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Netzwoche 2/2019

WWW.NETZWOCHE.CH Galaxus

WWW.NETZWOCHE.CH Galaxus wird zum Migros-Onlineshop fpo. Digitec Galaxus hat das Sortiment auf Galaxus.ch mit 20 000 Non-Food-Produkten der Migros ergänzt. Wie Galaxus mitteilt, sollen es noch mehr werden. Die Mi gros wolle ihre Online-Power auf Galaxus bündeln. In einer ersten Phase verkaufe Galaxus Migros-Produkte, die in gängige Paketgrössen passen. Künftig kämen weitere Teile des Non-Food-Sortiments dazu. ▸ Webcode DPF8_122258 Acrevis digitalisiert mit Puzzle ITC und VSHN kfi. Die Acrevis Bank geht mit Puzzle ITC und VSHN eine Partnerschaft ein, wie es in einer Mitteilung von Acrevis heisst. Ziel sei es, eine Technologieplattform zu schaffen, um Digitalisierungsinitiativen effizienter umzusetzen. Damit will die Bank flexibler auf Kundenwünsche und Marktanforderungen eingehen. Den weniger agilen Backend-Systemen würden moderne und agile Komponenten vorgeschaltet. ▸ Webcode DPF8_122484 IBM kauft T-Systems das Geschäft mit Grossrechnern ab osc. T-Systems stösst sein Geschäft mit Grossrechnern ab. Für 860 Millionen Euro kauft ein Unternehmen die Sparte, das den Betrieb von Grossrechnern quasi in der DNA hat: IBM. Wie das «Handelsblatt» berichtet, wechseln im Rahmen des Deals rund 400 Mitarbeiter in sechs Ländern den Arbeitgeber. Die Hardware bleibe in den Rechenzentren von T-Systems in Deutschland, Spanien und Südafrika. Der Verkauf der Sparte sei Teil eines Umbauprogramms von T-Systems-CEO Adel Al-Saleh, schreibt das «Handelsblatt» weiter. Der US-Amerikaner sei vor rund einem Jahr angetreten, um das deutsche Unternehmen zu sanieren. Al-Saleh wolle T-Systems zum Anbieter von «passgenaueren Lösungen für seine Kunden» machen. Dazu würden Bild: thomas-jensen / unsplash.com Stellen abgebaut, Standorte geschlossen und Firmenteile veräussert. IBM auf der anderen Seite wolle sich wieder auf sein ehemaliges Kerngeschäft mit Mainframes konzentrieren, da es mit der künstlichen Intelligenz Watson nicht so laufe, wie es sich das US-Unternehmen vorgestellt habe. T-Systems wolle die Dienstleistungen rund um Grossrechner in Zukunft zusammen mit IBM anbieten. Bevor der Deal zustande komme, müssten ihm aber noch die Muttergesellschaft Deutsche Telekom sowie Kartellbehörden zustimmen. Dann könne der Verkauf im kommenden Mai realisiert werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_121535 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Wir sind soeben in ein neues Jahr gestartet und haben unseren Weg in die verheissungsvolle Zukunft wohl schon mit sehr vielen guten Vorsätzen zugepflastert. Der Augenblick ist günstig und bestimmt auch reif. Nur noch den inneren Schweinehund überwinden und endlich all das tun, wofür im alten Jahr schlicht keine Zeit war. Denn die Uhr tickt auch im neuen Jahr, und die digitale Transformation soll nun endlich Fahrt aufnehmen und die erhofften Früchte tragen. An guten Absichten mangelte es auch im vergangenen Jahr nicht. Aber irgendwie sind wir aus dem «Plan-Build-Run»-Hamsterrad nie ausgebrochen. Schon letztes Jahr wussten wir, dass wir ein neues Betriebsmodell brauchen, um all die neuen Technologien, Methoden und digitalen Initiativen umsetzen zu können. Immer schon wollten wir es richtig machen und alles von Anfang an gut überlegt anpacken. Aber auch im vergangenen Jahr wurden wir einfach von der Realität eingeholt. Wer konnte schon ahnen, dass uns die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) so viel Arbeit generiert. Auch wollten wir endlich eine fundierte und wohldurchdachte Cloud-Strategie aufbauen. Nun werden wir von Multi-Cloud-Lösungen überrannt und wissen nicht so recht, wie wir diese überwachen und mit all den bestehenden Altlasten integrieren sollen. Nicht, dass wir noch nicht mit der digitalen Transformation begonnen hätten. Aber irgendwie ist auch dies recht isoliert abgelaufen und fristet ein Pilotdasein. Eigentlich ist nur ein übersichtlicher Teil der Belegschaft wirklich involviert, die Mehrheit der Mannschaft weiss noch gar nicht, wohin die Reise gehen soll und was das Unternehmen vorhat. Nun haben wir also wieder ein ganzes Jahr vor uns. Jetzt muss es uns doch endlich gelingen! Das Jahr 2019 verspricht uns bereits viel: Es bringt uns 5G, E-Privacy, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, IoT, Blockchain und Distributed-Ledger-Technologien. Wir sind geradezu überzeugt davon, dass bis Jahresende alles besser wird und wir bis dann einen riesigen Schritt nach vorne getan haben werden. Dieses Jahr ganz bestimmt! Aber Achtung: Schon früher war die Zukunft immer besser! Wer aus der Erfahrung nicht lernt, der ist dazu verdammt, sie immer wieder zu machen. Dieses Sprichwort droht sich wohl auch im neuen Jahr wieder zu bewahrheiten. Wir laufen erneut Gefahr, vom Alltag eingeholt zu werden. Aber wer weiss, vielleicht schaffen wir es dieses Jahr doch endlich ... Die Hoffnung stirbt zuletzt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_122666 08 Business Aktuell Auch in der Vergangenheit war die Zukunft besser Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 02 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Nachgefragt 09 Giancarlo Palmisani sagt, wie es nach der Fusion von Simsa und Swico weitergeht Der Verband Simsa hat 2018 mit dem Swico fusioniert. Der Swico führt die Simsa als IG Web und IG Hosting weiter. Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen beim Swico, spricht über die Auswirkungen der Fusion und darüber, was beim Verband 2019 ansteht. Interview: Marc Landis Sie sind nun seit fünf Jahren beim Swico als Leiter Marketing und Verbandsdienstleistungen, wie haben Sie diese erlebt? Giancarlo Palmisani: Es waren sehr intensive Jahre, vor allem was die Projekte angeht, die wir angestossen und umgesetzt haben. Auf der Ebene der Organisation des Verbands, auf der Ebene der Struktur bei den Mitgliedern und für die Akquisition neuer Mitglieder. Wir haben in dieser Zeit auch gemeinsam mit dem Institut für Jungunternehmen IFJ eine Initiative gestartet, um Technologie-Start-ups im Swico zu sehr vorteilhaften Bedingungen eine Verbandsheimat zu bieten. Wir riefen auch verschiedene IGs ins Leben. Etwa die IG Information Security, die Integration von Eurocloud Swiss mit der IG Cloud, die IG ERP und nicht zuletzt die IG Web beziehungsweise die IG Hosting, die nun durch die Fusion mit der Simsa entstehen. Auch was die Mitgliederzahlen betrifft, hat sich in den letzten fünf Jahren einiges getan. Wir starten mit rund 630 Mitgliedern ins neue Jahr. Als ich im April 2013 anfing, waren es nicht ganz 400. Sie sprechen es an: 2018 war ein wichtiges Jahr für den Swico insbesondere durch die Integration der Simsa. Welche Auswirkungen hat diese Fusion auf die Verbandstätigkeit? Die Integration der Simsa ist für den Swico ein Glücksfall. Die beiden Mitglieder-Cluster, bestehend aus Hostern und Webagenturen, waren für Swico vor der Fusion mit der Simsa weisse Flecken oder anders gesagt: Sie passen perfekt zum Swico-Portfolio, weil wir aus diesem Bereich bis dahin kaum Mitglieder hatten. Mit der Simsa kamen auch wichtige Assets zum Swico wie etwa der Code of Conduct, die Weblex, die Ausbildung zum Web Project Manager. All das werden wir «im Sinne der Erfinder» weiterführen und ausbauen. Was geschieht mit den beiden Awards Best of Swiss Web und Best of Swiss Apps? Für die Branche und die Teilnehmenden ändert sich nichts. Die beiden Awards werden nach wie vor von der Best of Swiss Web GmbH durchgeführt, die sich im Eigentum der Netzmedien AG befindet. Die IG Web des Swico wird, wie es bisher die Simsa getan hat, die Jurymitglieder nominieren. Damit erhalten wir das gewohnte, hohe Qualitätsniveau aufrecht. Ich selbst bringe mich in den Steering Boards beider Awards als Swico-Vertreter ein. Insgesamt « Unsere grosse Stärke ist, dass wir in der Geschäftsstelle 15 Mitarbeitende haben, welche die Ideen und Initiativen aus den IGs ausarbeiten und operationalisieren. » Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen, Swico « Die Integration der Simsa ist für den Swico ein Glücksfall. » Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen, Swico beurteile ich die Konstellation als sehr günstig: Mit den Netzmedien haben die Awards einen starken Promotor und mit Christof Zogg einen exzellenten Jury-Chairman. Was will man noch mehr? Klar: Möglichst viele und gute Eingaben aus der Branche! Die Frist für den Best of Swiss Web Award läuft ja bereits. Wie geht es nach der Fusion mit der Simsa nun bei der IG Web und der IG Hosting weiter? Wir werden im ersten Quartal 2019 einen Kick-off haben und die verschiedenen Simsa-Assets, die durch die Fusion zu Swico gekommen sind, analysieren, und diese in den beiden IGs weiterentwickeln, beziehungsweise neue Ideen entwickeln. Ex-Simsa-Vertreter können natürlich auch in den Circles mitmachen, die Unternehmensfunktionen wie HR, Kommunikation oder Public Affairs abbilden. Diesbezüglich die bedeutsamste Erweiterung wird wohl die Umgestaltung und Öffnung der Kommission IT-Recht zum Swico Legal Circle sein. Bei allen IGs und Circles gilt: Sie definieren die Richtung, sie entwickeln Vorschläge, aber die Arbeit findet dann beim Swico «in der Fabrik» an der Josefstrasse 218 in Zürich statt. Unsere grosse Stärke ist, dass wir in der Geschäftsstelle 15 Mitarbeitende haben, welche die Ideen und Initiativen aus den IGs ausarbeiten und operationalisieren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_122650 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2019

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