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Netzwoche 15/2019

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40 Technology Event SCSD

40 Technology Event SCSD 2020 wollen Cybersecurity mit neuem Messekonzept erlebbar machen 2019 war die Premiere. 2020 gehen sie in die zweite Runde: die «Swiss Cyber Security Days» – die erste eigene nationale IT-Security-Fachmesse der Schweiz. Was die Organisatoren von der Erstausgabe gelernt haben und was in das Konzept der SCSD 2020 einfloss, sagt Milena Thalmann, Business Development, SCSD. Autor: Coen Kaat Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch « Wir haben die komplette Raumaufteilung auf den Kopf gestellt. » Milena Thalmann, Business Development, SCSD Seit diesem Jahr hat die Schweiz eine eigene nationale IT-Security-Fachmesse und -konferenz: die «Swiss Cyber Security Days» (SCSD). Die Premiere fand am 27. und 28. Februar in Freiburg statt. 95 Aussteller zeigten den etwa 2000 Besuchern auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern, was sie zum Thema IT-Security beizutragen haben. Unter den namhaften Referenten aus Politik, Forschung und Wirtschaft war auch Eugene Kaspersky, CEO und Gründer von Kaspersky Lab, der an den SCSD 2019 sagte, wie er die Industrie gegen Cyberattacken impfen will. Die Vision der Organisatoren – wie sie es beschreiben – ist es, einen Austausch zu schaffen. Einen Austausch zwischen denen, die Cybersecurity umsetzen (also Hersteller, Integratoren und Consultants), denen, die den Cyberraum verwalten (Cloud-Anbieter, Telkos sowie Bund, Kantone und das Militär) und jenen, die auf diese Sicherheit angewiesen sind – also alle anderen. Feedback fliesst in neues Konzept ein Nun, rund ein halbes Jahr später, blicken die Organisatoren nach vorne, auf die SCSD 2020. «An unserer Erstausgabe haben wir so einiges gelernt», sagt Milena Thalmann, Business Development, SCSD. «Zu den wichtigsten Feedbacks gehörte, dass wir einen klareren Besucherfluss brauchen und auch einen grösseren Schwerpunkt auf das Thema ‹Networking› legen müssen.» Beide Punkte flossen in das neue Messekonzept ein. «Wir haben die komplette Raumaufteilung auf den Kopf gestellt und auch neue Zonen und Formate kreiert», sagt Thalmann. Zudem wollen die Veranstalter 2020 zwei Pavillons realisieren. «Einen für die Schweizer Innovatorenszene und einen für die Ausbildung», sagt Thalmann. Das Konzept stehe bereits, die Aussteller seien schon interessiert. «Aber wir suchen für beide Pavillons noch Partner, die diese Ideen unterstützen möchten.» Weitestgehend gleichgeblieben ist die Konferenz – gemäss Thalmann das «Herzstück der SCSD». Themen, Sprecher und auch Inhalte werden von einer Kommission ausgewählt und mit dem Ausstellungsbereich abgestimmt. «So stellen wir sicher, dass die Bühnen von morgens bis abends spannend, die Redner komplementär und die Präsentationen relevant sind für unsere Besucher», sagt sie. «Wir haben tatsächlich auch Anfragen von letztjährigen Keynotes, die ihre Geschichte bei uns ‹zu Ende› erzählen wollen.» So oder so, auch an der nächsten Ausgabe sollen wieder internationale Experten auf den Bühnen stehen. Das genaue Programm ist jedoch noch nicht öffentlich. Aussteller machen Cybersecurity erlebbar Die Gäste dürfen sich 2020 aber schon einmal auf vier Themenparks freuen. Diese sollen es den Ausstellern ermöglichen, mit den Besuchern interaktiv in das Thema Cybersecurity einzutauchen. «Die ganze Fragestellung hat für viele etwas Abstraktes», sagt Thalmann. «In den Themenparks kann man sensorisch erleben, was im Bereich Cyber passiert und wo Security herkommt.» Die nächste Ausgabe der SCSD findet am 12. und 13. Februar 2020 statt. Der Veranstaltungsort ist wieder das Forum Freiburg. Nationalrätin Doris Fiala wird die SCSD 2020 präsidieren. 15 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Nachgefragt 41 Armasuisse eröffnet seinen Cybersicherheits-Campus an der EPFL Das Bundesamt für Rüstung Armasuisse hat seinen Campus Cyber Defence an der ETH Lausanne eingeweiht. Campus-Direktor Vincent Lenders spricht darüber, welche Ziele die Einrichtung verfolgt und wie sie die richtigen Mitarbeiter finden will. Interview: Rodolphe Koller, Übersetzung: Joël Orizet Anlässlich einer Konferenz über den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Cybersicherheit hat Armasuisse seinen Campus für Cyberabwehr an der ETH Lausanne offiziell lanciert. Das Bundesamt für Rüstung hatte die entsprechenden Pläne bereits im Februar bekannt gegeben. Eine dezentrale Einrichtung soll den Technologietransfer zwischen dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und der Forschung sowie der Industrie im Bereich der Cybersicherheit fördern. Der Cyberdefence-Campus verteilt sich auf drei Standorte: Thun und die beiden ETHs. In Lausanne ist das Institut im Innovationspark der EPFL. Hier will Armasuisse forschen, und zwar in den Bereichen Cybersicherheit, digitales Vertrauen – in Zusammenarbeit mit dem Center for Digital Trust –, Datenwissenschaften und künstliche Intelligenz. Campus-Direktor Vincent Lenders erklärt, was es mit den Plänen von Armasuisse auf sich hat. Was sind die Ziele des Cyberdefence-Campus? Vincent Lenders: Wir verfolgen mehrere Ziele. Erstens wollen wir Entwicklungen und Innovationen auf dem Gebiet der Cybersicherheit besser antizipieren können – unabhängig davon, ob es sich um Bedrohungen oder Verteidigungsstrategien handelt. Zweitens geht es darum, unsere Kompetenzen in diesem Bereich zu verbessern und die nötigen Talente zu gewinnen. Und drittens wollen wir die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im Feld der Cyberabwehr stärken. Wie viele Mitarbeiter beschäftigt der Campus? Ziel ist es, nicht nur Armasuisse-Mitarbeitende, sondern auch Studierende und Unternehmen einzubinden. Der Campus ist eine offene Umgebung. Derzeit können wir etwa 60 Personen an den drei Standorten Lausanne, Zürich und Thun unterbringen. Wie soll die Zusammenarbeit im Bereich der Forschung aussehen? Wir werden gemeinsam mit ETH-Studierenden und Doktoranden Forschungsprojekte zu konkreten Problemen durchführen. Es laufen auch bereits Projekte mit dem Center for Digital Trust. Ferner werden wir einige Forschungsarbeiten finanzieren. Die Mitarbeiter von Armasuisse kümmern sich um den Wissenstransfer zwischen dem Campus und dem Verteidigungsdepartement. Sicherheitsexperten sind sehr gefragt. Wie wollen Sie die Abgänger der beiden ETHs anlocken? Als Regierungsbehörde haben wir eine Position, die uns von privaten Unternehmen unterscheidet. Wir entwickeln ein «Early Student Recruiting Program» und haben auch schon talentierte Mitarbeitende gewinnen können. Natürlich können wir uns nicht an den branchenüblichen Gehältern orientieren. Aber wir arbeiten an sehr interessanten Themen und an Lösungen, die längerfristiger angelegt sind, als dies in der Wirtschaft üblich ist. Das ist es, was die Talente anzieht, die sich uns anschliessen. Sie haben eingangs erwähnt, dass Sie Entwicklungen antizipieren wollen. Muss man dafür unbedingt auf einem Universitätsgelände sein? Wir haben bereits eine Plattform, mit der wir Technologien, den Markt und Forschungsarbeiten ständig im Auge behalten. Unsere Präsenz auf dem ETH-Campus ist daher lediglich eine Ergänzung. Durch den Campus können wir herausfinden, wer woran arbeitet. Und wir können bestimmtes Fachwissen aufspüren, wenn wir es brauchen. Durch die Nähe zur Forschung sind wir auch in der Lage, Veränderungen sehr früh zu erkennen. « Wir arbeiten an sehr interessanten Themen und an Lösungen, die längerfristiger angelegt sind, als dies in der Wirtschaft üblich ist. » Vincent Lenders, Direktor des Cybersicherheits-Campus, Armasuisse Das vollständige Interview finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2019

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