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Netzwoche 12/2017

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46 Management & Career

46 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH FFHS startet Blended- Learning-Partnerschaft mur. Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) ist eine Kooperation mit der ABB Technikerschule und dem Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen eingegangen. Die FFHS werde helfen, an den Höheren Fachschulen Diplomausbildungen mit Blended Learning zu entwickeln, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Methode kombiniert Präsenzunterricht mit digitalen Lernformaten. Das Projekt heisst FlexHF. Die ersten beiden Studiengänge mit dem neuen Konzept sollen im Frühling 2018 starten. ▸ Webcode DPF8_45211 Gewinner des Venture- Wettbewerbs stehen fest dkl. Die Gewinner des Startup-Wettbewerbs Venture 2017 stehen fest, wie die Veranstalter mitteilen. Der Wettbewerb verteilte ein Preisgeld von 170 000 Franken. Die Kategorie Geschäftspläne gewann das Team Lumigbo. Die beste Geschäftsidee hatte Reflectus, und der Publikumspreis ging an Twiice. Alle Gewinner stammen von der ETH Zürich und der EPFL. ▸ Webcode DPF8_46202 Informatikerin erhält Rössler-Preis dkl. Die Schulleitung der ETH Zürich vergibt den diesjährigen Rössler-Preis an Olga Sorkine-Hornung, wie die Hochschule mitteilt. Sorkine- Hornung erhält den mit 200 000 Franken dotierten Preis für ihre Leistungen im Bereich Computergrafik, wie es im Communiqué der Hochschule heisst. Die 36-jährige Informatikprofessorin entwickelte unter anderem Methoden, mit der sie die Oberfläche von komplizierten geometrischen Figuren in Echtzeit verändern und animieren kann. ▸ Webcode DPF8_46793 Kickstart Accelerator fördert neu auch Edtech-Start-ups osc. Das Start-up-Förderprogramm Kickstart Accelerator hat in Kooperation mit der EPFL ein neues Programm zur Unterstützung von Jungunternehmen im Bereich der Bildungstechnologie, kurz Edtech, lanciert. Schweizer und internationale Start-ups können sich mit einem Prototyp noch bis zum 10. Juli 2017 für einen der zehn Förderplätze bewerben. Die Jungunternehmen haben Aussicht auf Förderung in der Höhe von 10 000 Franken sowie einen Platz in einem Coworking-Space des «Edtech Colliders» der EPFL. In einem Wettbewerb am Ende des elfwöchigen Programms bietet sich zudem für sieben Start-ups die Chance auf eine Prämie von 25 000 Franken. Start-ups erhalten zudem Zugang zu einem «breiten Netzwerk von Investoren, Experten, Mentoren und Geschäftspartnern», wie Kickstart Accelerator in einer Mitteilung schreibt. Kickstart Accelerator unterstützt bereits Start-ups aus den folgenden Bereichen: ·· Fintech ·· Food ·· Robotics & Intelligent Systems ·· Smart Citys ·· Healthcare Mit Edtech ist nun eine weitere Sparte hinzugekommen. Kickstart Accelerator reagiert damit nach eigenen Angaben auf die rasche technologische Entwicklung im Bildungswesen. «Die digitalen Technologien werden die traditionelle Art und Weise des Lernens aufmischen und wichtige Änderungen ins Klassenzimmer bringen», kommentiert Patricia Schlenter, Program Manager beim Kickstart Accelerator, die Ausweitung des Angebots. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_45331 Junge Game-Designer zeigen ihre Projekte osc. Hypnotisierendes Farbenspiel auf hell leuchtenden Monitoren, VR-Brillen vor Grossprojektionen, Eingabegeräte verschiedenster Hersteller und Plattformen. Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) verdeutlicht an ihrer diesjährigen Diplomausstellung, wie vielseitig Game-Design im Jahr 2017 sein kann. Am «Industry Day» führten Ulrich Götz, Leiter der Fachrichtung Game-Design an der ZHDK, und René Bauer, Leiter der Master-Vertiefung, durch die Ausstellung mit 14 abgeschlossenen Bachelor- und Masterarbeiten von 21 Absolventen. Götz sagte zur Einführung, der Studiengang sei dieses Jahr besonders erfolgreich gewesen. Lag der Fokus im Vorjahr noch auf interaktiven Medien für Kinder und Ulrich Götz (l.) und René Bauer blicken auf einen ertragreichen Jahrgang. ältere Personen, standen dieses Jahr narrative Spiele im Vordergrund, wie Götz erklärte. Zwei Arbeiten seien speziell für VR-Systeme entwickelt worden. Die Dynamik im VR- Bereich sei momentan besonders stark. Es bleibe zu hoffen, dass sich die Technik nicht so entwickle wie in den 90er- Jahren, als Virtual Reality zwar in aller Munde war, sich jedoch nicht durchsetzen konnte, sagte Götz. Förderung und Vernetzung sind wichtig Bachelorarbeiten benötigen zur Entstehung rund 4 Monate, Masterarbeiten dauern mit zirka 18 Monaten deutlich länger. Bei Letzteren sticht «Far: Lone Sails» besonders heraus. Das Spiel von Don Schmocker und Goran Saric verbindet das Management eines futuristischen Transportmittels mit einer Reise durch eine dem Verfall anheimgefallene Welt. Das mehrfach ausgezeichnete Indie-Spiel wird bereits im Herbst 2017 für PC und Mac, nächstes Jahr auch für Xbox one und PS4 erhältlich sein. Für Schweizer Verhältnisse ist «Far» ein Grossprojekt, das unter Marktbedingungen ein Budget von rund 500 000 Franken benötigen würde, wie Schmocker im Gespräch sagte. Es sei für Spieleentwickler in der Schweiz grundsätzlich schwierig, Kapital zu mobilisieren, da Publisher rar seien und staatliche Unterstützung knapp bemessen sei. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_46509 12 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Event 47 Weniger Besucher an den Informatiktagen Am 16. und 17. Juni sind die Informatiktage 2017 über die Bühne gegangen. In deren Rahmen fand auch die Berufsmeisterschaft ICT-Skills statt. Die Redaktion sprach mit Wettbewerbs-Coach Tobias Meier und mit Pascal Mathis, dem Schweizer Informatik-WM- Teilnehmer im Bereich Systemtechnik. Autor: Christoph Grau erklärte in einem Gespräch den Ablauf. Meier arbeitet bei Letec IT Solutions und ist ehrenamtlich für die ICT-Skills als Coach tätig. Die angehenden Systemtechniker müssen im Wettbewerb die drei Bereiche Netzwerk, Client und Server bearbeiten. Im Prinzip gehe es darum, ein System nach den Vorgaben des Wettbewerbs aufzubauen, sagte Meier. Dies sei eine typische Aufgabe aus dem Arbeitsalltag. Das System müsse von Grund auf aufgebaut und konfiguriert werden. Die Teilnehmer hätten dafür sechs Stunden Zeit, erklärte Meier. In der Disziplin Systemtechnik wird Pascal Mathis in diesem Jahr die Fahne für die Schweiz hochhalten. «Die Stärke der Schweiz liegt im dualen Bildungssystem, das sehr grossen Wert auf die Praxis legt.» Tobias Meier, ehrenamtlicher Coach bei den ICT-Skills Mehr als 9000 Personen haben die Informatiktage 2017 besucht. Dies sind 2000 Besucher weniger als noch im Vorjahr. Die Veranstaltung fand am 16. und 17. Juni an mehreren Standorten in Zürich statt. Rund 50 Firmen beteiligten sich an den Informatiktagen, wie der Veranstalter «eZürich» mitteilte. Sie boten interessierten Besuchern Einblick in den Arbeitsalltag in der ICT, in neue Technologien und in die verschiedenen ICT-Berufe. Gemäss Mitteilung kamen etwa 840 Schüler an die spezifischen Veranstaltungen. 80 Lehrer liessen sich in Kursen weiterbilden. Schweizer Meister gesucht Parallel zu den Informatiktagen fanden auch die Berufsmeisterschaften ICT-Skills statt. ICT-Lehrlinge und -Absolventen wetteiferten wie schon in den Vorjahren um die Meister-Titel in folgenden vier Kategorien: ·· IT Network Systems Administration (Systemtechnik) ·· Webdesign & Development ·· IT Solutions for Business (Applikationsentwicklung) ·· Mediamatik Die Sieger der einzelnen Kategorien standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Sechs Stunden Praxisaufgaben lösen Im Börsengebäude von Zürich fand die Schweizer Meisterschaft im Bereich Systemtechnik statt. Tobias Meier Hartes Training für den Sieg Jeweils die beiden besten Teilnehmer einer Disziplin der ICT-Skills qualifizieren sich für die Schweizer Vorentscheidung. Diese vier Teilnehmer treten gegeneinander an. Der Sieger wird für die Schweiz zur Informatik-WM entsandt. Diese findet jedes zweites Jahr statt, wie Meier erklärte. In der Disziplin Systemtechnik wird Pascal Mathis in diesem Jahr die Schweizer Fahne hochhalten. Momentan trainiere er noch und werde von freiwilligen Coachs auf die Wettbewerbsaufgaben vorbereitet, sagte Meier. Etwa zwei Tage pro Woche trainiert Mathis. Obwohl sich dies schon nach viel anhöre, sei die Schweiz doch eher im Amateurbereich anzusiedeln, betonte Meier. Vor allem die Teilnehmer aus den asiatischen Ländern trainierten fast Vollzeit für die WM. Dennoch schaffe es die Schweiz regelmäs sig unter die besten zehn Länder, manchmal sogar aufs Podest. Im Vergleich zu den eingesetzten Ressourcen sei dies sehr gut. Die Stärke der Schweiz liege im dualen Bildungssystem, das sehr grossen Wert auf die Praxis lege. Diese Fähigkeiten würden auch im Wettbewerb verlangt, und die Schweiz könne diese Stärke ausspielen, sagte Meier. Mathis absolvierte seine Lehre bei Coop Basel und rechnet sich gute Chancen für die WM aus. Mit seinen Coachs bereite er sich intensiv auf die vier Wettbewerbstage vor. Vor allem am letzten Wettbewerbstag, an dem es um das Troubleshooting gehe, könne er seine Stärken zeigen. Hier sei die Schweiz den theoriestarken Teilnehmern aus dem Ausland überlegen, sagte Mathis. Er habe das Podest im Visier und erhoffe sich einen Platz unter den Besten. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_45909 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 12 / 2017