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Netzwoche 04/2018

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell Anzeige WWW.NETZWOCHE.CH Temenos übernimmt Fidessa jsc/osc. Temenos will die britische Finanzfirma Fidessa übernehmen. Zur Finanzierung des Deals plane Temenos den Gang an den Kapitalmarkt, berichtet «Finanz und Wirtschaft». Der Kaufpreis soll umgerechnet 1,8 Milliarden Franken be tragen. Temenos erwartet den Abschluss der Über nahme im Verlauf des zweiten Quartals 2018. ▸ Webcode DPF8_81381 Digitec-Galaxus schliesst Partnerschaft mit Zalando- Tochter fpo. Anfang Oktober 2017 hat Digitec-Galaxus angekündigt, 2018 mit Galaxus nach Deutschland expandieren zu wollen. Nun fand das Unternehmen einen gewichtigen Partner für diesen Schritt. Wie die «Handelszeitung» unter Bezug auf Unternehmensangaben berichtet, arbeitet Digitec-Galaxus mit Tradebyte zusammen. Die Zalando-Tochter ist auf die einfache Anbindung von Händlern an Marktplätze spezialisiert. ▸ Webcode DPF8_81133 Kurt Ris, CEO von Everyware. jor. Der Zürcher Hoster Everyware hat den Anbieter von Cloud- und Outsourcing-Diensten iSource aufgekauft. Ziel sei es, Ressourcen in den Bereichen Datacenter, Cloud- Plattformen und Netzwerk zu bündeln, schreibt Everyware in einer Mitteilung. Der Zürcher IT-Dienstleister will durch den Deal insbesondere seine Marktstellung im Geschäft mit IT-Outsourcing verbessern. Über den Kaufpreis machten die beiden Unternehmen keine Angaben. iSource soll eigenständig bleiben, wie Everyware weiter schreibt. «Mit diesem Entscheid stärken wir die Zukunft der Kunden von iSource und schaffen Mehrwerte für unsere Kunden», lässt sich Kurt Ris, CEO von Everyware, in der Mitteilung zitieren. Die beiden Unternehmen würden sich ideal ergänzen, merkt Ris an. «Das Verständnis unseres Ge- Daniel Kaiser, CEO von iSource Everyware übernimmt iSource schäfts ist unsere DNA, wir haben dieselbe Entwicklung durchlaufen und können zentrale IT-Plattformen bauen.» iSource besteht seit knapp 18 Jahren am Markt. Der Anbieter von Managed Services mit Sitz in Glattbrugg beschäftigt derzeit rund 30 Mitarbeiter, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Zu den Kunden des Unternehmens gehören unter anderem die Arosa Bergbahnen und der Kaufmännische Verband Schweiz. Everyware wurde 1995 gegründet. Der Hoster betreibt zwei Rechenzentren in Zürich und beschäftigt eigenen Angaben zufolge 80 Mitarbeiter. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_80144 Die Wissenstagung mit hochkarätigen Referenten. Digitale Disruption verstehen und nutzen. 24. APRIL 2018 PARK HYATT ZÜRICH WWW.DEF18.CH Data Science, Artificial Intelligence, Virtual und Augmented Reality, Blockchain, Machine Learning. Fundiertes Wissen und Networking. 04 / 2018 Jetzt Tickets sichern: www.def18.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Die Stadt Zürich will beim E-Government den Takt angeben sma. Das Portal «Mein Konto» stellt Einwohnern der Stadt Zürich eine zentrale Plattform für die Onlinedienstleistungen der Verwaltung zur Verfügung. Am 15. Februar erklärte Stadtrat und Finanzvorstand Daniel Leupi an einer Medienkonferenz, was in Zukunft für «Mein Konto» geplant ist. Er betonte dabei, wie wichtig die Digitalisierung auch für das Finanzdepartement der Stadt sei. Nicht umsonst lege das Departement in seiner strategischen Planung 2018 - 2021 einen Hauptfokus auf das Thema. «Die Digitalisierung kann Ängste hervorrufen», räumte Leupi ein. Aber man könne sie nicht einfach wegdiskutieren. Und Zürich sei entschlossen, sie zu nutzen. «Ich kann nichts anfangen mit den diversen Rügen, dass die Stadt Zürich der Digitalisierung hinterherhinke», sagte Leupi. «Das ist nämlich nicht der Fall.» Zwar rücke der technologische Fortschritt nur schleichend voran. Zürich sei aber schon lange und gut dabei. In Sachen E-Umzug etwa habe die Stadt eine Pionierrolle eingenommen. «Wir sind durchaus Taktangeber», sagte Leupi. Daniel Leupi, Finanzvorstand von Zürich, sprach über den Fahrplan für «Mein Konto». 134 000 Onlinezahlungen pro Jahr Das Onlineportal «Mein Konto» soll ein Steckenpferd für das E-Government in Zürich werden. Es erlaubt mit einem Konto Zugang zu diversen Onlineservices der Stadt. Die Website verzeichnet 6000 Nutzer, die digital ihren Umzug melden, die Fristen ihrer Steuererklärung verlängern oder Parkkarten beziehen. Pro Jahr gingen 134 000 Onlinezahlungen ein. Von 47 000 Umzügen in der Stadt Zürich habe man 20 000 online gemeldet. Nun haben sich neue Funktionen zu «Mein Konto» gesellt, wie Leupi erklärte. Es sei jetzt möglich, sich online als Wochenaufenthalter anzumelden und Kinder-Ferienkurse zu buchen. Ausserdem biete die Stadt ab sofort einen Service für individuelle Jobangebote an. In Zukunft seien auch Dienstleistungen in den Feldern Steuern und Bauen angedacht. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_80813 WWW.NETZWOCHE.CH Nationalratskommission ist für Fernmeldegesetz sma. Die Revision des Fernmeldegesetzes hat einen Schritt nach vorne gemacht. Die nationalrätliche Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen beantragte beim Nationalrat, auf die entsprechende Vorlage einzutreten. Die Kommission sprach sich ausserdem für eine konsequentere Bekämpfung des Telefonterrors und die stärkere Regulierung von Roaming- Gebühren aus. ▸ Webcode DPF8_80484 Bundesrat zeigt Zurückhaltung bei E-ID osc. Die Regierung hat sich zu einer parlamentarischen Interpellation von Marcel Dobler geäussert, der eine Stärkung der E-ID im Behördenverkehr verlangte. Der Bundesrat sei sich der Bedeutung einer elektronischen Identität bewusst, heisst es in der Stellungnahme. Für den Erfolg der E-ID erachte er die Verwendung im Kontakt mit den öffentlichen Verwaltungen allerdings nicht als vorrangig. ▸ Webcode DPF8_81251 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Die IT ist eine rein menschliche Disziplin und hat nur am Rande mit Technik zu tun. Das mag ob der schieren Komplexität der neuen Technologien, der aufkommenden und unser Arbeitsleben immer mehr durchdringenden künstlichen Intelligenz und Robotik erstaunen. Wer aber meint, er könne genauso schnell rechnen und arbeiten, tausende von Tabellen in Datenbanken innert kürzester Zeit analysieren oder so präzise wie ein Automat rund um die Uhr seinen Dienst leisten, der hat schon verloren. Denn die Maschinen lernen hinzu und bedienen sich künftig selbst. Ist die Zeit der IT-Heros also vorbei? Sich nur mit der Technik zu beschäftigen, versperrt den Blick nach draussen. Denn draussen gibt es ein Business, da gibt es Kunden und Benutzer, die alle unterstützt, beraten und gecoacht werden wollen, um mithilfe der IT neue Businessmodelle zu entwickeln, Mehrwert für das Unternehmen zu generieren und geplante Geschäftsergebnisse zu erzielen. Stattdessen manifestiert sich noch heute vielerorts ein tiefer Röstigraben zwischen den IT-Silos und den Business-Einheiten. Daran ändert sich auch dann nichts, wenn man Customer Relationship Manager, Account Manager oder Kundenbetreuer auf die andere Seite schickt, damit sie mit dem Business auf Tuchfühlung gehen. Alles, was die IT tut, hat nur dem einen Zweck zu dienen: das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu unterstützen. Wenn jemand in der IT-Organisation nicht genau versteht, welchen Beitrag seine Arbeit für das Unternehmen leistet, dann sollte er sich lieber nach einem anderen Sponsor umsehen. Das ist eine Grundeinstellung, die jeder IT-Mitarbeiter tief in seinem Herzen mit sich tragen muss. Business Relationship Management ist eben diese Teamfähigkeit in der IT-Organisation, die jeden und jede erfassen muss – vom CIO bis zum Netzwerkoperator und Service Desk Agent. Business Relationship Management ist nicht bloss die Rolle von ein paar einzelnen Kundenbetreuern, sondern das gemeinsam abgestimmte Verhalten, die Einstellung und Kommunika tion mit dem Ziel, den Mehrwert für das Unternehmen zu stärken und die Businessziele zu erreichen. Und das sind rein menschliche Fähig keiten, die wir in der IT benötigen. Die wahren IT-Heros sind heute diejenigen, die in der Lage sind, den Spagat vom Auftragsempfänger zum strategischen Partner zu schaffen, schnell wie der Blitz zu sein (Time-to-Market), ausser Kontrolle geratene Züge zu stoppen (Business Transformation Manager) und durch ihre Kommunikationsfähigkeiten, Silos zu durchbrechen und Brücken zu bauen. Darum, liebe IT-Kollegen, öffnet eure Fenster – es gibt Kunden da draussen! Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_81166 Die IT ist eine rein menschliche Disziplin Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2018