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Netzwoche 09/2018

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Gartner prophezeit Riesengeschäft mit KI cka. Marktforscher Gartner hat prognostiziert, dass der durch künstliche Intelligenz (KI) getriebene Geschäftswert im laufenden Jahr auf 1,18 Billionen US-Dollar ansteigen wird. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 70 Prozent. Bis 2022 soll der Geschäftswert zudem auf knapp 4 Billionen Dollar ansteigen. Allerdings nehme das jährliche Wachstum mit jedem Jahr deutlich ab. Von 2021 auf 2022 betrage das Plus lediglich noch 17 Prozent, heisst es in einer Mitteilung. ▸ Webcode DPF8_90294 Datenklau bei Waadtländer ERP-Anbieter jor. Epsitec, der Waadtländer ERP-Anbieter und Herausgeber der Software Crésus, ist Opfer eines Datendiebstahls geworden. Hacker entwendeten persönliche Daten von rund 35 000 Kunden, wie das Unternehmen bekannt gab. Bei den betroffenen Kundendaten handelt es sich um Post-, E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Epsitec zufolge wurden aber keine Passwörter oder Kreditkartennummern gestohlen. Die Diebe hatten eine Variante des Banking-Trojaners «Retefe» verwendet. ▸ Webcode DPF8_90341 Nationalrat Dobler will Daten bei Provider-Konkurs sichern cgr. Marcel Dobler hat eine Parlamentarische Initiative für mehr Rechte von Dateninhabern angestossen. Sollte ein Cloud-Provider Konkurs gehen, sind die Daten in der Regel in der Konkursmasse gefangen. Diesen Umstand will Nationalrat und ICT-Switzerland-Präsident Dobler ändern. Durch eine Ergänzung im Konkursgesetz soll die Datenherausgabe geregelt werden. Die Rechtskommission des Nationalrats nahm die Initiative einstimmig an. ▸ Webcode DPF8_91554 Google macht Schweiz zur Cloud-Region London Belgien Niederlande Zürich Frankfurt Finnland Die Verteilung der Cloud-Regionen von Google in Europa. cgr/cka. Google hat eine weitere Region für die Google Cloud Platform (GCP) erschlossen. Die Schweiz beziehungsweise Zürich ist der auserwählte Standort, wie Urs Hölzle, SVP Technical Infrastructure bei Google, in einem Blog schreibt. Die Schweiz ist damit nach den Niederlanden, Grossbritannien (London), Belgien, Finnland und Deutschland (Frankfurt) die sechste Region des Cloud- Anbieters in Europa. Der Standort in Finnland befindet cgr. Die UPC-Muttergesellschaft Liberty Global hat sich von Teilen des Geschäfts in Europa getrennt. Vodafone übernimmt die Tochtergesellschaften in Deutschland, Ungarn, Rumänien und der Tschechischen Republik. Gemäss einer Mitteilung hat der Deal ein Volumen von 10,8 Milliarden Euro. Des Weiteren übernimmt Vodafone Schulden von 7,6 Milliarden Euro, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» schreibt. Ende 2017 war noch spekuliert worden, dass Liberty Global Vodafone kaufen wolle. Liberty Global halte an den Geschäften in den Ländern Grossbritannien, Irland, Belgien, Polen, Slowakei und auch der Schweiz fest, wie es weiter heisst. Gegenüber der Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcodes DPF8_91422 / DPF8_91955 UPC-Mutterhaus verkauft Geschäft in Deutschland und Osteuropa sich noch im Aufbau. Ingesamt sei GCP damit in 20 Regionen weltweit präsent. Der Schweizer Standort soll in der ersten Hälfte 2019 eröffnet werden. Für Unternehmen in der Schweiz werde es damit einfacher, hochverfügbare und performante Applikationen anzubieten, schreibt Hölzle weiter. Zudem profitierten Kunden von geringeren Latenzzeiten für Cloud-Workloads und einer höheren Ausfallsicherheit. Die Expansion der Google Cloud Platform sei der starken Nachfrage von Geschäftskunden in der Schweiz zu verdanken, wie Google auf Anfrage mitteilt. Mit diesem Schritt biete das Unternehmen seinen Geschäftskunden eine geringere Latenz und eine höhere Verfügbarkeit dank mehr Kapazität. Dies solle die Geschäftskunden näher an ihre Nutzer bringen, heisst es weiter. Zudem biete eine Cloud-Region auch Storage. «Unsere Geschäftskunden werden dieselbe hochmoderne Infrastruktur nutzen können, die wir geschaffen haben, um Milliarden von Nutzern zu dienen, die Google-Produkte wie die Google-Suche und Gmail täglich nutzen», wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage sagt. «Dies bringt unseren Geschäftskunden somit einen enormen Mehrwert – von Leistung bis Sicherheit.» Google machte keine Angaben dazu, ob das Unternehmen in Zürich ein eigenes Rechenzentrum aufbauen oder sich in ein bestehendes einmieten will. Ob Google aufgrund dieser Entwicklung mehr Mitarbeiter einstellen werde, konnte das Unternehmen auch nicht sagen. Redaktion betonte UPC-Mediensprecher Bernard Strapp, dass der Verkauf der anderen Geschäfte für die Schweizer Kunden und Mitarbeiter keinerlei Auswirkungen habe. Die Tochtergesellschaft Österreich, mit der die Schweiz aktuell noch vereint ist, wird voraussichtlich im zweiten Quartal in die Deutsche Telekom integriert. Die Zustimmung der Kartellbehörden stehe noch aus. Bereits im September 2017 habe UPC den Verkauf kommuniziert, sagte Strapp weiter. Die Schweiz werde im Anschluss als eigenständige Einheit weiterbestehen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_91748 09 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Datendiebstahl wird zum Alltag cka. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) hat ihren 26. Halbjahresbericht veröffentlicht. Dieser befasst sich mit den wichtigsten Vorfällen im Bereich Cybersecurity in der zweiten Jahreshälfte 2017. Schwerpunkt des Berichts ist das Thema Datenabflüsse. Darunter fasst Melani Datendiebstähle, aber auch Datenpannen. Mittlerweile gebe es regelmässig abgeflossene Datensätze mit personenbezogenen Informationen. Im vergangenen Oktober verschafften sich Unbekannte Zugriff auf über 800 000 Datensätze von Swisscom-Kunden. Digitec Galaxus wurde im September kompromittiert. Im Dezember informierte der Krankenversicherer Groupe Mutuel über einen Datenabfluss. Auch die Schweizer Niederlassung der international tätigen Inkassofirma EOS hatte ein Leck zu beklagen. Dabei handelte es sich um Namen, Adressen und die Höhe der geschuldeten Beträge, aber auch um komplette Krankenakten und Behandlungsdetails. Also Daten, die ein Inkassounternehmen für die Ausübung seiner Aufgaben gar nicht benötigt. Cyberkriminelle nutzen abgeflossene Daten etwa, um die betroffenen Firmen zu erpressen. Ausser dem Kostenaufwand schlägt in solchen Fällen auch ein Reputationsverlust zu Buche. Die Kriminellen könnten es aber auch auf die Kunden selbst abgesehen haben. Die Daten können etwa für gezielte Angriffe auf Einzelpersonen genutzt werden. Der Schaden durch die Veröffentlichung von Krankenakten, wie etwa im Fall EOS, ist potenziell deutlich grös ser. Denn Passwörter, Kreditkartendaten und Ähnliches können relativ rasch geändert werden. Daten zur eigenen Gesundheit oder zu persönlichen Vorlieben hingegen lassen sich nicht zurücksetzen und können den Opfern auch Jahre später noch schaden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_90241 So oft überwachen Strafverfolgungsbehörden in der Schweiz VERTEILUNG DER ANFRAGEN Anzahl Aufträge seit 2012 Überwachung Echtzeit Überwachung rückwirkend 16 000 14 000 12 000 10 000 8000 6000 4000 2000 0 Quelle: www.li.admin.ch/de/themen/statistik Technisch admin. Auskünfte Notsuchen 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_91178 mur. Die Schweizer Strafverfolgungsbehörden können zur Aufklärung von schweren Straftaten Massnahmen zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs anordnen. Seit dem 1. September 2017 kann das auch der Nachrichtendienst des Bundes (NDB), gestützt auf das neue Nachrichtendienstgesetz (NDG). Eine Statistik des Bundes zeigt nun, wie viele solche Überwachungen es 2017 gab. Die Zahl der Echtzeitüberwachungen – etwa das Mithören von Telefonaten oder das Mitlesen von E-Mails – ging zurück. 2017 gab es 2512 Echtzeitüberwachungen, 2016 waren es 2795. Auch eine rückwirkende Überwachung mit Verbindungsnachweisen wurde seltener durchgeführt. Diese zeigen, wer wann, wie lange, wo und mit wem telefonierte. 2017 gab es rund 7 Prozent weniger Überwachungsmassnahmen als 2016. Die Staatsanwaltschaften ordneten diese etwa bei Gewalt- und Sexualdelikten sowie bei Delikten gegen Leib und Leben an. Dafür braucht es eine Genehmigung des zuständigen Zwangsmassnahmengerichts. Für Massnahmen, die der NDB anordnet, ist das Bundesverwaltungsgericht zuständig. Laut polizeilicher Kriminalstatistik gab es 557 129 Straftaten. In der Statistik des Dienstes ÜPF sind Überwachungen wegen Geldwäscherei, Brandstiftung oder Vergewaltigung deutlich zahlreicher als etwa wegen Betäubungsmittelhandel oder Diebstählen. Eine Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs werde bei ungefähr 1,5 Prozent aller registrierten Delikte veranlasst, heisst es in einer Mitteilung des Bundes. WWW.NETZWOCHE.CH Namics erwirtschaftet Umsatzrekord cgr. Die Zürcher Digitalagentur Namics hat das Geschäftsjahr 2017 abgeschlossen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 67 Millionen Franken. Gemäss einer Mitteilung ist dies der höchste Umsatz der Firmengeschichte. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl der Mitarbeiter um 2,5 Prozent, dies vor allem am Entwicklungsstandort Belgrad in Serbien. Nach drei Jahren Stagna tion kehrt Namics damit wieder auf den Wachstumspfad zurück. Den deutlichen Anstieg erklärt Namics mit Neukunden in Deutschland. ▸ Webcode DPF8_90303 Netstream steigert Umsatz mur. Netstream hat sein Geschäftsjahr 2017 bilanziert. Das Cloud-Business und die Kundenzufriedenheit seien gestiegen, schreibt das Telekommunikationsunternehmen in einer Mitteilung. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent gewachsen. Der Hauptfokus liege auf dem TV- und Cloud-Geschäft. Im VoIP-Business habe man mit der Telefonanlage Cloud PBX erneut Wachstum erzielt. ▸ Webcode DPF8_90300 Logitech verkündet Rekordumsatz cka. Logitech hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Rekordumsatz abgeschlossen. Der Zubehörhersteller mit Sitz in der Schweiz erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,57 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 16 Prozent, wie der Hersteller mitteilt. Das stärkste Wachstum verzeichnete Logitech in den Bereichen Gaming und Video Collaboration. Für das nächste Geschäftsjahr erwartet Logitech ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. ▸ Webcode DPF8_91053 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 09 / 2018