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Netzwoche 05/2018

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40 Management & Career

40 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH ETH-Rat steckt 30 Millionen in die Digitalisierung cgr. Mit dem «Aktionsplan Digi talisierung» will der ETH- Rat die Bereiche Computerwissenschaften und Informatik stärken. In den Jahren 2019 bis 2020 will der Rat insgesamt 29 Millionen Franken investieren. Auf der einen Seite in den Kompetenzausbau im Bereich der Computerwissenschaften. Sieben zusätzliche Professuren sollen an den ETHs geschaffen werden. Die zweite Massnahme zielt auf eine engere Vernetzung von Forschung und Industrie mit Technologietransfer-Zentren. ▸ Webcode DPF8_84035 HSLU bildet jetzt auch Big-Data-Experten aus cgr. An der Hochschule Luzern (HSLU) kann man jetzt auch einen Master in Big Data absolvieren. Der interdisziplinäre Studiengang «Applied Information and Data Science» soll auf die Herausforderung im Umgang mit grossen Datenmengen vorbereiten. Für den Master-Studiengang qualifizieren sich alle Personen, die einen Bachelor-Abschluss einer Universität oder Hochschule haben. Anforderungen seien ein hohes Interesse an Datentechnologien und analytische Fähigkeiten. ▸ Webcode DPF8_84055 Digitalswitzerland gründet «Startup Bootcamps» cgr. Mit zwei neuen sogenannten «Startup Bootcamps» will Digitalswitzerland das Ökosystem für Jungunternehmen und Innovationen in der Schweiz fördern. Ziel beider Bootcamps ist es, Jungfirmen mit Kunden, Partnern und möglichen Investoren zusammenzubringen. Das «Scale Up Bootcamp» richtet sich an nationale Jungfirmen, die bereits über ein Produkt und ein funktionierendes Geschäftsmodell verfügen, und das «Market Entry Bootcamp» adressiert internationale Start-ups. ▸ Webcode DPF8_83773 ZHAW lanciert CAS für Datenschutz osc. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat einen Studiengang für Datenschutz angekündigt. Der «CAS Datenschutzverantwortliche» sei mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene (als Beispiel wird die EU- DSGVO genannt) lanciert worden, wie es auf der Webseite zum Kurs heisst. Kernthemen seien das eidgenössische und kantonale Datenschutzrecht sowie die Datensicherheit, schreibt die ZHAW. Die Themen sollen praxisnah erarbeitet und mit internationalen Bezügen, IT-Grundlagen sowie einem Branchen- und Themenfokus ergänzt werden. mur. Innofact hat im Januar 1049 Personen in der Schweiz zu ihrer Mediennutzung befragt. Laut der Studie, die von Comparis in Auftrag gegeben wurde, gelingt es 31 Prozent der Befragten, mindestens ein Mal täglich eine Medienpause einzulegen. 30 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen sich aber mehr Auszeiten gönnen. Ebenfalls 30 Prozent gaben an, bewusst Medien-Auszeiten zu nehmen, sie aber als zu kurz zu empfinden. Ein Viertel der Umfrageteilnehmer schaltet laut Umfrage überhaupt nie bewusst ab. Das gilt gleichermassen für die Befragten in der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin. 36 Prozent der Nie-Abschalter sind über 56 Jahre alt, 36 Prozent 18 bis 35 Jahre und 28 Prozent 36 bis 55 Jahre. TV- und Radionutzung übers Smartphone 11 Prozent der Befragten schauen TV-Sendungen am häufigsten auf dem Handy. In der Altersklasse der 18- bis 35-Jährigen sind es 22 Prozent. 18 Prozent hören mit dem Telefon Radio. In der Altersklasse der 18- bis 35-Jährigen tun das 29 Prozent, bei den 36- bis 55-Jährigen 19 Prozent und bei den über 56-Jährigen 7 Prozent. Absolventen des CAS sollen laut Kursbeschreibung Fertigkeiten erwerben, um ·· an der Schnittstelle zwischen Recht, Technik, Organisation und Kommunikation zu walten; ·· Datenschutz-Tools für den Alltag zu erarbeiten; ·· als Datenschutzverantwortliche die betriebs- beziehungsweise verwaltungsinterne Einhaltung der Datenschutzvorschriften sicherzustellen; ·· geeignete Strukturen und Prozesse schaffen und überwachen zu können; ·· ihrer Organisation in Datenschutzfragen beratend zur Seite stehen zu können. «Der Schutz und die Sicherheit von Daten wird für Privatwirtschaft und Verwaltung immer wichtiger», wirbt Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich, für den Studiengang. «Der neue CAS bietet erstmals eine umfassende interdisziplinäre Weiterbildung für alle Personen, die im Bereich Datenschutz und Datensicherheit Verantwortung tragen und aktiv die Digitalisierung mitgestalten.» Kursbeginn ist laut Webseite der 31. August 2018. Die Kosten für die 14 Kurstage betragen 7600 Franken. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_83762 Viele Schweizer nehmen nie eine digitale Auszeit Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_82595 Bild: Marco_Piunti / iStock.com 05 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Research 41 Schweizer Firmen suchen weniger IT-Fachkräfte Der Fachkräfte-Index von Hays hat in den vergangenen Monaten nur eine Richtung gekannt: nach unten. Besonders bei IT-Beratern, Webentwicklern und Netzwerkadministratoren schwächte sich die Nachfrage ab. Die Talfahrt soll aber schon bald zu Ende sein. Autor: Oliver Schneider Der Personaldienstleister Hays hat seinen Fachkräfte-Index, der die Nachfrage nach IT-Spezialisten in der Schweiz misst, für das vierte Quartal 2017 aktualisiert. Der leichte Abwärtstrend der vergangenen Monate setzte sich fort, wie die neuen Zahlen zeigen. Die Gesamtnachfrage sank leicht auf 121 Punkte. Im dritten Quartal stand der Index noch bei 126 Punkten. Im Jahresvergleich sank er um 7 Punkte. Besonders stark war in den vergangenen 12 Monaten der Rückgang bei den IT-Beratern. Der Index sank hier um 42 Punkte. Dies hänge damit zusammen, dass die Begriffe «IT- Berater» und «Consultant» bei den Kandidaten negativ besetzt seien. Die betreffenden Stellen würden deshalb immer öfter als «Entwickler» ausgeschrieben, schreibt Hays. Auch Netzwerkadministratoren, Webentwickler und SAP-Berater sind weniger gefragt als noch vor einem Jahr. Letztere konnten allerdings im vierten Quartal auf tiefem Niveau einen Anstieg verbuchen – die einzige Steigerung des gesamten Index im Vergleich zum dritten Quartal. Dominik Rainer, Department Manager Permanent bei Hays Schweiz, sieht die Fachkräfte-Situation in der Schweiz durch drei Faktoren beeinflusst: Automatisierung, Temporäranstellungen und Spezialisierung. Immer mehr Vorgänge würden automatisiert, was zur Folge habe, dass für das klassische Administratorprofil immer weniger Nachfrage bestehe. Die fortschreitende Digitalisierung der Unternehmen sowie die Neuausrichtung von Banken und Versicherungen hin zu Web und Mobile führten ausserdem zu einem erhöhten Bedarf an Fachspezialisten zur Umsetzung einzelner Projekte. Nach Abschluss der Projekte bestehe für die Auftraggeber dann kein Bedürfnis, alle Beteiligten im Unternehmen zu halten. Generalisten weniger gefragt Den stärksten Wandel sieht Rainer bei den Stellenprofilen. «Die Nachfrage im Schweizer IT-Arbeitsmarkt bewegt sich weg vom Generalisten und konzentriert sich immer mehr auf einzelne Spezialisierungen», sagt er. Bei den Themen Blockchain, Big Data, Data-Science oder Cloud seien Fachkräfte gefragt, bei den klassischen Legacy-Bereichen sei die Nachfrage rückläufig. Dies habe mit den vergleichsweise hohen Kosten in der Schweiz zu tun. «Die reine Wartung bestehender Anwendungen ohne innovative Impul- ENTWICKLUNG DER NACHFRAGE NACH IT-FACHKRÄFTEN Referenzwert: Quartal 1/2011 = 100 Veränderung: relativ zum Referenzwert in Quartal 1/2011 Nachfrage nach Skills Anwendungsentwickler IT-Support IT-Berater Netzwerkadministrator Projektleiter SAP-Berater Webentwickler Gesamtnachfrage nach IT-Spezialisten Gesamtnachfrage gleit. Durchschn. Quelle: Hays Fachkräfte-Index « Die Nachfrage im Schweizer IT-Arbeitsmarkt bewegt sich weg vom Generalisten. » Dominik Rainer, Department Manager Permanent, Hays Schweiz 2013 2014 2015 2016 2017 2013 2014 2015 2016 2017 se lässt sich im Near- oder Offshore-Umfeld günstiger umsetzen. Darüber hinaus macht der Trend zu verteilten Systemen und zur Cloud die Beschäftigung grosser Teams für Client-Server-Lösungen in der Schweiz unnötig.» Der Rückgang des Fachkräfte-Index soll laut Hays nicht anhalten. Neue Budgets für Personal und neue Projekte in Verbindung mit dem gestiegenen Frankenkurs liessen ein Anziehen der Nachfrage erwarten. Zum Jahresbeginn 2018 zeige der Index bereits wieder eine «stark steigende Tendenz», sagt Rainer. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_84159 225 200 175 150 125 100 75 50 225 200 175 150 125 100 75 50 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2018