Aufrufe
vor 3 Wochen

Digital Transformation 2017

  • Text
  • Unternehmen
  • Transformation
  • Digital
  • Digitale
  • Digitalen
  • Digitalisierung
  • Technologien
  • Schweiz
  • Swiss
  • Anwendungen

Bild: iStock xxxxxx Die

Bild: iStock xxxxxx Die Arbeit von morgen gsa. Gemäss einer Prognose von ICT-Berufsbildung Schweiz und dem Institut für Wirtschaftsstudien Basel müssen bis 2024 rund 24 000 ICT-Stellen besetzt werden. Durch Pensionierung, Abwanderung und sonstige Abgänge gehen die Studienautoren von einem Gesamtbedarf von rund 75 000 ICT-Fachpersonen aus. IT- Fachkräfte sind also gefragt. Doch werden in sieben Jahren kaum die gleichen IT-Spezialisten am Arbeitsmarkt benötigt wie heute. Treiber dieser Veränderung ist die digitale Transformation. Sie zwingt Unternehmen dazu, ihre IT umzubauen, und in der Folge wandeln sich die Aufgabengebiete heutiger IT-Fachleute. Big-Data-Projekte etwa werden zunehmend von den Fachabteilungen wie dem Marketing umgesetzt. Dafür werden diese Datenspezialisten, wie etwa Data Scientists, benötigen. Trends wie Mobile oder die Vernetzung von Geräten erhöhen etwa die Nachfrage nach IT-Security-Spezialisten. Die Digitalisierung wird in den IT-Abteilungen keinen Stein auf dem anderen lassen, schreibt Frank Schabel, Head of Marketing/ Corporate Communications beim Personaldienstleister Hays in seinem Fachbeitrag. Arbeitnehmer müssten daher offen für Neues sein, um in Zukunft noch am Arbeitsmarkt gefragt zu sein. Das haben auch viele Organisationen und Unternehmen erkannt und fördern die Weiterbildung, wie die Studie «Der Mensch in der Arbeitswelt 4.0» der ZHAW aufzeigt. 72 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Vorgesetzten dafür sorgen würden, dass sie ihre digitalen Kompetenzen weiterentwickeln könnten. Für Arbeitgeber bedeutet die permanente Veränderung der Arbeitsprofile zudem, dass sie Stellenangebote nicht zu eng ausschreiben sollten. Nicht jede Technik erfordert ein eigenes Berufsbild. Was dafür schon heute wichtig wird, erklärt Schabel im Dossier. 36 DIGITAL TRANSFORMATION

IT-Security, Big Data und Cloud Computing – die Topjobs 2020 Die digitale Transformation ist eng verbunden mit Konzepten wie Cloud Computing, Big Data und dem Internet der Dinge. Die Verbreitung dieser Technologien hat einen gravierenden Einfluss auf die Arbeit der IT-Abteilungen. Welche Berufsbilder werden 2020 gefragt sein? DOSSIER IT-ARBEITSMARKT Die digitale Transformation ist eng verbunden mit der Einführung neuer Technologien und technologischer Konzepte. So ist die Digitalisierung etwa ohne Cloud Computing, Internet der Dinge und Big Data kaum denkbar. Durch die Einführung dieser Konzepte entstehen neue und optimierte Geschäftsprozesse oder gleich komplett neue Geschäftsmodelle. Es versteht sich von selbst, dass diese Entwicklung die Arbeit von Fachkräften im IT-Umfeld verändert. Womit müssen die Mitarbeiter in den IT-Abteilungen rechnen? Die neuen Technologien haben in den vergangenen fünf Jahren die Ansprüche an die Unternehmens-IT enorm verändert. Eine grosse Mehrheit der IT-Experten sieht sich laufend mit neuen Anforderungen konfrontiert. Ständig müssen weitere Tools und Produkte und gleichzeitig neue Arbeitsweisen eingeführt werden, sei es die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit bei Projekten oder in agilen Teams. Ein neuer Outsourcing-Boom Besonders stark wirkt sich der Siegeszug des Cloud Computings aus. Heute werden kaum noch Projekte angestossen ohne Berücksichtigung von Cloud-Technologien. Sowohl Konzerne als auch mittlere Unternehmen planen, die Cloud in Zukunft intensiver zu nutzen. Die Verbreitung von Cloud-Technologien führt zu einer Öffnung der Unternehmens-IT und damit zu einem neuen Outsourcing-Boom: Plötzlich ist es einfach, Dienstleistungen von externen Anbietern und Geschäftspartnern in die eigene Architektur zu integrieren. Die Verfügbarkeit von IT-Infrastruktur – ob Hardware oder Software – als Service ermöglicht da rüber hinaus die Auslagerung aller IT-Dienste, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Dies und der Umstand, dass zunehmend Aufgaben wie Businessprozessanalyse, Business-Intelligence oder CRM in die Fachabteilungen verlagert werden, führt dazu, dass sich die verbleibenden IT-Mitarbeiter einem höheren Arbeitsdruck ausgesetzt sehen und sich stärker spezialisieren müssen. Sie werden in Zukunft in erster Linie für strategische Belange zuständig sein: IT-Strategien entwickeln und anpassen, neue Anforderungen an die IT ermitteln und das IT-Budget planen. Auf der anderen Seite verbleiben den IT-Mitarbeitern Aufgaben im Benutzerund Infrastrukturmanagement, sprich das Handling von Userprofilen und die Zuteilung von Ressourcen, die Installation neuer Anwendungen, der User-Helpdesk sowie die Modernisierung, Konsolidierung und das Monitoring der Infrastruktur. Der Autor Frank Schabel, Head of Marketing / Corporate Communications, Hays Nachfrage nach IT-Security-Spezialisten steigt Dem Trend zur Auslagerung zum Trotz wird der Fachkräftemangel allerdings virulent bleiben. Zum einen bleiben Anwendungsentwickler, Netzadministratoren und Berater – insbesondere im SAP-Umfeld – auch weiter gefragt. Zum anderen lässt die Digitalisierung und die mit ihr einhergehende Verbreitung neuer Technologien die Nachfrage nach einzelnen Spezialisierungen markant ansteigen und manch neue Disziplin entstehen. Deutlichstes Beispiel für einen solchen Nachfrageanstieg ist der Beruf des IT-Sicherheitsexperten. Die zunehmende Vernetzung mobiler Geräte und das Internet der Dinge bringt eine Vielzahl neuer, attraktiver Ziele für Cyberkriminelle hervor. Der Security-Experte hat sich daher zum neuen IT-Topjob schlechthin gemausert. Tatsächlich haben die IT-Security-Fachkräfte in Deutschland mittlerweile sogar die Projektleiter als bestbezahlte Spezialisierung ohne Personalverantwortung abgelöst. Zwar sind grundlegende Sicherheitsthemen (z. B. Risikobewertung, Gefahrenprognostik und Sicherheitsarchitektur) bereits heute Bestandteil vieler IT-Ausbildungen, weswegen Security-Manager, IT-Security-Consultants und IT-Sicherheitsarchitekten womöglich heute noch in ausreichender Zahl gefunden werden. Hingegen berufserfahrene Experten für Spezialthemen wie IT-Forensik, Schadsoftware, Reverser oder für Computer Emergency Response Teams (CERT) zu finden, dürfte jedoch ungleich schwieriger werden. Big Data und Cloud Computing – die neuen Topjobs Dasselbe gilt für Big Data: Mit der Vernetzung von Geräten und Sensoren steigt die Datenflut, für deren Bewältigung neue Spezialisierungen benötigt werden – etwa der Data Scientist, der ungeheuren Datenmengen mit wissenschaftlichen Analysemethoden zu Leibe rückt, oder auch der Data Artist, der die Daten für die Fachabteilungen zu visualisieren versteht. Auch sie werden zu den zukünftigen Topjobs im IT-Umfeld zählen. Nicht zuletzt verändert speziell die Verbreitung von Cloud Computing die Berufsbilder in den IT-Abteilungen; dies betrifft DIGITAL TRANSFORMATION 37