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Digital Transformation 2017

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Bild: Shutterstock xxxxxx Vom Dienstleister zum Enabler gsa. Die digitale Transformation der Schweizer Unternehmen schreitet voran, wie der Digital Maturity Report 2017 der Universität St. Gallen und des Beratungshauses Crosswalk zeigt. Der durchschnittliche digitale Reifegrad der untersuchten Firmen stieg auf der Skala von 1 bis 5 im Jahresvergleich von 2,72 auf 2,82 Punkte. Digitalisierung lohnt sich. Unternehmen mit einem hohen digitalen Reifegrad haben zufriedene Kunden und Mitarbeiter, schreiben die Studienautoren. Damit eine Firma ihre Geschäftsprozesse digitalisieren kann, muss sich ihre IT-Landschaft umbauen. Auch die Arbeitsplätze verändern sich. Durch immer leistungsfähigere Mobile Devices und praktisch überall verfügbares Internet können immer mehr Mitarbeiter ortsunabhängig arbeiten. Auch wenn nach wie vor viele Unternehmen hierzulande auf fixe Arbeitsplätze setzen, wie der Studie «Digitaler Reifegrad von Schweizer KMUs» der Hochschule Luzern vom Mai dieses Jahres zu entnehmen ist. 75 Prozent der an der Studie teilnehmenden Firmen unterhalten nach wie vor Büroarbeitsplätze. Dennoch wird das Thema Digital Workplace Management immer wichtiger. Je mobiler, flexibler und agiler Mitarbeiter werden, desto mehr steigen ihre Anforderungen an die technische Ausstattung ihrer Arbeitsplätze. Insbesondere Berufseinsteiger legen viel Wert auf einen attraktiven Arbeitsplatz und moderne Ausstattung. Ansonsten lehnen sie auch eine gut bezahlte Stelle ab und heuern woanders an. All diese Entwicklungen stellen die IT vor umfangreiche Herausforderungen. Der Zugriff auf die Firmen-Cloud etwa muss einfach funktionieren und dennoch sicher sein. Worauf Unternehmen bei der Transformation ihrer IT achten müssen, um das Potenzial der digitalen Transformation auszuschöpfen, erklärt Bernhard Steiner, Director Technical Pre- Sales DACH vom Anbieter für IT-Management Ivanti. 40 DIGITAL TRANSFORMATION

Mit ganzheitlichen Lösungen den digitalen Wandel sicher gestalten Die Digitalisierung setzt sowohl privatwirtschaftliche Unternehmen als auch die öffentliche Hand unter grossen Handlungsdruck. Sie gleicht einer Welle, von der man entweder weit nach vorne getragen oder überrollt werden kann. DOSSIER IT-TRANSFORMATION Um das Potenzial des digitalen Wandels zu erschliessen und für den Geschäftserfolg nutzbar zu machen, ist eine ganzheitliche Herangehensweise entscheidend, in deren Zentrum naturgemäss die IT und entsprechende Lösungen stehen. Die digitale Transformation hat die IT-Abteilung ins Rampenlicht gerückt und ihre Rolle in Unternehmen und öffentlicher Verwaltung grundlegend verändert: Vom blossen Serviceerbringer hat sie sich zum Treiber für Innovation und Wachstum entwickelt. Sie liefert die Grundlage für neue Geschäftsmodelle und effizientere Prozesse, setzt Ressourcen frei, die an anderer Stelle genutzt werden können, und macht unsere Arbeitswelt so mobil und flexibel wie nie zuvor. Um dieser Rolle gerecht zu werden, benötigen IT-Abteilungen durchgängige Lösungen, die es ihnen ermöglichen, die vielen unterschiedlichen Aufgabenbereiche ganzheitlich zu adressieren. Neben dem klassischen IT-Service-Management müssen IT-Verantwortliche vor allem dafür Sorge tragen, Netzwerke und Endgeräte bestmöglich vor Cyberangriffen zu schützen. In nahezu allen Bereichen unseres täglichen Lebens spielen computergestützte Systeme inzwischen eine Rolle – so auch in unserer täglichen Arbeit, wo der Digital Workspace längst Realität ist. Eine sichere und funktionierende IT bildet also das Rückgrat der Arbeitswelt 4.0. Dass IT-Security für viele Unternehmen eine Mammutaufgabe darstellt, liegt an den zunehmend komplexeren IT-Umgebungen, an neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen, die es zu berücksichtigen gilt, und am immer raffinierteren Vorgehen der Cyberkriminellen. Entsprechend vielschichtig gestaltet sich die Umsetzung von Sicherheits- und Compliance- Massnahmen im digitalen Unternehmen. Die digitale Transformation hat die Rolle der IT-Abteilung grundlegend verändert. Der Autor Bernhard Steiner, Director Technical Pre-Sales DACH, Ivanti Prozessanteile auf ein Mindestmass reduziert, um Transparenz und Compliance zu gewährleisten. Dies entlastet nicht nur die Mitarbeiter, sondern minimiert auch das Risiko für unfreiwilliges Fehlverhalten – vor allem dann, wenn es sich um hochgradig repetitive Aufgaben handelt. Dies gilt nicht nur für Prozesse innerhalb der IT, wie die Servicebereitstellung und das Ausrollen von Software-Updates oder Patches, sondern auch für zahlreiche Aufgaben in anderen Unternehmensabteilungen. Die Anwendbarkeit «Beyond IT», also über das reine IT-Service-Management hinaus, ist für moderne Servicearchitekturen von zentraler Bedeutung. Auch Bereiche wie Facility Management, Customer Service, HR oder Buchhaltung profitieren von der Standardisierung und Automatisierung ihrer Workflows. Prozesse werden dadurch für alle Beteiligten transparent, und der aktuelle Status eines Vorgangs kann jederzeit nachvollzogen werden. Die Anwendbarkeit «Beyond IT», also über das reine IT-Service-Management hinaus, ist für moderne Servicearchitekturen von zentraler Bedeutung, da in immer mehr Unternehmen die wenigen vorhandenen Ressourcen auch zur Steuerung IT-ferner Abläufe eingesetzt werden. Komplexität durch Automatisierung abbauen Um Komplexität abzubauen und Prozesse von Beginn an sicherheitskonform aufzusetzen, ist es entscheidend, dass IT-Betrieb und IT-Sicherheit in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen nicht voneinander losgelöst operieren, sondern von gleicher Stelle aus gesteuert werden. Durch die vollständige oder teilweise Automatisierung von Arbeitsabläufen werden manuelle IT-Security: Konsistenz statt Flickwerk Eine derart komplexe, weitläufige IT-Umgebung stellt grosse Herausforderungen an die IT-Security. Um das gesamte Netzwerk effektiv abzusichern, muss das IT-Team zunächst einmal verstehen, was geschützt werden muss und wogegen man sich schützen muss. Auf diesem Verständnis sollte das Sicherheitskonzept aufbauen. Dazu muss sich das IT-Team im ersten Schritt einen Überblick über alle im Netzwerk vorhandenen End- DIGITAL TRANSFORMATION 41