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Netzwoche 17/2019

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34 XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX Grafik: Dmitrii Kharchenko / iStock.com FOCUS USABILITY UND UX-DESIGN Benutzerfreundlich by Design jor. Benutzerfreundlichkeit ist nicht die Kür, sondern Teil des Pflichtprogramms. Mehr noch: Usability und User Experience (UX) sind Killer-Kriterien, die darüber entscheiden, ob ein App- oder Webprojekt wirklich etwas taugt, ob es die Menschen bewegt und ihr Leben erleichtert. Deswegen nehmen Usability-Experten und UX-Designer häufig Schlüsselrollen in Projekten ein. Aber was macht diese Rolle aus? Beim UX-Design stehen die Erfahrungen des Nutzers im Vordergrund, wie Samuel Manz, CEO und Gründer von Firegroup, auf Seite 37 schreibt. Ziel sei eine intuitive Bedienbarkeit und eine Usability, die dem Nutzer ein gutes Gefühl vermittle. UX-Designer müssten dementsprechend ihre Zielgruppe ebenso gut verstehen wie den Zweck der App oder der Website. Wer das Nutzererlebnis optimal gestalten will, muss die Bedürfnisse, Denk- und Verhaltensmuster der User kennen. Und diese Kenntnisse sollten von Anfang an in die Produktentwicklung miteinfliessen. Wie man so etwas strategisch umsetzen kann, erklärt Giancarlo Stoppa, UX-Specialist bei Mysign, auf Seite 38. Einer der klassischen Konflikte, der UX-Designern und Usability-Experten das Leben schwermachen kann, ist jener zwischen schneller und bedachter Entwicklung. Eine mögliche Lösung ist es, agile Methoden mit User Centered Design zu verbinden, wie Daniel Felix, CEO von Ergonomie & Technologie, auf Seite 39 aufzeigt. Wie das funktioniert? Felix empfiehlt: iteratives statt sequenzielles Vorgehen und qualitative statt quantitative Methoden. Was ein gutes UX-Design ausmacht und wie man herausfindet, wie ein Feature aussehen soll, darüber spricht Fred van den Anker, Dozent an der FHNW, im Interview ab Seite 40. Er benennt die grössten Fehler, die UX- Designer machen können und erklärt, wie sich die Herausforderungen aus UX-Sicht meistern lassen. 17 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Focus 35 User Interface Design und User Experience Design einfach erklärt Wer Berührungspunkte mit Webdesign und Webentwicklung hat, wird vermutlich schon die Begriffe User Interface Design und User Experience Design, also UI Design und UX Design, gehört haben. Doch was genau versteht man eigentlich darunter? Auch wenn beide Begriffe häufig synonym gebraucht werden, gibt es deutliche Unterschiede zwischen User Interface Design und User Experience Design. Vereinfacht gesagt, bestimmt das UI Design nämlich, wie die Website, E-Commerce-Plattform oder App aussieht, während das UX Design dafür verantwortlich ist, ob sich der User bei der Verwendung wohlfühlt. Look vs. Feel Beim UI Design steht also die Optik der Website oder des Onlineshops im Vordergrund. Es legt fest, wie die Navigationsleiste aussieht, wo sie sich befindet, wie Buttons gestaltet sind und wie sich Formulare dem Nutzer präsentieren. Ein guter Designer wird dabei natürlich nicht allein auf ein gutes Aussehen achten, sondern auch auf den praktischen Nutzen. Beim UX Design steht hingegen die Erfahrung des Nutzers im Vordergrund. Ziel ist hier vor allem eine intuitive Bedienbarkeit und gute Usability, die dem User ein gutes Gefühl vermittelt. Dementsprechend ist für perfektes UX Design eine gute Kenntnis der Zielgruppe notwendig ebenso wie ein gutes Verständnis für den Zweck der App oder Website. UI Design und UX Design im Zusammenspiel In der Praxis sind UI Design und UX Design nur schwer zu trennen. Beim User Interface Design fliessen, wie bereits erwähnt, meist automatisch Aspekte des User Experience Designs mit ein. Schliesslich nützt eine optisch ansprechende Website nur wenig, wenn sie nicht zuverlässig funktioniert. Auch ist UX Design ohne UI Design nicht möglich, vielmehr bildet das User Interface Design eine wichtige Komponente des User Experience Designs. Was bedeutet dies nun in der Praxis bei E-Commerce? Gibt es ein Patentrezept? Im Folgenden 5 Tipps für gutes UX Design – es gibt tatsächlich gewisse Elemente, die im Allgemeinen zu einem besseren UX Design führen: 1. Wie gut passen die angebotenen Funktionen zur Zielgruppe? Ist eine Zielgruppe wenig technikaffin, so sollte sie beispielsweise nicht mit zu komplexen Funktionen überfordert werden. 2. Wie schnell ist Ihre E-Commerce-Plattform? Bereits im Jahr 2007 wurde ein Zusammenhang von Ladezeit und Umsatz festgestellt. Dabei wurde belegt, dass Amazon bei 100 Millisekunden längerer Ladezeit, einen Umsatz von 1 Prozent einbüsst. Insbesondere die mobile Ladezeit ist dabei sehr wichtig. 3. Wie effizient kann der Käufer seinen Einkauf tätigen? Das Design des Shops sollte klar und einfach verständlich sein, sodass ein Kauf ohne Umwege problemlos getätigt werden kann. 4. Wie gut ist das Design? Neben Funktionalität sollte auch ein Augenmerk auf das Design gelegt werden. Es hat einen grossen Einfluss auf die User Experience und kann Besucher im schlechtesten Falle abschrecken. 5. Wie kommt man dem Markenversprechen nach? Wird das Markenversprechen von den Nutzern im Shop richtig wahrgenommen? Wird es dem Angebot gerecht? Es steht und fällt mit diesem Punkt im Endeffekt das Nutzererlebnis und entscheidet, ob es positiv oder negativ wahrgenommen wird. Grafik: makyzz / AdobeStock.com DER AUTOR Samuel Manz Experte für Digital Business & E-Commerce, CEO & Gründer Firegroup.com www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2019

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