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Netzwoche 8/2019

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34 Technology Aktuell

34 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Datenleck bei Polizei in Schaffhausen mur. Die Polizei in Schaffhausen hat im Dezember persönliche Unterlagen von Mitarbeitenden in ihrem internen Netzwerk preisgegeben. Laut den «Schaffhauser Nachrichten» war der Fehler auf ein Sicherheitsleck zurückzuführen. Man habe die Daten über eine Abfrage mit der Explorer-Suchfunktion finden können. Die Rapporte für Tatbestände seien vom Leck nicht betroffen gewesen. Der Kantonale Datenschutzbeauftragte Christoph Storrer sei nicht über das Leck informiert worden. Er behalte sich vor, ein Aufsichtsverfahren einzu leiten. ▸ Webcode DPF8_135534 Post-Drohnen fliegen wieder in Zürich und Lugano kfi. Die Schweizerische Post hat ihre Drohnenflüge in Zürich und Lugano wieder aufgenommen. Im Januar hatte die Post ihre Testflüge gestoppt, nachdem eine Drohne in den Zürichsee abgestürzt war. Ursache sei ein Kurzschluss gewesen, teilt die Post mit. Ein Zusammenstoss mit einem Vogel wurde ausgeschlossen. Der Hersteller Matternet habe nun Änderungen an den Drohnen vorgenommen. Diese habe das Bundesamt für Zivilluftfahrt abgesegnet. ▸ Webcode DPF8_123238 Erster Zellcomputer mit zwei Rechenkernen osc. Ein Team von Forschern um Martin Fussenegger, Professor für Biotechnologie und Bioingenieurwissenschaften am Departement Biosysteme der ETH Zürich in Basel, hat einen Weg gefunden, einen Prozessor aus biologischen Bauteilen zu konstruieren. Der von den ETH-Wissenschaftlern entwickelte Prozessor beruhe auf einem modifizierten Crispr/Cas-System und könne beliebig viele Eingaben in Form von RNA-Molekülen (sogenannter Leit-RNA) verarbeiten, schreibt die Hochschule auf ihrer Website. Mehrkern-Datenverarbeitung Den Kern des Prozessors stelle eine spezielle Variante des Cas9-Proteins dar. Die CPU reguliere als Antwort auf die Eingabe durch Leit-RNA-Sequenzen die Aktivität eines bestimmten Gens, sodass das zugehörige Protein hergestellt werde. Damit hätten die Forscher in menschlichen Zellen skalierbare Schaltnetze programmieren können, die wie digitale Halbaddierer aus zwei Eingängen und zwei Ausgängen bestehen und zwei einstellige Binärzahlen addieren könnten. Die Wissenschaftler gingen laut ETH noch einen Schritt weiter und schufen analog zur digitalen Welt einen biologischen Dual-Core-Prozessor, in dem sie zwei Rechnerkerne in eine Zelle einbauten. Dazu hätten sie Crispr/ Cas-Einheiten von zwei unterschiedlichen Bakterien verwendet. «Damit haben wir den ersten Zellcomputer mit mehr als einem Rechnerkern geschaffen», zitiert die ETH Fussenegger. Dieser Biocomputer sei nicht nur extrem klein, sondern im Prinzip auch beliebig skalierbar. «Man stelle sich ein Mikrogewebe mit mehreren Milliarden Zellen vor, und jede davon verfügt über einen Dual-Core-Prozessor. Solche ‹Rechenorgane› könnten eine theoretische Rechenkapazität erreichen, die diejenige eines digitalen Supercomputers bei Weitem übertrifft, und das mit einem Bruchteil Bild: louis reed / unsplash der Energie», so Fussenegger weiter. Ein solcher Zellcomputer könne etwa dazu verwendet werden, biologische Signale aus dem Körper, wie gewisse Stoffwechselprodukte oder Botenstoffe, wahrzunehmen, sie zu verarbeiten und wunschgemäss zu reagieren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_135580 Anzeige SICHER UND COMPLIANT AUF WOLKE SIEBEN Egal, auf welcher Anbieter-Cloud Sie schweben möchten — wir begleiten Sie auf Ihrer Transformations-Reise. Und machen Ihre Compliance-Anforderungen zu leichtem Gepäck. AVECTRIS SWISS CLOUD Agil. Compliant. Sicher. 08 / 2019 IT. Simply Personal. www.netzwoche.ch © netzmedien ag www.avectris.ch/cloud

Technology Research 35 Fachabteilungen – Silobauer oder Innovatoren? Zu den drei Topthemen in den Unternehmen zählen derzeit die Cloud, Mobile Computing und Data Analytics. Wie unsere aktuell laufenden Studien zeigen, werden diese allerdings bis in drei Jahren von ihren Topplätzen im Ranking abgelöst durch die Themen künstliche Intelligenz, Augmented und Virtual Reality sowie Blockchain. Quelle: MSM Research AG DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG In der zunehmend digitalisierten Welt dreht sich alles um Tempo, Reaktionszeiten, Innovation und Agilität. Aus heutiger Sicht dürfen wir gespannt sein, wie und welche praktischen Cases und Lösungsansätze sich aus den ersten kreativen Ideen der neuen Themen künstliche Intelligenz, Augmented und Virtual Reality sowie Blockchain entwickeln werden. Und wie aus den ersten Lösungsansätzen nachhaltig wettbewerbsfähige und kommerziell erfolgreiche Business-Cases realisiert werden. Als sicher gilt aber, dass die Anforderungen an die ICT- Abteilungen weiter steigen. Und als ebenso sicher gilt, dass nicht alle ICT-Abteilungen mit dem Tempo Schritt halten können, das mit der digitalen (R)evolution einhergeht. In der zunehmend digitalisierten Welt dreht sich alles um Tempo, Reaktionszeiten, Innovation und Agilität. Nur eine rasche Implementierung neuer Lösungen und die Ausstattung mit modernen Devices und Technologien garantiert, dass Unternehmen mit dem Innovationstempo in der digitalen Welt mithalten können. Kein Alleingang! Viele Fachbereiche verfolgen diese Entwicklung mit Sorge. Sie haben entsprechend hohe Erwartungen an die ICT- Verantwortlichen. Aus ihrer Sicht sind die ICT-Abteilungen aber nicht immer in der Lage, ausreichend Zeit für fachspezifische, innovative und neue Geschäftsmodelle unterstützende Lösungen aufzubringen. Die Folge davon ist, dass die Businessabteilungen die Dinge selbst angehen. Die Cloud hat die Grundlage geschaffen, sich mit Blick auf neue Technologien selbst zu bedienen. Sie hat die Implementierung und Nutzung neuer Lösungen demokratisiert. Die Fachabteilungen stossen nicht nur zunehmend ICT- Projekte an oder entscheiden mit, sie verfügen auch über eigene Budgets zur Umsetzung von Initiativen im Bereich der ICT. Aus Sicht der ICT-Verantwortlichen ist dieser Alleingang durch die Fachabteilungen allerdings kein optimaler Weg, Innovationen und neue Ideen umzusetzen. Ohne enge Zusammenarbeit mit den ICT-Fachleuten und ohne die Abstimmung mit strategischen ICT-Zielsetzungen können Sicherheitsprobleme, Doppelspurigkeiten und eine ausufernde Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_136574 Heterogenisierung der ICT- Umgebung mit Blick auf die beschafften und eingesetzten Lösungen entstehen. Zwei Szenarien Die Fachabteilungen können also zum einen wieder zu Silobauern werden; dann gibt es eine Entwicklung, die so mancher ICT-Chef in den vergangenen Jahren verhindern und beseitigen wollte. Ziel war es, keine Silos, keine Schatten-ICT mehr, keine heterogene Landschaft mit vielen Insellösungen, die eine erfolgreiche Orchestrierung der Unternehmens-ICT gefährdet. Zum anderen können Fachabteilungen die eigentlichen Innovatoren und Treiber einer entsprechend auf die neuen Wettbewerbsparameter ausgerichteten Unternehmens-ICT sein. Sie können sich in den Bau einer wettbewerbsstarken, agilen und flexiblen ICT integrieren. Beide Szenarien widerspiegeln den Stand der Dinge und die aktuelle Diskussion in vielen Unternehmen. Doch angesagt ist die enge Zusammenarbeit der ICT und der Fachabteilungen. Sie kann den Weg ebnen für eine erfolgreiche, auf Innovationen basierende Digitalisierung, die dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile schafft. EINFLUSS FACHBEREICHE: SILOBAUER ODER INNOVATOREN? Welchen Einfluss haben die Fachbereiche auf die Bereitstellung und Nutzung externer Cloud-Services? Mehrfachantworten möglich. n = 77 Betreiben selbst eine Lösung in der Cloud Stossen Projekte an Entscheiden und arbeiten aktiv mit Marketing Vertrieb Finanzen/Controlling HR/Personal Produktion Entwicklung/Forschung Logistik Kundenservice 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% www.netzwoche.ch © netzmedien ag 08 / 2019

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