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Netzwoche 12/2018

22 People Live Kampf

22 People Live Kampf gegen Mykotoxine, von denen Aflatoxin das giftigste ist. Wir konnten die innovative Lösung gemeinsam mit Microsoft an der Hannover Messe Ende April vorstellen. Eine weitere digitale Entwicklung ist die Siloüberwachungslösung Prema, die intelligentes Lagern und Transportieren von Getreide garantiert. Jährlich beklagen wir den Verlust von 85 Millionen Tonnen Getreide bei Lagerung und Transport. Prema stellt sicher, dass Getreide unter den richtigen Bedingungen gelagert wird. Kunden von Bühler können mit Prema ihre Lagerverluste reduzieren und einen grösseren Anteil der erzeugten Lebensmittel verwerten. Ein Big-Data-Projekt ist Safefood.ai, das die Lebensmittelsicherheit durch Frühwarnungen aus Daten verbessert. Safefood.ai durchforstet tausende öffentliche Datenbanken, Webseiten, Newsartikel und soziale Medienkanäle nach Anlässen und Äusserungen zur Lebensmittelsicherheit. Das System erkennt beeinträchtigte Lebens- und Futtermittelprodukte und liefert massgeschneiderte Frühwarnungen an lebensmittelverarbeitende Betriebe. Diese können so den Risiken mangelnder Lebensmittelsicherheit vorbeugen. Was bedeutet Innovation für Bühler? Innovation gehört zur DNA von Bühler. Die Bühler-Gruppe investiert jedes Jahr 4 bis 5 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Zudem bauen wir einen Innovationscampus auf, den wir in einem Jahr eröffnen werden. Was bezweckt Bühler mit dem Innovationscampus? Wir investieren rund 50 Millionen Franken in unseren neuen Innovationscampus in Uzwil, um nachhaltige Forschung und Entwicklung innerhalb der Bühler-Gruppe sicherzustellen. Es entsteht bis März 2019 ein hochmoderner Coworking-Space auf drei Ebenen. Dort wollen wir einerseits unsere bestehenden Application Labs aus den einzelnen Geschäftsbereichen zusammenfassen und komplett modernisieren. Zudem wird der Innovationscampus dazu beitragen, eine Brücke zwischen den Geschäfts- und Ingenieur-Teams und den modernisierten Application Labs zu schlagen. Das neue Gebäude wird Projektteams von Mitarbeitenden, Kunden, Start-ups, Studierenden und Lernenden beherbergen. Zudem wird es dort ein Auditorium für Grossanlässe mit bis zu 300 Teilnehmern geben, einen «Maker Space» und ein Medienzen trum. Mit dem Innovationscampus wollen wir auch eine Brücke zwischen den «Digital Natives» und der älteren Generation schlagen. Wir wollen die Erfahrung der älteren Generation mit den digitalen Fähigkeiten der Digital Natives vereinen und so unsere Innovationstätigkeit auf Basis von Erfahrung und Wissen vorantreiben. Wir wollen im Innovationscampus ein Zentrum der kollaborativen Innovation schaffen, in dem es Raum gibt für Visionäre und langfristige Denker aus der Startup-Szene, wo Universitäten mit den Bühler-Ingenieurteams und ihrem erprobten Know-how in der Verfahrenstechnologie zusammenkommen können. Wir haben in den letzten zehn Jahren, die Art verändert, wie wir Innovation betreiben: von «invent and roll-out globally» hin zu einem offenen und kollaborativen Ansatz, bei dem wir immer schon früh unsere Kunden und Zulieferer mit in den Prozess einbeziehen und langfristige strategische Partnerschaften schmieden. Wie wird sich der Innovationsprozess bei Bühler durch den Innovationscampus verändern? Auf unserem Innovationscampus hoffen wir, dass sich die Zusammenarbeit von Mitarbeitenden, Kunden, Partnern, Ausbildungsstätten und Start-ups etc. schneller und nachhaltig in innovativen Produkten und Services niederschlägt. Auf die Kooperation mit Start-ups legen wir einen besonderen Fokus. Denn hier werden die coolen, bahnbrechenden Ideen von morgen entwickelt. Wenn wir mit ihnen zusammenarbeiten und ihnen helfen, zu wachsen und zu skalieren, gewinnen sie und wir auch. So tragen wir beide zum Erfolg dieser neuen Ideen bei. Nur wenn wir «win-win» denken, können wir in dieser digitalen Welt überleben. « Innovation gehört zur DNA von Bühler. » Ian Roberts, CTO, Buhler Group 12 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 23 So sah Henri Guisan die Alpen cgr. Die beiden ICT-Verbände Swico und Simsa habe am 18. Juni ihre Generalversammlungen abgehalten. An diesen beschlossen sie ihre Fusion. Wie Swico und Simsa mitteilen, wurde die erforderliche Zweidrittelmehrheit der Mitglieder deutlich übertroffen: Der Entscheid war einstimmig. Simsa wird in den Swico-Verband vollständig integriert. Der Code of Conduct Hosting und das Collaboration Framework wie auch die Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Web Project Manager sind dann beim Swico verortet. Neu profitieren die bisherigen Simsa-Mitglieder von der «Branchenlösung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz», dem Issue Management und dem Startup-Programm des Swico, wie es weiter heisst. Zudem erhält der Swico-Vorstand Zuwachs. Neu stossen der bisherige Simsa-Präsident und Netcetera-CEO Andrej Vckovski und Nadja Perroulaz, Mitgründerin und VR-Präsidentin von Liip, zum Gremium. Des Weiteren beschloss die GV die Gründung zweier neuer Fachgremien. osc. Das Bundesamt für Landestopografie Swisstopo hat eine Sammlung von rund 52 000 Landschaftsaufnahmen digitalisiert und der Öffentlichkeit online zur Verfügung gestellt. Es handelt sich laut einer Mitteilung um Fotos, die zwischen 1915 und 1947 als Grundlage für die Vermessung des Schweizer Alpenraumes und für die Erstellung der Festungskarten und der Landeskarte geschossen wurden. Im Gegensatz zu Luftbildern seien die Aufnahmen terrestrisch aufgenommen worden. «Die Technologie der Luftbildfotogrammetrie war damals noch nicht sehr weit entwickelt», heisst es vonseiten Swisstopo. «Daher bezogen die Topografen mehr als 7000 gut verteilte Stationspunkte, vermassen mit dem Fototheodolit (Winkelmessgerät in Kombination mit einer Messkamera) ihren Standort in Lage und Höhe und hielten das einsehbare Gelände fotografisch fest.» Die Fotos sind gemäss Mitteilung über den «LUBIS- Viewer» sowie über die Plattform «smapshot» der Haute Ecole d’Ingénierie et de Gestion du Canton de Vaud zugänglich. Bei Letzterer liessen sich die Bilder über eine 3-D-Landschaft legen und so mit der heutigen Situation vergleichen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_96234 Simsa und Swico beschliessen Fusion Simsa und Swico beschlossen die Fusion einstimmig. Der Bereich Hosting wird von Hostpoint-Mitgründer Claudius Röllin geleitet. Bei der Fachgruppe für Webagenturen teilen sich Dotpulse-CEO Imre Sinka und Omento-CEO Maximilian Plank die Führung, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Fachgremien sind selbstständig und verfügen über ein eigenes Budget. «Mit dieser Fusion wird die ICT- und Onlinewirtschaft entscheidend gestärkt. Wir setzen damit ein klares Zeichen gegen die Fragmentierung der Verbandslandschaft und können die Anliegen unserer Mitglieder auf der politischen Bühne künftig noch wirksamer vertreten», sagt Swico-Präsident Andreas Knöpfli zur Fusion. Der Zusammenschluss wurde auf den 30. Juni 2018 vollzogen. Die Verbände erwarten, dass es noch bis Ende dieses Jahres dauern wird, bis der Zusammenschluss im Alltag umgesetzt ist. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_97430 WWW.NETZWOCHE.CH SBB und Idosh wollen Pendler-Welten vereinen osc. Die SBB haben ein Pilotprojekt in Kooperation mit der Pendler-Plattform Idosh.me gestartet. Es soll zwei Pendler-Welten miteinander in Einklang bringen: Autofahrer und ÖV-Nutzer. Im Grunde geht es laut Mitteilung darum, dass Autofahrer ÖV-Nutzer von und auf ihrem Weg zum nächsten Bahnhof mitnehmen können. Fahrer und Mitfahrer könnten sich in der App von Idosh.me finden und gegenseitig buchen. Während der Pilotphase ist das Mitfahren kostenlos. ▸ Webcode DPF8_96134 Fairtiq gewinnt Swiss Economic Award cgr. Mit dem App-Anbieter Fairtiq ist ein bekanntes ICT- Start-up unter den Gewinnern des mit 75 000 Franken dotierten Swiss Economic Awards. Fairtiq erhielt die Auszeichnung gemäss Mitteilung in der Kategorie Dienstleistungen. Fairtiq vermittelt Fahrten im öffentlichen Verkehr. Nutzer müssen dazu beim Einsteigen in ein Fahrzeug die App aktivieren und beim Verlassen wieder deaktivieren. Die App errechne dann den günstigsten Preis für diese Fahrt, wie die Fairtiq schreibt. ▸ Webcode DPF8_96358 Das Start-up Onlinedoctor gewinnt Award bca. Die St. Galler Kantonalbank hat das Start-up «Onlinedoctor» mit dem Jungunternehmerpreis «Startfeld Dia mant» ausgezeichnet. Über die Mobilapplikation von «Onlinedoctor» sollen Dermatologen ihre Patienten direkt und ohne persönlichen Kontakt fachärztlich einschätzen können. Laut Mitteilung können rund 80 Prozent aller Hauterkrankungen per Handyfoto abgeklärt werden. Die Ostschweizer Bank verlieh den Preis bereits zum siebten Mal an junge und innovative Unternehmen. ▸ Webcode DPF8_96805 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 12 / 2018