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Netzwoche 10/2019

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Salt macht weniger Gewinn und verliert Kunden lha. Salt hat im ersten Quartal 2019 einen Gewinnrückgang von gut 7 Prozent verzeichnet. Der angepasste Gewinn auf Stufe Ebitda ging gar um gut 9 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres zurück, wie das Unternehmen mitteilt. Als Grund dafür nennt Salt das Ende der Partnerschaften mit Coop und UPC. Über 17 000 Kunden seien dadurch verloren gegangen. Neue KMU-Digitalmesse startet 2020 lba. Die Deutsche Messe und die Handelskammer Deutschland Schweiz haben über eine neue Digitalmesse in Hannover informiert. Die dreitägige Veranstaltung «Twenty2X» gehe im März 2020 erstmals über die Bühne. Sie richte sich in erster Linie an KMUs der DACH-Region. Die Messe werde in den Hallen 7, 9 und im Convention Center stattfinden. Bechtle schnappt sich Alpha Solutions jor. Das deutsche Systemhaus Bechtle hat den St. Galler ERPund CRM-Anbieter Alpha Solutions übernommen. Der bisherige Mehrheitsaktionär Daniel Popp scheide aus dem Unternehmen aus, heisst es in einer Mitteilung. CEO Stefan Heim soll hingegen weiterhin die Geschäfte von Alpha Solutions leiten. Der Firmenname Alpha Solutions bleibe ebenfalls bestehen. Microsoft und Sony schlies sen Cloud-Deal lba. Microsoft und Sony haben eine strategische Partnerschaft für Videogames verkündet. Die beiden Konkurrenten im Gaming-Markt wollen ihre Cloud- und Technologie-Expertise bündeln, berichtet «Watson». Dies könnte eine Reaktion auf die Streaming-Offensive von Google sein, die der Tech- Gigant im März mit «Stadia» angekündigt habe, heisst es im Beitrag weiter. Swisscom vertieft das Businessangebot Bild: hywards / Fotolia.com mur. Swisscom hat mehrere Neuheiten für Geschäftskunden angekündigt. Unter anderem expandiere das Mobile- ID-Ökosystem ins Ausland und ein neuer Onlineshop entstehe. Zudem biete Swisscom neu Mycloud-Abos für Natel-Go-Business-Kunden an. lba. Die Schlinge um Huawei zieht sich zu. Der britischjapanische Chip-Designer ARM soll seine Mitarbeiter angewiesen haben, «alle aktiven und alle anstehenden Aufträge» mit Huawei und seinen Tochterfirmen zu pausieren. Dies berichtet «Watson» mit Bezug auf «BBC». Für Huaweis Smartphone-Sparte wäre dies quasi der Todesstoss – sofern die USA ihre Blockade aufrechterhalten. ARM entwickelt das Chip-Design, auf dem fast alle Mobile-Prozessoren von Huawei, Apple, Samsung, Qualcomm und weiteren basieren. «ARM liefert die Grundlagen für die Entwicklung von Prozessoren für Smartphones und andere mobile Geräte von Herstellern in aller Welt», schreibt das deutsche Techportal «Winfuture». ARM stellt also Prozessoren nicht selbst her, sondern lizenziert seine Halbleitertechnologien an Huawei, Samsung, Apple und Co. Das Mobile-ID-Ökosystem wächst Die Mobile ID wird seit dem 22. Mai auch von UPC angeboten. Damit stehen alle vier grossen Telkos hinter der Mobile ID. Salt schloss sich Swisscom und Sunrise im September 2017 an. Die Authentisierungslösung sei nun auch in die Swiss-ID integriert. Die Mobile ID könne zudem auch im Ausland genutzt werden. Eine App werde passwortlose Logins und den E-Signaturservice als Methode für die Willensbekundung bieten, teilt Swisscom mit. Als weitere Neuerung bietet Swisscom das Re-Hosting von Mainframe-Anwendungen in der Swisscom Enterprise Service Cloud an. Man analysiere die Anwendungen und migriere sie mittels vier Transformationsmodulen und auf Basis von Open-Source-Lösungen in die Cloud. Laut Mitteilung migrierte Swisscom auch eigene geschäftskritische Anwendungen und spart so rund 60 Prozent an Betriebskosten. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Neuer Shop für die Bestellung von Geräten Enterprise Mobile 2.0 enthält seit April Zusatzdienste wie Mobility for Work oder Enterprise Mobile Management. Neu gebe es auch einen Onlineshop, der eine One-Step- Bestellung ermögliche. Kunden sollen Finanzierung und Konfiguration auswählen können und von einem automatischen Enrollment für Android und iOS profitieren. Swisscom bietet neu für Natel-Go-Business-Abos kostenlose Mycloud-Abos an. Es enthalte unlimitierten Platz für Fotos und Videos sowie 250 GB Speicherplatz für weitere Dokumente. Huawei verliert Lizenz für Handy-Prozessoren Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch ARM muss Restriktionen gegen Huawei mitragen Ein Sprecher von ARM nahm gegenüber «The Verge» Stellung und bestätigte, dass das Unternehmen die US-Restriktionen gegen Huawei mittragen muss: «ARM hält sich an die neuesten Beschränkungen der US-Regierung und führt laufende Gespräche mit den zuständigen US-Regierungsbehörden, um sicherzustellen, dass wir die Vorschriften einhalten.» Huawei darf offenbar seine aktuellen Prozessoren, die auf ARMs Know-how basieren, weiter nutzen und in seinen Smartphones und Tablets verbauen. Künftige Prozessor-Generationen müssten aber von Grund auf neu entwickelt werden. Dies dürfte Jahre dauern und Huawei weit zurückwerfen. ARM begründet das Ende der Zusammenarbeit damit, dass die Chip-Designs des Unternehmens Technologien enthielten, die aus den USA stammten. Kommt hinzu: Rechtlich befindet sich der Sitz von ARM in den USA. 10 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 09 Avectris Day 2019: Microchips, Roboter und Biohacking Avectris hat ins Trafo nach Baden geladen. Am Avectris Day 2019 demonstrierte das Unternehmen, wie Roboter Prozesse wie das Beantworten von E-Mails automatisieren können. Daneben zeigte ein Futurist auf, wie und warum Menschen ihre eigenen Körper hacken. Autor: Marcel Urech « Wie wollen wir künftig mit Cyborgs und Bodyhacking umgehen? » Patrick Kramer, Biohacker Thomas Wettstein, CEO von Avectris, eröffnete den Avectris Day in Baden. Avectris aus Baden hat im Trafo den Avectris Day 2019 abgehalten. Das Unternehmen beleuchtete am 21. Mai gleich mehrere Themen, unter anderem Biohacking, Robotic Process Automation, SAP S4/Hana, Cybersicherheit und die Wirkung von Digitalisierung auf den Menschen. CEO Thomas Wettstein sprach zu Beginn kurz über das Unternehmen. Avectris beschäftige rund 350 Mitarbeitende an den Standorten Baden und Wangen bei Dübendorf. Es biete unter anderem Lösungen für Cybersicherheit, DevOps sowie Outsourcing für SAP und die Cloud an. Neu gebe es zudem ein internes Kompetenzzentrum für Robotic Process Automation. Hollywood liebt Cyborgs Anschliessend hielt Patrick Kramer, Futurist, Chief Cyborg Officer und Biohacker, ein Impulsreferat. Er sprach über Wearables, Roboter, Biohacking und das Thema Mensch vs. Maschine. «Hollywood ist angetan von personalisierter IT in Form von upgegradeten Menschen», sagte Kramer. Bereits in der TV-Serie «The Six Million Dollar Man» von 1974 seien Cyborgs aufgetaucht. Die Hauptfigur ersetzte nach einem Unfall Beine, ein Auge und einen Arm durch bionische Körperteile und mutierte so zum Super-Agenten. Ein berühmter Cyborg sei der spanische Künstler Joe Dekni. Er liess sich Implantate einpflanzen und kann anhand von Vibrationen Objekte wahrnehmen. Auch der farbenblinde Spanier Neil Harbisson ist ein Cyborg. Er nutzt ein System, das Farben in Töne umwandelt. «Diese Menschen haben ihre Sinne erweitert und Fähigkeiten von Tieren angenommen», sagte Kramer. «Nicht weil sie es tun müssen – sondern weil sie es können.» «Wie wollen wir künftig mit Cyborgs und Body hacking umgehen?», fragte Kramer. Verbote, die die technologische Entwicklung bremsten und Menschen kriminalisierten, seien gefährlich. Laissez-faire sei aber auch nicht ideal, es führe zu Ungerechtigkeiten und einer gesellschaftlichen Spaltung. «Was wir brauchen, sind Konzepte von Enhancement und Barrierefreiheit für die gesamte Gesellschaft, die niemanden ausschliessen», so Kramer. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Roboter im Kundenservice Nach dem Impulsreferat liefen mehrere Sessions parallel. Unter anderem hielten Christian Beyeler, Head Business Services, Klaus Boxler, Application & RPA Consultant, und Filip Hajman, RPA Consultant, einen Vortrag. Die Avectris-Mitarbeiter zeigten, wie Robotic Process Automation (RPA) und Machine Learning alltägliche Aufgaben im Kundenservice automatisieren können. Firmen könnten die Technologien entlang der gesamten Customer Journey einsetzen. Sie würden etwa helfen, standardisierte E-Mail-Anfragen zu beantworten. «Sie machen bis zu 75 Prozent aller E-Mail-Anfragen in Unternehmen aus», sagte Beyeler. Im Beispiel durchforstete ein Roboter E-Mails. Er erkannte Rechnungsanfragen, griff Daten aus SAP ab und verschickte eine Rechnung mit personalisierter Ansprache. «Wenn sich ein Roboter in einem Jahr auszahlt, sollte man die Automatisierung machen», sagte Beyeler. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2019

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