Aufrufe
vor 2 Wochen

Netzwoche 12/2019

14 DOSSIER Thema In

14 DOSSIER Thema In Kooperation mit xxxxxxx Grafik: Nadine_C / iStock.com Dossier Data Driven Business In Kooperation mit Swisscom Mit Daten zum Erfolg mur. Ohne Daten läuft heute nicht mehr viel. Viele Unternehmen haben das erkannt und begonnen, Daten zu sammeln, zu klassifizieren und auszuwerten. Doch nicht alle Unternehmen sind mit diesem Vorhaben gleich erfolgreich. Warum? Was macht eine gute Datenstrategie aus? Und worauf müssen Unternehmen achten, wenn sie aus ihren Daten Profit schlagen wollen? Dieses Dossier versucht, diese Fragen zu beantworten. «Schweizer Unternehmen entdecken die Chancen von Data Driven Business», schreibt Urs Lehner, Leiter von Swisscom Enterprise Customers, auf Seite 15. Er zeigt in seinem Fachbeitrag auf, was Data Driven Business wirklich bedeutet: Informationen erfassen, beschaffen, speichern, bearbeiten, aufbereiten und umfassend analysieren. Lehner geht davon aus, dass das Thema Data Driven Business die Unternehmen auf lange Sicht beschäftigen wird. «Wer besser sein will als die Konkurrenz, nutzt Erkenntnisse aus Daten, um Prozesse zu optimieren und das Kundenerlebnis zu verbessern», sagt Michael Baeriswyl, Head of Digital Enterprise Solutions bei Swisscom im Interview. Für ihn ist klar: Erst wenn ein Unternehmen Mehrwerte aus Daten generiert, verschafft es sich einen wichtigen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten. Damit das gelingt, brauche es eine gute Datenstrategie, die richtigen Technologien, Methoden sowie eine klare Data Governance. Das Interview lesen Sie auf Seite 17. 12 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Swisscom Data Driven Business DOSSIER15 Schweizer Unternehmen entdecken die Chancen von Data Driven Business In manchen Dingen gelten Schweizer Unternehmen als vergleichsweise zögerlich, doch wenn es um die Nutzung von Daten geht, haben viele die Zeichen der Zeit erkannt. Sie wollen sich zum Data Driven Business entwickeln und die daraus resultierenden Chancen packen. DER AUTOR Urs Lehner Leiter Swisscom Enterprise Customers Personalisierte Werbung, individuell angepasste Produkte, vorausschauende Wartung – wer die täglich millionenfach anfallenden Daten richtig nutzt, dem öffnen sich neue Türen. Schon längst ist dieses Thema nicht mehr nur Giganten wie Amazon oder Google vorbehalten, auch Unternehmen in der Schweiz profitieren von der richtigen Analyse der laufend entstehenden Daten. Gemäss der Swiss-IT-Studie 2019 beschäftigen sich gut die Hälfte der Schweizer Firmen mit datenbasierten Nutzungsmodellen. Über ein Drittel erarbeitet oder investiert aktuell bereits in konkrete Strategien oder wird in Kürze entsprechende Pilotprojekte starten, um ihr Business vermehrt «data driven» zu gestalten. Nur 5 Prozent geben an, dass für sie Daten auch in Zukunft keine Rolle spielen werden. Das zeigt: Die digitale Transformation der Schweizer Wirtschaft ist in vollem Gange. Wobei die Digitalisierung an und für sich nichts Neues ist. Sie entwickelte sich seit den 60er-Jahren in Wellen – bis hin zur heutigen Verschmelzung von Menschen, Dingen und Maschinen, die gigantische Datenmengen generieren. Wer diese Daten zu nutzen weiss und sich zu einem Data Driven Business entwickelt, ist klar im Vorteil. Wer die täglich millionenfach anfallenden Daten richtig nutzt, dem öffnen sich neue Türen. Der Weg zu «data driven» Data Driven Business bedeutet, dass ein Unternehmen Informationen, die im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit anfallen oder in irgendeiner Form für das Unternehmen relevant sein könnten, intern erfasst oder extern beschafft, sicher speichert, sorgfältig bearbeitet, rasch aufbereitet und umfassend analysiert. Solche Daten helfen beispielsweise in der Produktion, um Ausfälle frühzeitig zu erkennen. Bei Dienstleistungen helfen sie, Angebote zu personalisieren und aufgrund der Kundennutzung entsprechend weiterzuentwickeln. In jedem Fall werden Daten so zu einem zentralen Unternehmenswert und sollten entsprechend ihrem Wertbeitrag als kritische Ressource in jede strategische Überlegung miteinbezogen werden. Denn aus Daten lassen sich Erkenntnisse ziehen, die den Firmen Wettbewerbsvorteile verschaffen: So können sie beispielsweise ihre Effizienz erhöhen oder Marktveränderungen schneller antizipieren. Jedes Unternehmen, egal wie gross oder klein, kann Daten für sich nutzen, um sich schrittweise weiterzuentwickeln. Tatsächlich belegt der «IBM Institute for Business Value Executive Report 2018», dass weltweit zwei Drittel der überdurchschnittlich erfolgreichen Unternehmen über eine umfassende Datenstrategie verfügen. Der erfolgreiche Umgang mit Daten wird so betrachtet zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor – auch für Schweizer Unternehmen. Soweit die Fakten, doch wie sollen Unternehmen dieses Ziel in der Praxis erreichen? Wie und wo soll ein Unternehmen starten in Richtung Data Driven Business? Eine Standortbestimmung hilft und kann aufzeigen, auf welcher Maturitätsstufe ein Unternehmen in Sachen Daten steht. Grundsätzlich lassen sich vier Schritte unterscheiden, die ein Unternehmen machen muss, um wirklich «data driven» zu werden. Sicheres Bearbeiten, Transportieren und Speichern Zuerst muss ein Unternehmen das gesetzeskonforme und sichere Bearbeiten, Transportieren und Speichern all seiner Daten gewährleisten. «Sicher» umfasst mehrere Aspekte: Erstens beschreibt es den Datenschutz an sich, zweitens den Schutz von Personendaten und drittens den Schutz von Daten vor unberechtigtem Zugriff. Bearbeiten bedeutet, dass die richtigen Daten in der richtigen Qualität zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort den richtigen Personen zur Verfügung stehen. Transportieren heisst, dass Daten über Hochleistungsnetze zwischen Standorten ausgetauscht werden, um eine angemessene Verfügbarkeit der Daten zu gewährleisten. Strukturieren von Daten Viele Unternehmen besitzen umfangreiche Datenmengen, die jedoch in unstrukturierter Form vorliegen. Damit aus Rohdaten konkret Nutzen entsteht, müssen Unternehmen sie in einem zweiten Schritt strukturieren und wie alle anderen wirtschaftlichen Ressourcen behandeln. Dies setzt allerdings voraus, dass Daten ganzheitlich und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg aktiv verwaltet und betreut werden. Erst wenn Daten in jede strategische Überlegung, in jeden Planungsprozess, in jeden Steuerungsprozess und in jeden Leistungsprozess als Basiselement mit ein­ www.netzwoche.ch © netzmedien ag 12 / 2019

Archiv