Aufrufe
vor 6 Monaten

Netzwoche 02/2018

14 Der Kursaal in Bern

14 Der Kursaal in Bern war bis auf den letzten Platz gefüllt. Marcel Huber, Chief of Corporate Affairs, Salt, Therese Wenger, Mediensprecherin, Sunrise Communications; Giuseppe Bonina, Managing Director, Lebara; André Krause, CFO, Sunrise (v. l.). Andreas Németh, Direktor, OIZ; Edith Graf-Litscher, SP-Nationalrätin; Harry Graf, Leiter Media & Public Affairs, EWZ; Marcel Dobler, Präsident ICT-Switzerland und FDP-Nationalrat (v. l.). Digitales Bier, gute Laune und viele Lacher an der ICT-Networking-Party Am 25. Januar hat sich wieder einmal das Who’s who der Schweizer ICT-Branche im Berner Kursaal getroffen. 1400 Gäste kamen an die ICT-Networking-Party. Der Event bot angeregte Diskussionen und viele Lacher. Autor: Christoph Grau, Bilder: Markus Senn Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_77524 / DPF8_77630 Alljährlich kommen die Entscheidungsträger der ICT- Branche in Bern an der ICT-Networking-Party zusammen. 2018 fand das ICT-Klassentreffen am 25. Januar statt. Gemäss den Veranstaltern fanden sich 1400 Gäste im Kursaal in Bern ein, um alte Kontakte aufzufrischen, neue Menschen kennenzulernen und vor allem, um zu feiern. Durch den Abend führte wie schon in den Vorjahren Vania Kohli, die den Event auch organisierte. Kulinarisch war die asiatische Küche angesagt. Referate zum Nachdenken und Diskutieren Bei den Vorträgen spielte die ICT für einmal keine massgebliche Rolle. Stattdessen stehe der Sport im Fokus, kündigte Kohli an. Dies zeigte sich an den Referenten, die alle mehr oder weniger mit Sport zu tun hatten. Die Eröffnungsrede hielt Marcel Dobler in seiner Rolle als Präsident von ICT-Switzerland. Er betonte zunächst, wie stark die ICT den Alltag in den vergangenen Jahren verändert habe und noch verändern werde. Für die ICT-Branche gebe es im laufenden Jahr viel zu tun. Negative Entwicklungen wie die Netzsperren im neuen Geldspielgesetz, die Behinderungen im 5G-Ausbau durch die Strahlenschutzverordnung und Tendenzen wie die Lex-Booking müssten angegangen werden. Auch bei der E-Partizipation der Bürger und dem E- Goverment sieht Dobler Verbesserungsbedarf. Zentral werde dabei die Einführung der E-ID sein. Den Sportbezug zu Dobler stellte Kohli am Ende seiner Rede her. Sie hoffe, dass er doch noch für den Schweizer Viererbob zu den Olympischen Spielen nach Südkorea fahren könne. Es könne ja immer noch einer krank werden, sagte sie mit einem Augenzwinkern. 02 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

15 Vania Kohli, die Veranstalterin der ICT-Networking - Party, führte durch den Abend. Jacky Gillmann, VRP, Losinger-Marazzi; Viola Amherd, Nationalrätin CPV; Andreas Meyer, CEO, SBB (v. l.). Fernsehmoderator Stephan Klapproth hatte Erklärungen für den Erfolg von Donald Trump in petto. Eric Krapf, CEO von Atos, versuchte die Gäste von einem Protoyp für digitales Bier zu überzeugen. Urs Gasche, VRP, BKW (l.), und Andreas Reber, Regional Market Manager, Managing Director, UBS. Stimmungsbild vom Biergarten mit Mirjam Blechner, Enterprise Channel Managerin, Microsoft. Herausforderungen beim Management im Fussball Die Input-Referate des Abends lieferten der ehemalige Präsident des FC Basel Bernhard Heusler und der SRF- Moderator Stephan Klapproth. In Heuslers Referat ging es um das «Menschenbusiness» Fussball, wie er es nannte. Der Druck sei in dieser Branche sehr gross, da es im Fussball in jeder Woche im Stadion eine öffentliche Generalversammlung gebe. Bei einer Niederlage könnten die einst grössten Fans zu den grössten Kritikern werden. Das grösste Problem am Fussball sei, dass es ein Spiel sei und auch ein Spiel bleibe, betonte Heusler. Die Leistung der Spieler sei in gewissem Masse planbar, der Erfolg aber nicht. Eine etwas schwierigere Kost hatte Klapproth für die Gäste im Gepäck. Er habe die Party am WEF mit Donald Trump sausen lassen, da die richtig heisse Party im Berner Kursaal steige, sagte er zum Anfang und erntete viel Applaus. In seinem Vortrag setzte er sich mit dem Erfolg von Donald Trump auseinander und versucht zu erklären, wie er der mächtigste Mann der Welt werden konnte. Viele Lacher zum Abschluss Nach dem Abendessen wurde es dann noch einmal lustig. Die Komikerin Helga Schneider, alias Regula Esposito, trat auf die Bühne. Sie berichtete über ihre Probleme mit der IT. Als inzwischen über 50-Jährige verstehe sie die Technik nicht mehr. Ohne die Hilfe ihres Göttibubs wäre sie verloren, sagte sie. Dieser habe ihr etwa erklären müssen, dass es bei einem Hashtag nicht um den Konsum von illegalen Drogen gehe. Helga Schneider warf auch einen Blick in die Zukunft der vernetzten Welt. Bald erkenne der Fensterrahmen, ob man im Durchzug stehe. Wenn ja, dann könne dieser schon gleich die passenden Medikamente online bestellen oder am besten gleich einen Termin mit dem Arzt vereinbaren. Ähnlich könnte es bei der elektrischen Zahnbürste sein, die wohl bald Ernährungstipps geben werde. Digital Bier trinken Den letzten Input bot Eric Krapf, CEO von Atos. Schon seit Jahren betreibt seine Firma den Biergarten am Event. Um den Bierkonsum zu digitalisieren, hätten Entwickler von Atos monatelang an einem neuen Produkt gearbeitet. Heimlich sei die App für ein digitales Bier auf die Smartphones der Nutzer geladen worden, sagte er. Die sei aber erst ein Minimum Viable Product (MVP), schränkte er die Erwartungen etwas ein. Um das digitale Bier trinken zu können, müsste man nur noch das Smartphone anheben, zum Mund führen und trinken. Nachdem alle das digitale Bier getrunken hatten, holte Krapf das Feedback zum Produkt ein. Krapf konnte nur wenige Besucher überzeugen, die Mehrheit der Daumen ging nach unten. Als Entschädigung lud er alle Gäste zum realen Bierstand ins Foyer ein, was auch gerne angenommen wurde. Zum Abschluss lud Kohli noch alle Gäste zur nächsten ICT-Networking-Party ein. Diese wird am 24. Januar 2019 stattfinden. Danach endete das offizielle Programm und der Startschuss für das Networking war gegeben, was auch ausgiebig gemacht wurde. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2018