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Netzwoche 8/2019

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48 Management & Career

48 Management & Career Aktuell Trügerische WWW.NETZWOCHE.CH Gebäudeinformatiker ersetzen bald Telematiker lba. Der Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen hat ein Konzept für die Überarbeitung der Grundbildung zum Telematiker erarbeitet. Zusammen mit ICT-Berufsbildung Schweiz plant er, die Ausbildung durch den Gebäudeinformatiker EFZ zu ersetzen. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation gab im Februar grünes Licht für die neue Grundbildung. ▸ Webcode DPF8_136045 «Höhle der Löwen» kommt in die Schweiz ssc. Ende 2018 hat TV24 bekannt gegeben, dass die TV- Show «Die Höhle der Löwen» in die Schweiz kommt. Zu den Löwen gehören Roland Brack, Anja Graf, Jürg Marquard, Bettina Hein und Tobias Reichmuth. Insgesamt bekamen 42 Start-ups aus der Deutschschweiz sowie einige deutsche Vertreter einen Platz in der Sendung, wie Startupticker.ch schreibt. ▸ Webcode DPF8_135837 Schweiz büsst an Standortattraktivität ein Grafik: Snyde88 / iStock.com mur. «Noch vor 20 Jahren hat sich die Hälfte der Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Europa errichten wollten, für die Schweiz entschieden», schreibt McKinsey. «Seither ist das Land jedoch gegenüber anderen Standorten in Europa und weltweit ins Hintertreffen geraten.» Der Unternehmensberater verfasste in Kooperation mit Economiesuisse, Swissholdings und der Swiss-American Chamber of Commerce einen Bericht zur Standortattraktivität der Schweiz. Dabei gab es folgende Erkenntnisse: ·· International tätige Firmen generieren über ein Drittel des Schweizer Bruttoinlandprodukts. ·· Die Schweiz rutschte als Standort für Hauptsitze von Platz 1 auf Platz 3 ab. ·· Die Schweiz verpasste es, internationale Unternehmen in wachstumsstarken Sektoren anzuziehen, mit Ausnahme des Bereichs Life Sciences. ·· International tätige Firmen verlagern Aktivitäten vermehrt ins Ausland. Während in der Vergangenheit vor allem das Backoffice in ausländische Shared Services Centers abwanderte, gibt es in jüngster Zeit auch immer mehr vollständige Kompetenzzentren im Ausland, etwa im Bereich Digital und Advanced Analytics. ·· Die Schweiz weist zunehmend Defizite auf bei Standortfaktoren wie der Verfügbarkeit und Mobilität von hochqualifizierten Arbeitskräften. «Traditionelle Stärken wie steuerliche und regulatorische Stabilität beginnen zu verblassen», schreibt McKinsey. Auch im Standortmarketing verliere die Schweiz gegenüber Ländern, die besser koordiniert seien und mit mehr Ressourcen für die Ansiedelung neuer und den Erhalt bestehender international tätiger Unternehmen würben. ·· Die Schweiz könnte wieder zum führenden Standort für international tätige Firmen werden, sagt McKinsey. Dafür sollte sie zu ihrer wirtschaftsfreundlichen Grundhaltung zurückfinden, ihre Einwanderungspolitik für hochqualifizierte Arbeitskräfte überdenken und mehr Studienplätze für stark nachgefragte Fachrichtungen bereitstellen. Die Schweiz sollte zudem ihre Position im internationalen Kontext klären und ein aktiveres Standortmarketing betreiben, fordert McKinsey. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_136581 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Es wird wieder gehackt und gephisht, was das Zeug hält. Die «Cyberattacken» sind auf der Risiko-Landkarte des World Economic Forum 2019 mittlerweile auf gleicher Stufe wie die Folgen von Klimawandel oder Naturkatastrophen. Kein Wunder ist das Thema Cybersecurity endlich vom Büro der Firewall-Administratoren in der obersten Chef etage gelandet. Die Bussen-Drohungen seitens EU-DSGVO aus dem Vorjahr stecken zudem noch tief in den Knochen. Dass etwas getan werden muss, ist wohl bei jedem verantwortungsvollen Manager angekommen. Und es wird auch einiges investiert, damit das Gewissen beruhigt ist. Gemäss Gartner sollen im Jahr 2018 12,4 Prozent mehr in die Sicherheit der IT-Infrastrukturen gesteckt worden sein. In diesem Jahr sollen es nochmals 9 Prozent mehr sein. Dass der Ernst der Lage erkannt wird, mag wohl niemand mehr zu bezweifeln. Es hat sich zwischenzeitlich auch in den meisten Organisationen herumgesprochen, dass sich trotz all der raffinierten Abwehrsysteme und Antiviren lösungen immer noch hartnäckig eine sehr grosse Schwachstelle hält: der Mensch. Dieser sorglose Mitarbeiter, der Dateien von Unbekannten öffnet oder gar direkt einen Link aufruft und nicht realisiert, dass er sich und dem Unternehmen gerade einen Trojaner oder einen Wurm eingefangen hat. Dieser Mitarbeiter ist auch etwas unberechenbarer als die Technik, die Netzwerke oder Mailserver. Man kann ihn nur mit klaren Sicherheitsrichtlinien darauf hinweisen, sich vorsichtig zu verhalten und mantra-mässig an das Sicherheitsbewusstsein appellieren. Innerhalb eines Unternehmens gibt es jedoch noch ein viel schwächeres Glied in der Sicherheitskette als der unachtsame Mitarbeiter: das Topmanagement. Dieses ignoriert vielfach die Bedrohungen durch Hacker und hat oft das Gefühl, dass alle selbstauferlegten Sicherheitsvorgaben im Unternehmen nichts mit der eigenen Position zu tun haben und nur für alle anderen Mitarbeiter gelten. Doch gerade ihre Sonderstellung mit privilegiertem Zugang zu Unternehmensdaten und -geheimnissen macht die Führungsetage besonders attraktiv für Cyberkriminelle. Die perfiden Hacker streuen nicht mehr flächendeckend virenverseuchte Mails, sondern attackieren gezielt die Manager und ihr Umfeld. Dass sich diese an allen Sicherheitsvorschriften vorbei Daten auf die unterschiedlichsten BYOD-Geräte oder Cloud-Systeme hochladen und sich aus allen Winkeln der Erde in fremde Netzwerke einwählen, um an die Informationen zu gelangen, macht es professionellen Hackern dann oft leicht. «Walk the talk» wäre hier eigentlich angebracht. Viel lieber vertraut sich der Manager selbst am meisten und führt das Unternehmen und sich damit in eine trügerische Sicherheit. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_135523 Sicherheit Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 08 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Studie 49 So viel verdienen Informatiker 2019 Der Kanton Zürich hat sein «Lohnbuch Schweiz» publiziert. Die Redaktion zeigt, wer in der ICT-Branche aktuell wie viel verdient und was sich im Vergleich mit 2018 verändert hat. Autor: Oliver Schneider Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich (AWA) hat sein Lohnbuch für die Schweiz 2019 veröffentlicht. Es enthält Mindestlöhne sowie orts- und berufsübliche Löhne für verschiedene Branchen und wurde zusammen mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden verfasst, wie die Herausgeber schreiben. Die mehr als 9400 Lohnangaben stammen laut Autoren aus Gesamtarbeitsverträgen (GAV) sowie von Empfehlungen und aus Statistiken schweizerischer Berufs- und Arbeitgeberverbände. Das Lohnbuch gibt somit Auskunft darüber, mit welchem monatlichen Verdienst Arbeitnehmer im Schnitt rechnen können. Dienstjahre und Ausbildung entscheiden In der Telekommunikationsbranche (Festnetz) liegen die Löhne genau wie im vergangenen Jahr zwischen knapp 4200 Franken für eine Büroassistenz oder eine Hilfskraft und 9200 Franken für einen ICT-Systementwickler mit «anspruchsvollen» Aufgaben. Normale Systementwickler haben einen Lohn von 6222 Franken. Bereichs- und Teamleiter in der Telko-IT verdienen rund 7500 Franken, Supportmitarbeiter zwischen 4700 und und 6200 Franken. Die Zahlen basieren auf dem GAV der Swisscom, der Anfang 2018 erneuert wurde. Demnach haben Arbeitnehmer ausserdem Anspruch auf einen 13. Monatslohn, Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit sowie mindestens 5 Wochen Ferien. Der betriebliche Mindestlohn im Mobilfunk auf Grundlage des GAV von Sunrise liegt bei 4500 Franken. In der IT gliedert das Lohnbuch die Löhne nach der Anzahl Dienstjahre auf. So beträgt der schweizerische Medianlohn für einen Applikationsentwickler mit 42 Wochenstunden und weniger als 25 Altersjahren knapp 6000 Franken. Mit zunehmendem Alter steigt der Lohn, wobei der grösste Anstieg zwischen dem 25. und 30. Altersjahr erfolgt. Ab einem Alter von 49 können Applikationsentwickler wie schon 2018 mit rund 9200 Franken pro Monat rechnen. Der Lohnanstieg mit dem Alter ist allerdings nicht bei allen IT-Berufen gleich stark. So verdienen Senior-Programm-Manager ab 49 Jahren mit 11 771 Franken kaum mehr als ihre 35-jährigen Kollegen (10 466 Franken). Ausser den Angaben nach Alter weist das Lohnbuch auch Löhne nach Ausbildung aus. So verdient ein Informatiker EFZ in der Softwareentwicklung nach der Lehre 4615 Franken ohne Abschluss und 4700 Franken mit Abschluss der Berufsmittelschule. Informatiker mit einem Bachelor steigen mit 6000 Franken in den Beruf ein. Ein Master-Abschluss Beruf unterste Altersklasse höchste Altersklasse Softwareentwicklung Data Scientist Senior 7281 9462 Netzwerkspezialist 5919 8673 ICT-Systemingenieur 6227 9455 Software-Ingenieur 5612 9500 Wirtschaftsinformatiker 6143 9540 User-Experience-Architekt 7279 8656 IT-Planung und Beratung ICT-Berater 6549 9357 ICT-Qualitätsmanager 8211 10’271 ICT-Controller 7558 8978 ICT-Sicherheitsbeauftragter 7577 9634 ICT-Systemspezialist 5650 9379 Organisationsmanager 7916 9309 Projektleiter 6641 10’554 Prozessmanager 7868 8550 Artikel online auf www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_135628 Beruf unterste Altersklasse höchste Altersklasse Betrieb, Rechenzentren Applikationsmanager 5039 8422 Business-Analyst 6770 9023 ICT-Change-Manager 7364 8694 ICT-Helpdesk-Mitarbeiter 5342 8308 ICT-Operator 5700 6516 ICT-Systemadministrator 5987 9570 ICT-System-Controller 7230 8225 Netzwerkadministrator 6574 8881 Programm-Manager Senior 10’466 11’771 Installation und Support ICT-Supporter 5727 7331 ICT-Techniker 5100 7757 Informationsdienstleistungen, Datenmanagement Datenbankadministrator 6566 8442 Datenbankspezialist 7723 9262 an einer Fachhochschule oder Universität ergibt einen Anfangslohn von 6538 beziehungsweise 6669 Franken. Auf Grundlage von Empfehlungen des Verbands ICT- Berufsbildung Bern sind im Lohnbuch die Löhne von Mediamatikern und Informatikern EFZ in der Webdesign- Branche verzeichnet. Mediamatiker mit vierjähriger Lehre verdienen demnach 4615 Franken (4700 Franken mit Berufsmittelschule). Informatiker EFZ können mit den gleichen Löhnen rechnen. Informatiker mit Bachelor einer Fachhochschule haben einen Lohn von 6000 Franken. Empfehlungen für die Informatik-Lehre Das Lohnbuch gibt in seiner 2019er-Ausgabe auch Empfehlungen für die Saläre von Lernenden. Im ersten Jahr der Lehre beträgt die Empfehlung 550 bis 650 Franken für einen Informatiker EFZ. Im zweiten Jahr steigt der Lohn auf 750 bis 850 Franken, im dritten auf 950 bis 1100 Franken. Im vierten Jahr der Lehre sollte er zwischen 1200 und 1400 Franken liegen. Insgesamt betrachtet sind die Löhne im Vergleich zu 2018 ungefähr gleich geblieben. Einige ICT-Arbeitnehmer verdienen mehr, andere weniger. Das Lohnbuch 2019 enthält ausserdem eine Reihe von neuen Berufen, während andere gestrichen wurden. Im Durchschnitt sind die Löhne im Kanton Zürich am höchsten. Am wenigsten verdienen ICT-Mitarbeiter im Kanton Tessin. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 08 / 2019

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