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Netzwoche 12/2017

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Bosch baut neue Chip-Fabrik fpo. Bosch hat die grösste Investition seiner Firmengeschichte angekündigt. Wie der deutsche Hersteller mitteilt, baut er ein neues Halbleiterwerk in Dresden für rund eine Milliarde Euro. Die Bauphase soll zwei Jahre dauern und die Chip-Produktion in vier Jahren beginnen. Am neuen Standort will Bosch Halbleiter auf Basis der 300-Millimeter-Technologie produzieren. ▸ Webcode DPF8_46206 Oracles Cloud-Geschäft brummt cgr. Am 31. Mai hat Oracle sein Geschäftsjahr 2017 abgeschlossen. Für das abgelaufene Fiskaljahr betrug der Umsatz rund 37,7 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen mitteilt. Ein Jahr zuvor hatte Oracle rund 37 Milliarden Dollar umgesetzt. Besonders gut lief das Geschäft mit der Cloud. Der Bereich «Cloud Software as a Service» wuchs im Jahresverlauf um 60 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Dollar. ▸ Webcode DPF8_46552 Equinix erweitert Rechenzentrum tsc. Equinix hat die Erweiterung seines Rechenzentrums ZH5 abgeschlossen. Das Unternehmen lud zur Feier des Ausbaus ein und gewährte einen Blick hinter die sonst verschlossenen Türen. Equinix besitzt weltweit 179 Rechenzentren, 6 davon stehen in der Schweiz – 4 im Raum Zürich und 2 in Genf. Das Unternehmen verfügt über ungefähr 1500 Netzwerkcarrier, davon befinden sich rund 90 in der Schweiz. «Enabler der Digitalisierung» Nach Angaben von Equinix gehen über 90 Prozent des gesamten Internetverkehrs durch die Rechenzentren des Unternehmens. Deshalb bezeichnet sich Equinix selbst als «Enabler der Digitalisierung». Alle grösseren Cloud- Provider zählen zu den Kunden von Equinix. Darunter Anbieter wie etwa Amazon, Google, Microsoft oder neu auch Alibaba. Die erste Bauphase des Rechenzentrums erfolgte im Jahr 2013 und die Erweiterungsarbeiten im Jahr 2016. Mit einer Gesamtfläche von 6670 Quadratmetern soll das Rechenzentrum das grösste von Equinix im Raum Zürich werden. Laut Equinix kostete die Erweiterung des International Business Exchange rund 18 Millionen Dollar und umfasst 900 Quadratmeter Fläche. Fünf-Punkte-Sicherheitssystem Equinix benutzt ein Fünf-Punkte-Sicherheitssystem, das aus einem perimetrischen Zaun, Security-Lodge, Vereinzelungsanlage, Schleusen und Schlösser besteht. Die Server sind nur über den sogenannten «Man-Trap» zu Die Server von Equinix sollen hohen Sicherheitsansprüchen genügen. erreichen. Ab dieser Stelle dürfen weder die Kunden noch die Mitarbeiter brennbares Material mit sich führen. Auf der anderen Seite der Schleuse befinden sich die Server. Hier können sich Kunden einmieten und mit anderen Kunden vernetzen. Am Ende der Rechenzentrumstour lud das Equinix- Team die Journalisten auf Bratwurst, Cervelat und Feierabendbier ein. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_46796 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Wir sind müde geworden. Müde von den stetig wachsenden Regularien und Vorschriften, Prozesshürden und multiplen Review-Zyklen und mehrstufigen Autorisierungslevels. Und immer wieder zurück an den Absender mit der Aufforderung zur Nachbesserung. Das Managen der Phasenübergänge und Prozess-Schnittstellen ist heute vielfach aufwändiger als der eigentlich angestrebte Veränderungsbedarf. Von wegen Governance als Enabler der Unternehmensentwicklung – Bremse oder Verhinderer trifft die Sache eher. So empfinden nicht selten desillusionierte CIOs, wenn sie den Fortschritt ihres immer ambitiöseren Projektportfolios betrachten. Ach, ist das nun wohltuend, wenn plötzlich mit neuen agilen Methoden ein Hauch frischer Wind durch die verstaubten Büros bläst. Gewaltentrennung war gestern – die Teams stellen sich funktionsübergreifend zusammen und organisieren sich selbst. Das Ziel und erwartete Ergebnis zählt – der Weg dahin wird den Teams und ihrer Kreativität überlassen. Nur keine Hindernisse in den Weg stellen. Möglichst viel automatisieren und jeglichen bremsenden manuellen Zugriff unterbinden. So lässt sich alles schneller und besser realisieren. Die Gralshüter von Governance- und Prozessregeln tun sich schwer, sich überhaupt noch Gehör in diesen nun neu nach Squads, Tribes und Guilds organisierten, hochdynamischen Teams verschaffen zu können. Die Weltbilder passen einfach nicht mehr zusammen – zu gross ist der Mentalitäts- und Kulturunterschied, aber auch die Gefahr, Wichtiges und Zwingendes aus der Governance-Welt zu übersehen. Und damit das Kind mit dem Bade auszuschütten. Compliant zu sein, ist nun mal essenziell, um das Vertrauen im Markt zu behalten. Was es auch immer an zwingenden Vorgaben einzuhalten gilt: diese definieren nur, was das Ziel ist – und nicht den Weg dorthin. Gerade hier stehen sich die Prozess-Dogmatiker oft selbst im Wege. Sie versuchen, alle Schritte akribisch vorzuschreiben und verpassen damit die Chance, selbst eine agile Governance zu entwickeln. Die Zwangsjacke «Command and Control» abzulegen und die Teams den Weg selber suchen zu lassen bedeutet, über den eigenen Schatten zu springen. Die geforderten Kontrollziele vorne in die Value Streams einfliessen lassen und sich in den Teams engagieren, um unnötige Blockaden aus dem Weg zu räumen, das wäre ein agiler Ansatz, um nicht obsolet zu werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_46737 Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten … Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 12 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 CKW bündelt seine Tochterfirmen jor. Der Zentralschweizer Energiekonzern CKW holt seine Tochterfirmen zurück. Das Unternehmen vereint die drei Marken CKW, CKW Conex und CKW Fiber Services unter der Dachmarke CKW. Mit dem Zusammenschluss sollen Synergien geschaffen werden, wie CKW in einer Mitteilung schreibt. Die rund 40 Standorte von CKW blieben erhalten, schreibt das Unternehmen. Der Neuausrichtung sollen keine Stellen zum Opfer fallen. Bündelung soll Kunden Vorteile bieten Die Bündelung der drei Unternehmensbereiche soll den Kunden Vorteile bieten. «Der Zugang zu modernen Nutzungsmöglichkeiten von Energie und Infrastruktur wird einfacher, schneller und kommt neu aus einem Guss», lässt sich Felix Graf, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung von CKW, in der Mitteilung zitieren. Markt für Virtual und Augmented Reality wächst gsa. Der weltweite Markt für Augmented(AR)- und Virtual- Reality(VR)-Produkte boomt. Zwischen 2016 und 2021 soll das Geschäft mit Headsets für Augmented und Virtual Reality jedes Jahr um 58 Prozent wachsen, wie die Analysten von IDC melden. In den nächsten 6 bis 18 Monaten werden gemäss IDC-Analyst Jitesh Ubrani insbesondere die PC-Hersteller den Virtual-Reality-Markt befeuern. Diese werden gemäss Ubrani gemeinsam mit Microsoft vor allem neue Produkte im High-End-Bereich lancieren. Im Zentrum stünden Stand-alone-Geräte. Also Headsets, welche die virtuellen Welten ohne angeschlossenen PC berechnen können. Augmented Reality wird wichtiger Am Markt werden Kunden vorrangig Produkte für Virtual Reality vorfinden. Denn Lösungen für Augmented Reality seien schwieriger umzusetzen, begründet IDC. Dafür sei Augmented Reality künftig wichtiger für Anwender in der Industrie. Hersteller wie Microsoft, Epson oder Intel profitierten bereits von ersten Produkten, erklärt Analyst Ryan Reith, Program Vice President und zuständig bei IDC für den Bereich Worldwide Quarterly Mobile Device Trackers. IDCs Analysten verorten das grosse Geschäft bei den Unternehmenskunden. Derzeit würde dort viel in Augmented Reality investiert. Das Interesse aus der Industrie Der Energiekonzern gründete CKW Fiber Services 2011. Mit der Tochtergesellschaft erweiterte CKW seine Geschäftsfelder um den Bereich Telekommunikation. CKW Fiber Services bot unter anderem Glasfaserangebote für Privatkunden und Dienstleistungen für Unternehmenskunden. Darunter Services im Bereich IT-Infrastruktur. Das Unternehmen betrieb auch drei Rechenzentren im Raum Luzern. CKW Conex entstand gemäss Handelsregistereintrag 1998 als Tochtergesellschaft der CKW. Die Firmeneinheit war auf Dienstleistungen in den Bereichen Gebäude- und Energietechnik spezialisiert. Die Firma deckte die Geschäftsfelder Elektroinstallation wie auch ICT-Beratung ab. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_46977 sei gross, die Nachfrage komme aus Märkten wie Healthcare, dem produzierenden Gewerbe, Wartungsdienste und Design. PROGNOSE DER MARKTANTEILE BIS 2021 Der Grossteil der VR-Geräte wird laut Prognose auch in vier Jahren noch auf dem Consumer-Markt verkauft. Im AR-Geschäft wird der Markt dagegen weiterhin von Unternehmenskunden dominiert. Commercial Marktanteil 2016 Marktanteil 2021 Marktanteil 2016 Marktanteil 2021 Quelle: IDC. 19,9 % 27,0 % Consumer 68,0 % Virtual Reality 80,1 % 73,0 % Augmented Reality 83,3 % 32,0 % Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_46221 16,7 % WWW.NETZWOCHE.CH Raiffeisen investiert 500 Millionen Franken in IT mur. Raiffeisen modernisiert ihre Informatik. Das Projekt Rainbow soll die IT der Bank erneuern und rund 500 Millionen Franken kosten. Das sagte Verwaltungsratspräsident Johannes Rüegg-Stürm gegenüber «Le Temps». Das Projekt bestehe aus drei Phasen. Die letzte sei für 2018 vorgesehen. Die Roadmap sei wie ein Marathonlauf, die Bank aber planmässig unterwegs. Fintech gehöre zur Kernstrategie von Raiffeisen, sagte Rüegg-Stürm gegenüber der Zeitung. ▸ Webcode DPF8_46313 Nationalrat kippt Nachtragskredit für Fiscal-IT cgr. Der Nachtragskredit für Fiscal-IT ist endgültig vom Tisch. Der Nationalrat lehnte den Kredit in Höhe von 10 Millionen Franken ab, wie die SDA schreibt. Auch die Entscheidung für den Kredit in einer Einigungskonferenz fand in der grossen Kammer keine Mehrheit. Gemäss der Mitteilung will der Nationalrat erst mit dem Budget 2018 über zusätzliche Mittel für Fiscal-IT entscheiden. Finanzminister Ueli Maurer warnte jedoch, dass sich das Projekt ohne den Kredit verzögern könnte. ▸ Webcode DPF8_45699 Digitec will in der Westschweiz wachsen fpo. Digitec hat seine zehnte Filiale eröffnet. Wie das Unternehmen mitteilt, befindet sich der neue Laden an der Rue de Lausanne 72 in Genf. Er soll wie alle Digitec-Filialen auch Abhol- und Rückgabestelle für Galaxus-Produkte sein. Laut Digitec-Galaxus- COO Johannes Cramer soll er in den nächsten zwei Jahren nach Zürich und Bern der drittwichtigste Standort des Unternehmens werden. Genf sei wegen der Bevölkerungsdichte und der hohen Kaufkraft interessant. ▸ Webcode DPF8_45687 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 12 / 2017