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Netzwoche 04/2018

46 Management & Career

46 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Xing hat mehr als 1 Million Schweizer Mitglieder sma. Das Job-Netzwerk Xing hat Zahlen für das Jahr 2017 vorgelegt. Darin verzeichnet das deutsche Unternehmen einen Gesamtumsatz von 187,8 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sei das eine Steigerung von 26 Prozent. Xing nennt 2017 das «erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Unternehmens». Auch in der Schweiz habe Xing Grund zum Feiern. Seit Februar verzeichne die Website über 1 Million Schweizer Mitglieder. Hierzulande habe Xing 2017 die Mitgliedzahl um 14 Prozent erhöhen können. ▸ Webcode DPF8_81944 Finnova zeichnet zwei Studenten aus osc. Der Schweizer Anbieter von Bankensoftware Finnova hat in Chur erstmals den Finnova-Technology-Award verliehen. Ralph Hutter, Head Product Management des Unternehmens, überreichte den Preis und 1000 Franken an Luca Barletta und Daniel Gnägi, wie es in einer Mitteilung heisst. Die beiden Systemtechnik-NTB-Studenten hätten die Jury mit ihrer Bachelorarbeit zur Betrugserkennung bei Online-Finanztransaktionen überzeugt. ▸ Webcode DPF8_80963 ETH Zürich will für Blockchain und IoT begeistern sma. Zwischen dem 12. und 16. Februar hat die ETH Zürich den Ausbildungsevent «Blockchain & IoT School» (BIOTS) veranstaltet, wie Startupticker.ch berichtet. Für den Event, der dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand, konnten sich Studenten aus aller Welt bewerben. In einem zweitägigen Hackathon entwickelten die 180 Teilnehmer 26 Projekte an der Schnittstelle zwischen Blockchain und Internet der Dinge. Sie schrieben dabei insgesamt 2,4 Millionen Codezeilen. ▸ Webcode DPF8_81415 Schweizer Verwaltungsräte suchen digitales Know-how sma. In der dritten Ausgabe der Studie «SwissVR Monitor» haben das Beratungsunternehmen Deloitte und die Hochschule Luzern für den Verein Swiss-VR 448 Verwaltungsräte befragt. An Bedeutung gewonnen hätten vor allem die Rang I / 2018 TOP-10-THEMEN DES VERWALTUNGSRATES Rang II / 2017 Themen 1 1 ▸ Effizienzsteigerung / Optimierung interner Prozesse 2 2 ▸ Digitalisierung / Robotik / Automatisierung 3 3 ▸ Erarbeitung einer neuen Unternehmensstrategie 4 4 ▸ Personelle Herausforderungen auf Ebene der GL 5 7 ▸ Talent (einschliesslich Recruiting, Retention etc.) 6 6 ▸ Go-to-Market (Markt- und Absatzstrategie) 7 8 8 9 9 11 10 5 ▸ ▸ ▸ ▸ Risikomanagement Compliance (Einhaltung von Gesetzen und internen V erhaltensrichtlinien) Umstrukturierung / Reorganisation (Unternehmens ebene) Reaktion auf Marktentwicklung / Wettbewerbsverhalten Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_81125 FFHS lanciert Masterstudiengang «Arbeit 4.0» cgr. Die Fernfachhochschule Schweiz hat ein neues Masterstudium für HR-Verantwortliche eingeführt. Es trägt den Namen «Master of Advanced Studies (MAS) Arbeit 4.0 – transformierte Organisation und digitales HR». Die Abkürzung lautet «Arbeit 4.0», wie es in einer Mitteilung heisst. Digitalisierung verändert Arbeitswelten Im Rahmen des Studiums sollen die Teilnehmer auf die Veränderungen der Arbeitswelten durch die Digitalisierung vorbereitet werden. «Um in der digitalisierten Welt bestehen zu können, müssen Unternehmen ihre Mitarbeitenden mit dem nötigen Wissen über Rahmenbedingungen, Massnahmen und Tools von Arbeit 4.0 ausstatten», erklärt Studiengangsleiterin Cindy Eggs die Idee hinter der Ausbildung. Im ersten Teil des Studiums sollen die Teilnehmer moderne Unternehmenskulturen kennenlernen. Dazu zählen Fragen nach Personal und Compliance. Laut Umfrage ist das digitale Know-how ein wichtiges Kriterium bei einer Neubesetzung. 71 Prozent der befragten Verwaltungsräte halten Wissen im Bereich Digitalisierung und Informatik für wichtig. 29 Prozent finden das digitale Know-how sehr wichtig, 42 Prozent mittelmässig wichtig. «In einem Verwaltungsrat sind Persönlichkeiten gefragt, die mit disruptiven Veränderungen umgehen können», sagt Guido Schilling im Interview mit Swiss-VR. Diversität und Compliance Übertroffen wird das Kriterium digitales Know-how nur noch von der Diversität, der 78 Prozent der Befragten eine mittlere bis hohe Bedeutung zuschreiben. Die Verwaltungsräte unterscheiden dabei zwischen Diversität und Geschlechterverteilung. Zwar würdigen 64 Prozent der Befragten die Erhöhung des Frauenanteils, 91 lehnen allerdings eine Regulierung durch eine Frauenquote ab. Zu den Top-Themen der Verwaltungsräte gehören Effizienzsteigerung (40 Prozent), Digitalisierung (38 Prozent) und die Unternehmensstrategie (35 Prozent). Die Frage nach der Compliance wird wichtiger: sie ist auf den 8. Platz gerückt (24 Prozent). Auch die Frage nach den Talenten wird wichtiger. Sie rückt auf Platz 5 vor. neue Formen des Zusammenarbeitens und Social Learning. Zudem werde auf die Flexibilisierung des Arbeitsplatzes eingegangen wie auch auf neue Arbeitsumgebungen. Der zweite Teil fokussiere darauf, wie Unternehmen agile Methoden einführen könnten. Auch interkulturelle, interdisziplinäre und technologiegestützte Management- Verfahren spielten eine Rolle. Mit diesen Fähigkeiten sollen sich HR-Abteilungen neu aufstellen und besser auf Veränderungen reagieren können. Dabei würden auch juristische, gesundheitliche und soziale Aspekte einbezogen, heisst es weiter. Interessierte können sich noch bis zum 31. Mai einschreiben. Der Studiengang startet Mitte September. Insgesamt kostet der Master 26 550 Franken. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_80627 04 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Studie 47 Zu den Folgen der Digitalisierung gehen die Meinungen auseinander Dell hat Entscheidungsträger aus 17 Ländern zu den Auswirkungen von Automatisierung und Digitalisierung auf ihr Unternehmen befragt. Die Manager spalten sich in zwei ähnlich grosse Lager mit divergenten Meinungen. Autor: Oliver Schneider Kaum ein Thema weckt so viele Ängste und Hoffnungen wie der Einsatz von Maschinen mit künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz. Sie befreie den Menschen von mühseligen Tätigkeiten und ermögliche den Unternehmen Effizienzsprünge, versprechen die einen. Sie führe zu Arbeitslosigkeit und sozialen Konflikten, befürchten die anderen. Dell versuchte, mittels einer Umfrage zu ermitteln, wie Entscheidungsträger aus zwölf Branchen zu Automatisierung und Digitalisierung stehen. Die Antworten der weltweit rund 3800 Befragten aus 17 Ländern zeigen, dass das Thema die Menschen spaltet. Einig seien sich die Umfrageteilnehmer, dass wir in ein neues Zeitalter der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine eintreten, schreibt Dell in einer Mitteilung. Darüber, was das für die Zukunft und das Management von Firmen bedeutet, gehen die Meinungen allerdings auseinander. Beim Thema Digitalisierung bilden sich zwei Lager Laut Umfrage erwarten 50 Prozent der befragten Führungskräfte, dass automatisierte Systeme mehr freie Zeit schaffen werde. Die andere Hälfte teilt diese Auffassung nicht. Gespalten äusserten sich die Teilnehmer auch zur künftigen Arbeitszufriedenheit. 42 Prozent von ihnen glauben, dass durch die Auslagerung von «ungeliebten Aufgaben» an Maschinen die Zufriedenheit mit dem Beruf zunehmen werde. Die übrigen 58 Prozent teilen diese Einschätzung nicht. Trotz dieser Vorbehalte sei eine Mehrheit der Befragten der Meinung, dass die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in den kommenden fünf Jahren zu einer Selbstverständlichkeit werde. Vier von fünf Führungskräften erwarten, dass menschliche und digitale Arbeitskräfte künftig als «integrierte Teams» in ihren Unternehmen kooperieren werden, wie Dell schreibt. Die am stärksten automatisierten Tätigkeiten seien Inventarverwaltung, Finanzadministration und Fehlerbehebung. Herausforderungen ortet die Umfrage aber nicht nur beim Thema Arbeit, auch in anderen Bereichen sind die Teilnehmer über die Auswirkungen der digitalen Transformation uneins. Die eine Hälfte erwartet etwa, dass mit der wachsenden Abhängigkeit von der Technik die Risiken durch Cyberangriffe zunähmen, die andere Hälfte sieht dies nicht so. 42 Prozent der Führungskräfte wissen ausserdem nicht, ob sie in den nächsten zehn Jahren noch wettbewerbsfähig sind. 57 Prozent gaben an, dass es für sie schwer sei, mit der Geschwindigkeit des digitalen Wandels Schritt zu halten. Die grössten Hindernisse bei der Digitalisierung ihres Geschäftsmodells sahen die Umfrageteilnehmer im Fehlen einer digitalen Vision und Strategie im Unternehmen. Aber auch der Mangel an Bereitschaft zum Wandel bei den Mitarbeitern und technische Hürden würden die Transformation erschweren. Allerdings sehen die Manager der Zukunft nicht nur mit Sorgen entgegen, sondern nannten auch konkrete Schritte, mit denen sie die Herausforderungen bewältigen wollen. Eine Mehrheit der Befragten gab sich Dell zufolge zuversichtlich, in den kommenden Jahren ihr Produktangebot als Service bereitzustellen, die Forschung zu intensivieren sowie KI und Virtual Reality (VR) zur Verbesserung der Kundenbeziehungen einzusetzen. «Unsere Studie belegt, dass Gesellschaft und Wirtschaft gleichermassen polarisiert sind», kommentiert Frank Thonüs, General Manager Enterprise Dell EMC Schweiz, die Umfrage. «Tendenziell gibt es zwei komplett verschiedene Zukunftsperspektiven: der pessimistische Standpunkt, gemäss dem der Mensch durch technologische Entwicklungen gefährdet ist, und der optimistische, gemäss dem die Technologie unsere grössten sozialen Probleme lösen wird.» Die Zeit wird zeigen, welches Lager Recht behält. WAS FÜHRUNGSKRÄFTE ÜBER IHR UNTERNEHMEN IM DIGITALEN WANDEL DENKEN (IN %) Stimme gar nicht zu Stimme eher nicht zu Stimme eher zu Stimme sehr zu Weiss nicht Die Mehrheit unserer Führungskräfte sind «Digital Natives» Wir haben eine digitale Strategie bis 2030 Wir haben Mühe, mit der Digitalisierung mitzuhalten Wir wissen nicht, ob wir in zehn Jahren noch konkurrenzfähig sind Wir haben keine Vorstellung davon, wie sich unsere Branche in den nächsten 15 Jahren entwickelt 5 6 18 19 16 14 25 24 30 35 42 32 29 31 27 41 33 28 20 14 4 4 2 1 1 Quelle: Dell – Realizing 2030: A Divided Vision of the Future www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2018