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IT for Health 2 / 2019

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FORSCHUNG & LEHRE Uni

FORSCHUNG & LEHRE Uni Bern kriegt Professur für Telenotfallmedizin mur. Die Universität Bern hat neu eine Assistenzprofessur für Telenotfallmedizin. Sie ist am Universitären Notfallzentrum (UNZ) am Inselspital angesiedelt. «Die Professur ist in ihrer akademischen Ausrichtung im deutschsprachigen Europa einzigartig – und eine der ganz wenigen weltweit», heisst es in der Mitteilung der Universität Bern. Die Telenotfallmedizin nutzt für Diagnostik und Therapie elektronische Medien und wird deshalb auch als E-Notfallmedizin bezeichnet. Etwa mobile Kommunikations- und Übertragungssysteme, die Daten mittels Videokamera über grosse Distanzen versenden können. Laut UNZ-Leiter Aristomenis Exadaktylos wird die E-Notfallmedizin Ärzte auch mit künstlicher Intelligenz unterstützen. Die vom TCS gestiftete Assistenzprofessur ist auf vier Jahre angelegt und wird jährlich mit 115 000 Franken unterstützt. Die Uni will die Stiftungsprofessur national und international ausschreiben. Eine Besetzung ist Den vollständigen Artikel finden Sie online gemäss UNZ und TCS Anfang www.netzwoche.ch 2020 zu erwarten. Neuartiger BH soll Brustkrebs erkennen jor. Forschende aus der Schweiz und Frankreich tüfteln an einem smarten Büstenhalter. Ziel des Projekts namens «SBra» ist ein mit Sensoren ausgestatteter BH, der Brustkrebs frühzeitig erkennen kann. Ein solches Verfahren wäre billiger als Mammographie. Dies soll insbesondere Frauen in ärmeren Ländern zugute kommen, wie die «Südostschweiz» berichtet. 30 Wissenschaftler aus fünf Institutionen und Firmen prüfen derzeit, ob sich vorhandene Technologien für das Projekt eignen. Mit von der Partie ist das Neuenburger Forschungsinstitut CSEM (Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique) und die Firma ZTC Technology aus La Chaux-de-Fonds. Die Finanzierung des Projekts ist über zwei Jahre gesichert. Das europäische Kooperationsprogramm Interreg Frankreich- Schweiz steuert gut eine Million Franken bei. Hinzu kommen knapp 400000 Franken vom Europäischen Fonds für regionale Unterstützung (EFRE), rund 160 000 Franken vom Bund und 156 000 Den vollständigen Artikel finden Sie online burg, wie es im Beitrag der Franken vom Kanton Neuen- www.netzwoche.ch «Südostschweiz» heisst. Advertorial Reserve Edge – Transforming meeting room signagne Reserva Edge zeichnet sich durch ein innovatives Industriedesign aus, das auf einer Fülle von Rückmeldungen von Partnern und Kunden basiert und ein Produkt mit der Form und Beschaffenheit liefert, die für die prestigeträchtigsten Gebäude und Inneneinrichtungen geeignet ist. Es verfügt über eine hochformatige, geneigte Touchscreen-Oberfläche mit Glasfront, Beschichtung gegen Fingerabdrücke, vollständig verdeckten Kabeln und Anschlüssen, einer klaren LED-Statusbeleuchtung innerhalb und ausserhalb des Raums und einem optionalen, vollständig integrierten NFC-Kartenleser. Reserva Edge wurde speziell für die Raumbeschilderung entwickelt und basiert auf dem führenden Net-Top-Box-Digital-Signage- Betriebssystem (NTB) von ONELAN. Das bedeutet, dass die Raumbeschilderungen remote und zentral über das Content-Management-System von ONELAN verwaltet werden können. Reserva Edge ist eine umfassende Kommunikationsplattform mit Multizonen-Layout-Design und umfangreichen Steuerelementen für Wiedergabelisten und Zeitpläne. Reserva Edge setzt neue Massstäbe bei der digitalen Raumbuchung, sowohl im Hinblick auf das Hardware-Design als auch auf die erweiterten Plattformfunktionen. Verpassen Sie nicht die Reserva -Edge-Schulung am 19.09.2019 bei der MobilePro AG. Mehr Infos unter: tuna.bayrav@mobilepro.ch MobilePro AG Europa-Strasse 19a 8152 Glattbrugg info@mobilepro.ch www.mobilepro.ch 48

Grafik: akindo / iStock.com Sicherheitsrisiko medizinisches IoT FORSCHUNG & LEHRE Aus Sicht der Cybersecurity ist das Gesundheitswesen die vielleicht am stärksten gefährdete Branche. Das Risiko eines Cyberangriffs auf die hochsensiblen Daten ist enorm. Gesundheitsorganisationen müssen auf die zahlreichen Angriffspunkte achten, die in ihrem Netzwerk vorhanden sind, und diese entsprechend schützen. Viele Akteure im Gesundheitswesen benötigen über das Internet of Medical Things (IoMT) – eine Vielzahl von Geräten und Anwendungen – oft sofortigen Zugriff auf Patientendaten. Daher sind Ausfallzeiten für Updates oder Patches von Systemen keine Option. Darüber hinaus sorgt die grosse Auswahl an Medizingeräten verschiedenster Hersteller dafür, dass sich solch eine Umgebung zum Alptraum eines IT-Sicherheitsmanagers entwickeln kann. Er muss nicht nur alle Devices überwachen, sondern auch eine Sicherheitsrichtlinie aufstellen, die alle Geräte einbezieht. Die Autoren Sonja Meindl, Country Manager Schweiz & Österreich, Check Point Software Technologies Marco Pierro, Country Manager Schweiz, Arrow ECS Internet Security Tausende Schwachstellen Gesundheitsorganisationen müssen auf die zahlreichen Angriffspunkte in ihrem Netzwerk achten. Es können hunderte, wenn nicht gar tausende Geräte mit dem IT-Netzwerk verbunden sein. Jedes ist eine potenzielle Sicherheitsschwachstelle. Es ist schlicht unmöglich, jede Schwachstelle zu erkennen. Darum ist es unerlässlich, dass Gesundheitsorganisationen über eine (UR-)ALTES BETRIEBSSYSTEM Die Gesundheitsbranche bewegt sich rasch auf das Internet of Medical Things (IoMT) zu. Nach Schätzungen werden 87 Prozent der Gesundheitsorganisationen bis Ende 2019 IoT-Technologien eingeführt haben, und bis 2020 sollen fast 650 Millionen IoMT-Geräte im Einsatz sein. Die Ultraschalltechnologie etwa hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, detaillierte und potenziell lebensrettende Informationen zu liefern. Leider hat sich diese Entwicklung nicht auf die IT-Sicherheitsumgebung ausgeweitet, in der sich solche Geräte befinden. Forscher von Check Point Software Technologies haben ein Ultraschallgerät näher geprüft und fanden heraus, dass sein Betriebssystem Windows 2000 ist – eine Plattform, die, wie viele andere IoMT-Geräte, keine Patches oder Updates mehr erhält. Aufgrund bekannter Sicherheitslücken in Windows 2000 war es nicht schwierig, eine bekannte Schwachstelle auszunutzen und Zugang zur gesamten Datenbank des Geräts mit Patienten-Ultraschallbildern zu erhalten. fortschrittliche Sicherheitslösung verfügen, um die unvermeidlichen Angriffe proaktiv zu erkennen und abzuwehren. Segmentierung ist Trumpf Auf keinen Fall darf die Segmentierung vergessen werden. Die Trennung der Patientendaten vom Rest des IT-Netzwerks gibt den IT-Mitarbeitern im Gesundheitswesen eine klarere Sicht auf den Netzwerkverkehr, um ungewöhnliche Bewegungen zu erkennen, die auf einen Verstoss oder eine Beeinträchtigung des Geräts hinweisen könnten. Eine Segmentierung verhindert zudem, dass sich ein Datendiebstahl, eine Mal- oder Ransom ware weiter im Netzwerk ausbreitet. Stattdessen kann die Bedrohung isoliert werden. Die Netzwerksegmentierung ist eine bewährte Methode, die es IT-Fachkräften im Gesundheitswesen ermöglicht, neue digitale medizinische Lösungen einzusetzen und gleichzeitig eine weitere Sicherheitsebene für den Netzwerk- und Datenschutz zu schaffen, ohne die Leistung oder Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen. Verhindern, vorbeugen, detektieren und korrigieren Gesundheitsorganisationen müssen sich der Schwachstellen bewusst sein, die mit ihren Geräten verbunden sind. Eine Sicherheitsstruktur im Gesundheitswesen basiert idealerweise auf einer Kombination von abschreckenden, verhindernden, vorbeugenden, detektierenden und korrigierenden Verfahren. 49

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