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Netzwoche 05/2018

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10 Daniel Tschudi,

10 Daniel Tschudi, Managing Director, Ricoh Schweiz. Bettina Schuhmacher, Legal Counsel Contract Management, Ricoh Schweiz. Thomas Büchi, Leiter IT, Debrunner Koenig. Drucker, Datenschutz und Digitalisierung Ricoh Schweiz hat zu den Innovation Days 2018 an seinen Hauptsitz nach Wallisellen geladen. In Referaten erfuhren die Besucher, was Digitalisierung für einen CIO bedeutet und welche Herausforderungen die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU an Schweizer Unternehmen stellt. Autor: Oliver Schneider Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_83728 Ricoh will mit seinen Produkten den Schritt in die Cloud wagen. Wie das gehen soll, versuchte Ricoh Schweiz an den diesjährigen Innovation Days zu zeigen. Doch zunächst gab es etwas zu feiern, wie Managing Director Daniel Tschudi zur Begrüssung sagte. Ricoh Schweiz mit seinen rund 400 Mitarbeitern werde 2018 zehn Jahre alt. Tschudi nahm dieses Jubiläum zum Anlass, einen Einblick in die Strategie des Unternehmens zu geben. Ricoh wolle selbst die Transformation ins Digitale schaffen. Der «immense Kostendruck» in der Industrie verlange von der Firma, effizienter zu werden. Ausserdem wolle Ricoh einen Schwerpunkt auf die Bereiche «Managed Printing» und «Office Services» legen. Ricoh habe sich das Ziel gesetzt, ein «Generalunternehmer» sein, der alle Dienstleistungen rund ums Printing aus einer Hand anbiete, sagte Tschudi. Was dies in der Praxis heisst, erläuterte Thomas Szegö, seit Juli 2017 Director Sales & Consulting bei Ricoh. Der Cloud- und Infrastructure-as-a-Service-Markt wächst seinen Angaben zufolge momentan sehr stark. Dies mache auch vor dem Drucken nicht halt, eines der letzten analogen Themen im IT-Umfeld. Ricohs Produkte liessen sich von verschiedenen Geräten aus über mehrere Wege ansteuern. Tools auf Cloud-Basis könnten Unternehmen die benötigten Funktionen schnell zur Verfügung stellen. Von Tankern, Schnellbooten und der digitalen Transformation Nach der Präsentation von Ricohs Cloud-Angebot trat Thomas Büchi vor das Publikum. Der CIO des Industrie- und Bauzulieferers Debrunner Koenig erzählte von seinen Erfahrungen mit der Digitalisierung seines Unternehmens. Er zeigte, wie er bei Debrunner Koenig in den vergangenen Jahren eine neue ERP-Lösung auf die Beine stellte, die IT- Infrastruktur einer Überholung unterzog und die Netzwerk-Topografie neu organisierte. Solche Digitalisierungsprojekte seien kein einfaches Unterfangen und brauchten ihre Zeit zur Umsetzung. Büchi verglich ein Grossunternehmen mit einem Öltanker. Bis dieser auf einen neuen Kurs gebracht sei, müsse einiges geleistet werden. Ein Start-up sei dagegen wie ein Schnellboot zu raschem Richtungswechsel fähig. Grösse und Flexibilität zusammenzubringen, darin bestehe die grösste Herausforderung. Es sei ganz natürlich, dass bei der Umsetzung der digitalen Transformation Fehler passieren würden. Auch er habe bei seinen IT-Projekten «schmerzhafte Erfahrungen» gemacht, sagte Büchi. Am Ende sei aber das Wichtigste, dass die Informatik zum «Enabler» der Digitalisierung werde. Nur wenn hier die Hausaufgaben richtig gemacht würden, sei das Business parat für die Zukunft. Das letzte Referat des Vormittags drehte sich um ein Thema, das in der IT aktuell die Gemüter bewegt: die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU (EU-DSGVO). Bettina Schuhmacher, bei Ricoh Schweiz Legal Counsel Contract Management, gab dem Publikum Auskunft über die Ziele der EU-DSGVO, machte deren verschiedene Pflichten deutlich und erläuterte, warum auch viele Schweizer Unternehmen von der Verordnung betroffen sein werden. So reiche es etwa schon, auf der Website Euro-Preise anzugeben, um als Firma zu gelten, die sich an Personen in der EU richtet und somit der EU-DSGVO untersteht. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum waren ein Zeichen von grossem Interesse an der EU-DSGVO. «Es ist eine Riesensache, die da auf uns zukommt», sagte Schumacher. Noch sei vieles ungewiss, und letztlich werde wohl erst die Praxis nach dem 25. Mai 2018 Klarheit schaffen. Drei Ratschläge gab die Juristin den Besuchern mit auf den Weg. Sie sollten erstens abklären, ob ihre Firmen von der EU-DSGVO betroffen seien. Zweitens müsse die Frage geklärt werden, ob ein Datenschutz-Vertreter in der EU zu bestimmen sei. Und drittens sollten Unternehmen herausfinden, ob sie einen Datenschutz-Verantwortlichen einsetzen müssten. 05 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 11 Die Cloud – Türe ins Internet of Things Am 17. April veranstaltet die IG Eurocloud Swiss ihren Frühjahresevent. Zu diesem Anlass beleuchten Experten aus der Praxis verschiedene Aspekte der Cloud als Türe ins Internet of Things, denn auch im Geschäftsumfeld gewinnen IoT-Lösungen eine immer grössere Bedeutung. DER AUTOR Martin Andenmatten Präsident, Eurocloud Swiss Das Internet of Things (IoT), zu Deutsch «Internet der Dinge», entsteht, indem mehr und mehr «Objekte» mit dem Internet verbunden werden und «Objektdaten» ins Internet senden. Damit dies möglich ist, braucht es «Sensoren», welche die Objektdaten erfassen und drahtgebunden oder drahtlos ins Internet übermitteln. Die Industrie schätzt, dass bis 2020 weltweit 50 Milliarden Objekte mit dem Internet verbunden sein werden, Objekte, die alle Objektdaten senden, die irgendwo gespeichert werden müssen, damit sie verfügbar sind und ausgewertet werden können. Für die weiter exponentiell wachsende Datenflut (Big Data) dient die Cloud als Speicher. Für die Datenanalyse braucht es zudem Cloud-ready- Applikationen. Diese Entwicklung macht das Internet der Dinge zu einem der Top- 5-Technologie-Trends im Jahr 2018 und ist einer der wesentlichen Treiber der Industrie 4.0. Die IoT-Welt wird unser Leben und die Art und Weise, wie wir mit unseren Mitarbeitern, Kunden und Assets – den Dingen – interagieren, auf eine neue Basis stellen. Vielen Unternehmen bietet die Entwicklung des Internets der Dinge ganz neue Möglichkeiten für die Transformation zu digitalen Geschäftsmodellen. Aus dem Mehr an verfügbaren Objektdaten können neue intelligentere Produkte und Services entwickelt werden. Auch erlaubt die Verfügbarkeit und die Nutzung von Big Data eine neue Qualität von Marktanalysen, Einsichten in den Kundenbedarf und letztlich bessere Geschäftsentscheidungen. Einige konkrete Anwendungen im Internet der Dinge kennen wir bereits aus dem privaten Bereich. Sei dies ein Fitnesstracker, eine Licht- oder Klimasteuerungsanlage, aus der man bequem Objektdaten über eine App aufs Smartphone herunterladen und die gewünschten Steuersignale an die Anlage zurücksenden kann. Man spricht auch bereits von einem Auto, das direkt mit dem Internet verbunden ist, oder von einem intelligenten und mit dem Internet verbundenen Kühlschrank, der bei Bedarf eigenständig Bestellungen auslösen kann. i VERANSTALTUNGSHINWEIS Die Cloud – Türe ins Internet of Things Wann: Dienstag 17.04.2018, 15.30 – 18.30 Uhr Wo: Renaissance Zürich Tower Hotel, Turbinenstrasse 20, 8005 Zürich Anmeldung: switzerland.eurocloud.org/events (Teilnahme kostenlos) PROGRAMM Ab 15.30 Uhr 16.00 Uhr 16.15 Uhr 16.40 Uhr 17.00 Uhr Pause 17.15 Uhr 17.40 Uhr Eintreffen der Teilnehmer Begrüssung und thematische Einführung Martin Andenmatten, Präsident Eurocloud Swiss Was ist IoT? Stand der Entwicklung und Herausforderungen Prafull Sharma, Partner, Head Digital Transformation Advisory, KPMG Dr. Matthias Bossardt, Partner, Head of Cyber Security, KPMG Use Case aus Unternehmensumfeld: Endress+Hauser Thomas Schmidt, Projektleiter, Endress+Hauser Use Case aus Provider-Umfeld: Switzercloud Alex Nanzer, Geschäftsleitung, Zenner Connect Podiumsdiskussion mit den Referenten Moderiert von Herbert Wanner, Beirat Eurocloud Swiss 18.15 Uhr Apéro riche und Austausch Aber auch im Geschäftsumfeld gewinnen IoT-Lösungen eine immer grössere Bedeutung. Sei dies beispielsweise in den Bereichen Healthcare, Maschinenbau oder auch im Baugewerbe, wo mit Sensoren Daten gesammelt, übermittelt und für Analysezwecke genutzt werden können. Damit eröffnet sich für die Unternehmen ein enormes Geschäftspotenzial von neuen Produkten und Services für Kunden. Anlässlich unseres Frühjahresevents am 17. April 2018 in Zürich wollen wir verschiedene Aspekte der Cloud als Türe ins Internet of Things mit Praxisexperten beleuchten und auf folgende Fragen Antworten geben: ·· Wie können Unternehmen die Entwicklung des Internets der Dinge für neue Geschäftsmöglichkeiten nutzen? ·· Welche neuen Marktpotenziale werden durch IoT erschlossen? ·· Wie verändert IoT das Portfolio von Produkt- und Servicegeschäft in den Unternehmen? ·· Wie können Unternehmen die Cloud-Technologie zur Umsetzung von IoT-Lösungen nutzen? ·· Wie wichtig wird seitens der Kunden die Sicherheit in der IoT-Welt bewertet, und wie sehen IoT-Security-Lösungen aus? www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2018