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Netzwoche 08/2018

22 People Live tige

22 People Live tige Kombination aus Know-how, Service, Location und Auftreten gegenüber dem Kunden. Wie wollen Sie sich in einem Umfeld von vielen in- und ausländischen Konkurrenten behaupten? Unsere Philosophie heisst erstens «stetige Innovation» und zweitens «Kundennähe». Wir fokussieren uns auf die Anforderungen von mittleren Unternehmen in der Schweiz und möchten ihnen Infrastruktur und Services anbieten, die ihren Bedürfnissen gerecht werden. Dazu wollen wir ein durchgängiges und überschaubares Produktionsmodell auf die Beine stellen, das viele Vorteile hat. Probleme gibt es immer, aber wir können sie mit einer geschlossenen Lösung schnell erkennen und beheben. Zielen Sie auch auf den ausländischen Markt? Unser Zielmarkt ist der deutschsprachige Raum. Es ist nicht so, dass wir mit Schwerpunkt in Deutschland wachsen wollen, aber wir können dortige Kunden sehr gut bedienen. Gleiche Sprache, gleiche Zeitzone, gleiches Denken – das funktioniert gut. Der Markt in der lateinischen Schweiz ist dagegen klein. Haben Schweizer Cloud-Anbieter in Deutschland einen Vorteil? Ich vermute, das wird mit dem stärkeren Euro wieder interessanter. Vor allem für Anbieter, die global aktiv sind. Aber generell kann man das so nicht sagen. Ich glaube nicht, dass die Schweiz zum Data Hub werden kann. Das kommunizieren andere gern politisch, aber es findet nicht statt. Es gibt keine internationalen Firmen, die ihre Datacenter im grossen Stil in die Schweiz verschieben. Warum nicht? Es ist nicht nachvollziehbar, wieso das stattfinden soll. Es entsteht ein beträchtliches rechtliches Risiko für eine Firma, wenn sie Hauptsitz und Rechenzentrum nicht am gleichen Ort hat. Das macht niemand. nen, standardisierten Services holen, auch aufgrund der knackigen Lizenzbedingungen. Microsoft will im Moment mit der Cloud unbedingt wachsen und verschiebt deshalb sein Lizenzmodell in den Bereich Services. Über diese Preise diktiert das US-Unternehmen, wie der Markt funktioniert. Wen betrachten Sie als Ihren grössten Konkurrenten? Das ist extrem abhängig vom Servicebereich. Das können Datacenter, andere Cloud-Anbieter oder Outsourcer sein. Der Markt ist so fragmentiert, da gibt es 5000 potenzielle Konkurrenten. Wenn man dann aber genauer hinschaut, gibt es je nach Geschäftsfeld, Region oder Industrie nicht mehr so viele Mitbewerber. Das können dann kleinere Firmen sein oder auch grosse wie Swisscom. Am Ende kochen aber alle mit demselben Wasser. Entscheidend ist die rich- « Es gibt eine ganze Industrie von Analysten und Beratern, die auf dem Einsatz von Public Clouds in Unternehmen herumreitet. » Kurt Ris, CEO, Everyware Im kommenden Mai treten mit der EU-DSGVO neue Datenschutz- Regeln der EU in Kraft, die für Cloud-Anbieter relevant sind. Wie weit sind Sie auf diese vorbereitet? Die Verordnung ist für uns relevant, weil wir Kunden haben, die im EU-Raum tätig sind. Aber es gibt hier einen wichtigen Punkt. Wir verarbeiten aus Prinzip keine Daten von Kunden. Sämtliche Eigentums- und Verfügungsrechte gehören dem Kunden. Da haben wir ganz strenge Bestimmungen. Wir haben mit Spezialisten die Anforderungen der EU-DSGVO so umgesetzt, dass der Kunde diese erfüllen kann. Wir müssen darauf achten, dass unsere Services so gestaltet sind, dass unsere Kunden die EU- DSGVO einhalten können. Das ist nichts grundsätzlich Neues, aber man muss es machen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_90269 08 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 23 Bundesrat erhebt Cybersicherheit zur Top-Priorität cgr. In seiner Sitzung am 18. April hat der Bundesrat die «Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber- Risiken 2018-2022 (NCS)» verabschiedet. «Der Bundesrat will den Cyberrisiken aktiv entgegentreten und die nötigen Massnahmen ergreifen, um die Sicherheit des Landes vor den Bedrohungen aus dem Cyberraum zu wahren», heisst es in einer Mitteilung. Hohe Bedrohungslage Mit der neuen Strategie soll der gestiegenen Bedrohungslage durch Cybergefahren entgegengetreten werden. Beispielsweise sind dies Angriffe auf kritische Infrastrukturen, Cyberspionage oder auch Terrorismus. Neu nimmt die Strategie auch Desinformation und Propaganda wie etwa die gezielte Verbreitung von Falschinformationen in den Gefahrenkatalog auf. osc. Nach dem Gewinn des Master of Swiss Web 2017 kann sich die Online-Eventplattform Ticketfrog über einen weiteren Preis freuen. Das Unternehmen aus Olten gewann an den Ticketing Business Awards 2018 den «Disruptor Award», wie es in einer Mitteilung heisst. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des zweitägigen Internationalen Ticketing Business Forums im Old- Trafford-Stadion in Manchester. Ticketfrog habe sich gegen Mitbewerber «Die Kombination aus der gestiegenen Abhängigkeit von funktionierenden IKT und der intensivierten Bedrohungslage führt dazu, dass die sich daraus ergebenden Risiken – die als Cyberrisiken bezeichnet werden – bei der Entwicklung der digitalen Gesellschaft zwingend beachtet werden müssen», heisst es weiter. Das Thema Cybersicherheit wird somit deutlich aufgewertet, auch im Vergleich zur Vorgängerstrategie, die von 2012 – 2017 galt. Beim Feld Standardisierung und Regulierung betont der Bundesrat in der Mitteilung, dass in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft Mindeststandards für Cybersicherheit entwickelt werden sollen. Ausserdem werde eine Meldepflicht für Cybervorfälle geprüft. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_89029 Ticketfrog holt internationalen Ticketing-Preis Tim Chambers, Director, TJChambers Consultancy; Mike Müller, Gründer und CEO, Ticketfrog; und Reto Baumgartner, Gründer und CMO, Ticketfrog (v. l.). Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_89080, DPF8_90751 aus den Niederlanden, Deutschland, Grossbritannien und den USA durchgesetzt. In ihrer Begründung hob die Jury das disruptive Geschäftsmodell des Schweizer Start-ups hervor, wie Ticketfrog schreibt. Die weiteren Preisträger der Ticketing Business Awards sind: ·· Campaign of the Year Award: Vasco Rossi at Modena Park – Big Bang/VivaTicket/Best Union (Italy) ·· Unsung Hero Award: Sue Beaumont, Ticket Office Manager, Huddersfield Town FC (UK) ·· Impact Award: Nimax Theatres’ new ecommerce website – Nimax Theatres (UK) & Tixtrack (USA) ·· Guest Experience Award: Fan-to-Fan resale platform – See Tickets (UK) ·· Product Innovation Award: Cashless event solution – Event Genius (UK) ·· Insights & Analytics Award: Arenametrix data analytics tools – Tech4team (France) ·· Executive of the Year Award: Ashish Hemrajani, Co-Founder & CEO, Bookmyshow (India) ·· The Ticketing Business of the Year Award: Tiqets (The Netherlands) ·· Outstanding Achievement Award: Paul Williamson, MD, Sports Ink Associates Zum 30. April nannte sich Ticketfrog in Eventfrog um. Damit einher geht eine Erweiterung des Geschäfts. Die Firma will zum «One-Stop-Shop für Veranstalter» werden. WWW.NETZWOCHE.CH Six will Wechat Pay in die Schweiz bringen cgr. Einer der grössten mobilen Bezahldienste soll bald auch in der Schweiz verfügbar sein. Wie die «Handelzeitung» schreibt, will die Six Group die Bezahllösung Wechat Pay hierzulande einführen. Wechat Pay ist ein integraler Bestandteil der chinesischen Chat-App Wechat. Mit Wechat Pay kann man ähnlich wie mit Twint P2P Geld überweisen, online einkaufen und auch in Geschäften über einen QR-Code bezahlen. Die Lancierung in der Schweiz sei nicht vor 2019 geplant. Zielgruppe seien zunächst chinesische Touristen. ▸ Webcode DPF8_89089 Yahoo verkauft Flickr mur. Yahoo hat Flickr an die US-Firma Smugmug verkauft. Sie betreibt wie Flickr eine Onlineplattform, auf die Nutzer Fotos hochladen und teilen können. Smugmug will laut eigenen Angaben vorläufig beide Dienste getrennt halten. Langfristig sollen Smugmugs Technologien allerdings in Flickr Einzug halten. Die Gratis-Version von Flickr soll es aber weiterhin geben, und bereits hochgeladene Fotos sollen ebenfalls nicht von Flickr verschwinden, heisst es vonseiten Smugmug. ▸ Webcode DPF8_89314 Amazon Prime Video ist verfügbar fpo. Amazons Serien-Flatrate- Service Prime Video steht seit April ohne Einschränkungen in der Schweiz zur Verfügung. Wie «Watson» schreibt, konnten Schweizer Abonnenten zuvor nur die von Amazon produzierten Serien sehen. Amazon Prime Video könne nun international im Vergleich zu anderen Streaming-Diensten wie Netflix mit dem grössten Katalog von etwa 12 000 Titeln punkten. Hintergrund sei das Geoblocking-Ende in der EU zum 1. April, wovon nun auch Schweizer Kunden profitierten. ▸ Webcode DPF8_89140 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 08 / 2018