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Fintech & Insurtech 2019

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Smile und Baloise

Smile und Baloise gewinnen Preise TRENDS cwa. «Versicherung soll so einfach werden wie Netflix.» Mit diesem Grundsatz konnte das Insurtech Smile die Jury des Innovationspreises der Schweizer Assekuranz überzeugen, wie der «Horizont» berichtet. Ähnlich wie bei dem Streaming-Anbieter können Kunden bei Smile ein flexibles Monatsabo mit monatlicher Kündigungsfrist beziehen. Dieser kundenzentrierte Lösungsansatz bescherte Smile den Innovationspreis 2019. Unter den Gewinnern ist auch die Baloise, wie das Unternehmen mitteilt. Der Carrier erhielt für das Projekt «Easy Ask» den Sonderpreis. Ausschlaggebend für die Prämierung sei das Projekt, das eine erhebliche Vereinfachung für den Kunden in der Schadensabwicklung darstelle. «Easy Ask» vereinfache die Schadensabwicklung grundlegend für die Kunden der Baloise, heisst es in der Mitteilung. Das Prinzip sei simpel: Ergeben sich Rückfragen in Schadensfällen, erhalte der Kunde eine SMS oder eine E-Mail mit einem Link zu einem webbasierten, dynamischen Fragebogen. Dieser könne jederzeit direkt vom Smartphone aus beantwortet werden. Für die Realisierung des Projekts kooperierte die Baloise mit dem deutschen Start-up Denkpark. Der Innovationspreis der Schweizer Akkuranz wird jährlich vergeben, und zwar vom Fachmagazin «Schweizer Versicherung», dem Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen, dem Schweizerischen Brokerverband SIBA, der Swiss Association of Insurance and Risk Managers Den vollständigen Artikel fin- SIRM so wie dem Prüfungsund Be ratungsunternehmen den Sie online www.netzwoche.ch EY Schweiz. SBVg will Banken die Angst vor der Cloud nehmen Bild: Jakub Jirsák / Fotolia.com jor. Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) hat einen Leitfaden für sicheres Cloud Banking verfasst. Darin spricht der Dachverband Empfehlungen aus, die Finanzinstituten den Weg in die Cloud erleichtern sollen. Schweizer Banken beschäftigten sich zwar intensiv mit Cloud Computing, wie die SBVg mitteilen. Doch die Institute würden zögern, ihre Daten in die Cloud zu migrieren. Das will die SBVg mit ihrem Leitfaden und einem Erklärvideo nun ändern. Der Leitfaden soll etwa darlegen, was es bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters und seiner Zulieferer zu beachten gilt. Zudem biete er «Hilfe bei der Auslegung des Bankkundengeheimnisses». Dabei gehe es um Schutzmassnahmen, die einen unerlaubten Zugriff auf Kundendaten verhindern sollen. Auch Compliance-Fragen würden im Leitfaden behandelt. Die Verfasser hätten sich detailliert mit dem US-amerikanischen Cloud Act und einem möglichen Executive Agreement mit den USA auseinandergesetzt, heisst es in der Mitteilung der SBVg. Weltweit betrachtet bezieht bereits über ein Viertel aller Finanzinstitute IT-Services aus der Cloud, wie aus Zahlen des Marktforschers Gartner hervorgeht. «In drei Jahren wird die Public Cloud in der Finanzbranche schon als Mainstream gelten», sagte Vittorio D'Orazio, Research Director bei Gartner, an einem Event in Zürich. Vor allem im Front-End werde derzeit viel nach AWS und Azure Den vollständigen Artikel fin- migriert. Aber selbst bei Kernbankensystemen sei der Schritt den Sie online www.netzwoche.ch dorthin kein Tabu mehr. 38

So verändert die Digitalisierung die Bankenwelt Schweizer Banken sind in Bezug auf die Digitalisierung gut aufgestellt. Es gibt aber auch Herausforderungen. Das legt eine Umfrage nahe, die GFS Bern durchgeführt hat. Autor: Marcel Urech TRENDS GFS Bern hat dieses Jahr für die Schweizerische Bankiervereinigung eine Umfrage mit 1000 Stimmberechtigten in der Schweiz durchgeführt. Demnach sind Schweizer Banken gut für die Digitalisierung aufgestellt. 95 Prozent der Befragten halten ihre Hauptbank für vertrauenswürdig. Und über 90 Prozent gehen davon aus, dass Banken nicht durch andere Anbieter ersetzt und auch in 20 Jahren noch Finanzdienstleistungen anbieten werden. Digitalisierung löst Ängste aus Das grösste Risiko der Digitalisierung seien kriminelle Informatikattacken, sagen 84 Prozent der Befragten. 79 Prozent nannten den Verlust von Arbeitsplätzen durch Automatisierungen. 63 Prozent erwarten, dass die Digitalisierung den persönlichen Kontakt mit dem Bankkunden vermindern wird. Ebenfalls 63 Prozent sind der Meinung, dass die Einführung von E-Banking eine Umlagerung der Dienstleistungen auf den Kunden bringt. 30 Prozent der Umfrageteilnehmer finden, dass die Digitalisierung das Geld auf den Banken sicherer macht. 44 Prozent sagen, dass es weniger sicher sei. 21 Prozent sind unentschlossen. Die Unsicherheit steigt Eine Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass Schweizer Banken zu den Gewinnerinnen der Digitalisierung gehören. In der aktuellen Umfrage sagten das allerdings nur noch 56 Prozent der Teilnehmer. 2017 waren es laut GFK noch 65 Prozent. 16 Prozent der Befragten gaben an, dass es noch offen sei, wie die Digitalisierung die Banken beeinflusse. 2017 waren nur 4 Prozent dieser Ansicht. Das sei ein Indikator dafür, dass die mediale Berichterstattung zu einer grösseren Unsicherheit geführt habe, heisst es in dem 56 Seiten umfassenden Bericht. 56 Prozent der Befragten rechnen damit, dass es Schweizer Banken auch in 20 Jahren noch geben wird – allerdings in sehr veränderter Form. Nur 4 Prozent können sich vorstellen, dass in Zukunft ganz andere Anbieter Finanzdienstleistungen erbringen. Bild: vgajic / iStock.com 39

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