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Netzwoche 12/2018

28 Technology Aktuell

28 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Erste regulierte Kryptobörse der Schweiz startet osc. Mit der Swiss Crypto Exchange hat die nach eigenen Angaben erste Schweizer Handelsplattform für auf Blockchain basierende Produkte ihren Betrieb aufgenommen. Sie ist nach den Vorgaben des Vereins zur Qualitätssicherung von Finanzdienstleistungen SRO- reguliert. Gemäss Mitteilung will die Börse einen sicheren und transparenten Zugang zu Krypto-Vermögenswerten ermöglichen. Man biete aktuell den Handel von Bitcoin, Ether sowie ausgewählten Zahlungs- und Nutzung-Tokens an. ▸ Webcode DPF8_97111 3GPP verabschiedet finale Spezifikation für 5G osc. Die Mobilfunk-Standardisierungsorganisation 3GPP hat den Standalone Release 15 der 5G-Spezifikationen verabschiedet. Damit ist eine der letzten grossen Hürden auf dem Weg zur Einführung von 5G überwunden, wie «Heise online» berichtet. Mehr als 600 Vertreter aus der Mobilfunk-Branche hätten sich in Kalifornien getroffen, um die Spezifikationen zu beschliessen. Sie komplettierten die NSA-Spezifikation und eröffneten Wege zu Entwicklungen, die nicht von der 4G-Technik abhängen, wie es weiter heisst. ▸ Webcode DPF8_97545 Fintech-Firmen gründen Blockchain-Verein mur. Die Schweiz hat einen neuen Verein, der Standards für den Einsatz der Blockchain auf den Kapitalmärkten setzen will. Gründer sind laut einer Mitteilung die Kanzlei Lenz & Staehelin, die Finanzunternehmen Swissquote und Temenos. Das Gremium heisst Capital Markets and Technology Association. Die gemeinnützige Vereinigung will Standards etablieren und Unternehmensfinanzierungen erleichtern. ▸ Webcode DPF8_96568 Post-Drohnen fliegen über den Zürisee mer. In Zusammenarbeit mit dem Drohnenhersteller Matternet hat die Schweizerische Post Ende Juni im Auftrag des Zentrallabors Zürich (ZLZ) eine Flugroute übers Zürcher Seebecken geprüft. Eine Drohne transportierte für medizinische Einsätze Proben vom ZLZ-Notfall-Labor in der Hirslanden-Klinik im Park zum Hauptlabor ZLZ. Ein entsprechendes Programm existiert bereits in Lugano und Bern. Der 4,5 Kilometer weite Flug über das Seebecken dauere rund 7 Minuten. Der bisherige Transport mit dem Express-Boten dauerte rund fünfmal länger als die Lieferung per Drohne. Damit ist es laut dem ZLZ möglich, selbst während einer Operation Laborwerte zu bestimmen. Im Zentrum stehe das Wohlergehen des Patienten und die Unabhängigkeit von der Zürcher Verkehrslage, meinte Marco Fischer, Geschäftsführer des ZLZ. Während der zweiwöchigen Testphase soll der effektive Mehrwert des Drohnentransports evaluiert werden. Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation der Schweizerischen Post, erklärte die Wahl der Drohne mit den Aspekten Flexibilität, Ökologie und Schnelligkeit. Die Post sei von der Drohne als Logistiklösung aufgrund des grossen Interesses im medizinischen Bereich und den über 1000 erfolgreich geleisteten Flüge in Lugano überzeugt. Drohnen sollen jedoch die traditionelle Paketzustellung der jährlich 17 Millionen Sendungen nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen. Drohne umfliegt mit Autopilot Hinternisse Der M2-V8-Quadrokopter des Herstellers Matternet werde mit Elektromotoren betrieben und fliege in einer Höhe von rund 110 Metern mit einer Geschwindigkeit von 20 Metern pro Sekunde, was 72 Kilometern pro Stunde entspreche, erklärt der Hersteller. Die Drohne wähle nicht den direkten Weg, sondern umfliege autonom «intelligent» mögliche Hindernisse wie Kräne und andere Flugobjekte. Die Bewilligung für den Schweizer Luftraum sei deswegen auch nur für den Autopiloten erlassen worden. Der Quadrokopter habe für den etwaigen Absturz einen Fallschirm und ein Warnsignal für Passanten verbaut. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_98278 Digitalswitzerland sucht mit «Matterhorn-Projects» nach Ideen bca. Mit den «Matterhorn-Projects» will der Verein Digitalswitzerland Ideen finden, die der Schweiz und der Welt nachhaltigen Fortschritt bringen. Ziel sei es, die Volkswirtschaft anzukurbeln. Bis zum 22. Juni konnten Teilnehmer ihre Ideen einreichen, wie Digitalswitzerland mitteilt. Der Verein wählt nun die vielversprechendsten Vorschläge aus und präsentiert diese am Digitaltag, der am 25. Oktober stattfindet. «Wir sind davon überzeugt, dass die Schweiz die innovativsten und kreativsten Köpfe sowie eine Bevölkerung hat, die bewusste und verantwortungsvolle Entscheidungen treffen kann», lässt sich Nicolas Bürer, Geschäftsführer von Digitalswitzerland, in der Mitteilung zitieren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_97202 12 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Digital Economy Award Digital Innovation of the Year 29 « Wir suchen die überzeugende Idee in der Kategorie Digital Innovation of the Year » Am 21. November geht in Zürich der erste Digital Economy Award über die Bühne. Er prämiert die besten Digitalprojekte des Jahres in sechs Kategorien. Jurypräsident Lukas Bär erklärt, was es für den Sieg in der Kategorie «Digital Innovation of the Year» braucht. Wer ein Projekt einreichen möchte, hat dafür noch bis zum 17. September Zeit. Interview: Marc Landis Lukas Bär, Jurypräsident der Kategorie «Digital Innovation of the Year». Welchen Nutzen haben die Award-Gewinner dieser Kategorie ausser Ruhm und Ehre? Ruhm und Ehre sind doch schon viel wert! Ich selbst habe mit meiner Firma schon an einigen Awards teilgenommen und auch schon gewonnen. Der Reputationsgewinn war immer enorm. Man kann sich im Rahmen so eines Wettbewerbs mit anderen messen, seine Kompetenz zeigen, Anerkennung bekommen und das Vertrauen bei den Stakeholdern steigern. Uns haben Awards immer auch viel für die Sichtbarkeit auf dem Arbeitsmarkt gebracht, und wir konnten so mehr Talente anziehen. Welche Art von Projekten haben in der Kategorie «Digital Innovation of the Year» eine Chance auf den Sieg? Lukas Bär: Für uns ist in dieser Kategorie natürlich Innovation das Wichtigste. Ein Digitalisierungsprojekt muss neue Wege beschreiten, damit es gewinnen kann, und es muss kreativ sein. Auch ist für uns in der Jury wichtig, dass das Projekt mit Kundenkontakt zu tun hat. Es soll an den Schnittstellen zwischen Business und Kunden ansetzen und neue Arten von Interaktionen ermöglichen. Projekte, die für den «internen Gebrauch» im stillen Kämmerlein bestimmt sind, interessieren uns weniger. Wir zeichnen in dieser Kategorie auch Projekte aus, die besonders zukunftsträchtig und disruptiv sind. Kurz: Wir suchen die überzeugende Idee. Worauf sollten die Teilnehmer beim Einreichen eines Projekts vor allem achten? Nicht zu viel Papier einreichen. Denn wir möchten in der Jury möglichst schnell verstehen, worum es im Projekt geht, was genau neu ist, und warum das interessant und spannend ist. Am Anfang sollte kurz und prägnant dargestellt sein, was man gemacht hat, was man erreicht hat, wer beteiligt war und wie lange es gedauert hat. Ein Elevator Pitch quasi. Und wie geht es dann weiter, wenn Ihr Interesse geweckt ist? Dann diskutieren wir und bestimmen, wer auf die Shortlist kommt. Anschliessend tauchen wir vertieft in die Fakten ein, sprechen mit Beteiligten und Kunden. Wir werden also einigen Aufwand betreiben, wie es sich für einen glaubwürdigen Jurierungsprozess gehört, und dann die Gewinner küren. Wir freuen uns auf viele Bewerbungen! Jetzt Projekt einreichen unter: digitaleconomyaward.ch/ bewerben i DIE JURY i DER AWARD Das sind die Jurymitglieder der Kategorie «Digital Innovation of the Year» des Swiss Digital Economy Awards: ▪▪ Lukas Bär (Jurypräsident), Implement Consulting Group ▪▪ Franz Grüter, Nationalrat ▪▪ Roland Kühne, AZ Medien Schweiz ▪▪ Geri Moll, Noser Engineering ▪▪ Stefan Pleisch, Concordia ▪▪ Reto Schmid, Elca Informatik ▪▪ Andreas Schönenberger, Salt Mobile ▪▪ Simone Tettamanti, Cornèr Bank ▪▪ Oliver Vaterlaus, AWK Groupi Der neue Digital Economy Award vereint den bisherigen Swiss ICT Award und Digital Transformation Award unter dem gemeinsamen Dach der Swiss Digital Economy Award AG. Der Digital Economy Award zeichnet die digital reifsten Unternehmen der Schweiz und deren innovativsten Projekte aus. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 17. September. Ziel der Veranstalter ist es, mit dem Digital Economy Award jedes Jahr die digitale Exzellenz der Schweizer Wirtschaft zu prämieren. Von Start-ups bis zu etablierten Unternehmen und Organisationen erhalten die Bewerber die Möglichkeit, sich mit den Besten zu messen und am Gala-Abend am 21. November 2018 im Zürcher Hallenstadion im festlichen Rahmen mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik zu feiern und zu netzwerken. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 12 / 2018