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Cloud & Managed Services 2018

DOSSIER INTERXION

DOSSIER INTERXION Cloud-Modelle helfen bei der datenbasierten Wertschöpfung Wer mit der Unternehmens-IT in die Cloud gehen will, hat verschiedene Möglichkeiten. Private, Public oder Hybrid Cloud sind die Ansätze. Gemeinsam mit einem vertrauenswürdigen Datacenter-Anbieter gelingt der Schritt unter Einhaltung von Sicherheit, Performance, Datenhoheit und Datenschutz. Daten sind das neue Gold. Detaillierte Datenmengen bieten Der Autor Chancen für neue Geschäftsmodelle. Dem Trend zur datenbasierten Wertschöpfung kann sich kein Unternehmen auf Dauer Business Development Manager Thomas Kreser, Marketing und entziehen. Erfolg wird über Geschwindigkeit erreicht, schnellere Interxion (Schweiz) Abläufe fördern das Wachstum, und rasanter Datenaustausch entscheidet nicht nur im Finanzgewerbe über Gewinne. Damit einhergehend steigen die Anforderungen an die eigene Rechenkapazität permanent weiter. schutz. Die Kehrseite der Medaille ist unflexible Leistungsanpassung. Aufbau von Kapazitäten In der Public Cloud stellt ein Serviceprovider skalierbare Ein Ausbau des eigenen Rechenzentrums bindet Kapital, dauert Leistung zur Verfügung. Viele Kunden teilen sich die Infrastruktur, die Daten können über mehrere Standorte in verschiedenen mehrere Monate bis Jahre und verschiebt die Leistungsgrenze nur kurzfristig, Hardware-Refreshs sind teuer. Ein Umstieg in Ländern physikalisch verteilt liegen. Der Nutzer verliert die alleinige Datenhoheit, dafür erhält er hohe Datensicherheit und die Cloud erscheint strategisch und wirtschaftlich attraktiv, denn Cloud-Lösungen decken schwankende Anforderungen kann Leistung je nach Workload flexibel dazukaufen. preiswerter und schneller ab. Wer den Aufstieg zu den «Wolken» Die Hybrid Cloud bietet eine Kombination aus Private- und unternimmt, kann sich bei erfolgreicher Tour über skalierbare Public Cloud, vereint das beste beider Welten mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Sicherheit und Datenschutz. Da- Rechenleistung, Speicherkapazität, Datensicherheit bei gleichzeitigem Datenschutz, zukunftssichere Upgradepfade und niedrigere Kosten freuen. Informationen werden in der Private Cloud verarbeitet, anonytenschutzrelevante, personenbezogene oder geschäftskritische Der Weg in die Cloud sollte aber konzeptionell begleitet sein, misierte Datensätze hingegen in der Public Cloud. «Cloud-Expeditionsleiter» behalten die Kontrolle, teilen IT-Ressourcen zwi- denn Daten-Clouds bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Sicherheit, Performance, Datenhoheit und Datenschutz. Je schen privater und öffentlicher Cloud passend zur eigenen ITnach Anforderungen kann man zwischen verschiedenen Cloud- Strategie auf. Modellen wählen: Private Cloud steht für volle Kontrolle, komplette Eigenverantwortung, 100-prozentige Datenhoheit und maximalen Daten- Unternehmen, die den Weg in die Cloud einmal beschritten ha- Multi-Cloud-Plattformen ben, binden sukzessive immer mehr Clouds an, sei es für Office HÜRDEN AUF DEM WEG ZUR CLOUD-NUTZUNG ÜBERWINDEN. 365, die AWS-Cloud oder Oracle. Entscheidend ist nun, die verschiedenen Clouds effizient und einfach, am besten über eine dedizierte Multi-Cloud-Plattform zu verwalten. Gerade für Managed-Service- Provider sind Colocation-Anbieter, die Multi-Cloud-/Multi-Tenant-Lösungen bieten, ein entscheidender Vorteil, um den eigenen Kunden einfach entsprechende Lösungen bieten zu können. Aber auch Unternehmen profitieren von flexiblen Quelle: Interxion Hybrid-Multi-Cloud-Plattformen. 46 Cloud & Managed Services

«Ganz in die Public Cloud zu gehen, ist für viele Firmen keine Option» Bedenken bezüglich Sicherheit, Kosten und Performance behindern eine breit abgestütze Adoption von Cloud-Infrastrukturen für die Unternehmens-IT aufzubauen. Das zeigt eine Studie des RZ-Anbieters Interxion und von IDC. Schweizer Studienteilnehmer sehen die Cloud besonders kritisch. Interview: Marc Landis DOSSIER INTERXION Die Cloud und ihre Vorteile sind ein Dauerthema, trotzdem halten sich gerade Schweizer Unternehmen bei der Cloud-Nutzung bisher im europäischen Vergleich eher zurück. Wie schätzen Sie die Lage ein? Thomas Kreser: Genau dazu haben wir zusammen mit IDC die Studie «The Digital Enterprise» durchgeführt, um das Problem besser zu verstehen. Dabei traten drei Kernprobleme zutage, welche die Unternehmen vom Schritt in die Cloud abhalten: Mehr als zwei Drittel der Befragten haben Sicherheitsbedenken, knapp die Hälfte sieht die Kosten als kritischen Faktor. Auch im Hinblick auf die Performance haben über ein Drittel der Befragten Vorbehalte, gerade wenn es um eine Desktop-gleiche User- Experience bei Cloud-Anwendungen für die Endanwender geht. Die Schweizer Befragten allein betrachtet waren noch kritischer. Ganz aktuell ist zudem die Frage nach dem physischen Standort der Daten im Fokus, gerade unter dem Eindruck des baldigen Inkrafttretens der GDPR in der EU. Gleichzeitig sehen wir grosses Interesse und die Bereitschaft, nicht nur eine, sondern mehrere dedizierte Clouds zu nutzen, je nach Anforderungen und Anwendungsfall, wenn die genannten Probleme gelöst oder zumindest abgemildert sind. Wie kann ein Unternehmen nun diese Problemkreise angehen, und welche Rolle kann in diesem Kontext die eigene IT-Infrastruktur spielen? Ganz in die Public Cloud zu gehen wird für viele Firmen ebenso keine Option sein, wie weiterhin die komplette Infrastruktur selbst zu betreiben. Die Lösung wird in irgendeiner Form eine Hybrid- Cloud-Umgebung sein. Die sensitiven Daten und kritischen Anwendungen werden viele Firmen weiterhin im eigenen Rechenzentrum oder outgesourct in Colocation verwalten oder betreiben. Für weniger kritische Anwendungen wird man auf die Flexibilität der Clouds zurückgreifen. Das wird in unserer Untersuchung bestätigt: 53 Prozent der europäischen Unternehmen verwenden aktuell schon hybride Cloud-Lösungen oder planen die Einführung in den nächsten zwei Jahren. In der Schweiz ist die Zahl aber deutlich niedriger. Und die Hauptbedenken Sicherheit, Performance und Kosten, die man mit der Nutzung von immer mehr verschiedenen Clouds und Services auch um Komplexität erweitern kann, löst man am besten durch die Nutzung einer dedizierten Multi-Cloud-Plattform, wie wir sie mit «Cloud Connect» bieten. «Cloud Connect» klingt nach einer weiteren, zusätzlichen Plattform, welche die interne IT eines Unternehmens managen muss. Welche Vorteile bietet sie, die den Mehraufwand rechtfertigen? Mit «Cloud Connect» lassen sich alle auf der Plattform verfügbaren Clouds über eine einzige, private Leitung anbinden. Der gesamte Verkehr wird nicht über das Internet geleitet. Damit werden die Latenzprobleme deutliche gemindert, ebenso ist die Datensicherheit besser gewährleistet. Wir haben die Performance mit Anbindungen von AWS und Azure über das Internet und mit «Cloud Connect» verglichen. Der Packet-Loss geht bei «Cloud Connect» etwa gegen null, während man zum Vergleich beim Routing über das Internet 20 bis 80 Prozent Packet-Loss hat. Der Verkehr geht über viel weniger Hops, und die Ladezeiten von Applikationen sind deutlich geringer, ebenso die Varianz der Ladezeiten. Der Nutzer bindet seine Clouds, wie etwa Oracle, AWS oder Azure, über eine private Leitung, die 100 Prozent garantierten Throughput bietet, der mit einem 99,999-Prozent-SLA unterlegt ist, das bietet ausser uns aktuell sonst keiner. Thomas Kreser, Marketing und Business Development Manager Interxion (Schweiz). Und der Haken? Man muss seine Hardware in einem unserer Rechenzentren, beispielsweise in Zürich, stehen haben. Wobei ich das nicht als Nachteil sehen würde, da man von Zürich aus via «Cloud Connect» alle unsere anderen Standorte in Europa anbinden kann. Und die Hardware «wohnt» in einer technisch und unter Sicherheitsaspekten erstklassigen Umgebung, mit optimaler Connectivity in die ganze Welt. Cloud & Managed Services 47