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Netzwoche 2/2019

34 Service

34 Service Verbandsnachrichten Eine Frage der Infrastruktur 20 Jahre alt ist das Internet der Dinge und nun endlich wird es langsam erwachsen. Vorbei das Teenageralter mit seinen hochfliegenden Luftschlössern – jetzt wird’s konkret. Die von Asut organisierte IoT-Konferenz im April 2019 zeichnet anhand von vielen Praxisbeispielen den Weg vom Hype zur Realität nach. Das nächste Asut-Bulletin* hingegen zeigt auf, welche Netzwerke und Infrastrukturen der Entwicklung Auftrieb geben. ASUT Asut, der Schweizerische Verband der Telekommunikation, repräsentiert heute die Telekommunikations branche und sämtliche Wirtschaftszweige sind in ihm vertreten. Die Schweiz soll sich durch fairen, freien und dynamischen Wettbewerb als Land mit dem weltbesten Kommunikationsnetz und mit First-Class-Services positionieren, durch resiliente Systeme und smarte Infrastrukturen differenzieren und als ein auf die digitale Gesellschaft und Wirtschaft zugeschnittener Bildungs- und Forschungsplatz etablieren. www. asut.ch DIE AUTORIN Christine D’Anna- Huber cdh Wissenschaft im Text Auf dem Internet der Dinge (IoT), das Geräte, Fahrzeuge, Gebäude und ganze Transport- und Produktionssysteme verbindet, ruhen seit Langem grosse Hoffnungen. Das IoT soll den Zugang zu Daten und Prozessen vereinfachen, den Ressourcenverbrauch reduzieren, bessere Produkte, leistungsfähigere Prozesse, überall zugängliche Dienstleistungen sowie neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Es soll Maschinen, Produkte und Sensoren der «realen Welt» über das Internet mit der virtuellen Welt der Daten und der Software verknüpfen und dadurch den Alltag, aber auch Städte, Industrien, Energiesektor und Landwirtschaft smart machen. Das IoT soll also gleichzeitig Lebensqualität und Wirtschaftskraft potenzieren. Denn smart heisst: sicherer, bequemer, zeitsparender, effizienter und kostengünstiger. Smart heisst sicherer, bequemer, zeitsparender, effizienter und kostengünstiger. Lange Zeit klang das alles zwar sehr gut, aber doch eher theoretisch. Denn damit das neue E-Bike sogleich Alarm schlägt, wenn es gestohlen wird, das mobile EKG den Risikopatienten zuverlässig überwacht, damit Sensoren erkennen, wann der Abfalleimer voll ist, oder die teure Maschine rechtzeitig darauf hinweist, dass nun aber dringend ein Ölwechsel erfolgen sollte, müssen verknüpfte Systeme und ihre Nutzer stets und verlässlich auf Daten und Services zugreifen können. Doch wie sollten die bestehenden Datenübertragungsnetze den Anforderungen von Milliarden datensammelnden Sensoren und Abermillionen mit dem IoT vernetzter smarter Devices genügen? Denn IoT-Netze müssen vieles können: Sie müssen mit einer hohen Gerätedichte klarkommen, wenig Strom verbrauchen und gleichzeitig, bei niedrigen Betriebskosten, eine hohe Bandbreite, geringe Latenzzeiten und (zuweilen) eine grosse Reichweite aufweisen. Die physikalischen Netze, die heute in Betrieb sind, bringt das an ihre Grenzen. Und doch wächst das IoT nun auch dank der effizienten Nutzung oder der Weiterentwicklung bereits vorhandener Konnektivitätsoptionen. So kann die vorhandene Mobilfunkinfrastruktur etwa solche IoT-Anwendungen bereits meistern, die einen minimalen Datenaustausch voraussetzen. Und mit Narrowband-IoT steht ein auf dem 4G-Standard basierendes Maschinennetz in der Pipeline. Zudem ermöglichen auch WLAN sowie weitere nicht-lizenzierte Funkstandards wie Lora-WAN oder Sigfox die Vernetzung von IoT-Geräten. Mit den bereits verfügbaren Lora-WAN-Netzen sogar flächendeckend in der ganzen Schweiz. So richtig erwachsen ist das IoT noch nicht Noch mehr IoT-spezifische Funktionen bringt die neue Mobilfunktechnologie 5G: Beispielsweise für datenintensive IoT-Anwendungen, kritische Geschäftsprozesse oder Echtzeit-Anwendungen, etwa für eine hochgradig vernetzte (Fertigungs-)Industrie 4.0, eine dynamische Steuerung im Verkehr oder ein intelligentes Gebäude management. 5G unterstützt damit neue Anwendungen und Use-Cases, die mit den bisherigen Kommunikationsnetzen nicht möglich sind. So richtig erwachsen, heisst das, wird das IoT also doch erst in ein paar Jahren sein. (*) Anmerkung * Asut-Bulletin 1/2019: IoT – From Hype to Reality, Erscheinungsdatum: 20. Februar 2019, kostenlos zum Download unter: www.asut.ch, Rubrik Publikationen 02 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Service Verbandsnachrichten 35 IoT – From Hype to Reality Am 2. April findet im Kursaal Bern die IoT-Konferenz 2019 statt. Unter dem Titel «IoT – From Hype to Reality» zeigen CEOs führender Unternehmen, Experten und Praktiker Trends, Entwicklungen und Auswirkungen des IoT auf. Bereits in zwei Jahren werden in der Schweiz 50 bis 200 Millionen vernetzte Dinge in Betrieb sein und Mehrwert für Wirtschaft, Kunden und Gesellschaft schaffen. Sie ermöglichen beispielsweise im Gebäudebereich mehr Komfort für die Bewohner, schonen im Energiebereich Ressourcen oder tragen in der Mobilität zu einer besseren Auslastung der Infrastrukturen bei. Das Internet der Dinge verbindet dazu Geräte, Fahrzeuge, Gebäude oder Infrastrukturen, vereinfacht den kontinuierlichen Zugang zu Daten und Prozessen und ermöglicht damit bessere Produkte, effizientere Prozesse und neue Geschäftsmodelle. Diese rasante Entwicklung und die stetige Zunahme der Vernetzung stellt hohe Ansprüche an das Know-how der Unternehmen, an die verfügbaren Technologien sowie die Infrastrukturen und erfordert immer leistungsfähigere Netzwerke, die gleichzeitig robust, agil und sicher sein müssen. Unter dem Titel «IoT – From Hype to Reality» zeigen CEOs führender Unternehmen, Experten und Praktiker, welche Trends, Entwicklungen und Auswirkungen von IoT zu erwarten sind und welche Rollen Politik, öffentliche Hand und Wirtschaft dabei spielen können. An Praxisbeispielen wird aufgezeigt, wo die Chancen und Herausforderungen liegen. Wie immer bietet der Anlass den Teilnehmenden zudem den idealen Rahmen für Gespräche und Kontakte mit Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie mit Branchenvertretern und Kunden. Weitere Informationen und Anmeldung unter https://events.asut.ch IOT – FROM HYPE TO REALITY: PROGRAMM 08:30 – 09:15 Empfang 09:15 –09:30 Begrüssung // Peter Grütter, Präsident, Asut 09:30 –10:00 IoT heute und in Zukunft // Uwe Posautz, Cognitive Solutions Sales, IBM Deutschland, Österreich, Schweiz 10:00 –10:30 Smart Nation Switzerland – Auf dem Weg zur digitalen Schweiz // Philipp Metzger, Direktor, Bundesamt für Kommunikation 10:30 –11:00 Pause & Networking 11:00 –11:30 Sichere drahtlose Kommunikationstechnik für das Internet der Dinge // Thomas Seiler, CEO, U-Blox 11:30 –12:00 Welche Rolle Partnerschaften und etablierte Ökosysteme für IoT spielen // Julian Dömer, Head of Internet of Things, Swisscom Enterprise Customers 12:00 –12:30 IoT – Auswirkungen für Schweizer Hersteller und Anwender // Dirk Hoffmann, CEO, V-Zug 12:30 –14:00 Lunch & Networking 14:00 –14:30 «Hacking eines Spitals» – IoT an der Grenze zwischen hohem Nutzen und Lebensgefahr // Uwe Kissmann, Managing Director Cyber Strategy & Cyber Risk Services, Accenture EMEA 14:30 –15:00 IoT – Von der Vision zur Realität // Martin Bürki, Country Manager Switzerland & FL, Ericsson 15:00 –15:30 Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung von IoT-Projekten // Tobias Stähle, Sales Director SCM, Oracle Deutschland 15:30 –16:00 IoT für Kunden und Produktion // Thomas Koch, Head of IoT, Post CH 16:00 –16:30 Praktische Anwendung von IoT in der Schweiz am Beispiel einer Multistation // Daniel Binzegger, CEO, Cablex und Treiber von Ibion Schlusswort // Peter Grütter, Präsident, Asut Apéro & Networking www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2019

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