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Cloud & Managed Services 2018

OPERATIONS Die digitale

OPERATIONS Die digitale Transformation mit applikationsbasierten Cloud-Strategien meistern Neue Technologien wirken sich in noch nie dagewesenem Ausmass auf Unternehmen und die Gesellschaft aus. Firmen müssen agil und anpassungsfähig sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die digitale Transformation ist für Unternehmen vor diesem Hintergrund unabdingbar. Für ein erfolgreiches Gelingen sollten Firmen vor allem ihre Cloud-Strategie richtig planen und sich mit aktuellen Themen wie Cloud Portability auseinandersetzen. Technologische Neuerungen wie das Aufkommen des Internet of Things haben einen unbestreitbar grossen Einfluss auf Unternehmen. Sie schaffen nicht nur die Basis für neuartige Businessmodelle, sondern haben in der Vergangenheit auch oftmals zu grossen geschäftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen geführt. Dieses Phänomen nennen wir bei Atos «Digital Shockwaves». Die Auswirkungen solcher «Digital Shockwaves» haben sich vor allem im Bereich der Konsumgüter und Dienstleistungen im B2C gezeigt. Beispiele finden sich im Bereich Taxidienstleistungen, Hotellerie und Onlinehandel. So haben sich Unternehmen wie Uber, booking.com oder Amazon den technologischen Fortschritt zunutze gemacht und ihre Geschäftsmodelle darauf aufgebaut. Der Autor Wilfried Pichler ist VP Engineering & Service Offerings Infrastructure & Data Management CEE bei Atos Doch die «Digital Shockwaves» machen auch vor dem Businessto-Business-Sektor nicht halt. Es ist zu erwarten, dass der technologische Wandel eine Quelle für neue, spannende Geschäftsmöglichkeiten ist und somit weitere Veränderungen nach sich ziehen wird. «Digital Shockwaves» als Chance Die «Digital Shockwaves» wirken sich also nicht nur auf Geschäftsmodelle, sondern vor allem auch auf Organisationsstrukturen, operative Prozesse, auf die Zusammenarbeit und auf Finanzmodelle aus. Deshalb ist es für jedes Unternehmen unabdingbar, die digitale Transformation anzutreten, um kompetitiv bleiben zu können. Es ist dabei für Unternehmen wichtig, über eine gut funktionierende IT-Infrastruktur und -Plattform zu verfügen, die zu den Bedürfnissen und Zielen der jeweiligen Organisation passen. Atos verfügt über langjährige und umfassende Expertise in der Gestaltung von Cloud-Architekturen und kennt deshalb deren hohe Wichtigkeit bei der digitalen Transformation von Unternehmen. Die Cloud ist im digitalen Wandel zentral, weil man als Organisation mit seiner IT-Infrastruktur für verschiedenste Szenarien gewappnet sein muss, die im schnellen Marktumfeld oft schwer vorhersehbar sind. Dabei kann die Cloud durch ihre Skalierbarkeit Abhilfe schaffen. Sprich, man kann sich bei Bedarf jederzeit und sehr effizient Zugang zu mehr Leistung, Tools und Know-how verschaffen. Bild: Jirsak / iStock.com Der Weg in die Cloud: Multi-Cloud- vs. Hybrid- Cloud-Strategien Wenn sie den Weg in die Cloud antreten, ist es für Unternehmen wichtig, sich als Erstes eine Strategie zurechtzulegen, die zu ihrem Geschäftsmodell und ihren damit einhergehenden Geschäftsapplikationen passt. Dabei sollten unter anderem die folgenden Fragen beantwortet werden: Welche Anwendungen 70 Cloud & Managed Services

sind für unsere Geschäftstätigkeiten zentral? Welche Anforderungen stellen diese Applikationen an die Cloud? Welcher Cloud-Provider kann meine Virtualisierungstechnologie am optimalsten unterstützen? Welche Teile unseres Geschäftsmodells müssen schnell skalierbar sein? Die Cloud-Strategie und die entsprechende Umsetzung müssen ganzheitlich betrachtet werden, sodass für das Unternehmen die bestmögliche Lösung erzielt werden kann. Doch gerade die hohe Komplexität der Cloud innerhalb der IT-Struktur der Organisationen kann schnell einschüchtern. Wie soll sich ein Unternehmen für die richtige Cloud-Strategie entscheiden? Wichtig ist es dabei zuerst einmal, den Unterschied zwischen Multi-Cloud- und Hybrid-Cloud-Strategien zu kennen. Eine Multi-Cloud-Umgebung setzt sich aus mehreren verschiedenen Cloud-Lösungen zusammen, die je nach Anforderung genutzt werden. Bei Hybrid-Cloud-Umgebungen jedoch sind die unterschiedlichen Clouds integriert, das heisst, es können Applikationen und Work loads cloudübergreifend verschoben werden. Für Unternehmen stellt sich also als Erstes die Frage, in welchem Umfang und für welche Workloads sie ihre Cloud-Umgebung nutzen wollen, sodass sie sich für Multi-Cloud oder Hybrid-Cloud entscheiden können. Es hat sich gezeigt, dass vor allem die Mobilität und die schnelle Anpassungsfähigkeit an neue Anforderungen, welche die Cloud bietet, für die Unternehmen relevant ist, um die vom Markt geforderte Flexibilität und Dynamik zu erreichen. Als Unternehmen ist man also auf der sicheren Seite, wenn man sich nicht nur auf einen Anbieter verlässt – unabhängig davon, ob man sich für eine Hybrid- oder eine Multi-Cloud-Strategie entschieden hat. Dies ermöglicht es Unternehmen, je nach ihren Bedürfnissen und den Anforderungen ihrer geschäftsrelevanten Applikationen die ideale Lösung zu ermitteln und einzusetzen und sich dabei nicht nur auf die jeweils angebotenen Leistungen eines einzelnen Anbieters zu verlassen. Cloud Portability sorgt für eine höhere Flexibilität Das erfordert dann aber natürlich, dass Unternehmen für verschiedene Anwendungen zwischen den einzelnen Clouds hin und her wechseln können. Diese Fähigkeit, Workloads und Daten sehr zeitnah von einer Cloud-Umgebung in eine andere zu verschieben, wird Cloud Portability genannt. Das heisst, die Cloud Portability stellt die Migration zwischen zwei oder mehreren Cloud-Anbietern oder einer Public und einer Private Cloud sicher. Workload-Mobility-Technologien sind in Unternehmen meist auf bestimmte Standorte (eine Region oder ein Rechenzen trum) Das wichtigste Element für die erfolgreiche Cloud Portability ist ein umfassender Überblick über die Technologielandschaft. beschränkt und werden häufig verwendet, um High Availability Load Balancing und Resource Load Balancing bereitzustellen. Zwar besteht die Möglichkeit, Daten über grössere Distanzen auszutauschen, dies geht aber oft mit spezifischen Anforderungen an die Infrastruktur auf beiden Seiten der Transaktionen einher. Das bedeutet, dass der Fokus für die IT-Architektur oft mehr auf der Infrastruktur als auf der eigentlichen Arbeitslast liegt. Dabei ist gerade die Portability auf dem Workload-Level für Unternehmen relevant, da Firmen dadurch weniger von ihrer eigenen Hardware und Infrastruktur abhängig sind und gleichzeitig ihre Flexibilität steigern können. Cloud Portability ermöglicht Unternehmen für ihre geschäftsrelevanten Anwendungen eine maximale Flexibilität. Diese Flexibilität können Unternehmen dann wiederum auch für ihre Kunden gewährleisten, sie hat also auch einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg eines Unternehmens. Portability beziehungsweise deren technische Grundlagen müssen in die strategische Planung miteinfliessen, sie muss als Teil der Lösung angeschaut und gestaltet werden. Natürlich gibt es für Unternehmen auch immer die Option, sich ihre eigene Cloud-Umgebung Schritt für Schritt zusammenzustellen. So kann beispielweise von einer Private Cloud als Basis für eine spätere Hybrid-Cloud-Umgebung ausgegangen werden. Der Atos-Standard – die Atos Digital Private Cloud – bietet zum Beispiel schon von Grund auf Hybrid-Cloud- Integrationsmöglichkeiten, inklusive der Möglichkeit zur Service-Orchestrierung. Das wichtigste Element für die erfolgreiche Cloud Portability ist jedoch ein umfassender Überblick über die Technologielandschaft. Nur dadurch können alle möglichen Tools und Lösungen in Betracht gezogen werden, die für ein Unternehmen und ihre IT-Architektur zielführend sein könnten. Ein externer Partner mit Verständnis für die strukturelle Vielfalt Die IT-Umgebungen von Unternehmen beherbergen eine grosse Vielfalt an verschiedenen Architekturen, in denen die geschäftsrelevanten Anwendungen und Dienste zu finden sind. Um die Herausforderung der Cloud Portability zu bewältigen, sollte man als Unternehmen ein sehr gutes Verständnis dieser strukturellen Vielfalt gewinnen. Nur so kann entschieden werden, welche Cloud-Umgebungen für ein Unternehmen und seine Anwendungen die richtigen sind, um so die Anforderungen der Organisation und ihrer Prozesse an die IT-Infrastruktur erfüllen zu können. Auch hier lohnt es sich für Unternehmen, schon bei der Planung und Ausarbeitung der Strategie einen externen Partner, wie zum Beispiel Atos Consulting, mit dem nötigen Expertenwissen hinzuzuziehen, um eine applikationsbasierte und auf die Firma zugeschnittene Lösung zu entwickeln. Denn nur mit einer Cloud-Strategie, welche die zentralen IT-Anwendungen einer Firma in den Fokus stellt und auf diesen aufbaut, kann ein Unternehmen in der Zeit, in der technologische Neuerungen fast an der Tagesordnung sind, langfristig erfolgreich sein. OPERATIONS Cloud & Managed Services 71