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Netzwoche 15/2019

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH SBB investieren in die Cyberabwehr rja. «Cyber Defence Center» heisst die neue Geschäftseinheit, welche die SBB in den nächsten Jahren aufbauen wollen. Wie die «Aargauer Zeitung» berichtet, wollen die Bundesbahnen auf diese Weise «das Dispositiv für den Schutz ihrer Informatiksysteme zünftig verstärken». Schon jetzt kümmere sich beim Bahnunternehmen ein Team von Spezialisten rund um die Uhr um die Cyberwehr. Über die Plattform «Simap» suchen die SBB nun nach strategischen Partnern für den Aufbau der neuen Cyberabwehr-Abteilung. Der Vertrag für die externen Partner sieht in den kommenden fünf Jahren ein Auftragsvolumen von 50 Millionen Franken vor. Weko gibt grünes Licht für UPC-Übernahme lha. Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) hat die Übernahme von UPC durch Sunrise genehmigt. Der Konsumentenschutz zeigt sich über den Weko-Entscheid erstaunt. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Weko im aufziehenden Duopol kein Problem sehe, schreibt dieser. Der Konsumentenschutz befürchtet, dass Mitbewerber Salt nach dem Zusammenschluss nicht mehr in der Lage sein wird, mit Sunrise und Swisscom zu konkurrieren. ICT-Switzerland will Prüflabor für digitale Produkte osc. Viele Produkte durchlaufen Prüfverfahren, bevor sie auf den Schweizer Markt dürfen. Was bereits für Lebensmittel, Autos und Medikamente gilt, soll nach Ansicht des Branchen-Dachverbands ICT-Switzerland künftig auch für digitale Produkte gelten. Er fordert die Schaffung eines «Cybertesting Labs» in Partnerschaft mit Industrie, Forschung und Behörden. Vorbild sei das Chemielabor Spiez, heisst es in einer Mitteilung. So viel kosten öffentliche IT-Ausschreibungen osc. Was müssen Unternehmen über die Cloud wissen? Welche Servicemodelle gibt es? Und wie sieht eine Sourcing-Strategie für die Cloud aus? Antworten auf diese Fragen gibt das erste Video der neuen Videoserie «Bühler erklärt die IT-Welt» der «Netzwoche». Hansjörg Bühler, CEO von Soberano-Sourcing, erklärt darin in 5 Minuten die wichtigsten Begriffe, Services und Vorgehensweisen. rko/rja. Bund, Kantone, Gemeinden, Universitäten und Spitäler investieren jedes Jahr enorme Summen in ihre IT-Systeme, oft im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen. Anhand der Masterarbeit von Corinne Wegmüller lässt sich jetzt Genaueres sagen über die Stunden und Kosten, die investiert werden. Die Studentin der Universität Bern erkundigte sich bei 84 öffentlichen Auftraggebern und 56 IT-Anbietern. Aufseiten der staatlichen Behörden dauern die Arbeiten beim Verfahren rund 60 Stunden für Hardwarekäufe. Beim Kauf von kundenspezifischer Software sind es bis zu 140 Stunden. Aufseiten der IT-Anbieter sind die Unterschiede ebenso signifikant: 49 Stunden für ein Hardwareangebot, 70 Stunden für Standardsoftware und 240 Stunden für eine individuelle Anpassung. Da diese Offerten von IT-Profis erstellt werden, kann etwa ein Angebot für eine benutzerdefinierte Anwendung mehrere zehntausend Franken kosten (durchschnittlicher Stundenpreis 67 Franken). Andererseits schätzen die Verwaltungen, dass sie durch die öffentliche Ausschreibung zwischen 7 Prozent und 11 Prozent sparen, schreibt Wegmüller. IT-Einkäufe gestalteten sich mitunter besonders schwierig, betont die Autorin. Agile Entwicklung, schneller technologischer Fortschritt und sich ändernde Bedürfnisse seien Herausforderungen für öffentliche Ausschreibungen. Diese Schwierigkeiten erklärten auch, warum 45 Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Neue Video-Serie: Bühler erklärt die IT-Welt Jetzt online auf netzwoche.ch www.netzwoche.ch Bild: EmirMemedovski / iStock.com Prozent der öffentlichen IT-Aufträge ohne das Ausschreibungsverfahren vergeben würden. Hansjörg Bühler, Geschäftsführer von Soberano. 15 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Greens neues Rechenzentrum für Cloud-Giganten und KMUs i ECKDATEN Eckdaten Green Datacenter Zürich-West 3 ▪▪ 368 Tage Bauzeit ▪▪ Power Usage Effectiveness von 1,19 im Vollbetrieb ▪▪ 25 Kilowatt Leistung pro Rack ▪▪ Dedizierte Infrastruktur ab 4 Megawatt WWW.NETZWOCHE.CH Rote Zahlen bei Crealogix rja. Crealogix schliesst das Geschäftsjahr 2018/2019 mit einem Verlust von 6,3 Millionen Franken ab, wie «Finanz und Wirtschaft» unter Berufung auf AWP schreibt. Das Unternehmen, das unter anderem Software für Banken entwickelt, befinde sich derzeit in einem Transformationsprozess und habe sein Lizenzmodell gewechselt. Den Umsatz hingegen steigerte Crealogix erneut; 101,9 Millionen Franken entsprechen einem Plus von 18 Prozent. Volle Auftragsbücher und Erwartungen im SaaS-Geschäft sorgen für Zuversicht. osc. Green Datacenter hat im aargauischen Lupfig sein neues Rechenzentrum eröffnet. Beim «Datacenter Zürich- West 3», gleich neben dem Green-Hauptsitz, handelt es sich um das erste Hochleistungs-Rechenzentrum der Schweiz, wie SVP-Nationalrat und Green-Verwaltungsratspräsident Franz Grüter vor den Medien sagte. Grüter macht die Hochleistung an den Kennzahlen des Rechenzentrums fest. 25 Kilowatt mögliche Leistung pro Rack und 12 Megawatt im gesamten Rechenzentrum seien weltweit Spitzenwerte. Auch was die Sicherheit und die Effizienz anbelangt, spiele Green ganz vorne mit. Im Falle einer Stromunterbrechung soll der Betrieb mindestens 36 Stunden mit Generatoren weiterlaufen. Auf Hyperscaler zugeschnitten Zürich-West 3 ist das dritte Rechenzentrum in Lupfig. Und es soll nicht das letzte bleiben. Die Blöcke 4 bis 6 seien bereits in Planung, sagte Green-CEO Roger Süess. Die Dynamik in der ICT-Branche ermögliche diesen Expansionskurs. Zum einen nehme das Datenvolumen rasant zu, zum anderen treibe die Verlagerung von On-premise-Systemen in die Cloud die Nachfrage nach Rechenzentren. Vor allem bei den Public Clouds der sogenannten Hyperscaler (Google, Microsoft, AWS & Co.) liege in der Schweiz noch viel Wachstumspotenzial. Und auf diese Kunden zielt Green mit dem neuen Rechenzentrum ab. Mindestens einer der Hyperscaler (laut Medienberichten Google) habe seine Server in Lupfig stehen, sagte Grüter. Mehr wollte er über die Grosskunden allerdings nicht verraten. Nur so viel: Die Hyperscaler werden in den kommenden drei bis fünf Jahren ihre Aktivitäten in der Schweiz weiter ausbauen – und Green wolle das nutzen. Daneben wirbt Green um Kunden aus der Schweiz. CEO Süess will ein Ökosystem von Cloud- Diensten aufbauen, das Bedürfnisse vom KMU bis zum Grossunternehmen abdecken soll. Dabei komme zugute, dass die Hyperscaler hohe Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit, Leistung pro Quadratmeter und Vernetzung stellten. Gesichert sind diese Schleusen durch Handvenenscanner, Securitas-Wachleute und Zutrittsschranken, wie ein Rundgang durch das Rechenzentrum zeigte. In den innersten Bereich, wo die Racks der Kunden stehen, habe nicht einmal Green selbst Zutritt, sagte Grüter. Nur im Notfall würden die schweren Holztüren zu den Datenräumen geöffnet, was vom System aufgezeichnet werde und ein aufwändiges Prozedere nach sich ziehe. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Neues Standbein für die Schweizer Wirtschaft Green sieht sich als Pionier bei der Entwicklung des RZ- Standorts Schweiz. Die Aussichten, diesen weiter auszubauen, sind laut Süess gut. Nicht nur wegen der zahlungskräftigen Kunden hierzulande, sondern auch wegen der Qualität der Infrastruktur, den Spezialisten und der politischen Stabilität. Bereits heute verfüge die Schweiz nach Irland über die zweitgrösste Dichte an Rechenzentren in Europa. Die Schweiz als internationaler Cloud-Hub – dieses Ziel skizzierte auch Bundesrat Guy Parmelin am Festakt zur Eröffnung von Zürich-West 3. Daten seien in der digitalen Welt ein wertvolles Gut – und die Orte, an denen sie verarbeitet werden, dementsprechend wichtig, sagte der Wirtschaftsund Forschungsminister. Green leiste mit seiner Expansion einen Beitrag zum Aufbau eines neuen Wirtschaftszweigs. Internationale Unternehmen mit hohen Ansprüchen entscheiden sich für die Schweiz als Daten standort, wie Parmelin sagte. Sorgen mache ihm allerdings, dass sich in der Schweizer Bevölkerung eine gewisse Technik- und Wissenschaftsfeindlichkeit breitmache. Dies zeige sich etwa beim Aufbau der 5G-Infrastruktur, von der viele Zukunftstechnologien abhingen. Dies erschwere Forschung und Unternehmertum. Google greift Detailhändlern unter die Arme rja. Mit Grow My Store will der US-Tech-Konzern Google den Detailhandel unterstützen. Der Dienst untersucht die Website eines Händlers und macht Verbesserungsvorschläge. Wer den Empfehlungen folgt, soll Käufererwartungen besser erfüllen können. Laut Google basieren die im Bericht vermerkten Empfehlungen auf wissenschaftlichen Studien. Schweizer recherchieren vor einem Kauf immer häufiger im Internet, und hier bestünden Potenziale zur Kundenbindung, sowohl online wie offline. Referendum gegen das E-ID-Gesetz mur. Der Nationalrat hat im März ein Gesetz beschlossen, dass es privaten Firmen erlaubt, die digitale Identität herauszugeben. Die Digitale Gesellschaft ist damit nicht einverstanden und sucht nun 10 000 Bürgerinnen und Bürger, die Unterschriften zu einem Referendum beitragen. Die Unterschriftenaktion soll am 8. Oktober starten. Auch Wecollect, Grundrechte.ch und der Verein Publicbeta unterstützen das Referendum. Das Bundesgesetz sei ein Kniefall vor den Interessen der Wirtschaft und gehe auf Kosten der Demokratie. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2019

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