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Fintech & Insurtech

MARKET damit die

MARKET damit die Unternehmen Löhne, Miete etc. bezahlen können. Es geht dabei um die nötigen KYC-Abklärungen (KYC = know your customer, Anm. d. Red.) und die Einhaltung des Geldwäschereigesetzes. Aber daran müssen wir uns ja bei allen Kunden halten, egal ob sie im Blockchain-Bereich tätig sind oder nicht. Haben die Banken Angst vor Blockchain-Start-ups? Eine grosse Angst der Banken geht mit ICOs einher, wenn das Geld, mit denen Coins gekauft werden, von zweifelhafter Herkunft ist. Aber wenn ein Kunde mit dem Geldkoffer zur Bank kommt, muss er auch nachweisen, woher das Geld kommt. Dasselbe gilt für ICOs. Und das können wir durch saubere Prozesse und ein umsichtiges Vorgehen kontrollieren. Wir haben normale Geldwäschereiüberwachungsprozesse; bei Blockchainfirmen schauen wir einfach etwas genauer hin. Dafür haben wir ein dediziertes Krypto-Team, das sich mit der Thematik auskennt. Zudem lassen wir uns von externen Dienstleistern beim Risikomanagement und bei der Einhaltung von finanzmarkt- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen unterstützen. « Wir haben in kleinen Schritten angefangen, zu lernen, uns zu verändern. » Marianne Wildi, CEO, Hypothekarbank Lenzburg Welches Potenzial sehen Sie für Blockchain im Banking? Wir beschäftigen uns mit der Blockchain, weil wir verstehen wollen, welchen Einfluss Blockchain auf die Entwicklung unseres Kernbankensystems haben wird. Die Blockchain könnte auch die Gebührenlandschaft grundlegend verändern. Alle Banken müssen sich überlegen, wie sie damit umgehen möchten und wie sie sich verändern müssen. Verweigerung wird die Entwicklung nicht aufhalten. Wenn ein Angebot gut ist und sich durchsetzt, dann können wir uns noch so dagegen stemmen, aber kommen wird es trotzdem. Deshalb haben wir uns entschlossen, mit dem Wind zu segeln statt dagegen. Sie sprechen es an: Die Hypothekarbank Lenzburg entwickelt ihr eigenes Kernbankensystem namens Finstar. Warum das Kernbankensystem selbst entwickeln, aber sonst auf Kooperationen setzen? Wir wollten Banking auf der abstrakten Ebene von Software verstehen, damit wir zukünftige Bedürfnisse bei der Umsetzung von zukünftigen Produkten antizipieren konnten. Als wir im Jahr 2000 damit angefangen haben, war das der richtige Zeitpunkt für den Start einer Eigenentwicklung. Denn damals wurde die Technologie günstiger und durch Standardisierung auch einfacher. Vorher hätten wir es uns nicht leisten können, unser eigenes System zu entwickeln. Wir haben von Anfang an und mit vollständiger Parame trisierung entwickelt und das hilft uns heute, das zu tun, was wir rund um die Digitalisierung tun. Wie positionieren Sie Finstar? Als echte Alternative zu Avaloq, Finnova etc.? Die Tatsache, dass heute – uns eingerechnet – neun Banken und eine Nichtbank Finstar einsetzen, bedeutet ja, dass wir schon so positioniert sind. Die Frage, ob Finstar nur der kleine Bruder der grossen Systeme ist oder eine ernstzunehmende Kraft, muss der Markt entscheiden. Wir entwickeln Finstar als Hub mit flexiblen Schnittstellen, der in der Lage ist, einfach und schnell eine App eines Fintechs anzubinden. Wie geht es weiter mit der Hypothekarbank Lenzburg? Ich weiss nicht, was die Zukunft alles bringt. Deshalb will ich, dass wir als Institution offen und flexibel sind. Wir müssen es schaffen, unsere Kunden in jeder Altersgruppe mit auf sie zugeschnittenen Angeboten abzuholen. Von der reinen Digitalbank, die keinen persönlichen Kundenkontakt bietet, bis hin zur Beraterbank möchte ich das ganze Spektrum abdecken können. Ebenso möchte ich einen ausgewogenen Mix zwischen älteren und jungen Mitarbeitenden im Unternehmen haben. Die Alten haben die Erfahrung und die Jungen das Flair für die neue Technologie. Eine Herausforderung wird sein, die nötigen Fachkräfte zu finden, um die technologische Entwicklung abzudecken. Eine letzte Frage: Sie waren ja IT-Leiterin der Bank, bevor Sie CEO wurden. Würden Sie sagen, das war ein guter Weg? Aus heutiger Sicht war es der richtige Weg. In der aktuellen Ära der digitalen Transformation muss man an der Spitze des Unternehmens vorleben, wohin die Reise geht. Als ehemalige IT- Leiterin gelingt mir das ganz gut. PERSÖNLICH Marianne Wildi ist seit 2010 Vorsitzende der Geschäftsleitung (CEO) der börsenkotierten Hypothekarbank Lenzburg. Im Rahmen firmenübergreifender Projekte arbeitete sie mit verschiedenen anderen Privat-, Kantonal- und Regionalbanken zusammen. Unter ihrer Leitung steht auch der Bereich Informatik, in dem die eigene Kernbankenlösung Finstar entwickelt, gewartet und betrieben wird. Das Angebot im Zusammenhang mit der Finstar-Kernbankenlösung umfasst ASP- und BSP-Dienstleistungen für Dritte. Aktuell nutzen dieses Dienstleistungsangebot verschiedene Regional- und Privatbanken sowie Partner aus dem Nichtbankenbereich und verschiedene Fintechs. Mit dem Open-API-Layer macht die Bank Daten und Services rund um Konten, Depots und andere Prozesse für Fintech-Angebote von Drittanbietern nutzbar. Die Betriebsökonomin FH ist eidgenössisch diplomierte Bankexpertin und Inhaberin eines SKU Advanced Management Diploms. Sie ist zudem Präsidentin der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) und Vizepräsidentin des Verbands Schweizer Regionalbanken. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_103398 16 Fintech & Insurtech

« Smarter Banking » mit Finnova Finnova ist ein führender Anbieter von Bankensoftware auf dem Finanzplatz Schweiz. Wir unterstützen Banken und Outsourcing-Provider mit effizienten, innovativen und regulatorisch konformen IT-Lösungen, um gerade in herausfordernden Zeiten Wachstum im Banking zu realisieren. FIRMENPORTRÄT «Smarter Banking» mit Finnova – dafür stehen wir. Deshalb vertrauen bereits über 100 Banken auf uns. Finnova wurde 1974 gegründet und beschäftigt heute über 400 Mitarbeitende am Hauptsitz in Lenzburg und an den Standorten Chur, Seewen und Nyon. Mit der Finnova Banking Software profitieren rund 80 Universal- und 20 Privatbanken bei attraktiven Total Cost of Ownership (TCO) von einer äusserst leistungsstarken und zuverlässigen Standardlösung, die sich mit ihrem breiten Funktionsumfang für unterschiedlichste Geschäftsmodelle front-toback einsetzen lässt. Die Finnova Banking Software ist offen für Softwarelösungen der Banken oder Drittfirmen wie Fintechs, sodass Banken sich in Zeiten der Digitalisierung im Markt differenzieren können. Umfassende Flexibilität bietet Finnova auch bei der Wahl des für die Bank geeignetsten Betriebsmodells, ob Einzelinstallation, Multimandanten-Installation oder BPO-Services, unterstützt durch Betriebspartner der Wahl. Mit begleitenden Services bieten wir Unterstützung rund um die Finnova Banking Software, von Analyse und Beratung über Schulung bis hin zu Betrieb und Support. Unsere Wurzeln Unsere Erfolgsgeschichte beginnt im Jahre 1974 mit der Entwicklung der Software FIS. Anfang der 1980er-Jahre schliessen sich verschiedene Institute im FIS-Benutzerbankenpool zusammen. Aus dieser Organisation entsteht 1999 die finis AG für Bankensoftware. Sie entwickelt eine modulare Gesamtlösung für Universal- und Privatbanken. Im Herbst 2003 ist dieser Auftrag erfüllt und aus der finis wird die Finnova AG, die sich auf die Weiterentwicklung und Vermarktung ihrer Standardlösung, der Finnova Banking Software, konzentriert. Im Sommer 2005 wird der parallele Betrieb von mehreren Banken auf einer einzigen Installation in einem sogenannten Mandantenturm realisiert, was weitere Effizienzgewinne ermöglicht. Heute zählen mehr als 100 Universal- und Privatbanken aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein zu unseren Kunden. Wir sind zu einem der führenden Hersteller von Banking-Software auf dem Finanzplatz Schweiz avanciert. Unsere Zukunft Unsere Ambition für die Zukunft ist, Finnova-Softwarelösungen als führende Referenz für End-to-End-Banking in unseren Zielmärkten zu etablieren. Wir wollen Banken, Betriebspartnern und selektiv Intermediären gemeinsam mit Drittanbietern ermöglichen, die Digitalisierung, Industrialisierung und Regulierung als Chance zu nutzen und sich erfolgreich in der neuen Ära des Bankings zu positionieren. Wir investieren massiv in unsere Produkt- und Serviceportfolios, um innovative Lösungen zur richtigen Zeit auf den Markt zu bringen, sei es durch Finnova-Entwicklungen oder gemeinsam mit Partnern. Mit der Finnova Banking Software wollen wir Banken und Betriebspartnern eine effiziente, stabile und flexible Plattform für modernes End-to-End-Banking bieten. Kern des strategischen Zielbilds ist die «Systems-of ...»-Differenzierung. FINNOVA IN ZAHLEN 1 von 3 Schweizer Banken vertraut auf die Finnova Banking Software 4 Produktsuiten 4 Finnova-Standorte mit Hauptsitz Lenzburg 5 Services & Solutions 70 Partner 90 Millionen Franken Umsatz 100 Kundenbanken 100 Prozent eigenfinanziert 400 Mitarbeitende 10 000 Nutzer bei Banken und Betriebspartnern 400000 E-Banking-Kunden 300000000000 Franken Bilanzsumme der Finnova Banken ∞ Anwendungsmöglichkeiten unserer Software über eine individuelle Parametrierung und durch die Wahl unterschiedlicher Betriebsmodelle KONTAKT Merkurstrasse 6 5600 Lenzburg info@finnova.com www.finnova.com Fintech & Insurtech 17