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Netzwoche 05/2018

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Illustration: jossdim / fotolia.com FOCUS ENTWICKLUNG Von Docker bis DevOps cgr. Ein Schlagwort, das die Entwicklerbranche in den letzten Jahren geprägt hat, war ohne Zweifel Container. Die Container-Technologie an sich ist nicht neu, aber durch den Einsatz von Docker und Kubernetes erfuhr die Technologie in den letzten Jahren einen Schub, wie Frank Thomas Drews, Spezialist für Open-Source-Strategieentwicklung und Migrationen bei Adfinis Sygroup, und Marc Robischung, Senior Partner Executive Switzerland bei Suse, schreiben. Durch den Einsatz von Plattformen wie Container-as-a-Service (CaaS) lassen sich die Welten Betrieb und Entwicklung zusammenführen. Und zwar unabhängig davon, ob die Plattform on-premise oder in der Cloud betrieben wird. Wie Docker aus Entwickler- und Betreibersicht eingesetzt wird, darüber berichten Pascal Thormeier, Senior Software Developer bei Liip, und Aarno Aukia, CTO bei VSHN.ch – The DevOps Company. Die Quintessenz ist: Für den Erfolg braucht es vor allem motivierte Mitarbeiter, gemeinsame Prozesse und die passenden Tools für die Umsetzung. Die Lösung ist nach Ansicht der Autoren eine standardisierte Plattform für Entwicklung und Betrieb. Wie diese ausgestaltet sein soll, schreiben sie in ihrem Beitrag. Auch für Reto Gehring, Leiter Client Services bei Valiantys, ist die Wahl des richtigen Tools für DevOps der Schlüssel zum Erfolg. Weiterhin braucht es einen Kulturwandel in den Firmen, damit Betrieb und Entwicklung ein gegenseitiges Verständnis entwickeln können. Etwa für das Incident-Management sollten beide Teams das gleiche Tool verwenden, um den Support zu optimieren. Nur so könne sichergestellt werden, dass die nötige Agilität in den Projekten gewährleistet ist. 05 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Focus Entwicklung 35 Container – der Weg zur flexiblen und dynamischen IT-Infrastruktur Jedes moderne Unternehmen, ob kleiner Mittelständler oder globaler Player, hat sie auf der Agenda: die vielen Veränderungen im Rahmen der digitalen Transformation. Die Entwicklung wird entscheidend von der IT getragen, Container und DevOps-Modelle können dabei richtungsweisend sein. In der vernetzten Welt haben sich die Entwicklung und Herstellung von Produkten und Services drastisch geändert. Eine schnelle Markteinführung ist entscheidend für den Erfolg. Die Art, wie Unternehmen arbeiten, Applikationen entwickeln und einführen, muss daher neu strukturiert werden, um relevant im Markt zu bleiben. Mit der Zerlegung von Projekten in kleine Teilschritte und durch die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Unternehmensbereichen können IT-Teams zeitnah neue Services entwickeln und bereitstellen. Die Container-Technologie ist dabei Treiber für diese neuen Workflows – bei Giganten wie AWS, Google und Docker genauso wie bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Docker macht Container zum Standard Das Konzept der Containerisierung von Workflow-Prozessen stammt aus den späten 70er-Jahren und wurde in den 90ern von Linux und Solaris gefördert. Die Einführung von Docker 2013 machte Container schnell zum Standard für IT-Entwicklungsteams. 2015 eroberte Kubernetes die Entwicklerszene. Die Open-Source-Plattform dient zur Orchestrierung von containerisierten Anwendungen und automatisiert die Einführung, Skalierung und das Management dieser Applikationen. Der grosse Vorteil: Kubernetes bietet eine einfache Skalierung und grosse Flexibilität, unabhängig von der Komplexität des IT-Systems. In diesem Zusammenhang ist der Aufstieg der Container-as-a-Service-Plattformen (CaaS) zu sehen. Bei der Prozessautomatisierung hat CaaS die Türe zwischen den Abteilungen für Entwicklung (Development) und Betrieb (Operations) geöffnet und so mit dem DevOps-Modell ein seit Jahren bestehendes Problem für Unternehmen gelöst. Development- und Operation- Teams müssen nicht länger aufwändig zwei identische Umgebungen unterhalten, und die Einführungsprozesse können fast vollständig automatisiert ablaufen. und Sicherheit – alles in einem. Die IT- und die Entwicklungsteams arbeiten gemeinsam bei der Erstellung, Einführung und dem Betrieb der Applikationen, unabhängig vom Standort über eine einzige einheitliche Plattform. Container haben viel gemeinsam mit virtuellen Maschinen, aber da sie häufig auf der gleichen Infrastruktur aufsetzen, teilen sie beim Betriebssystem den gleichen Kernel. Dadurch benötigen Container deutlich weniger Ressourcen als virtuelle Maschinen. Ausserdem können sie schnell aufgesetzt und umgehend wieder gelöscht werden. Die CaaS-Plattform wurde entwickelt, um die Markteinführung neuer Produkte zu beschleunigen, den Lebenszyklus von Applikationen zu verbessern, die operative Effizienz in Organisationen zu erhöhen und die Kosten im Unternehmen zu optimieren. Bei der Auswahl ihrer CaaS-Plattform sollten Käufer unbedingt auf eine schlanke, ressourcenschonende Lösung achten. Einer der grössten Vorteile von CaaS ist der Einfluss auf die Ressourcen einer Organisation. Durch die Einführung von CaaS kann die Belastung der IT deutlich reduziert werden und die Produktivität in der gesamten Organisation wird verbessert. DIE AUTOREN Frank Thomas Drews Spezialist für Open-Source- Strategieentwicklung und Migrationen, Adfinis Sy group Marc Robischung Senior Partner Executive Switzerland, Suse CaaS-Plattform kann in der Cloud und on-premise laufen Eine CaaS-Plattform verbindet die Applikation mit allen Elementen, die sie benötigt, um on-premise oder in einer Cloud-Umgebung zu laufen. Zu diesen Elementen gehören: Orchestrierung, Skalierbarkeit, Automatisierung www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2018