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Netzwoche 14/2018

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42 Management & Career

42 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH HSLU startet mit neuen IT-Kursen in den Herbst osc. Die Hochschule Luzern (HSLU) hat ihre Angebote zur IT-Weiterbildung im Herbst 2018 bekannt gegeben. Ausser mit den bisherigen Kursen wartet das Studienprogramm des Departements Informatik der HSLU mit vier neuen CAS (Application Manager, Cloud and Platform Manager, Dev- Ops Leadership und IoT Manager) auf. Die Kurse kosten jeweils 7900 Franken. Wer will, kann die Gebühren auch mit Bitcoin bezahlen. ▸ Webcode DPF8_103768 Neue Weiterbildungen für IT-Fachkräfte am IBAW bca. Das Institut für berufliche Aus- und Weiterbildung (IBAW) bietet einer Mitteilung zufolge ab November vier Studiengänge in der Welle7 am Bahnhof Bern an. Künftig sollen dort Data Scientists NDK, diplomierte Techniker HF sowie Wirtschaftsinformatiker und ICT-System- und Netzwerktechniker mit eidgenössischem Fachausweis ausgebildet werden. Auch mehrtägige Seminare sind im Angebot. Mit dem neuen Angebot in Bern ergänzt das IBAW seine bestehenden Standorte in Luzern, Zug, Sursee und Winterthur. ▸ Webcode DPF8_103810 Solothurn hackt mur. Vom 2. bis 4. November wird im Coworking Uferbau erstmals ein Hackathon in Solothurn stattfinden. Das Motto der Veranstaltung, die sich um das Internet der Dinge und die Blockchain dreht, heisst «Boost the Future». Organisatoren sind das Softwarehaus Intersys aus Zuchwil, der Blockchain-Spezialist Trustwise aus Pratteln und Digital Eleven, ein in Solothurn ansässiges Kompetenzzentrum für Digitalisierung. Der Event steht unter dem Patronat der Solothurner Standortförderung. ▸ Webcode DPF8_103805 Luzerner Schulen setzen auf Digitalisierung cgr. Der Kanton Luzern hat Mitte August zu einem Mediengespräch mit dem Bildungsdirektor Reto Wyss geladen. Die Veranstaltung fand im Berufsbildungszentrum Heimbach in der Stadt Luzern statt. Wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt, stand das Thema digitale Lehr- und Lernformen ganz oben auf der Agenda. Der Kanton Luzern will digitale Lehr- und Lernformen stärken. Im Berufsbildungszentrum Heimbach werde schon stark auf digitale Technologien gesetzt, heisst es in der Mitteilung. Mittels WLAN sei das mobile Lernen möglich und auch spezifische Lernplattformen, wie auch Lern- Apps, stünden zur Verfügung. Kosten für IT-Security steigen IT-SECURITY-AUSGABEN VON 2017 BIS 2019 Ausgaben in Milliarden US-Dollar 101.4 114 + 12,4 % 124 + 8,7 % 2017 2018 2019 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_103142 Volksschule und Gymnasien werden digitaler Auch die Volksschulen sollen stärker mit digitalen Lehrmitteln arbeiten, hob Wyss hervor. So stehe für das Französisch-Lehrmittel für den Kanton «dis donc!» eine digitale Lernplattform zur Verfügung. Eigens für den Kanton entwickelt wurde die Plattform entdecke.lu.ch, wie es weiter heisst. Die Plattform soll den bisherigen Heimatkunde-Ordner ersetzen. Aktuell stünden 14 Unterrichtseinheiten zur Verfügung. Der Kanton habe zudem mit der Vorbereitung für die Einführung des Fachs Informatik an den Gymnasien begonnen. Der Start soll im Schuljahr 2021/22 erfolgen. Die Digitalisierung kann gemäss Wyss den direkten Kontakt zu den Lehrpersonen aber nicht ersetzen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_102585 cka. Sicherheitsanbieter dürfen sich freuen. Die globalen Ausgaben für IT-Security-Technologien sollen bis Ende des Jahres auf 114 Milliarden US-Dollar ansteigen. Im Vergleich zum Vorjahr werden die Ausgaben somit um 12,4 Prozent zunehmen, wie der Marktforscher Gartner mitteilt. Das Wachstum soll zudem auch im nächsten Jahr noch anhalten – wenn auch leicht abgeschwächt. Gemäss der Prognose des Marktforschers klettert das weltweite IT- Security-Budget 2019 um weitere 8,7 Prozent im Jahresvergleich auf 124 Milliarden Dollar. Die wichtigsten Wachstumstreiber für den Markt seien Sicherheitsrisiken, unternehmerische Bedürfnisse und Veränderungen in der Branche. Diese drei Punkte nennt Gartner bereits seit 2017. EU-DSGVO: Ein Faktor für Mehrausgaben Nun soll das Thema Datenschutz zunehmend zum Geschäftstreiber werden. 2019 sollen mindestens 10 Prozent der Ausgaben auf diesen Kontext zurückzuführen sein. Insbesondere die Bereiche Identity Access Management (IAM), Identity Governance & Administration (IGA) und Data Loss Prevention (DLP) seien von dieser Entwicklung betroffen. Ein grosser Faktor in diesem Zusammenhang ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Diese ist seit dem 25. Mai in Kraft. Gartner geht davon aus, dass 2019 knapp jedes dritte Unternehmen Geld für Beratungen oder Implementierungen im Zusammenhang mit der EU- DSGVO ausgeben wird. 14 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Studie 43 Arbeitsplatz der Zukunft: Die IT ist immer noch eine Herausforderung Die grössten Herausforderungen für den Arbeitsplatz der Zukunft sind die IT-Infrastruktur und die Akzeptanz des Modernisierungsprozesses bei den Mitarbeitern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von IDG Research bei Unternehmen im DACH-Raum. Autor: Marcel Urech IDG Research hat im Auftrag des Düsseldorfer Telkos Sipgate eine Studie zum Arbeitsplatz der Zukunft durchgeführt. IDG befragte dafür im Juni 628 Firmen in der DACH- Region. New Work vs. IT-Sicherheit Laut der Studie ist New Work nach der IT-Sicherheit die wichtigste Herausforderung für die befragten Unternehmen. Auf Platz drei steht die Personalentwicklung. Für Mitarbeiter bis 29 Jahre hat das Thema New Work eine höhere Bedeutung als für Mitarbeiter ab 50 Jahren. Für diese sei die IT-Sicherheit wichtiger. Bei jüngeren Mitarbeitern sei IT-Sicherheit hingegen zweitrangig, heisst es in der Studie. Vor allem ältere Mitarbeiter wollen mehr Flexibilität. Knapp 60 Prozent der über 40-Jährigen ordneten das Thema auf den obersten zwei von acht Prioritätsstufen ein. Bei den Mitarbeitern unter 40 Jahren sinkt der Wert auf 50 Prozent. Jüngere wünschen sich eher eine exzellente IT-Ausstattung und schnellere Netzanbindung. Top-Manager tragen Verantwortung Rund 28 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, bei der Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft «relativ weit fortgeschritten» zu sein. 2017 lag der Wert bei 40 Prozent. Nur 10 Prozent der Unternehmen sehen sich aktuell als Vorreiter im Bereich New Work. Im vergangenen Jahr waren es noch 20,6 Prozent. 44 Prozent der Top-Manager sagten hingegen, dass ihr Unternehmen auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft «weit fortgeschritten» sei. Sie tragen grösstenteils die Verantwortung für die Entwicklung und Umsetzung der New-Work-Konzepte. In jeder dritten Firma seien die Top-Manager beim Thema federführend. IDG fragte die Unternehmen auch, ob sie eine dezidierte Strategie für die Umsetzung neuer Arbeits- und Mobilitätskonzepte fahren. 60 Prozent der Top-Manager beantworteten diese Frage mit Ja. Bei den IT-Managern waren es allerdings nur 23 Prozent, bei den Führungskräften aus den Fachabteilungen gar nur 21 Prozent. Bild: g-stockstudio / iStock.com Technologische und organisatorische Herausforderungen Was ist die grösste technologische Herausforderung auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft? Für 51 Prozent der Führungskräfte ist es die IT-Infrastruktur. Die technologischen Herausforderungen haben sich laut den Autoren der Studie gegenüber dem letzten Jahr nicht verändert. 49 Prozent der Befragten sagten, dass die Datensicherheit die grösste Herausforderung sei, für 45 Prozent ist es Security generell. 43 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, die grösste organisatorische Herausforderung sei die Akzeptanz des Modernisierungsprozesses bei den Mitarbeitern. An zweiter Stelle steht ihre Weiterbildung. 2017 waren die wichtigsten Aufgaben das Entwickeln und Einführen neuer Arbeitszeitmodelle und die Veränderung der Unternehmenskultur. Mitarbeiter sehen mehr Chancen als Risiken Nur rund 31 Prozent der Unternehmen gaben 2017 an, ihre Mitarbeiter regelmässig über den Transformationsprozess zum Arbeitsplatz der Zukunft zu informieren. Heute seien es knapp 38 Prozent. 40 Prozent der Führungskräfte hätten Bedarfsanalysen bei den Mitarbeitern durchgeführt, knapp die Hälfte habe die Mitarbeiter befragt. Die Mitarbeiter sehen das aber anders: Nur 20 Prozent gaben an, befragt worden zu sein – fast genauso viele verneinten das. Für 55 Prozent der Mitarbeiter überwiegen die Chancen, 27 Prozent sehen mehr Risiken am Arbeitsplatz der Zukunft. Rund 47 Prozent sehen die wichtigsten Chancen in einer besseren Work-Life-Balance und mehr Freiheit. 46 Prozent der Befragten sehen als grösstes Risiko die Abhängigkeit von IT und Internetverbindung, gefolgt von der Angst, für Kunden ständig verfügbar sein zu müssen. Für 55 Prozent der Mitarbeiter überwiegen die Chancen, 27 Prozent sehen mehr Risiken am Arbeitsplatz der Zukunft. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_103693 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2018