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Netzwoche 14/2018

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24 Web Aktuell

24 Web Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Postfinance entschädigt Opfer von Cyberattacken osc. Postfinance will seine Kunden zum Wechsel ins digitale Banking motivieren. Doch hierbei steht die Sicherheit im Weg, wie die Bank in einer Mitteilung schreibt. Postfinance übernehme deswegen künftig finanzielle Schäden im E-Finance und in der Postfinance-App, die aus Phishing oder Malware-Angriffen und nicht aufgrund grober Fahrlässigkeit entstünden. Beträge bis 100 000 Franken würden vollständig gedeckt. ▸ Webcode DPF8_103194 Bund definiert Standards für ICT-Sicherheit cgr. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung hat einen Bericht mit dem Thema: «Minimalstandard zur Verbesserung der IKT-Resilienz» vorgelegt. Ziel des Berichts ist es, die Widerstandsfähigkeit der Schweiz gegenüber Cyberrisiken zu steigern, damit die Schweiz auch in Krisenfällen sicher ist. Der Bericht untersucht vor allem kritische Infrastrukturen wie Strom, Trinkwasser sowie Strassen- und Schienenverkehr. Konkret gibt das Bundesamt 106 organisatorische und technische Handlungsanweisungen. ▸ Webcode DPF8_104033 Bundesrat geht in Cybersecurity nicht weit genug cka. Seitdem der Bundesrat seine Idee eines Kompetenzzentrums vorgestellt hat, kommt er immer wieder in die Kritik. Im Juli erklärten verschiedene IT-Security-Experten der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW), warum der Bundesrat in Sachen Cybersecurity nicht weit genug gehe. Nun gesellt sich auch die Sicherheitspolitische Kommission zu den Kritikern. Der Bundesrat solle unverzüglich finanzielle und personelle Ressourcen anordnen. ▸ Webcode DPF8_103584 Melani warnt vor falschen Post-E-Mails cka. Der E-Banking-Trojaner Retefe schlägt zurück – schon wieder. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung warnt auf Twitter vor E-Mails, die angeblich von der Post kommen. Wie dem Screenshot zu entnehmen ist, wirken die E-Mails täuschend echt. Die Betrüger geben darin vor, es sei ein Paket unterwegs und geben Sendungsnummer, Art der Zustellung, Absender und mehr an. Ein irritierter Nutzer mag wohl auf den Anhang klicken, um mehr herauszufinden. Zusammen mit der E- Mail kommt nämlich auch eine angehängte Doc-Datei. Von dieser soll man jedoch lieber die Finger lassen. Wer das Dokument öffnet, sieht zunächst einmal gar nichts. Die installierte Version von Microsoft Word sei nicht kompatibel mit dem Dokument. Der Nutzer solle doch auf «Bearbeitung aktivieren» und anschliessend auf «Inhalt aktivieren» klicken. Folgt ein Nutzer dieser Anweisung, aktiviert er die Makros in Word. Und so gibt er der gefährlichen Nutzlast freien Zugang auf den Rechner. Die E-Mails dienen nämlich dazu, den E-Banking-Trojaner Retefe zu verbreiten. Die Betrüger versuchen so an die Zahlungsinformationen ihrer Opfer heranzukommen. Details verraten Malware Dass die E-Mail nicht von der Post kommt, erkennt man Ruag-Hacker kommen davon jor. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zur Cyberattacke gegen die Ruag im Jahr 2016 eingestellt, wie Informationschef André Marty gegenüber SRF.ch sagte. «Der Grund dafür ist, dass die Täterschaft – respektive deren Aufenthaltsort – unbekannt geblieben ist.» Experten äusserten schon 2016 den Verdacht, dass die Spuren des Angriffs nach Russland führen. Für solch ein Vorgehen kämen aufgrund der hohen Kosten und des Know-hows nur staatliche Akteure infrage, erklärte Marty gegenüber SRF.ch. Tweet zu falschen Post-E-Mails. Bild: GovCERT_CH / Twitter an den Details. So ist das Anschreiben etwa generisch und nicht persönlich. Der Name des Empfängers fehlt. Auch ist der Absender nicht mit der Domain Post.ch verbunden – der Absender im Screenshot (Bild) hat noch nicht einmal eine Schweizer Adresse. Die Malware ist schon seit Jahren in der Schweiz aktiv. So warnte Melani bereits vergangenen Oktober vor einer Spam- Kampagne, die ebenfalls versuchte, Retefe zu verbreiten. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_103539 Kein Rechtshilfegesuch bei Spionageverdacht Doch bei politischen Delikten wie Spionage bittet die Schweiz mögliche Täter-Staaten gar nicht erst um Rechtshilfe, wie es im Bericht weiter heisst. Ob die Schweiz in diesem Fall Russland oder andere Staaten um Hilfe bat, liess Marty offen. Um Rechtshilfe zu bitten, sei nur dann sinnvoll, wenn eine Behörde im Ausland Interesse zeige, Fragen zu beantworten. Die Täter bleiben also im Dunklen. Nur wenn neue Beweise auftauchen, kann die Bundesanwaltschaft das Verfahren wieder aufnehmen, wie SRF.ch weiter berichtet. Die Ruag teilte mit, man habe den Hackerangriff aufgearbeitet und passe die Informatik an. VBS versagte bei der Kontrolle der Ruag Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats (GPK- N) rollte den Fall auf und legte im vergangenen Mai einen Bericht vor. Darin kam die GPK-N zu dem Schluss, dass das Verteidigungsministerium (VBS) seine Kontrollpflicht vernachlässigt habe. So habe das VBS etwa die Zielvorgaben des staatlichen Rüstungskonzerns zu wenig kontrolliert. Konkret geht es unter anderem um die Entflechtung der Netze von Bund und der Ruag. Wichtige Diskussionen zwischen der Ruag und dem VBS seien nicht schriftlich festgehalten worden. Die Kommission forderte, dass das VBS gegenüber der Ruag bestimmter auftreten und sich stärker für die Interessen des Bundes einsetzen solle. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_104028 14 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Projects 25 Ihr Webprojekt in der Netzwoche Haben Sie eine Website umgesetzt, ein Redesign vorgenommen oder neue Technologien implementiert? Informieren Sie die Redaktion per E-Mail an desk@netzmedien.ch – mit etwas Glück stellen wir Ihr Webprojekt vor. Wir benötigen folgende Angaben: URL, Datum der Aufschaltung, Kontaktperson, beteiligte Unternehmen (Auftraggeber, Auftragnehmer, Partner) und die genutzten Technologien. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben! Autoren: Barbara Camenzind, Oliver Schneider NEUE WEBSITES www.breitbandatlas.ch Seit 2013 stellt das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) eine interaktive Onlinekarte mit Informationen zur Geschwindigkeit von Breitband-Anschlüssen in der Schweiz zur Verfügung. Umfasste diese Karte bislang nur Festnetzanschlüsse, zeigt sie seit dem Sommer 2018 auch Daten zur Verfügbarkeit von Mobilfunk in verschiedenen Landesgegenden an. Die neuen Karten unterscheiden farblich zwischen gut und weniger gut abgedeckten Gebieten. Die Basisdaten dazu stammen laut Bakom von den drei Netzbetreiberinnen in der Schweiz und werden vom Bundesamt aggregiert. Komplementär zur Karte wurde der Leitfaden «Wege zur Datenautobahn» unter «hochbreitband.ch» mit neuen Beispielen für die Erschliessung von Gemeinden oder Regionen mit Hochbreitband ergänzt. www.e-newspaperarchives.ch Die Schweiz hat eine reichhaltige Pressegeschichte. In ihren Bibliotheken und Archiven lagern tausende Zeitungen und Zeitschriften, die über Geschehnisse, Menschen und Entwicklungen berichten. Einige dieser Publikationen stellt die Schweizerische Nationalbibliothek online zur Verfügung. Darunter sind sowohl lokale Blätter, die nur wenige Jahre existierten, wie etwa das «Neue Tagblatt aus der östlichen Schweiz» (1856 – 1873), wie auch Zeitungen, die ihre Leserschaft bis heute informieren, etwa der «Walliser Bote» (1861 – 2008). Alle Publikationen können im Volltext durchsucht, im Browser gelesen und als PDF frei heruntergeladen werden. User können ausserdem Korrekturen vorschlagen. Die Website ist damit nicht nur für Erforscher der Schweizer Geschichte ein digitales Archiv. www.facefinder.ch Die Website «Facefinder» ist ein Projekt eines Schweizer Start-ups. «Facefinder» will uns bei Entscheidungen im Internet unterstützen. Dazu verknüpft die Onlineplattform Dienstleistungen mit Fotoporträts der Anbieter – ganz nach dem Motto: «Ein Bild sagt oftmals mehr als tausend Worte.» Entscheidungen nur anhand von Daten und Fakten zu treffen, beispielsweise bei Dienstleistungen oder Angeboten im Internet, fällt manchmal schwer. Genau da will «Facefinder» helfen. Die Website vermittelt kostenlos Dienstleistungen wie beispielsweise von Handwerkern, Versicherungsberatern oder Bankern an. Anschliessend kann ein Nutzer, auch anhand des ihm angezeigten Fotos des Anbieters, entscheiden, mit wem er künftig zusammenarbeiten will. Auftraggeber: Bundesamt für Kommunikation Auftragnehmer und Partner: Bundesamt für Kommunikation, Bundesamt für Landestopografie, Netzbetreiber der Schweiz Technologien: OpenLayers 4.0, AngularJS, Bootstrap, PostGIS, UMN Mapserver, Debian Linux, Amazon Web Services Online seit: Juli 2018 Auftraggeber: Schweizerische Nationalbibliothek Auftragnehmer und Partner: Digital Library Consulting (Software), Westschweizer Bibliotheksverbund (RERO) (Hosting), verschiedene Bibliotheken und Archive Technologie: Veridian Software Online seit: 19. Juni 2018 Auftraggeber: Hans Elmer Auftragnehmer: Hans Elmer Partner: Inware Technologien: MySQL Online seit: Mai 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2018