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Netzwoche 02/2018

08 Business Aktuell Wir

08 Business Aktuell Wir wollen «Netzwoche» nach Ihren Wünschen gestalten. Helfen WWW.NETZWOCHE.CH Aus Abraxas und VRSG wird Abraxas cgr. Mitte 2017 haben Abraxas und das Verwaltungsrechenzentrum St. Gallen (VRSG) ihre Fusion bekannt gegeben. Nun steht auch der neue Name der Firma fest. Sie wird Abraxas heissen, wie es in einer Mitteilung heisst. Zudem präsentierten die Firmen das neue Logo von Abraxas. «Mit dem Entscheid für Abraxas als künftigen Markennamen können wir auf bestehenden Errungenschaften aufbauen, und gleichzeitig beweisen wir unseren Kunden gegenüber die versprochene Kontinuität», begründet Reto Gutmann, designierter CEO der fusionierten Firmen, den Entscheid für den Namen. ▸ Webcode DPF8_77301 ICT-Branche auf Sieben-Jahres-Hoch cka. «Zum Glück sind unsere Prognosen besser als das Wetter», witzeln Vertreter des Swico, noch bevor die eigentliche Medienkonferenz beginnt. Draussen vor dem Zürcher Café Metropol regnet es in Strömen. Swico, der Verband der Schweizer ICT-Dienstleister, nutzt den jährlichen Anlass, um über die aktuelle Lage im Schweizer IT- und Telekommarkt zu informieren und einen Ausblick auf das neue Jahr zu geben. Dieser Ausblick stimmt optimistisch. «Die Branche erwartet ein Plus wie seit sieben Jahren nicht mehr», sagt Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen beim Swico. Beflügelt von der Digitalisierung, der guten Weltkonjunktur und von Themen wie der künstlichen Intelligenz. ICT-Index so hoch wie seit 2011 nicht mehr Der ICT-Index – die von Swico erhobene und grafisch dargestellte Selbsteinschätzung der Branche – kletterte auf 117,6 Punkte. Der höchste Stand seit 2011, als der Index im zweiten Quartal auf knapp über 120 Punkte angestiegen war. Besonders das Softwaregeschäft gedeiht derzeit. Hier zeigt der Index einen Wert von 122,3 Punkten. Den Gegenpunkt bilden jedoch die beiden Segmente Consumer Electronics (CE) sowie Imaging, Printing & Finishing (IPF). In der CE-Branche zeige sich der Preisdruck, erklärt Palmisani. Das IPF-Geschäft erhole sich zwar, sei aber noch immer unrentabel. Die Indexwerte der beiden Segmente lagen unter 100 Punkten – also der Wachstumsgrenze. Den Wachstumsaussichten stehen jedoch auch Hürden gegenüber. Allen voran der Mangel an ICT-Spezialisten. Die Nachfrage aus der Wirtschaft sei vorhanden. Wenn die Firmen genügend qualifizierte Spezialisten rekrutieren könnten, wären die Umsatzprognosen deutlich besser, ist Palmisani überzeugt. Die Selbsteinschätzung deckt sich mit den aktuellen Marktdaten des European Technology Observatory (EITO) in Partnerschaft mit IDC. 2017 erzielte die ICT-Branche einen Gesamtumsatz von 31,4 Milliarden Franken. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_75951 Anzeige Jetzt an der Leserumfrage teilnehmen und gewinnen! Sie uns dabei und nehmen Sie an unserer Leserumfrage teil! Welche Themen bewegen Sie? Was können wir besser machen? Sagen Sie es uns! Nur wer teilnimmt, kann gewinnen: Wir verlosen zwei Übernachtungen inkl. Halbpension in einer Junior Suite im Grand Hotel Quellenhof & Spa Suites***** in Bad Ragaz («Bestes Wellnesshotel der Schweiz», SonntagsZeitung 2017). www.netzwoche.ch/leserumfrage2018 02 / 2018 Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein, ausgenommen die Mitarbeitenden der Netzmedien AG und deren Angehörige. Eine Teilnahme pro Person. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird persönlich benachrichtigt. www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 WWW.NETZWOCHE.CH Bild: ynamaku / fotolia .com SBB und ETH lancieren Mobilitäts-Initiative cgr. Die SBB und ETH Zürich haben am WEF die «ETH Mobilitäts-Initiative» ins Leben gerufen. Im Rahmen der Initiative wollen die Partner an Mobilitätskonzepten der Zukunft forschen, wie die Hochschule mitteilt. Die Initiative sei ein Ort, an dem Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Verkehrsanbieter zusammenkommen sollen. «Mit dieser Initiative möchten wir unsere Aktivitäten und Kompetenzen in diesem zukunftsträchtigen Bereich weiter ausbauen und die ETH Zürich als führendes Zentrum für Mobilitätsforschung in der Schweiz sowie weltweit etablieren», sagt ETH-Präsident Lino Guzzella zur Gründung. Ausbau der Forschung Aktuell würden sich an der ETH Zürich mehr als 20 Forschungsgruppen mit der Mobilität befassen. In den nächsten Jahren sollen zwei bis vier neue Professuren in diesem Bereich geschaffen werden, kündigten die Partner an. Weiter sollen sich 100 Doktorierende und Postdoktorierende mit Fragen zur Mobilität auseinandersetzen. Neu geschaffen wurde auch das «ETH Mobilitäts-Center». Gemeinsam mit Partnern werde dort an Technologien für die Mobilität der Zukunft geforscht. Angesiedelt ist das Zentrum am ETH-Standort Hönggerberg. Eine Niederlassung gibt es im Innovationspark Dübendorf. Die Partner rechnen mit einem Finanzierungsbedarf für die Forschung in Höhe von 100 Millionen Franken. Die Gelder sollen je zur Hälfte von Partnern aus der Wirtschaft sowie der ETH Zürich bereitgestellt werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_77347 Geldspielgesetz-Initiative kommt zustande cgr. Das Initiativkomitee gegen die Revision des Geldspielgesetzes hat die nötigen 50 000 Unterschriften gesammelt. Nach Angaben des Komitees reichten die Organisatoren am 18. Januar rund 60 000 Unterschriften bei der Bundesverwaltung ein. Die Organisationen sind gegen die Revision des Geldspielgesetztes, da darin Netzsperren für ausländische Glücksspiel betreiber vorgesehen sind. ▸ Webcode DPF8_76390 Infoguard startet Management-Buy-out osc. Das Baarer IT-Sicherheitsunternehmen Infoguard hat ein Management-Buy-out bekannt gegeben. Angeführt werde die Aktion von Verwaltungsratspräsident Robert Schlup, CEO Thomas Meier sowie Giuliano Otth, CEO von Crypto Schweiz, heisst es in einer Mitteilung. Infoguard führe das Management-Buyout durch, um seine Position im Markt zu sichern. ▸ Webcode DPF8_77302 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Schlechtes Wetter kann so seine Folgen haben. Ganze Täler werden von der Umwelt abgeschnitten. Bäume werden entwurzelt. Lastwagen kippen auf der Autobahn reihenweise um. Bergbahnen müssen ihren Betrieb einstellen. Hoteliers können ihre Betten nicht vermieten. Eine Wolke allein mag zwar noch keinen Sturm heraufbeschwören. Je mehr Clouds aber am Firmament sichtbar werden, desto eher muss so ein Szenario mit Orkan und Hagel ernsthaft in Betracht gezogen werden. Derzeit ziehen reihenweise Clouds auf, weil ohne diese die Transformation in die digitale Zukunft wohl nicht möglich ist. Ob Stratus, Cumulus oder Cirrus – respektive IaaS, PaaS oder SaaS – jede Cloud bietet so ihre Chancen, hat aber auch ihre Tücken. Wenn die Aussichten immer bessere, schnellere und erst noch billigere Dienste verheissen, dann neigen wir allzu gerne dazu, uns blauäugig an sämtlichen Warnschildern vorbeizumogeln. Mögen doch die Ewig-Verhinderer endlich Ruhe geben! Frei nach dem Motto «der Zweck heiligt die Mittel» befinden sich einige Unternehmen heute in der Situation, doch relativ schnell im Cloud-Zeitalter angekommen zu sein. Nicht dass dazu eine Strategie gewählt worden wäre. Es hat sich mit der Zeit einfach so ergeben. Eine Datenklassifizierung ist dann oft auch nicht wirklich notwendig geworden, sodass man heute eigentlich gar nicht so genau weiss, welche Cloud-Dienste im Unternehmen in Anspruch genommen werden und wo welche Daten gespeichert sind. Man ist auch der festen Überzeugung, dass die Verantwortung und das Risiko beim Provider liegen – sofern die Rechnung pünktlich bezahlt wird. Das kann böse enden. Ohne Transparenz und klaren Kategorisierung befindet man sich schnell im illegalen Sumpfwasser. Nur schon das neue Datenschutzgesetz, das die Herausgabe oder gar Löschung von Daten auf Verlangen fordert, könnte Verantwortliche im Unternehmen rasch in Bedrängnis bringen. Ohne klare Exit-Regelung ist man nie sicher, ob bei der Kündigung eines Cloud-Services die Daten effektiv gelöscht werden. Bin ich noch Herr meiner Daten oder bin ich auf Gedeih und Verderb meinen Cloud-Providern ausgeliefert? Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Verantwortlichkeiten lassen sich nicht versichern oder einfach wegdelegieren. Man muss sich aber auch nicht unnötig bei aufkommendem Sturm und Hagel ins Freie setzen und sich nachher über nasse oder gar eingeschlagene Köpfe beschweren. Denn, wie sagt schon der erfahrene Bauer: Ein goldener Sattel ist wohl viel wert, aber er macht aus einem Esel kein Pferd. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_77197 Gegen Hagel versichert? Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2018