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Netzwoche 14/2018

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28 Technology Aktuell

28 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Fintech-Start-up Yova akquiriert Millionenbetrag mur. Dem Start-up Yova aus Zürich ist es gelungen, 2 Millionen Franken zu akquirieren, wie Startupticker.ch schreibt. Yova soll Geldanlagen in Aktien und Staatsanleihen ermöglichen, die mit den persönlichen Werten der Kunden im Einklang sind. Yova bietet laut eigenen Angaben als weltweit einziger Anbieter personalisierte Aktienportfolios an, die vollautomatisiert und auch mit kleinen Anlagevolumen möglich sind. ▸ Webcode DPF8_102979 SBB-Fernzüge erhalten Gratis-Internet bca. Die SBB statten alle Fernverkehrszüge mit kostenlosem Internetzugang aus. Der Start dieses Angebots ist auf Ende 2019 geplant. Zu diesem Schritt verpflichtete sich das Bahnunternehmen gegenüber dem Bund, wie die «Handelszeitung» schreibt. Im Sinne einer Auflage habe dies das Bundesamt für Verkehr in der Fernverkehrskonzession ab Dezember 2019 festgeschrieben. Die Konzession sei im Juni vergeben worden. ▸ Webcode DPF8_103777 Swisscom und MIT forschen gemeinsam mur. Swisscom ist eine Partnerschaft mit der Sloan School of Management des Massachusetts Institute of Technology (MIT) eingegangen. Der Telko führt mit der Wirtschaftshochschule ein Forschungsprojekt durch. Swisscom könne so die neuesten Forschungsmethoden in der Prozess- und Datenanalyse anwenden, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Das Projekt leiten Steven Eppinger, MIT-Professor und Experte für Produktentwicklung; Michael Baeriswyl, Leiter Data, Analytics & AI bei Swisscom; und Peter Fregelius, Leiter TV & Entertainment bei Swisscom. ▸ Webcode DPF8_103633 Zuger zeigen hohe Akzeptanz für E-Voting bca. Vom 25. Juni bis 1. Juli hat die Stadt Zug eine Konsultativabstimmung durchgeführt. Lediglich 72 der rund 220 Zuger, die über eine digitale ID verfügen, nahmen daran teil. An der im Anschluss durchgeführten Onlinebefragung beteiligte sich mit 95 Personen nicht mal die Hälfte. Die Umfrage der Stadt Zug unter den Einwohnern mit digitaler ID zeigt aber ein klares Ergebnis: Mehr als drei Viertel der Befragten begrüssen die Einführung von E- Voting. 21 Prozent sind der Meinung, dass die Blockchain- Technologie elektronische Abstimmungen sicherer machen könne. Nur 2 Prozent will die Einführung von E-Voting verhindern. Zudem sind viele Umfrageteilnehmer der Meinung, dass die Zuger Bevölkerung neben der Möglichkeit des E-Votings auch die Wahl haben sollte, weiterhin brieflich an Abstimmungen teilzunehmen. Dass die Abstimmungen dadurch gegenüber einer brieflichen Abstimmung viel schneller und einfacher durchgeführt werden können, nannten 52 Prozent der Befragten als Hauptgrund, weshalb E-Voting eingeführt werden sollte. Die einzelnen Elemente der Abstimmungslösung bewerteten die Teilnehmenden sehr positiv. Der Prozess wurde dabei als besonders einfach und verständlich taxiert, und auch die Startseite des Systems hat den Stimmenden zugesagt. Verbesserungspotenzial bestehe bei der Handhabung des privaten Schlüssels sowie den Erklärungen zu den einzelnen Schritten, äusserten die Befragten. osc. Die Spielmesse Gamescom hat Ende August nach Köln geladen. Wieder präsentierten Hersteller von Games und Hardware aus aller Welt ihre Produkte. Das Interesse war auch in diesem Jahr wieder gross. Im vergangenen Jahr zog die Messe mehr 350 000 Besucher an. Mittendrin im Gaming-Trubel: Hersteller Nvidia. Die Chips des US-Unternehmens stecken in Nintendos Handheld-Konsole Switch und in unzähligen Gamer-Grafikkarten. Nvidia enthüllte an der Messe seine neuen Grafikprozessoren mit den Modellnummern RTX 2070, 2080 und 2080 Ti – eine der wichtigsten Ankündigungen im Umfeld der Gamescom. Ohne Grafikchip läuft kein Game, die Technik kommt aber auch in einem ganz anderen Bereich zum Einsatz. Miner von Kryptowährungen nutzen die hohe Rechenleistung von Grafikkarten, um an der Geldschöpfung von Bitcoin & Co. teilzuhaben. Der Grafikkarten-Markt wurde dadurch gehörig durcheinandergewirbelt. Im vergangenen Sommer waren die Geräte aufgrund WIE BEURTEILEN DIE ZUGER DIE ELEMENTE DES E-VOTINGS 1 = komplex / mühsam | 5 = sehr einfach / verständlich (n = 95) Prozess zur Verifizierung Ihres E-Votings nach Abstimmungsende und Anzeige der Abstimmungsresultate Abstimmungsprozess Generierung und Handhabung des privaten Schlüssels Login mit digitaler ID (uPort) Startseite des E-Voting-Systems 1 Punkte 2 Punkte 3 Punkte 4 Punkte 5 Punkte Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_104212 Einige Umfragteilnehmer kritisierten, dass sie aufgrund der mangelnden Berichterstattung erst im Nachhinein von der Abstimmung erfahren hätten. Aus technischen Gründen habe die Stadt Zug die Inhaber der digitalen ID nicht per uPort-App über die Abstimmung verständigen können, heisst es in der Mitteilung dazu. Die digitale ID der Stadt Zug wurde am 15. November 2017 eingeführt und befindet sich seitdem in der Pilotphase. Onlineshops leiden unter Krypto-Flaute der Massenkäufe von Minern auch in der Schweiz kaum noch zu haben und die Preise stiegen. Die Krypto-Welt dreht sich weiter Nvidia bescherte die Nachfrage nach Grafikkarten viel Wachstum. Nun habe der Wind aber gedreht, wie «BTC- Echo.de» berichtet. Die Umsätze im Mining-Geschäft seien aufgrund sinkender Nachfrage im zweiten Quartal 2018 eingebrochen. Das Unternehmen habe ausserdem viele Grafikkarten auf Vorrat produziert. Auf diesen bleibe es nun sitzen. Die Stimmung in der Kryptobranche bekommen Schweizer Hardwarehändler zu spüren. Digitec Galaxus, Media Markt Schweiz, Brack und Alltron sagten auf Anfrage, die Nachfrage nach Mining-fähigen Grafikkarten sei stark zurückgegangen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_103032 4,24 4,38 4,41 4,56 4,76 Quelle: Stadt Zug 14 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 29 Datenschutz und Sicherheit – Topthemen der Fachabteilungen Noch bestimmen die Themen Cloud und Mobile Computing den Projektalltag der Unternehmen. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt, dass vor allem Datenschutz und Security die ICT-Verantwortlichen der Unternehmen beschäftigt. Dabei hat die ICT das Momentum, vom Kostenfaktor zum Erfolgsfaktor zu werden. In der «Netzwoche»-Ausgabe 12 hat mich die Frage beschäftigt, welches die kommenden grossen Themen der ICT sein werden, welche die Verantwortlichen in den Unternehmen prioritär beschäftigen werden. Welche der neuen (noch) Hype-Themen, wie Blockchain, künstliche Intelligenz, digitale Assistenten oder auch Augmented beziehungsweise Virtual Reality, werden sich in den kommenden Jahren als starke Wachstumsmärkte materialisieren oder sich eine blutige Nase holen? Diese Frage stellten wir im Rahmen unserer letzten Studienarbeiten auch den Unternehmen. Mit Blick auf das Jetzt und Heute hat sich im Vergleich zu 2017 nicht viel verändert – bis auf eine Ausnahme. Es sind zwar immer noch Themen wie Cloud und Mobile Computing, die unter anderem den Projektalltag der Unternehmen prägen. Aber an erster Stelle des Rankings stehen aktuell Security und Datenschutz. Auf den ersten Blick erstaunlicherweise in allen Führungsbereichen, sowohl bei den ICT-Verantwortlichen als auch bei den Fachbereichsleitern. Karte wettbewerbswirksam auszuspielen, kann nur eine allzeit verfügbare ICT sicherstellen. Die ICT-Sicherheit garantiert diese Verfügbarkeit und den unterbrechungsfreien, sicheren Zugriff auf Daten und Anwendungen. Die ICT hat das Momentum, die Dinge zu bewegen. Mehr noch, richtig aufgestellt, hochverfügbar und sicher, wird sie zum eigentlichen Game Changer – nicht mehr Kostenfaktor, sondern Erfolgsfaktor im Wettbewerb und der Differenzierung. Zurück zum Radarschirm der Fachbereichsleiter, hier sind neue Themen aufgetaucht, allerdings spielen diese in den Unternehmen vorläufig nur kleine Nebenrollen. So sind es aktuell erst knapp 10 Prozent der Befragten, die sich konkret mit künstlicher Intelligenz oder auch der Blockchain beschäftigen. Allerdings werden diese in den kommenden drei Jahren zu Topthemen avancieren. An erster Stelle des Rankings wird dann aus heutiger Sicht der Befragten die künstliche Intelligenz stehen. Eine Kerntechnologie mit grossem, realen Potenzial zum Top-Markt und weit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_105488 ICT könnte zum Game Changer werden Die Businessabteilungen haben sich in den vergangenen drei, vier Jahren abwechselnde Themen als Toppriorität auf die Fahnen geschrieben: Mobilität, Analytics, CRM, ERP oder auch die alle Business-Universen umfassende digitale Transformation. Jetzt aber haben die Sicherheit und der Datenschutz die Bühne betreten und spielen die Hauptrolle. Zumindest vorübergehend. Nach Inkrafttreten der DSGVO sehen sich viele Fachbereichsleiter mit dem schwer abzuschätzenden Risiko konfrontiert, sich allenfalls unbewusst auf gefährlichem Terrain zu bewegen. So viel zum Thema Datenschutz. Als eigentliches Zwillingsthema zum Datenschutz stufen die befragten Fachbereichsleiter die ICT-Security ein, das heisst das Sicherheits-Gesamtpaket aus Lösungen, Massnahmen, Regeln und Services. Für die Business-Manager ist die ICT heute der eigentliche Enabler bei der Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle. Reaktionszeiten (Angebotserstellung, Auftragsabwicklung etc.) sind der Massstab, der heute über die Wahl von neuen Lieferanten und Geschäftspartnern entscheidet. Und die Basis, um diese TOP-TECHNOLOGIEN HEUTE Mit welchen der folgenden Technologien beschäftigen Sie sich im Unternehmen heute prioritär und konkret? Mehrfachantworten möglich, Werte in % Quelle: MSM Research AG IT-Security Mobile Computing Cloud Computing Enterprise Content Management Digitale Plattformen (digitaler Marktplatz) Data Analytics IoT Big Data Augmented Reality / Virtual Reality NFC (Near Field Communication) Edge Computing Blockchain Künstliche Intelligenz 93 60 54 47 46 39 24 23 19 14 11 10 6 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2018