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IT for Health 2 / 2019

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PRODUKTE & TECHNIK

PRODUKTE & TECHNIK Elektroschock-Anzug soll Training simulieren osc. Die britische Firma VR Electronics hat die nächste Stufe von haptischem Feedback aus der digitalen Welt vorgestellt. Bei ihrem «Teslasuit» handelt es sich um einen Anzug, der Berührungen, Temperatur und andere physische Einwirkungen auf den Körper simulieren soll, wie der Hersteller auf seiner Website sagt. Möglich werde dies durch elektrische Impulse, welche die Muskeln des Trägers stimulieren. Eine Software steuert den zweiteiligen Anzug per Bluetooth oder WLAN an. Der Akku soll 8 bis 10 Stunden durchhalten. Auch wenn es sich anbietet, den Anzug für Videospiele, Virtual-Reality-Umgebungen oder Sportsimulationen einzusetzen, betont VR Electronics, dass es sich beim Teslasuit nicht um eine Spielerei handle. Da er über biometrische und Mo tion-Capturing-Sensoren verfüge, lasse sich der Anzug etwa zum Training von Sportlern, Schwerarbeitern oder Polizisten sowie für die medizinische Rehabilitation einsetzen. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Der Force-Feedback-Anzug soll im November zu einem Preis zwischen 1000 und 2500 Euro auf den Markt kommen. Notrufgerät Allegra holt Innovationspreis lba. Am 28. Mai hat die Stiftung «Rat für Formgebung» den German Innovation Award in Berlin abgehalten. Unter anderem durfte Smartlife Care, ein Gemeinschaftsunternehmen von Swisscom und Helvetia, einen Preis entgegennehmen. Die Notruflösung Allegra gewann in der Kategorie «Excellence in Business to Consumer – Medical & Health», wie es in einer Mitteilung heisst. Allegra sei auf die Bedienung durch Menschen mit Bewegungseinschränkungen, Hörproblemen und Sehbehinderungen ausgerichtet. Dazu setze das Gerät auf Sprachsteuerung, Orientierungslichter und speziell designte Tasten. Allegra sei jedoch nicht wie ein typisches Notrufgerät gestaltet. Das Gerät sehe wie ein modernes Radio aus und verfüge über DAB+-Empfang. Die Jury, bestehend aus Innovationsexperten aus Industrie, Wissenschaft und Venture Banking, fand Gefallen an Allegra, da die Lösung funktional und nachhaltig sei. Zudem biete das Gerät den Nutzern einen Mehrwert. Die Stiftung «Rat für Formgebung» rief den German Innovation Award 2018 ins Leben. Ziel sei Den vollständigen Artikel finden Sie online che Positionierung am Markt es, Innovationen eine erfolgrei- www.netzwoche.ch zu ermöglichen. Firmenporträt Wir bieten alles aus einer Hand Die MobilePro AG ist Distributor für professionelle grossformatige Monitore, Projektoren, Computer Monitore und Hotel- Fernseher sowie für alle Bereiche ein umfangreiches Zubehörsortiment und Lösungen. Im spezialisierten Markt der professionellen grossformatigen Monitore sind wir Schweizer Marktführer. Mit Samsung, LG Electronics und NEC vertreten wir die Weltmarktführer in diesem Segment. Unsere Kunden sind professionelle AV- und IT-Händler, die unsere Produkte und Lösungen an Firmen, Bildungsinstitute und Behörden vertreiben. Europa-Strasse 19a 8152 Glattbrugg MOBILEPRO AG info@mobilepro.ch www.mobilepro.ch Unsere Dienstleistungen ∙∙ Consulting ∙∙ Projektbegleitung ∙∙ Schulungen / Webinar ∙∙ Technischer Support Unser Angebot ∙∙ IPTV Solutions: Samsung, ONELAN, IPTV Multicast Server ∙∙ Outdoor-Stelen: Peerless, Erard, Armagard ∙∙ Conference: Vaddio, Infocus ConX ∙∙ Projektoren: Infocus, NEC, Viewsonic ∙∙ Video Wall: ONELAN, Datapath, NEC, Samsung ∙∙ LED Solutions: Samsung, NEC, Datapath ∙∙ Education: SMART IFP, SMART Learning Suite, ELMO, Aver, Lumens ∙∙ Room Signage: Evoko, ONELAN Reserva ∙∙ Digital Signage: ONELAN, MagicInfo ∙∙ Public Displays 7 – 110 Zoll: Samsung, NEC, Viewsonic, LG, Sharp ∙∙ Halterungen: Chief, SMS 28

Schick den Avatar zum Arzt! Komplett virtuelle Doppelgänger sollen dereinst die Medizin revolutionieren. Empa-Forschende entwickeln bereits jetzt einen digitalen Zwilling, der massgeschneiderte Therapien ermöglichen soll. Ziel ist es, diesen Avatar anzeigen zu lassen, wie ein Schmerzpatient oder ein Diabetiker individuell behandelt werden muss. Dabei erlaubt der digitale Zwilling auch eine personalisierte Prognose des Therapieverlaufs. Autor: Michael Lanz PRODUKTE & TECHNIK Die Menschen sind unterschiedlich. Beim Kranksein aber, könnte man meinen, sind wir alle gleich. Es gibt die eine Tablette gegen Kopfschmerzen für jeden oder die Spritze mit Insulin für alle Diabetiker. Dass die Rechnung so nicht aufgeht, weiss die moderne Medizin seit längerem und hat den Begriff der personalisierten Medizin geprägt. Je nach Alter, Lebensstil oder genetischer Veranlagung reagieren Menschen ganz unterschiedlich auf bestimmte Therapien. Und da es sich beim Menschen um ein lebendes System handelt, das auch mal seine Gewohnheiten ändert, in die Ferien fährt oder plötzlich einen Schnupfen bekommt, müssen medizinische Behandlungen individuell erfolgen. Hier kommt die Idee eines virtuellen Doppelgängers ins Spiel, der in Echtzeit mit den physiologischen Daten des realen Menschen gefüttert wird. Wie Andrea Six in ihrem Blog auf «empa.ch» schreibt, soll dieser medizinische Avatar dereinst die Medizin revolutionieren. Empa-Forschende entwickeln bereits jetzt einen digitalen Zwilling der Haut, der eine optimale Behandlung von Schmerzpatienten und Diabetikern ermöglichen soll. «Mit einem In-silico-Doppelgänger können wir präziser auf den individuellen Patienten eingehen», sagt Thijs Defraeye von der Empa-Abteilung «Biomimetic Membranes and Textiles» in St. Gallen. Gefördert wird das kürzlich gestartete Vorhaben von der Novartis-Forschungsstiftung und dem Competence Centre for Materials Science and Technology CCMX in Lausanne. Ziel ist es, Medikamente wie Schmerzmittel und Insulin über intelligente Fasern und Membranen über die Haut in den Körper zu bringen, während Sensoren gleichzeitig die Vitalparameter des Patienten messen. Anhand der Daten trifft der digitale Zwilling Bild: Urbanhearts / Fotolia.com Vorhersagen zur individuellen Dosierung und kontrolliert den Therapieerfolg. Nach dem gleichen Prinzip könnte der Doppelgänger in einem nächsten Schritt für die Kontrolle des Heilungsverlaufs von anspruchsvollen Wunden eingesetzt werden. Empa-Forscher haben hierzu bereits einen smarten Verband mit integriertem Sensor entwickelt. Defraeye und sein Team streben an, für die Entwicklung der digitalen Zwillinge gleich zwei innovative Forschungsfelder verschmelzen zu lassen: die nicht-invasive Medikamentengabe über die Haut mit transdermalen Medikamentenpflastern und die Steuerung und Vorhersage des Therapieverlaufs mittels Echtzeit-Modellierung. Dies ist insofern besonders elegant, da die Haut als unser grösstes Organ eine geeignete und grosse Fläche bietet, um Substanzen bis zu einer gewissen Molekülgrösse schmerzfrei in den Körper zu schleusen. Die Dosierung ist bei herkömmlichen therapeutischen Pflastern jedoch kaum steuerbar, da beispielsweise Anteile des Wirkstoffs selbst dann noch aus den Hautschichten in den Körper gelangen, wenn das Pflaster längst entfernt ist. Aktuelle Systeme, die eine Rückmeldung, etwa durch Messungen des Medikaments im Blut, einsetzen, können lediglich im Nachhinein beurteilen, ob möglicherweise zu hoch oder zu tief dosiert wurde. Vorhersagen über den Medikamentenbedarf kann das konventionelle Pflaster jedoch keine liefern. Den Zwilling mit Daten füttern Ein digitaler Zwilling, der mit Daten von nicht-invasiven, auf der Haut angebrachten Sensorsystemen gefüttert wird, erlaubt hingegen die exakte und personalisierte Dosierung der Wirkstoffe. Die mathematischen Modellierungen des digitalen Doppelgängers berücksichtigen auch die Hauteigenschaften des Patienten. Denn je nachdem, an welcher Körperstelle das Pflaster angebracht wird, oder ob das Medikament bei einem sonnengegerbten Sportler, einer älteren Dame mit papierner Alabasterhaut oder einem zarten Frühchen appliziert wird, verläuft die Wirkstoffaufnahme unterschiedlich. So lässt sich die exakte Dosis des Medikaments mit einer massgeschneiderten und zeitabhängigen Ausstossrate aus dem Pflaster steuern. «Als zusätzlichen positiven Effekt versprechen wir uns, die Dosierung – etwa von Schmerzmitteln – so weit senken zu können, dass die Patienten geragen Artikel fin- Den vollständide optimal versorgt sind», so den Sie online www.netzwoche.ch der Forscher. 29

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