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IT for Health 2 / 2019

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GESELLSCHAFT &

GESELLSCHAFT & POLITIK Datenschutzbeauftragter zeigt Spitälern Lücken auf lba. Der Zürcher Datenschutzbeauftragte Bruno Baeriswyl geht in seinem Tätigkeitsbericht 2018 auf Befunde aus dem vergangenen Jahr ein und zeigt auf, wo es noch Lücken gibt. Baeriswyl nennt einige Szenarien, in denen die Weitergabe von personenbezogenen Informationen nicht verhältnismässig war. Beispielsweise dürften Schulen keine ganzen Dossiers mit Informationen zu ausländischen Kindern an das Migrationsamt weitergeben, sondern nur die relevanten Informationen. Im Umgang mit Gesundheitsdaten habe der Beauftragte des Öfteren einen unzureichenden Schutz in Spitälern festgestellt. Baeriswyl berate die Einrichtungen deshalb und erkläre, wie die Forschung die Daten in anonymisierter Form einsetzen kann. Baeriswyl schreibt auch von Eingriffen in die persönliche Freiheit. So plante eine Gemeinde, die Innenbereiche einer Asylunterkunft mit Kameras zu überwachen als Reaktion auf Sachbeschädigungen und Diebstähle. Baeriswyl wertet dies als unverhältnismässig. Auch in Asy- Den vollständigen Artikel finden Sie online lunterkünften würde das Recht www.netzwoche.ch auf Privatsphäre gelten. Berner Datenschützer kritisieren Spitäler und Unis osc. Die Datenschutzaufsichtsstelle des Kantons Bern (DSA) zieht in ihrem Bericht 2018 Bilanz. Die wichtigsten Ergebnisse: ∙∙ Die Bearbeitung von Cloud-Daten bei Microsoft 365 erfolge in Berner Schulen nur mit grosser Disziplin der Benutzer. ∙∙ Datenschutz und Informationssicherheit des Psychiatriezentrums Münsingen würden erhebliche Mängel aufweisen. ∙∙ Mängel in der IT-Infrastruktur der Kantonspolizei Bern seien angegangen und Massnahmen teilweise umgesetzt worden. ∙∙ IT-Grundinfrastruktur und elementare Prozesse beim Unispital Bern würden wiederholt grobe Mängel aufzeigen. ∙∙ Die Aufzeichnung der Videoüberwachung in einigen Spitälern und im Rechtsmedizinischen Institut der Uni Bern sei nicht zulässig. Auch Aufzeichnungen von Mitarbeiter-Kundengesprächen in der Regionalen Arbeitsvermittlung dürften ohne Rechtsgrundlage nicht durchgeführt werden. Die DSA prüfte zahlreiche Informatikprojekte und habe Den vollständigen Artikel finden Sie online gen gegeben und Massnah- Mängel moniert, Empfehlun- www.netzwoche.ch men in die Wege geleitet. Anzeige THE VISUAL TECHNOLOGY COMPANY Office, Business Grafik, Foto, Vidéo Office, Business Office, Business Industrie, Sicherheit EIZO steht für qualitativ hochwertige High-End Monitore. Die Medical-Bildschirme aus der Radiforce- und CuratOR-Serie beeindrucken mit exzellenter Bildqualität und einer präzisen Darstellung. Damit sorgen sie für maximale Diagnosesicherheit in der medizinischen Bildgebung. rafik, Foto, Vidéo Grafik, Foto, Vidéo Office, Business Grafik, Foto, Video Grafik, Foto, Vidéo Industrie, Sicherheit Office, Business Industrie, Sicherheit Industrie, Sicherheit Industrie, Sicherheit Das EIZO Sortiment deckt auch Anwendungen für Office und Entertainment sowie die besonders hohen Anforderungen an Farbverbindlichkeit und Sicherheit ab. Zusätzlich punkten EIZO Monitore mit bemerkenswerter Energieeffizienz, höchster Ergonomie, augenschonenden Funktionen und einer aussergewöhnlichen Garantie von 5 Jahren. Medizin Grafik, Foto, Vidéo Office, Business Air Traffic Control Industrie, Sicherheit In unserer Trade-In-Aktion finden Sie vier ausgewählte FlexScan-Modelle für das Office mit bis zu CHF 300.– Cashback. Angebot gültig vom 15. September bis 5. November 2019. Medizin Medizin Medizin Air Traffic Control Air Traffic Control QR-Code scannen und mehr erfahren. Medizin 18 Medizin Medizin Medizin Air Traffic Control Medizin Medizin Air Traffic Control www.eizo.ch

Wie Medidata aus Patientendaten Datenpatienten macht Medidata hat zum Event «Medidata Next» eingeladen. Das Unternehmen zeigte, wie wichtig zentral regulierte Daten in der Medizin und der Pharmabranche sind. Zusammen mit Roche arbeitet Medidata ausserdem daran, virtuelle Patienten zu erschaffen. Autor: Kevin Fischer GESELLSCHAFT & POLITIK Im April hat das Datenunternehmen Medidata zur «Medidata Next» geladen. Im Fokus stand die Software-as-a-Service-Plattform des Unternehmens, die es selbst als «Unified Life Science Platform» bezeichnet. Sie stellt Daten, Tools und Services bereit, von der besonders im pharmazeutischen Bereich angesiedelte Firmen einen Nutzen ziehen können. Zu den grossen Schweizer Kunden von Medidata zählen etwa Novartis und Roche. Kein Zufall also, dass das Unternehmen nach London und Düsseldorf auch in Basel ein Hauptquartier errichtete. Daten für mehr Effizienz bei klinischen Studien Jackie Kent, Senior Vice President of Product bei Medidata, war den Tränen nahe, als sie erzählte, wie es das 1999 gegründete Unternehmen 2019 mit seiner Werbung auf den Times Square in New York schaffte. Sie erklärte, dass die Medidata-Plattform aus drei grossen Segmenten bestehe. «Rave» setzt sich mit klinischen Daten und Abläufen auseinander, «Acorn AI» arbeitet an KI-basierten Lösungen und «Shyft» beschäftigt sich mit kommerziellen Daten und Analysen. Alle Segmente beruhen auf dem «Medidata Enterprise Data Store», einer regulierten Datenplattform. Teilnehmende Unternehmen erhalten Zugriff auf die Daten, sobald sie selbst Daten teilen, wie Kent sagte. Die Daten seien alle anonymisiert und nach den geforderten Standards geschützt. Durch die Regulierung und Kontrolle der Daten seien sie konsistent. Die Fähigkeiten der Plattform, mit anderen Systemen zu kommunizieren und je nach Grösse eines Projekts zu skalieren, erlaube Flexibilität. In Spitälern ist viel fragmentiertes Expertenwissen vorhanden. Selbstständig lernende KI-Netze könnten dabei helfen, das räumlich und organisatorisch verteilte Wissen zu bündeln und Menschen mit den richtigen Experten zu verbinden. Nach den Keynotes beantwortete Christian Hebenstreit, General Manager EMEA und Senior Vice President von Medidata, noch ein paar Fragen. Auf die Frage, was für ein Unternehmen Medidata genau sei, antwortete er, dass sich das Unternehmen als Technologie-, Cloud- und Analytics-Provider sehe, der helfe, Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen biete eine Plattform für forschende Einrichtungen, die klinische Studien beschleunige und das Risiko für die Durchführenden der Studien senke. Dank der vorhandenen Daten könnten etwa die richtigen Patienten für eine bestimmte Studie ausgewählt werden, was die Erfolgschancen steigere und den Zeitaufwand verringere. Dank der Effizienzsteigerung könnten auch seltenere Krankheitsbilder mit geringerem Risiko angegangen werden. Christian Hebenstreit und Jackie Kent von Medidata stellten die «Unified Platform» des Unternehmens vor. Datenpatienten aus Patientendaten Auf die eingesetzten Technologien angesprochen, nannte Hebenstreit Cloud Computing, Data Science und Machine Learning. Zum Sammeln von Daten seien auch Sensoren wichtig, die zum Beispiel in Pflastern oder in der Matratze zum Einsatz kommen. So lasse sich etwa messen, wie gut ein Patient aus dem Bett komme. Hebenstreit hofft, dass Daten in Zukunft dabei helfen können, Kontrollgruppen für Tests zu verkleinern, wenn nicht irgendwann sogar ganz überflüssig zu machen. Teilnehmer einer Studie werden in der Regel in zwei Gruppen aufgeteilt. Die einen erhalten das zu testende Produkt oder Medikament, während die Kontrollgruppe entweder ein Placebo oder (bei schweren Fällen wie Krebs) eine bereits etablierte Medikation erhalten. Dieses Vorgehen, wenn auch notwendig, sei ethisch fraglich, sagte Hebenstreit. Zusammen mit Roche arbeite Medidata deshalb daran, mithilfe der Daten sogenannte «synthetische Kontrollgruppen» zu erschaffen, eigentlich «virtuelle Patienten bestehend aus Daten». Wenn gewisse Erkenntnisse auf diese Weise einfacher gewonnen werden könnten, müssten in der Realität weniger oder kleinere Kontrollgruppen genutzt werden. Das bedeute, dass mehr Patienten Den vollständigen Artikel finden Sie online le Produkt ausprobieren könn- tatsächlich das experimentel- www.netzwoche.ch ten, sagte Hebenstreit. 19

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