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Netzwoche 6/2019

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DIGITAL BUSINESS

DIGITAL BUSINESS TRANSFORMATION STRATEGIEN | MODELLE | PROZESSE JETZT BUCHEN UND PRÄSENZ MARKIEREN! Erscheinungstermin: → 3. Juli 2019 Mediadaten: → netzmedien.ch/ mediadaten Davide Mariniello Sales Director +41 44 355 63 33 | +41 79 943 24 45 davide.mariniello@netzmedien.ch Markus Stotz Senior Sales Consultant +41 44 355 63 50 | +41 79 505 35 50 markus.stotz@netzmedien.ch Colette Mader Sales Consultant +41 44 355 63 39 | +41 79 850 10 00 colette.mader@netzmedien.ch Ausgabe auf Deutsch und Französisch

Wild Card 53 Digitalisierung ohne Daten? Die Schweiz braucht das Satellitenprogramm der EU! Immer wieder heisst es, die Schweiz wolle Digitalisierungs-Leader sein und bei der Innovation ganz vorne mitspielen. Das ist löblich, doch gleichzeitig wird die eigenständige Datenpolitik der Schweiz torpediert, indem der Bundesrat eine aktive Beteiligung am Satellitenprogramm der EU verhindert. Ein Programm, das für breit gefächerte Themen wie etwa Umweltschutz oder Landnutzung bis hin zum Verkehr zentral ist. «Copernicus» ist bereits heute die weltweit drittgrösste Datenquelle und eröffnet Staat und Privatwirtschaft neue Möglichkeiten. Marcel Dobler, Präsident ICT-Switzerland und FDP-Nationalrat Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_131903 «Copernicus» ist ein von der Europäischen Union gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA gegründetes Erdbeobachtungsprogramm. Dank «Copernicus» können Lösungen für anstehende Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Naturkatastrophen, Raumplanung, Landnutzung, Verkehr und Energie entwickelt werden. Treiber der Digitalisierung «Copernicus» ist bereits heute die weltweit drittgrösste Datenquelle und eröffnet Staat und Privatwirtschaft neue Möglichkeiten. Das Programm ist aufgrund seiner Datenmenge eine wichtige Komponente für eine langfristige Sicherung von Europas Unabhängigkeit beim Zugang zu globalen Daten und Schlüsseltechnologien. «Copernicus»-Daten bieten unbegrenzte Möglichkeiten Ein Beispiel: «Copernicus» ist für Bodenzonierungen wertvoll. Die Daten helfen, ein besseres Bodenverständnis zu entwickeln, um in der Folge konkrete Massnahmen zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit und der Einlagerung von CO2 in den Boden zu erreichen. Auf der Basis der Satellitendaten kann der Ausbringungszeitpunkt und die Menge von Kunstdünger für ein optimales Pflanzenwachstum berechnet werden. Wird dies optimiert, können bei einer Fläche von 400 000 Hektar 28 Millionen Kilogramm CO2 eingespart werden. Dieser Verbrauch entspricht dem eines Flugzeugs für rund 2000 Erdumrundungen. Marktzugang für Anbieter blockiert Nimmt die Schweiz am Programm nicht teil, werden Schweizer Hardwareproduzenten, die Zulieferer von Hightech-Komponenten für die Raumfahrt sind, faktisch ausgeschlossen. Die Schweiz riskiert ohne die Teilnahme am Programm, dass die in den letzten Jahrzehnten gesammelten Kompetenzen und entwickelten Technologien verloren gehen – nicht nur in der Industrie, sondern auch an den Hochschulen. Eine weitere Konsequenz wäre, dass ein Teil des Personals aus der Forschung und von Zulieferern die Schweiz verlassen könnte. Ein Programm, das für viele Departemente wichtig ist Eigentlich müssten praktisch alle Departemente des Bundes an «Copernicus» interessiert sein – gerade auch, weil die Schweiz über kein eigenes nationales Raumfahrtprogramm und auch kein nationales Erdbeobachtungsprogramm verfügt. Aber einmal mehr sind die Kompetenzen in der Bundesverwaltung nicht klar und die Budgetfrage wird ebenfalls nicht geklärt. «Copernicus» ist das einzige Space- Programm, auf das die Schweiz potenziell Zugriff hat – und das wird hartnäckig ignoriert. Solange aber der Bundesrat eine Teilnahme am «Copernicus»-Programm ablehnt, hat die Schweiz grosse Planungs- und Rechtsunsicherheit und es droht ein beschränkter oder zeitverzögerter Zugang zu den «Coper nicus»-Daten. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2019

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