahre Agilität kommt für Unternehmen mit komplexen IT- Landschaften jedoch erst mit der Integration der Cloud in die bestehende IT. Das Vorgehen sollte sich dabei keineswegs auf die rein technischen Aspekte beschränken, sondern auch organisatorische und prozessorientierte Fragestellungen berücksichtigen. Wer effizient vorgehen will, setzt hier auf Beratungskompetenz eines etablierten, vertrauenswürdigen Partners. So hat Swisscom etwa eine eigene Methodik «Journey to the Cloud» entwickelt, um das Optimum aus der Cloud herauszuholen. Dieses deckt neben der Bereitstellung der grundlegenden technologischen Cloud-Services auch die Integration der in die Organisation und die Prozesse sowie die Transformation vorhandener Systeme und Anwendungen ab. Denn: Mit der technischen Umsetzung ist die Service-Integration nicht fertig. Nun gilt es, die Mitarbeitenden zu schulen und für Akzeptanz zu sorgen. Cloud & Managed Services 31