Aufrufe
vor 5 Monaten

Netzwoche 15/2018

  • Text
  • Swiss
  • Unternehmen
  • Schweiz
  • Netzmedien
  • Schweizer
  • Webcode
  • Menschen
  • Apps
  • Digital
  • Iphone

26 Technology Aktuell

26 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Wie KI das Finanzsystem verändert osc. Forscher des World Economic Forum (WEF) haben die Einflüsse von künstlicher Intelligenz (KI) auf die globale Finanzbranche untersucht. In ihrer Studie legen sie einen Schwerpunkt auf die Risiken, die durch den Einsatz von KI bei Finanzdienstleistungen entstehen. Sie kommen zum Schluss, dass Machine Learning und Automatisierung das Potenzial zur Destabilisierung des Finanzsystems haben. ▸ Webcode DPF8_105518 HP Inc. druckt jetzt auch Edelstahl osc. HP Inc. hat an der International Manufacturing Technology Show in Chicago den 3-D-Drucker «Metal Jet» vorgestellt. Es handelt sich dabei laut HPs Mitteilung um ein Gerät zur Serienfertigung von Metallteilen in Produktionsqualität bis zu einer Grösse von 430x320x200 Millimetern mit einer Binder-Jetting- Technologie auf Voxel-Ebene. Diese biete mehr Produktivität und Zuverlässigkeit als andere 3-D-Metalldrucklösungen. ▸ Webcode DPF8_106845 So sieht die AR-Lösung von Wayray auf der Windschutzscheibe aus. Porsche und Hyundai investieren in Wayray jor. Das Lausanner Start-up-Unternehmen Wayray hat frisches Kapital eingesammelt. 80 Millionen US-Dollar kamen in der jüngsten Finanzierungsrunde zusammen. Zu den Investoren zählen unter anderem Porsche, Hyundai Motor und die Alibaba-Gruppe, wie Startupticker berichtet. Wayray will das Geld in Forschung und Entwicklung sowie in den Personalausbau stecken. Seit seiner Gründung im Jahre 2012 habe Wayray über 100 Millionen Dollar gesammelt, schreibt Startupticker weiter. Ziel sei es, bis Ende 2019 einen Unternehmenswert von einer Milliarde Dollar zu erreichen. Wayray entwickelt eine Augmented-Reality-Lösung namens Navion, die GPS-Daten direkt auf die Strasse projizieren soll. Für diese Geschäftsidee erhielt die Firma im vergangenen Jahr an der Automobilmesse in Los Angeles einen Preis als «bestes Automobil-Start-up des Jahres». Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_107688 MÜLLERS KLEINES ABC Pf wie: pfeif auf Multitasking! Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Mehrere Dinge zur selben Zeit zu tun, das nennt sich Multitasking. Das Wort stammt aus der Informatik und steht für die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Aufgaben parallel verarbeiten zu können. Genau genommen handhabt es die Tasks dabei zwar immer noch abwechselnd seriell, aber halt so rasch getaktet, dass es aussieht, als liefen sie gleichzeitig ab. Dieses Konzept wird seit einigen Jahren auch auf die arbeitende Menschheit angewandt und damit zum Traum von Chefs und Personalverantwortlichen. Realität: In freier Wildbahn ist das menschliche Multitasking besonders oft in den Stellenanzeigen der ICT-Branche anzutreffen. Man könnte grad meinen, ohne gehe dort gar nichts mehr. Egal welche Funktion es zu besetzen gibt, auf welcher Hierarchiestufe auch immer: Wer nicht multitaskingfähig ist oder sich mindestens dafür hält, scheint chancenlos am Stellenmarkt. Das ist natürlich Unsinn, und wer des Lesens mächtig ist, könnte das eigentlich wissen. Es gibt genügend Studien, die zeigen, dass das menschliche Grosshirn eben kein Computer ist und deshalb auch nicht multitasken kann. Wer dennoch versucht, gleichzeitig an mehreren (anspruchsvollen) Aufgaben zu arbeiten, muss seine Aufmerksamkeit aufteilen. Und weil sich Aufmerksamkeit nicht einfach vermehren lässt, erhält dann die einzelne Aufgabe einfach weniger davon. Das führt zu Fehlern, Überforderung und Stress. Kommt hinzu, dass sich das Gehirn bei jedem Umschalten zwischen Aufgaben komplett neu orientieren muss. Das kostet Zeit und damit Effizienz – womit sich der erhoffte Vorteil des Multitaskings in sein Gegenteil verkehrt. Fazit: Menschliches Multitasking ist ein Mythos und somit wohl nicht so rasch totzukriegen. Einigermassen anspruchsvolle Arbeiten lassen sich nicht auf Minutenhäppchen verteilen und dabei noch anständig erledigen. Ein Chef, der Wert auf gute Arbeit legt, sorgt dafür, dass seine Leute nicht dauernd zwischen einem Dutzend Aufgaben herumhüpfen muss, sondern eine nach der anderen erledigen kann. Das klingt zwar altmodisch, aber es wirkt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_107343 15 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 27 Der Big Shift erreicht den Security-Markt Das Wachstum des ICT-Marktes wird heute nicht mehr durch Ausgaben und Investitionen in eigene Infrastrukturen, Netze und Lösungsumgebungen generiert, sondern durch die massive Zunahme an Geldern, die auf das Konto von externen Dienstleistern und Providern fliessen. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Die Verantwortung, das Management und auch die Budgets verschieben sich zusehends zu externen Dienstleistern. Wir erwarten im laufenden Jahr im Bereich der externen Managed und Cloud-Services einen Wachstumssprung von mehr als 15 Prozent. Ohne diese Services gibt der übrige Teil der ICT-Ausgaben um 6 Prozent nach. Und der Big Shift nach aussen legt zu, die Schere öffnet sich weiter. So ist es nicht überraschend, dass derzeit nur noch knapp 30 Prozent der Unternehmen auf einen reinen Eigenbetrieb ihrer ICT setzen. Hybride Umgebungen, das heisst ein Mix aus Eigenbetrieb, Managed Services, Private, Public und Multi-Cloud, dominieren heute den ICT- Betrieb in vielen Unternehmen. Das Management dieser gemischten Umgebungen stellt höchste Anforderungen an die Verantwortlichen. Eine einwandfreie Interoperabilität zwischen internen und externen Betriebsbereichen bildet dabei die Grundlage für einen reibungslosen Betrieb. Berücksichtigt man die Entwicklung des Big Shift der letzten Jahre, so stellt sich beim Blick in die Zukunft die Frage, wie viel von On-Premise-betriebener ICT langfristig überleben wird. Die Kompassnadel zeigt Richtung Cloud, ist der reine Eigenbetrieb angezählt? Reaktionszeit ist zum entscheidenden Faktor geworden Der Paradigmenwechsel mit Blick auf den Betrieb der ICT- Infrastruktur ist längst nicht mehr auf diesen beschränkt. Der Big Shift hat längst auch die Welt der Anwendungen (Software-as-a-Service) erreicht. Und wie unsere aktuelle Security-Studie zeigt, setzen immer mehr Unternehmen auf externe Unterstützung und Versorgung mit ICT-Security-Services. Für ICT-Verantwortliche steht das Thema ICT-Security derzeit an erster Stelle der aktuellen Projekte. Die ICT ist heute für viele Unternehmen die Lebensader. Die Infrastruktur und die Fachanwendungen tragen mit Agilität, Skalierbarkeit und vor allem einer gesicherten Verfügbarkeit entscheidend zum nachhaltigen Erfolg und zur Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bei. Dabei ist die Zeit – und in diesem Kontext vor allem die Reak tionszeit – auf immer schneller werdende Marktzyklen und sich dynamisch verändernde Kundenerwartungen zu einem entscheidenden Faktor geworden. Bei vielen Verantwortlichen setzt sich deshalb zusehends die Erkenntnis durch, dass für die Umsetzung eines robusten Securitykonzepts die Fachkräfte fehlen und das notwendige Expertenwissen nicht vorhanden ist. Dies verleiht dem Big Shift auch im Security-Bereich entsprechenden Schub. Alternative Wege bieten Spezialisten ausserhalb des eigenen Hauses. Managed Security Service Provider (MSSP) sind in der Lage, rasch, kompetent und agil auf sich ändernde Bedrohungslagen zu reagieren – und dies zu transparenten, planbaren Kosten und klar definierten Services. Über 64 Prozent der befragten Unternehmen planen, aufgrund der zunehmenden Cyber-Bedrohungen und steigenden Anforderungen an die Sicherheit künftig verstärkt mit externen Dienstleistern und MSSPs zusammenzuarbeiten. Und über 20 Prozent nehmen aufgrund der aktuellen Risikolage und fehlender interner Ressourcen die Evaluierung externer Serviceanbieter beschleunigt in Angriff. Der Paradigmenwechsel oder Big Shift nimmt auch im Bereich der Sicherheit weiter Fahrt auf. Die Verantwortung, das Management und auch die Budgets verschieben sich damit zusehends zu externen Dienstleistern. UMGANG MIT DER STEIGENDEN CYBERBEDROHUNG Umgang mit der steigenden Cyber-Bedrohung – der Big Shift im Security-Markt (Werte in %, n = 86) Wie werden Sie mit den zunehmenden Cyberbedrohungen und den steigenden Anforderungen an die Sicherheit umgehen? Wir werden künftig verstärkt mit externen Dienstleistern und Managed Security Services Provider zusammenarbeiten Wir werden unsere Sicherheit auch in Zukunft mit eigenem Know-how und Personal sicherstellen Wir planen, unsere gesamte Security an externe Spezialisten auszulagern Keine Antwort 2,3 8,1 Quelle: MSM Research AG 25,6 64,0 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_107506 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2018