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Netzwoche 6/2019

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10 Business Fachbeitrag

10 Business Fachbeitrag Fünf Tipps, um mit der Cloud Schritt zu halten Cloud-Anbieter legen ein hohes Innovationstempo vor. Einige IT-Teams fürchten, angesichts der dynamischen Entwicklung den Anschluss zu verpassen. Mit den richtigen Massnahmen bleiben Unternehmen jedoch immer auf der Höhe der Zeit. Neue Services in einem extrem schnellen Takt – viele Unternehmen schätzen besonders diesen Vorteil der Cloud. Schliesslich können IT-Abteilungen damit relativ schnell und einfach neue Anwendungen kreieren, welche die Firma voranbringen. Allerdings müssen sie auch prüfen, wie sie innovative Cloud-Features im Einklang mit Unternehmensvorgaben schnell und unkompliziert einführen können. Wie sich dieser Spagat meistern lässt, zeigen die folgenden fünf Tipps. 1. Den Managementstil überdenken Wechselt ein Unternehmen in die Cloud, wird die IT-Abteilung oft mit Zugriffsanfragen auf die damit möglichen Services überschwemmt. Das ist vor allem in eher starr organisierten Unternehmen eine kulturelle Herausforderung. Denn oft bedeutet die Migration in die Cloud auch einen Schritt vom konservativen, zentralisierten IT-Management hin zu einem dezentralen, DevOps-ähnlichen Modell. Viele Unternehmen, die Entwicklern mehr Autonomie geben möchten, erlauben es ihnen, selbst zu entscheiden, welche Services am besten geeignet sind. Firmen mit einem stärker zentralisierten Modell auditieren jeden neuen Cloud-Service in einem aufwändigen Prozess. Es ist ratsam, beide Ansätze zu verstehen und den geeigneten Weg zu finden. Dieser kann für verschiedene Projekte innerhalb des Unternehmens variieren, etwa indem man Applikationen nach Security- und Compliance-Anforderungen aufteilt und für diese unterschiedliche Cloud-Services freigibt. 2. Mit kleineren Einheiten das Risiko begrenzen Eine Möglichkeit, mehr Services mit mehr Output und weniger Risiken einzuführen, besteht darin, jedem Team einen eigenen Account zu geben. So haben die Teams freie Hand – aber nur innerhalb ihres Kontos. Der «Blast Radius» – der Einflussbereich möglicher Probleme – bleibt dadurch begrenzt auf das Konto. 3. Ein Framework nach eigenen Anforderungen bauen Unternehmen können den Prozess bei Anfragen nach neuen Services von der IT-Abteilung beschleunigen, indem sie für ihre Entwickler ein Dokument mit verfügbaren Cloud- Services erstellen. In diesem wird jeder Dienst hinsichtlich Sicherheit, Management, Integration, Architekturstandard und Kompatibilität nach den eigenen Standards bewertet. Zugleich lassen sich Kriterien und Prozesse festlegen, die bei Standardabweichungen gelten sollen. Das mag zunächst recht aufwändig sein. Allerdings können Anträge auf neue Dienste und Ausnahmen so schnell und gründlich beantwortet werden. 4. Services in einer Sandbox starten und aufbauen Um Erfahrungen mit neuen Cloud-Services zu sammeln, hilft die Einrichtung einer Sandbox-Umgebung. Die Dienste können dann einfach und automatisch deaktiviert werden, um zu verhindern, dass sie ungenutzt weiterlaufen und Kosten verursachen. 5. Anpassungszeit einplanen und auf agile Methoden setzen Die Implementierung neuer Services erfordert, dass die IT in den Bereichen Sicherheit, Management und Prozesse einige Anpassungen vornimmt. Das kann besonders in sehr grossen Unternehmen eine Weile dauern. Kleine Anfangsschwierigkeiten mag es auch deshalb geben, weil Experten, die sich jahrelang um physische Infrastruktur gekümmert haben, nun für virtuelle Services verantwortlich sind. Mit einer vernünftig bemessenen Einarbeitungszeit und den richtigen Schulungen lässt sich dieses Problem lösen. Die in vielen Unternehmen zugrunde liegenden Wasserfall-Methoden kommen angesichts der Komplexität moderner Systeme an ihre Grenzen. Zum Change-Management rund um die Cloud sollte deshalb auch der Wechsel auf agile Modelle und Betriebskonzepte nach DevOps-Methoden gehören. Bild: Ilja Mašík / Fotolia.com DER AUTOR Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_131971 Constantin Gonzalez Principal Solutions Architect, Amazon Web Services 06 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 11 Warum die Migration auf SAP S/4 Hana kein Spaziergang ist SAP stellt 2025 den Support für seine alten ERP-Lösungen ein und unterstützt nur noch das neue System S/4 Hana. Aus diesem Anlass lud Process Partner zum «SAP S/4 Hana Bootcamp» ein. Am Event zeigten Spezialisten auf, wie die Migration auf S/4 Hana gelingt und weshalb eine ausführliche Planungsphase essenziell ist. Autorin: Leslie Haeny «In der Einladung haben wir Ihnen geschrieben, dass es 5 vor 12 ist, und das aus gutem Grund», begrüsste Andreas Haas, Sales & Marketing Manager bei Process Partner, die Besucher am «SAP S/4 Hana Bootcamp». Haas spielte damit darauf an, dass SAP 2025 den Mainstream-Support für seine bisherigen ERP-Lösungen einstellt. Wer auch in sechs Jahren noch Unterstützung von SAP in Anspruch nehmen will, muss auf die Linux-basierte In-Memory- Datenbank S/4 Hana umsteigen. «Bei der Umstellung handelt es sich nicht um ein Patchup, das man in wenigen Tagen durchführen kann, sondern um ein Grossprojekt», erklärte Process-Partner-CEO Michael Rothmund den Bootcamp-Besuchern im Restaurant «Au Premier» im Zürcher Hauptbahnhof. Der CEO des SAP-Beratungsunternehmens geht davon aus, dass in der Schweiz noch rund 300 Unternehmen die Migration auf S/4 Hana vollziehen müssen. Mit dem Greenfield oder Brownfield Approach zu S/4 Hana Simon Butz, Head of Product Management & Technology bei Process Partner, zeigte auf, welche Ansätze es für den Weg nach S/4 Hana gibt. Beim Greenfield Approach werde ein System aus S/4 Hana neu aufgebaut. «Man beginnt also auf einer grünen Wiese.» Beim Brownfield-Ansatz werde das bereits vorhandene System auf das neue migriert. Die Dauer für die Migration variiert laut Butz stark. Bei den meisten Process-Partner-Kunden liege der Aufwand zwischen 100 und 150 Tagen. Bei komplexen Installationen und grossen Unternehmen komme der Aufwand aber um Faktoren höher zu liegen. Ohne Analyse und Planung geht gar nichts Wie alle Redner am Bootcamp betonten, ist vor dem eigentlichen Wechsel zu S/4 Hana eine ausgiebige Planungs- und Vorbereitungsphase nötig. «Das alte System fit für die Migration zu machen, bedeutet einen mindestens so grossen, wenn nicht grösseren Aufwand als der eigentliche Wechsel», erläuterte Patrick Frei, Head of Logistic Consulting bei Process Partner. Es gebe jedoch nicht den einen Weg zu S/4 Hana, da jedes Unternehmen auf andere Prozesse angewiesen sei und mit verschiedenen Systemen arbeiteten, die sich auf einem unterschiedlichen Stand befänden. Auf die Analysephase und darauf, welche Voraussetzungen ein Unternehmen für einen SAP-Readyness-Check mitbringen muss, ging Newvision-CEO Martin Bär ein. Er zeigte die Anforderungen für einen solchen Readyness- Check auf. Ebenfalls mit der Analyse und Planung setzt sich der «SAP S/4 Hana Adoption Starter» auseinander. Mit dem Programm erhielten Unternehmen innerhalb von 90 Tagen eine Roadmap für die Umstellung auf das neue SAP- System. Anfangs richtete sich der Adoption Starter an SAP- Direktkunden, mittlerweile wird er auch von Partnern eingesetzt, wie Markus Andres, Solution Center Manager MEE bei SAP Schweiz sagte. Andres räumte ein, dass 90 Tage eine eher lange Zeit für die Analyse und Planung sei. Eine abgekürzte Version, um herauszufinden, warum, was und wie migriert werden solle, gebe es momentan noch nicht. Der Adoption Starter sei auf Englisch und auf Deutsch verfügbar. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_128157 Andreas Haas, Markus Andres, Simon Butz, Michael Rothmund, Martin Bär und Patrick Frei (v. l.) vom SAP-Beratungsunternehmen Process Partner. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2019

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