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Netzwoche 12/2018

48 Management & Career

48 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Startschuss für die neue Blockchain Competition osc. Inacta und Lakeside Partners haben den Startschuss zur nächsten Blockchain Competition im Crypto Valley gegeben. Der Wettbewerb dreht sich gemäss Mitteilung um Start-ups, die Fintech-Lösungen auf Blockchain-Basis entwickeln. Kandidaten können sich bis zum 31. Juli online bewerben. Die Preisverleihung findet am 7. November im Theater Casino Zug statt. Dem Gewinner winkt ein Preisgeld von 100 000 US-Dollar sowie ein Jahr Unterkunft und Coaching in den Zuger Crypto Valley Labs. ▸ Webcode DPF8_97159 Apple beschäftigt 600 Personen in der Schweiz mur. Apple hat neue Zahlen zum Schweizer Markt veröffentlicht. Das Unternehmen beschäftigt in der Schweiz laut eigenen Angaben 600 Mitarbeiter. In den Niederlanden (563), in Schweden (334), Belgien (171), Dänemark (64) und in Norwegen (38) hat Apple weniger Mitarbeiter als in der Schweiz. In Grossbritannien sind es 6459, in Deutschland 2537, in Frankreich 2465, in Spanien 1415 und in Italien 1624. Laut Apple gibt es in der Schweiz 237 Zulieferer und 4 Stores. ▸ Webcode DPF8_97389 Great Place to Work kürt die besten Arbeitgeber osc. Great Place to Work hat in Athen die besten Arbeitgeber Europas ausgezeichnet. 2018 schafften es laut einer Mitteilung mehrere Schweizer Firmen und internationale Unternehmen mit Schweizer Niederlassung auf die Liste. Dazu gehören Salesforce, Cisco, Adecco, UMB und Rackspace. Insgesamt beteiligten sich 2800 Unternehmen aus 19 Ländern am Wettbewerb. ▸ Webcode DPF8_97374 Schweiz verbessert sich bei digitaler Wettbewerbsfähigkeit cgr. Die IMD Business School Lausanne hat zum zweiten Mal ihr sogenanntes «IMD World Digital Competitiveness Ranking» vorgelegt. Darin untersucht die Hochschule, wie wettbewerbsfähig eine Volkswirtschaft in Bezug auf die Digitalisierung ist. In der Erhebung werden die drei Faktoren Wissen, Technologie und Zukunftsfähigkeit berücksichtigt, wie die Vereinigung Digitalswitzerland in einer Mitteilung schreibt. Das Positive zuerst: Die Schweiz machte im Vergleich zum Vorjahr gleich drei Plätze gut. Neu ist die Schweiz auf dem fünften Platz bei der digitalen Wettbewerbsfähigkeit zu finden. Nur die Niederlande sind mit dem vierten Platz in Europa noch besser positioniert. Auf dem ersten Platz sehen die Forscher die USA, gefolgt von Hongkong und Singapur. Die USA machten drei Plätze gut und verdrängten Hongkong von der Spitze. osc. Wie verändert sich unsere Arbeitswelt in den kommenden Jahren? Was bedeuten Digitalisierung und sozialer Wandel für die ICT-Branche? Wie finden Unternehmen morgen Spezialisten für Tätigkeiten, die es heute noch gar nicht gibt? Diese Fragen standen im Zentrum der Veranstaltung Ende Juni, zu welcher der Verband Swiss-ICT ins Hauptquartier von Organisation und Informatik Zürich lud. Bereits heute stehen ICT-Firmen beim Thema Arbeit Doch trotz der Verbesserungen sehen die Studienautoren auch für die Schweiz noch Luft nach oben. Vor allem bei der Bildung in der Primar- und Sekundarstufe komme die Digitalbildung zu kurz, schreibt Digitalswitzerland. Mit den Initiativen Nextgeneration und educationdigital.ch versucht der Verband, gegenzusteuern. Des Weiteren schneide die Schweiz bei der digitalen Partizipation im Bereich E-Government schlecht ab. «Die Schweiz muss schnellstmöglich zu einem digitalen Innovationshub werden. Dazu gehört, dass wir die Bevölkerung, die Firmen, die Politiker gleichermassen involvieren und für die Digitalisierung gewinnen», fordert Nicolas Bürer, Managing Director Digitalswitzerland, in der Mitteilung. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_97806 Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt herausfordert Christian Hunziker, Geschäftsführer von Swiss-ICT vor verschiedenen Herausforderungen, wie Christian Hunziker, Geschäftsführer von Swiss-ICT, in seiner Begrüssungsrede sagte. Der Verband stelle zu deren Bewältigung verschiedene Dienstleistungen zur Verfügung, etwa die Kompendien «Berufe der ICT» und «Saläre der ICT». Auf der Suche nach Fachkräften wolle man Unternehmen unterstützen, es gehe aber auch darum, möglichst viele Menschen – Jung und Alt – für die Informatik zu mobilisieren. Alle Generationen abzuholen, das sehe Swiss-ICT als Auftrag des Verbands, sagte Hunziker. Projektleiter Stephan Schmid zeigte im Anschluss, wie die Berufe- und die Salärstudien 2018 im neuen, digitalen Gewand publiziert werden. Die «Berufe der ICT» seien nun online frei zugänglich. Mit einem Schwerpunkt auf agile Rollen in Unternehmen würden sie dem Wandel der Arbeitswelt in der IT gerecht, sagte Schmid. Die Salärstudie habe mit mehr als 30 000 Nennungen den grössten Umfang seit der Lancierung erreicht. Sie gebe Auskunft über die Löhne in 46 Berufen auf verschiedenen Kompetenzstufen. Auch die Salärstudie könne digital bezogen werden. Wer möchte, bekomme sie aber wie bisher auch in Buchform, so Schmid. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_98823 12 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Event 49 Wie sich Frauen in der IT-Welt behaupten Teilnehmerinnen des Nationalen Forschungsprogramms Big Data haben sich zwei Tage zum Workshop «Women in Big Data» getroffen. Zum Abschluss gab es eine Podiumsdiskussion. Autor: Oliver Schneider Mitte Juni haben Teilnehmerinnen des «Nationalen Forschungsprogramms 75 Big Data» in Zürich ein Symposium zum Thema «Women in Big Data» durchgeführt. Hat künstliche Intelligenz ein Geschlecht? Brauchen Frauen Förderung in der IT? Diese und weitere Themen standen auf dem Konferenzprogramm. Zum Ende des zweitägigen Workshops trafen sich alle Referentinnen zu einer Podiumsdebatte. Sie diskutierten zunächst darüber, in welchen Bereichen im Moment der grösste Mangel an Fachkräften herrsche und sich umgekehrt die grössten Chancen für Karrieren auftäten. Einig war sich das Podium, dass viele Talente nach dem Studium ihre Kompetenzen Start-ups mit «fragwürdigem Mehrwert» zur Verfügung stellten, statt an der Lösung globaler Herausforderungen wie etwa dem Klimawandel mitzuwirken. Hürden in der Ausbildung abbauen Auch die Ausbildung war ein Thema. Es sei wichtig, in den Schulen aktiv gegen Diskriminierung vorzugehen. Zudem müssten Hürden abgebaut werden, die Mädchen vom Erwerb von IT-Kenntnissen abhielten, sagte Isabelle Collet vom Institut für Gender Studies der Universität Genf. Programmier-Skills seien zu begrüssen, so die Teilnehmerinnen. Über die Fähigkeit zum Schreiben von Programmen hinaus würden diese das abstrakte Denken trainieren und ein Tor zum Einstieg in die IT-Welt bieten. Da viele Teilnehmerinnen des Workshops zurzeit an Forschungsprojekten arbeiten, war das Management von Zeit, Ressourcen und Motivation ein zentraler Aspekt der Diskussion. Generell müssten Forscherinnen mehr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten haben und nicht zu bescheiden auftreten. «Vergesst nicht, dass ihr wichtig seid!», riet Jennifer Dy, Professorin an der Northeastern University, den Anwesenden. Dabei sei es auch wichtig, sich nach aussen gut zu verkaufen und Networking zu betreiben. Die Vereinbarkeit von Karriere und Familie war ein kontroverser Punkt. Man dürfe sich keine Illusionen machen – es sei keine leichte Aufgabe, beides unter einen Hut zu bringen und daneben noch Zeit für sich selbst zu haben, sagte Isabelle Collet. Letztlich gebe es keinen «richtigen Moment», um Kinder zu haben, also sollten sich Frauen den Wunsch dann erfüllen, wenn sie wollten. Karriere und Familie sind kein Widerspruch Karriereplanung heisse, langfristig zu denken, Entscheidungen bewusst zu fällen und Kompromisse einzugehen. Andererseits gehe es aber auch darum, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und Ziele zu verfolgen. Die gegenseitige Unterstützung in einer Partnerschaft könne hier viel ausmachen. Mehrere Teilnehmerinnen der Debatte waren aus serdem überzeugt, dass eine Karriere in der IT für die Familie langfristig von Vorteil sei. Eine in Wirtschaft und Familie erfolgreiche Frau sei allemal ein gutes Vorbild für die nächste Generation. Frauen dürften sich deshalb keine Schuldgefühle einreden lassen oder sich rechtfertigen müssen, weil sie sich für beides entschieden hätten. Nach der Diskussion zog Beatrice Huber von der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften ein positives Fazit zur Veranstaltung. Es seien zwei Tage voller hochstehender Debatten und fruchtbarem Austausch zwischen den Forscherinnen aus der Schweiz und den Referentinnen aus dem Ausland gewesen. Besonders beeindruckt habe sie, dass sich die Teilnehmerinnen auf Augenhöhe begegnet seien, sagte Huber. Fragen zu stellen und sich stärker einzubringen, habe sich in diesem Format als sehr gut möglich erwiesen. Caroline Sporleder, Lisa Amini, Isabelle Collet, Olivia Kühni, Gina Neff, Jennifer Dy und Raia Hadsell (v. l.) diskutierten kontrovers über die Probleme von Frauen in IT-Berufen. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_97341 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 12 / 2018