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Netzwoche 14/2018

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52 Service Event Plus

52 Service Event Plus KOMBINIEREN SIE JETZT IHREN EVENTEINTRAG (ONLINE UND PRINT) FÜR NUR CHF 860.– UNTER WWW.NETZWOCHE.CH/EVENTS SharePoint & Office 365 Community – Digitalisierung von Managementsystemen Datum: 26.09.2018 Zeit: Ort: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 16.00 – 18.00 Uhr, anschliessend Apéro IOZ AG, Bahnhofstrasse 6C, 6210 Sursee community@ioz.ch IOZ AG www.ioz.ch/community Die SharePoint & Office 365 Community Zentralschweiz verbindet aktuelles IT-Spezialwissen mit Anwendungsbeispielen aus der Arbeitswelt. Neben praxisnahen Fachreferaten, Präsentationen neuer Produkt innovationen oder Konferenzberichten von Übersee bietet die Community Raum für verschiedenste Themen. Die Community vom 26. September legt den Fokus auf «Integrierte Managementsysteme». Es wird aufgezeigt, wie moderne Managementsysteme mit Microsoft-Standardapplikationen aufgebaut werden und zur besseren Produktivität beitragen. Weiter erläutert Max Renggli (Unternehmer des Jahres 2018) in seinem Referat, wie sich solche Systeme auf die künftige Unternehmensentwicklung und das Führungsverhalten auswirken werden. Konferenz: 360 Grad ICT-Impulse Datum: 02.10.2018 Zeit: 08.30 – 16.30 Uhr Ort: Zürich Kontakt: Corinne Jost, info@360-grad-ict.ch Veranstalter: MSM Research AG Anmeldung: www.360-grad-ict.ch/tickets Die digitale Transformation in ihrer ganzen Bandbreite fordert alle Unternehmen heraus. Der Einsatz von neuen Technologien wie beispielsweise künstliche Intelligenz, Internet of Things oder Blockchain wird bisherige, traditionelle Businessmodelle, Prozesse, Strategien und Denkweisen markant verändern. An unserer Konferenz gehen wir folgenden Fragen nach: – Welche Themen sollten Sie in der ICT besonders auf dem Radar haben? – Welche Technologien werden sich durchsetzen? – Wie wird dies Ihr Business und den ICT-Betrieb beeinflussen und verändern? – Welche Chancen und Möglichkeiten ergeben sich durch die neuen Themen und Technologien für Ihr Unternehmen? – Wie kann die Sicherheit mit Blick auf die ganze Welle an neuen Technologien gewährleistet werden? Lassen Sie sich an 1 Tag von Experten im Rahmen einer 360-Grad-Perspektive über den aktuellen und künftigen Einfluss der wichtigsten Technologien und Themen auf die ICT und das Business briefen. Knüpfen Sie Kontakte, diskutieren Sie mit Referenten und Experten an den Thementischen und sammeln Sie wertvolle Impulse und Entscheidungsgrundlagen für Ihre Arbeit. Die Konferenz wendet sich an ICT-Verantwortliche und Fachbereichsleiter. TDWI Schweiz 2018 – Konferenz für Analytics und Business Intelligence Datum: 05. – 06.11.2018 Zeit: Ort: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 08.00 – 18.30 Uhr Swissôtel Zürich Leonie Blanke, leonie.blanke@sigs-datacom.de SIGS DATACOM GmbH tdwi-konferenz.ch Von «information overload» bis «predictive analytics» – für Business Intelligence ist Big Data Fluch und Segen zugleich. Schnellere Rechner und höhere Speicherkapazitäten ermöglichen, immer mehr Daten zu sammeln. Aber wie werden sie im Sinne der Unternehmensziele effizient nutzbar? Artificial Intelligence (AI) ist derzeit die meistgenannte Antwort auf diese Frage und damit eines der zentralen Themen der TDWI Schweiz 2018. An der TDWI Schweiz wechseln Sie mit uns die BI-Fragestellung von «What happened?» zu «What will happen next?» und erfahren, wie Sie in Zukunft bessere Entscheidungen schneller treffen können. Hören Sie spannende Anwenderberichte von Swisscom, Google, Bayer und vielen mehr. Neue Formate erwarten Sie mit den Open Spaces, in denen Sie Ihre eigenen Fragestellungen mit den Kollegen diskutieren können. Ausserdem findet erstmalig das Data Science Boot Camp kompakt im Rahmen der TDWI Schweiz statt. Die TDWI Schweiz gibt einen vollständigen Überblick über – aktuelle Trends und Entwicklungen der nahen Zukunft – praktische AI-Lösungen, die schon heute Realität sind – Verbesserungen in bestehenden Architekturen – Integration neuer Technologien (in bestehenden BI Umgebungen) – aktuelle Themen aus den Bereichen Analytics, Big Data, Data Science, DWH-Automatisierung, Machine Learning … 14 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 53 Siroop auf die Strategie, die Strategie auf Siroop, Teil II Nach knapp zwei Jahren Betrieb wurde die E-Commerce-Plattform Siroop von Coop und Swisscom eingestellt. Ein Grund dafür war die riskante Strategie, als Marktführer die Plattform auf der grünen Wiese aufzubauen. Drei weitere strategische Gründe haben das Scheitern des Unternehmens begünstigt. Ein Technologiewechsel während einer Produktentwicklung ist keine Evidenz für Agilität, sondern genau das Gegenteil. Christof Zogg ist Director Digital Business bei den SBB. In seiner letzten Wild Card hat der Schreibende dargelegt, weshalb der kostspielige Misserfolg von Siroop nicht bloss Pech beziehungsweise schlechtem Karma zuzuschreiben ist, sondern primär der Hochrisikostrategie, als Grossunternehmen auf der grünen Wiese zur digitalen Aufholjagd zu blasen, anstatt sich der strategischen Alternativen der Übernahme und der Diversifikation zu bedienen. Es lassen sich aber noch drei weitere Fehler erkennen, welche die Protagonisten besser vermieden hätten. Technologie-Strategie In anderen Analysen zum Thema war zu lesen, dass Siroop so agil war, dass in der Projektmitte selbst ein kompletter Technologiewechsel vom Commerce-Framework Spryker zu einer Eigenentwicklung vollzogen worden war. Leider liegt darin gerade keine Evidenz für Agilität, sondern genau das Gegenteil – nämlich eine die Agilität verhindernde, fatale Technologie-Strategie. Denn wenn etwas in agilen Projekten nicht geändert werden sollte, sind es die Architektur und die Entwicklungswerkzeuge. Um so rasch wie möglich auf Userfeedback reagieren zu können, müssen diese Aspekte nämlich stabil gehalten werden. Nur so gelingt es, die gesamte Energie des Entwicklungsteams in den Release von neuen Features zu investieren und die Planung des Backlogs so agil wie möglich zu halten. Eine ähnlich falsche Priorisierung hatte Microsoft unter der Führung von Steve Balmer in Serie praktiziert. Dort wurde nach kostspieligen Übernahmen von Hotmail, aQuantive und Skype zunächst in teilweise mehrjährigen Efforts die Technologie von Open Source (= böse) auf den Microsoft-Stack (= gut) migriert – und dadurch während dieser Zeit praktisch kein Wert für die User geschaffen. Das bot den Mitbewerbern Zeit zum Auf- und Überholen. Investitions-Strategie Ferner zu denken geben muss die gewählte Investitions- Strategie, den Plattform-Versuch bereits nach zwei Jahren wieder abzubrechen. Zugegeben, es mag Fälle geben, in denen man ein Projekt bereits in einem frühen Stadium beenden sollte, wenn die ersten Ergebnisse zu weit hinter dem Businessplan liegen. Dennoch wird der Beobachter hier den Verdacht nicht los, dass die beteiligten Entscheider dem Baby schon bei der Geburt zu wenig Zeit und finanziellen Schnauf mitgaben. Die avisierten Erfolgsgeschichten von Amazon und Zalando hätten jedenfalls als Benchmark dienen können: Selbst die für kurze Time-to- Market bekannten Samwer-Brüder hatten bei Zalando eine Durststrecke von sechs unprofitablen Jahren mit zeitweiligen Jahresverlusten in dreistelliger Millionenhöhe budgetiert. Sourcing-Strategie Schliesslich könnte man auch noch die Sourcing-Strategie von Siroop kritisch hinterfragen: Was hätte der Beitrag von Swisscom zum Erfolg von Siroop sein sollen? Durch besondere Expertise im Aufbau von E-Commerce-Portalen ist der ansonsten erfolgreiche Telko ja bisher nicht aufgefallen. Aber das wollen wir an dieser Stelle nicht mehr tun, denn das Schlusswort soll den positiven Aspekten des Unterfangens namens Siroop gewidmet sein: Jedenfalls haben Coop und Swisscom mit ihrem digitalen Unternehmertum sehr viel Mut und Risikobereitschaft gezeigt. Und genau diese Eigenschaften sind es, welche – die richtige Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_105104 Strategie vorausgesetzt – Unternehmen zum Erfolg in der digitalen Transformation führen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2018