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Netzwoche 14/2018

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22 « Wir sind für

22 « Wir sind für einen Investor vielleicht auch nicht so attraktiv, weil wir nicht die nächste Billion-Dollar-Company sind. Deshalb sind wir bis auf ein kleines Darlehen selbstfinanziert. » Aarno Aukia, Gründer und CTO, VSHN Schweiz so tolle Unternehmen, die einfach einen enormen Drive haben und mit Passion und Energie bei der Sache sind, dass es für mich eine Riesenmotivation ist, mit ihnen etwas Tolles auf die Beine zu stellen. Und auch die konstante Veränderung meiner Firma und meiner eigenen Aufgaben und Verantwortung finde ich sehr spannend. Es wird mir nie langweilig. In den vier Jahren mit VSHN hat sich mein Job schon mehrfach geändert. Ich bin ja Engineer. Meine Passion ist es, neue Probleme zu lösen. Und das kann ich hier jeden Tag. Auch wenn es immer mehr unternehmerische Probleme statt technische sind. Wie finden Sie denn in Zeiten des oft zitierten Fachkräftemangels die gut ausgebildeten, coolen Leute, mit denen Sie zusammenarbeiten möchten? Wir haben den grossen Vorteil, dass wir eine Open-Source- Company sind. Es ist uns wichtig, transparent zu zeigen, was wir tun und wie wir das tun. Diese Open-Source-Philosophie hilft uns nicht nur im Kontakt mit möglichen Kunden, sondern auch beim Rekrutieren. Man kann in unsere Projekte reinschauen und die Leute sehen, dass wir cooles, spannendes Zeug machen. Das verursacht einen Sog, der die guten Leute und die guten Kunden anzieht. Ist es schwierig für Sie, als Start-up in der Schweiz das Kapital zu finden, um schnell genug zu wachsen? Nicht für uns. Wir haben uns entschieden, dass wir keinen Investor suchen, sondern den Aufbau von VSHN zur Produktfirma aus dem Projektgeschäft finanzieren. Als wir vor vier Jahren anfingen, haben wir 100 Prozent Betriebsprozessentwicklung, Customizing etc. für Kunden gemacht und 0 Prozent monatlich wiederkehrende Einnahmen aus Serviceprodukten generiert. Heute sind wir bei über 64 Prozent monatlich wiederkehrenden Serviceprodukteinnahmen angekommen und generieren nur noch 36 Prozent aus dem Projektgeschäft. Und das ist eine Entwicklung, die weitergeht. Wir sind für einen Investor vielleicht auch nicht so attraktiv, weil wir nicht die nächste Billion-Dollar-Company sind. Deshalb sind wir bis auf ein kleines Darlehen selbstfinanziert, das wir für die Sicherstellung der Löhne in den ersten 12 Monaten zur Verfügung hatten. Aber wir mussten dieses nicht einmal ausschöpfen, da wir schon nach 6 Monaten einen positiven Cashflow hatten. Also gibt es keine Exit-Strategie? Nein. Wir verfolgen eine langfristige Strategie. Die ganzen Services muss man einmal entwickeln und dann generieren sie monatlich wiederkehrende Erträge. Dieses Geschäftsmodell lohnt sich erst nach einigen Jahren. Wir sind nun seit 4 Jahren unterwegs und machen das mindestens noch 10 weitere Jahre und noch länger. Unser Ziel ist es, nachhaltiges Wachstum für unser Unternehmen zu generieren. i ZUR PERSON Aarno Aukia ist 35-jährig, verheiratet und Vater einer einjährigen Tochter. Im Sommer fährt er Velo und im Winter gerne Ski, entweder in der Schweiz oder in seiner Heimat Finnland. Wenn er sich mal nicht um VSHN kümmert, verbringt er seine Freizeit am liebsten mit seiner Familie. Quelle: VSHN 14 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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