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Netzwoche 09/2018

22 « Unser

22 « Unser Kerngeschäft war schon immer, Unternehmen dabei zu helfen, gefunden zu werden. » Stefano Santinelli, CEO, Localsearch kompensieren. Inzwischen machen wir mit den neuen Agentur-Services massiv mehr Umsatz als mit Print. Was steht als nächstes grosses Projekt an? Das ist der Lauch von «MyCampaigns». Damit können KMUs zum Fixpreis Werbekampagnen auf Facebook umsetzen. Wir haben das Angebot massgeschneidert für KMUs entwickelt, um sie bei der Neukundengewinnung zu unterstützen. Selbst eine Google- oder Facebook-Kampagne zu machen, ist für KMUs ungeheuer schwierig. Es braucht Kreativität, Know-how, Zeit und auch das Managen der Kampagne ist nicht einfach. Diese Aufgaben nehmen wir den KMUs mit «MyCampaigns» ab. Können Sie ein Beispiel nennen? Ein Restaurant kann eine Zielgruppe definieren: etwa alle Männer, die zwischen 35 bis 50 Jahre alt und an Sport interessiert sind und in einem Umkreis von 10 Kilometern wohnen. Wir erarbeiten und managen dann komplett eine entsprechende Facebook-Kampagne für die Kunden, die genau die Zielgruppe adressiert. Mit diesem Angebot kann jedes KMU eine Kampagne umsetzen. Auf welchen Plattformen bieten Sie dies an? Zurzeit sind mit «MyCampaings» nur Kampagnen auf Facebook möglich. Wir haben eine Tochterfirma mit dem Namen Adunit gegründet. Diese bietet auch eine offene Plattform für Programmatic Advertisement an. Das ist jedoch deutlich teurer. Wir bewegen uns hier eher im Bereich zwischen 2000 bis 10 000 Franken. Adunit arbeitet sehr viel mit künstlicher Intelligenz, und damit eine solche Kampagne wirken kann, braucht es eine längere Laufzeit und daher ein gewisses Budget. Welche grösseren Projekte stehen noch an? Wir werden uns stärker mit Google auseinandersetzen und mehr im Bereich der Suche machen. Es ist ein interessantes Feld, da viele kleine KMUs beim Thema SEO noch grossen Nachholbedarf haben. Wir arbeiten gerade am Reputationsmanagement bei Dienstleistern. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es eine Art Trip-Advisor für Handwerker gibt. Wie funktioniert das Reputationsmanagement? Wir stellen aktiv Tools zur Verfügung, damit sich KMUs eine Online-Reputation aufbauen können. In einem Pilot geben wir Dienstleistern mit einem POS jetzt schon ein Bewertungssystem zur Hand, bei dem der Kunde bei jedem Besuch vor Ort bewerten kann, wie es ihm gefallen hat. Dazu stellen wir ein kleines Gerät mit vier Bewertungstasten zur Verfügung. Die so abgegebenen Bewertungen werden dann online auf local.ch aggregiert. Auch bei Onlinebuchungen kann man den User nach dem Termin per SMS oder E-Mail dazu anspornen, online eine Bewertung abzugeben. Wann wird das analoge Telefonbuch aussterben? Wir drucken es immer noch. Die Auflage lag 2017 bei knapp 3 Millionen Exemplaren. Es ist erstaunlich, welche Rolle das gedruckte Telefonbuch für lokale Dienstleister wie Anwälte, Schlüsselservices oder Handwerker immer noch hat. Der Local Guide ist nach wie vor ein relevantes Medium für solche Firmen. Für Restaurants eher nicht mehr, das wurde durch das Internet abgelöst. Der Trend im Printbereich nimmt aber deutlich ab. Wir beobachten die Entwicklung genau und eines Tages wird sich das gedruckte Buch wahrscheinlich nicht mehr rentieren. Aktuell haben wir aber keine Pläne, den Local Guide einzustellen. 09 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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