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Netzwoche 15/2019

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Schweizerischer Verband

Schweizerischer Verband der Telekommunikation Association Suisse des Télécommunications Swiss Telecommunications Association LEADERSHIP IN TRANSFORMATION Montag, 28. Oktober 2019, 14.00 bis open end Casino Bern, Casinoplatz 1, 3011 Bern Sichern Sie sich Ihre Teilnahme an der Das CNO Panel ist die Schweizer Plattform für das Top-Management mit Schwerpunktreferaten, Workshops und viel Raum für persönliches Networking. Freuen Sie sich auf relevante Statements aus Wissenschaft, Politik und Praxis – sowie auf Kunst und Kulinarik. CNO Academy und/oder am Abendprogramm. Anmeldung und Infos www.cno-panel.ch 031 566 93 00 CNO Academy mit Workshops und Präsentationen 14.00 bis REXULT Digitale Transformation und Gesundheit Arm in Arm. 16.00 Uhr: BBV SOFTWARE SERVICES Cynefin - Effektive Entscheidungen in der digitalen Transformation. UNIC Mit Innovationsmethoden die Fragestellung beantworten, wie sich AI positiv auf die Customer Journey auswirkt. SHAPEYOURFUTURE Brauchen wir noch Führung? SOFTWARE IMPROVEMENT GROUP Warum brauche ich Code Level Security? EBP, SIEBER&PARTNERS Bau- und Immobilienbranche Schweiz: Ist BIM wirklich schon alles? ICTSWITZERLAND Swiss Software Industry Survey – Kennzahlen für Entscheider aus Wirtschaft und Politik. SIEBER&PARTNERS Erfahrungsaustausch für Bildungseinrichtungen zur Digitalisierung. CNO Panel Abendprogramm 16.30 Uhr: Apéro 18.00 Uhr: Key Note ALEXANDER HUNZIKER bringt die noch neuen Erkenntnisse aus der positiven Psychologie in die Führungslehre. Er forscht und trainiert Führungskräfte. VENKAT VENKATRAMAN ist der meistzitierte Vordenker der Digitalisierung weltweit. Er zeigt uns auf lebendige Art, wie digitale Geschäftsmodelle erfolgreich sind, wie wir von den digitalen Giganten profitieren können. Im Talk teilt JENNIFER SPARR ihre Erkenntnisse der paradoxen Führung mit uns, IVO BÄTTIG und NORBERT REUTER geben uns ihre Erfahrung mit holokratischen Gedanken weiter. 19.30 Uhr: Dinner, Networking und Bar-Betrieb bis open end. Begleitung: Durch MICHA MARX mit Kritzel-Comedy. Eventpartner Wissenschaftliche Partner Verbandspartner Universität Bern Fakultätsübergreifende Institution: Kompetenzzentrum für Public Management Institut für Wirtschaftsinformatik: Information Management Institut für Wirtschaftsinformatik: Abteilung Information Engineering Institut für Informatik: Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Universität St.Gallen Institut für Marketing Idee und Realisierung

XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX Bild: enot-poloskun / iStock.com 39 Organische Netzwerke: Die Natur kopieren lohnt sich Heutige Netzwerke sind nicht nur global ausgelegt, sondern auch sehr komplex aufgebaut. Für die IT-Abteilung wird es bei einer grossen Bandbreite an Kommunikationstools, Software- und Hardwareplattformen immer schwieriger, die Übersicht zu behalten und Probleme effektiv und effizient zu beheben. Eine Symptombekämpfung ist in den wenigsten Fällen nachhaltig. Ein Blick in die Natur zeigt, dass es auch anders geht. Für die IT kann es ausgesprochen herausfordernd sein, Netzwerkprobleme mit traditionellen Methoden zu beheben. Normalerweise ist es bei einem Ausfall Aufgabe der IT, die Ursache zu ermitteln und das Problem innerhalb der Netzwerk- und Anwendungsinfrastruktur effizient zu lösen. Zusätzlich sollte sie nach Möglichkeit verhindern, dass das Problem erneut auftritt. Das klappt jedoch höchst selten. Trotz aller Bemühungen kommt es unweigerlich zu weiteren Ausfällen, da die IT nur spezifische Probleme adressiert, nicht aber kompletten Ausfällen vorgebeugt. Die gute Nachricht: Dieser Zyklus lässt sich durchbrechen. Der Schlüssel dazu ist das Imitieren eines natürlich widerstandsfähigen Systems. Vom menschlichen Körper kann man viel über Schutzmechanismen und Widerstandsfähigkeit lernen. Er verfügt über eine eingebaute Redundanz und ist anpassungsfähig, um die Überlebenschancen zu maximieren. Wenn der Körper in kaltes Wasser eintaucht, werden Körperfunktionen selektiv abgeschaltet, um Energie zu sparen – eine natürliche Reaktion mit niedriger Latenz, die die wichtigsten Dinge priorisiert. Ein zweites Beispiel: Eine einfache Injektion gibt unserem Immunsystem die Möglichkeit, zukünftige Infektionen abzuwehren. SD-WAN mit neuen Technologien verknüpfen Könnte nun die IT-Infrastruktur auf die gleiche Weise geimpft werden, wäre ein Ausfall zwar noch möglich, aber zukünftige Probleme hätten weitaus weniger Auswirkungen. Als mögliche Replik des menschlichen Körpers kann man beispielsweise softwaredefinierte Wide Area Networks (SD-WAN) sehen. Sie sind in der Lage, aufgrund der erhaltenen Informationen zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Dadurch spiegeln sie die Fähigkeit des menschlichen Körpers wider, Probleme oder fehlerhafte Funktionsweisen zu erkennen und zu korrigieren, bevor der ganze Körper befallen ist. Um sich jedoch als ein wirklich widerstandsfähiges, organisches Netzwerk zu etablieren, muss SD-WAN mit anderen Technologien wie Cloud, künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen verknüpft werden. Durch eine Kombination von SD-WAN und Automatisierung können Betreiber etwa ein integriertes Überwachungssystem entwickeln, das es der IT ermöglicht, die Reaktion des Körpers auf eine Infektion und Immunisierung technologisch zu kopieren. Gegenwärtig wird Monitoring als Zusatzfunktion weitaus häufiger genutzt. Eine eingebaute, automatisierte digitale Leistungsüberwachung macht es hingegen jedem Computer, jeder mobilen Vorrichtung, Netzwerkanwendung und jedem Gerät möglich, Teleme triedaten an eine zentrale Leitstelle zu senden. Dadurch können erste Anzeichen eines Problems erkannt werden, bevor es sich massgeblich ausbreitet – ähnlich wie Blutgerinnsel, die als Reaktion auf einen Schnitt den Blutverlust begrenzen. Technologie wird oft als Gegenstück zur Natur angesehen. Die von der Natur angebotenen Paradigmen können und sollten jedoch als Inspiration für die Problemlösung dienen. In Zukunft könnten Betriebsfachleute, die mit einem Ausfall konfrontiert sind und gefragt werden, wie sie denn einen weiteren verhindern können, die einfache Erklärung liefern: «Das Netzwerk wurde gegen ähnliche zukünftige Bedrohungen geimpft.» DER AUTOR Klaus-Peter Kaul Regional Sales Director für Alpine (Schweiz und Österreich), Riverbed Technology Diesen Artikel finden Sie auch online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2019

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