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Cloud & Managed Services 2019

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OPERATIONS Suresh

OPERATIONS Suresh Vasudevan, CEO von Sysdig, stellte die gleichnamige Lösung für das Container-Monitoring vor. Logicmonitor bietet «best practise monitoring out of the box», versprach Gründer Steve Francis. Wie Unternehmen Hard- und Software im Griff behalten Was gilt für Container ebenso wie für Server-Racks? Sie wollen unter Kontrolle behalten, überwacht und bei Problemen schnell wieder in Betrieb genommen werden. Möglich machen wollen dies Sysdig und Logicmonitor. Sie standen auf dem Programm der IT Press Tour. Autor: Oliver Schneider Die Unternehmens-IT wird oftmals erst dann zum Thema, wenn etwas nicht mehr läuft wie gewünscht. Beginnt dann die Fehlersuche, schlägt die Stunde von Monitoring-Werkzeugen. Zwei Anbieter solcher Tools standen auf dem Programm der IT Press Tour durch San Francisco und das Silicon Valley im Oktober. Sysdig hat sich der Überwachung von Container-Umgebungen verschrieben. Logicmonitor bindet verschiedene Arten von Vitaldaten von Hardware auf einer Plattform ein. Sysdig: Container unter Kontrolle Die Büros von Sysdig in Downtown San Francisco waren die erste Station der IT Press Tour. Das Unternehmen stellt seit 2013 Lösungen zur Überwachung von App-Containern her. Die Welt der Business-Software habe sich in der jüngsten Vergangenheit stark verändert, sagte CEO Suresh Vasudevan. Standen einst monolithische Anwendungen im Vordergrund, kämen heute vermehrt Miniprogramme, «Microservices» genannt, zum Einsatz. Diese Microservices seien jeweils für eine spezifische Aufgabe konzipiert, liefen in virtuellen Maschinen in der Cloud und seien mittels Containern voneinander abgekoppelt. Die Vorteile dieser Architektur sind laut Vasudevan eine effizientere Nutzung von Ressourcen, mehr Flexibilität, Speed und Skalierbarkeit. Doch so hilfreich die Microservices auch seien, so anspruchsvoll sei auch deren Handling, fuhr Vasudevan fort. Eine Vielzahl von Prozessen laufe nebeneinander und oftmals nur für wenige Sekunden. Anwendungen und Infrastruktur liessen sich in der Multi-Cloud-Welt immer weniger klar trennen. Zudem seien Container für herkömmliche Tools eine Art Black Box. Wenn irgendwo Probleme auftreten, falle es oftmals schwer, die Ursachen zu finden. Hier komme die von Sysdig entwickelte Plattform ins Spiel. Die Lösung schalte sich quasi zwischen die Container und den Host, wo sie alle Aktivitäten mitschneide. Wenn nun ein Container eine hohe Latenz aufweise, Compliance-Probleme verursache oder ungewöhnliche Netzwerkaktivität zeige, merke das Sysdig und helfe dem Nutzer, den Problemen auf den Grund zu gehen und Sicht barkeit in die bislang wenig transparente Container-Architektur zu bringen. Kunden seien aktuell vor allem Finanzdienstleister, aber auch Streaming-Anbieter und Onlineshops. Logicmonitor: Einmal Rechenzentrum-Cloud und zurück Logicmonitor entwickelt Software zur Überwachung von IT-Infrastruktur. Der Hauptsitz der Firma liegt in Santa Barbara bei Los Angeles. Im April 2018 wurde Logicmonitor vom Investor Vista Equity Partners übernommen. In deren Büros mit Ausblick auf den Hafen von San Francisco samt Alcatraz fand das Treffen mit den Journalisten statt. Heute sei es für Firmen immer schwieriger, ihre Systeme unter Kontrolle zu behalten, sagte Gründer und «Chief Evangelist» Steve Francis zur Begrüssung. IT sei auf verschiedene Clouds und On-Premise-Hardware verteilt, es fehlten die kompetenten Fachleute, zahlreiche Tools seien notwendig und au- 42 Cloud & Managed Services

sserdem noch immer viele Legacy-Architekturen im Einsatz. All dies erhöhe die Komplexität und den Aufwand, um die Unternehmens-IT in Gang zu halten. Dazu komme, dass auch Monitoring-Systeme selbst verwaltet und betrieben werden müssten. Monitoring-as-a-Service Die Lösung heisse «Monitoring-as-a-Service», sagte Francis. Logicmonitor biete die Überwachung von Infrastruktur aus der Cloud an, egal ob es sich um Cloud- oder On-Premise-Systeme handle. Ein sogenannter «Collector» hole die Daten über den Zustand des Systems direkt aus Rechenzentren und Cloud- Umgebungen. Durch vorgefertigte Profile unterstütze die Lösung insgesamt 1200 verschiedene Systeme, etwa für Hardware, Netzwerk, virtuelle Maschinen oder Applikationen. 300 Milliarden Metriken von mehr als 1500 Kunden verarbeite Logicmonitor jeden Tag. Werde es von Kunden gewünscht, könne Logicmonitor auch andere Datenquellen, etwa Internet-der-Dinge-Sensoren, einbinden. «Alles, was Daten in einer Zeitreihe produziert, können wir integrieren», versprach Francis. Dennoch wolle man sich auch in Zukunft auf IT-Infrastrukturen konzentrieren. Die Unterstützung von verschiedenen Notification- und Workflow-Tools soll eine Integration möglichst einfach machen. Logicmonitor wolle in Europa wachsen, kündigte Francis an, und sei deshalb auf der Suche nach Vertriebspartnern. Auch ein Rechenzentrum auf dem Kontinent – heute stehe eines in London – sei in Planung. Wichtig sei hierbei die Zusammenarbeit mit Resellern und Serviceprovidern, die die Lösung sowohl selbst einsetzten als auch an ihre Kunden weitervermitteln könnten. Gegen die zahlreiche Konkurrenz durch Monitoring- Plattformen, zum Beispiel Splunk, sah Steve Francis seine Firma gut gewappnet. Unter anderem durch die Qualität des Supports, die anderen Anbietern überlegen sei. Wie sehen die Pläne von Logicmonitor aus? Als Nächstes stehe der Start einer Lösung an, die Metriken aus den Cloud-Umgebungen von AWS, Microsoft und Google auf einem Dashboard aggregiere. Mit dem «Service Insight» sollen auch Container und virtuelle Maschinen in die Reihe der überwachten Systeme aufgenommen werden. Mittels «AI Ops» sollen ab 2019 die Metriken ausserdem per Machine Learning ausgewertet werden. So liessen sich Probleme in der IT erkennen, bevor sie zum Problem würden, versprach Francis. Allerdings räumte er ein, dass es sich dabei nicht um «richtige KI» handle, eher um eine «smarte Auswertung». Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_112551 OPERATIONS Anzeige IT-Jobs mit Auszeichnung ProjektleiterIn OpaccERP Frontend-EntwicklerIn E-Commerce Verkaufspersönlichkeiten und weitere www.opacc.ch/karriere INS-Jobs_Netzmedien-Cloud_170x121_11-17.indd 1 08.11.17 06:56 Cloud & Managed Services 43