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Netzwoche 6/2019

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40 Technology Aktuell

40 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Mit Blockchain gegen den illegalen Haustierhandel lha. Mithilfe der Blockchain sagt das Zürcher Start-up Cognipet dem illegalen Haustierhandel den Kampf an. Ziel des Unternehmens ist es gemäss Mitteilung, seriöse Züchter mit verantwortungsvollen Haustierhaltern zusammenzuführen. Züchter könnten Zertifikate, Stammbäume und medizinische Dokumente offen einsehbar für potenzielle Käufer auf der Blockchain hinterlegen, schreibt das Unternehmen. Ausserdem biete die Cognipet-Mobile-App die Möglichkeit, eine digitale ID der Tiere zu erstellen. ▸ Webcode DPF8_130358 IBM pfeift für KI-Tests auf Flickr-Bildrechte kfi. Um seine Gesichtserkennungssoftware zu trainieren, hat sich IBM bei der Bilddatenbank Flickr bedient. Dabei soll IBM rund eine Million Bilder verwendet haben, ohne das Einverständnis der darauf abgebildeten Personen einzuholen. Laut US-Medien gab der Technologiekonzern das betreffende Datenmaterial sogar noch an andere Unternehmen und Forschungseinrichtungen weiter, um sie bei der Entwicklung ihrer eigenen Programme zu unterstützen. ▸ Webcode DPF8_130117 Bill Gates zeigt Technologien der Zukunft Bill Gates sagt, welche Technologien er 2019 als wegweisend betrachtet. eca. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat Bill Gates gebeten, seine Auswahl der Top 10 der wegweisenden technologischen Durchbrüche für 2019 zu nennen. Gates nannte unter anderem folgende vier Technologien: Kernkraftwerke der Zukunft: Neue Designs sollen Kernkraftwerke sicherer und kostengünstiger machen. Dazu zählen etwa Kernspaltungsreaktoren der vierten Generation – eine Weiterentwicklung herkömmlicher Systeme. Kleine modulare Reaktoren mit etwa einem Hundertstel der Leistung sollen das Umweltrisiko verringern. Aber auch Fusionsreaktoren – eine Technologie, die lange unerreichbar schien – werden immer realer. Kundenspezifische Krebsimpfstoffe: Das deutsche Start-up Biontech zeigte, dass ein Impfstoff, der Kopien von Krebs-Mutationen enthält, das Immunsystem des Körpers anregt, T-Zellen zu produzieren. T-Zellen suchen, attackieren und zerstören Krebszellen. Aktuell läuft eine Studie des Start-ups in Zusammenarbeit mit dem Biotech- Unternehmen Genentech. Der kuhfreie Burger: Laborgezüchtetes Fleisch soll die Umweltbelastung, die durch die Viehzucht entsteht, reduzieren. Forscher der Universität Maastricht in den Niederlanden gehen davon aus, bereits bis zum nächsten Jahr einen Labor-Burger entwickelt zu haben. Das Problem: Gemäss einem aktuellen Bericht des WEF sollen die damit verbundenen CO2-Emissionen nur etwa 7 Prozent geringer sein als diejenigen der Fleischproduktion. Und auch am Geschmack werde noch gearbeitet. Kohlenstoff-Fänger: Um einen gefährlichen Temperaturanstieg zu verhindern, muss die Welt in diesem Jahrhundert bis zu 1 Billion Tonnen CO2 aus unserer Atmosphäre entfernen, wie das Klima-Panel der Uno mitteilte. Der Klimaforscher David Keith geht davon aus, dass dies maschinell für etwa 100 US-Dollar pro Tonne möglich sei. Sein Start-up Carbon Engineering will künstlichen Treibstoff aus dem eingefangenen Kohlendioxid produzieren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_129452 Forscher warnen vor Apple Airpods SwissIX knüpft ans Green Datacenter an lha. Green Datacenter hat sich mit seinem Datacenter in Lupfig dem SwissIX angeschlossen. Per sofort sei das Aargauer Datacenter eine der fünf Core Sites des Internet Exchange Point, teilt Green mit. Cloud-Anbieter, Carrier, Content-Provider sowie Unternehmen wickelten ihren Datenverkehr über SwissIX direkt ab, ohne Umwege über internationale Transit-Anbieter. Die ersten neuen Kunden sollen zur Einführung mit Sonderkonditionen belohnt werden. ▸ Webcode DPF8_130164 eca. Die Airpods von Apple verbinden sich drahtlos mit einem Smartphone via Bluetooth – die populäre Technologie für Kurzstreckenfunk. Laut «dailymail.co.uk» machen die drahtlosen Kopfhörer von Apple und Beats einen Marktanteil von 40 Prozent aus. Im vergangenen Jahr habe Apple 28 Millionen der kleinen weissen Stöpsel verkauft, 2017 waren es 16 Millionen. Nun lancierten 250 Wissenschaftler aus 40 Ländern einen Appell. Drahtlose Technologie sei mit potenziellen Gesundheitsrisiken verbunden und die Politik habe es versäumt, diese Gefahren zu begrenzen. Die zwei Stöpsel in einem Set von Apples Airpods etwa kommunizierten via ein elektromagnetisches Induktionsfeld miteinander – ein Stöpsel sendet also Signale durch das Hirn des Nutzers hindurch zum anderen Stöpsel. Die Wissenschaft ist sich nicht ganz einig Das National Institute of Health in den USA bezweifelt, dass die Strahlung von Smartphone-Netzen tatsächlich krebserregend sei. Hingegen deklarierte die International Agency for Research on Cancer die Strahlung von elektromagnetischen Feldern schon 2011 als möglicherweise krebs erregend. Martin Pall, emeritierter Professor für Biochemie an der Washington State University, verfasste 2018 eine Studie zum Thema: «Wi-Fi ist eine bedeutende Bedrohung für die menschliche Gesundheit.» Er argumentiert, dass eine Gesundheitsgefährdung nicht allein von der Stärke oder Intensität eines EMF-Signals (EMF: elektromagnetische Felder) abhänge. Wie Pall schreibt, zeigt die einschlägige Forschungsliteratur, wie pulsierte EMF in den meisten Fällen biologisch aktiver sind als nicht-pulsierte EMF mit der gleichen Intensität. «Je smarter die Geräte, desto mehr pulsieren sie», heisst es in Palls Studie. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_130261 06 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 41 Unternehmen sind mit Cloud-Providern zufrieden, doch die Erwartungen steigen Anfänglich haben Unternehmen noch Berührungsängste mit Cloud-Services gezeigt. Nach einigen Jahren der Erfahrung wichen diese Ängste aber einer pragmatischen Sichtweise. Jedoch gibt es einige Gründe, warum Unternehmen mit externen Dienstleistern nicht immer zufrieden sind. Die Cloud-Provider haben dazugelernt. Bei der Projektumsetzung und beim laufenden Betrieb sind sie professioneller geworden. Dies zeigen zumindest die Resultate unserer neuen Studie zum Schweizer Cloud-Markt. Auf einer Skala von 1 bis 4 ist die Gesamtzufriedenheit bei den befragten IT-Verantwortlichen bezüglich Projektabwicklung durch die Provider um 0,45 Punkte gestiegen und steht heute bei 3,18 – eine deutliche Verbesserung. Noch aber gibt es hier Luft nach oben. Gefragt ist Fachwissen Im Vergleich zu unserer letzten Studie zum Thema aus dem Jahr 2015 stiegen aber auch die Erwartungen an die Provider. Denn es geht heute per se nicht mehr nur um die Private oder Public Cloud, sondern um die Integration in bestehende, eigene Umgebungen (hybride ICT) oder auch um den Betrieb mehrerer Services und Lösungen aus der Cloud (Multi-Cloud-Betrieb). Hybride und Multi-Cloud-Umgebungen dominieren heute den ICT-Betrieb in vielen Unternehmen. Das Management dieser gemischten, komplexen Umgebungen stellt höchste Anforderungen an die Verantwortlichen. Um eine einwandfreie Interoperabilität zwischen einzelnen Clouds und dem weiterhin in Eigenregie geführten Betrieb zu gewährleisten, ist Fachwissen gefragt. So sind viele Anwendungen parallel zu verwalten und unterschiedlichste Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Gerade bei Teilprojekten besteht das Risiko, dass diese isoliert ablaufen, eine nicht geplante Richtung einschlagen können und damit die Sicht auf das Gesamtziel verloren geht. Realistische, gemeinsam klar definierte Zielsetzungen und deren beiderseitige Abstimmung, laufende gegenseitige Information und Kommunikation, standardisierte Prozesse und ein professionelles Projektcontrolling können hier den Grundstein für die erfolgreiche Abwicklung von Projekten legen. ERFAHRUNGEN MIT CLOUD-PROVIDERN & -DIENSTLEISTERN Welche Erfahrungen haben Sie generell mit Cloud- Computing-Projekten und entsprechenden Providern / Dienstleistern in Ihrem Unternehmen gemacht? Nur 1 Antwort möglich Durchschnittsnote 3.18 1 = nicht erfüllt, schwach | 4 = voll und ganz erfüllt Die Erwartungen wurden mehrheitlich erfüllt Die Erwartungen wurden nur vereinzelt erfüllt Die Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt keine Antwort DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Gründe für die Nichterfüllung der Anforderungen Integration und Migration sind hochkomplex, hier wird am «offenen Herzen» der ICT gearbeitet. Da ist viel Expertise gefordert. Im eigenen Hause fehlt es oft an entsprechendem Know-how und personellen Ressourcen. Nicht immer sind aber externe Dienstleister in der Lage, diese Lücken zur vollen Zufriedenheit zu schliessen. Die Gründe für die Nichterfüllung der Anforderungen und Erwartungen an die Dienstleister sind zwar in der jeweiligen Ausprägung vielfältig, können jedoch vereinfacht zusammengefasst werden. Die Hauptprobleme waren: ·· Kosten waren zu hoch ·· Qualitätserwartungen wurden nicht erfüllt ·· Versprochene Expertise war nicht vorhanden 27 % 47 % 15 % 11 % Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_132207 Quelle: MSM Research AG www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2019

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