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MeinZuhause 2020

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1 4 e n e r g i e e f f

1 4 e n e r g i e e f f i z i e n t BaU e n e n e r g i e e f f i z i e n t BaU e n 1 5 richtig handeln, um ruhiger zu schlafen Wolfgang Sanwald Was ist man Experte in Sachen in Sonnenschutz Sachen ökologische so alles und tun nachhaltige kann Bauweise. Im Interview erklärt er, worauf Bauherren achten müssen – und wovon sie besser die Finger lassen sollten. Von Andreas Pröbstle. Herr Sanwald, in kurzen Worten: Was genau bedeutet eigentlich ökologisch bauen? Wie baut man nachhaltig? Ökologisch und nachhaltig sind eigentlich zwei Begriffe, die zunächst einzeln zu erklären wären, die aber natürlich auch gemeinsam betrachtet werden müssen. Beim ökologischen Bauen stehen die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen dem Menschen, der gebauten Umwelt und der durch das Bauen beanspruchten Ressourcen im Vordergrund, wobei hier häufig nur der Einsatz von Baumaterialien gesehen wird. Nachhaltiges Bauen fügt dem ökologischen Ansatz weitere wichtige Aspekte hinzu. Neben der bewussten Verwendung vorhandener Ressourcen spielen hier die Minimierung der Energieverbräuche, die ökonomischen Lebenszyklusbetrachtungen und die sozialen Komponenten ebenso wichtige Rollen. Die 2007 gegründete Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, kurz DGNB, fokussiert in ihrem Nachhaltigkeitskonzept, das die Grundlage für DGNB-Zertifizierungen bildet, insgesamt sechs Themenfelder. Zu Ökologie, Ökonomie und den soziokulturellen und funktionalen Aspekten kommen auch die Technik, der Herstellungsprozess („graue Energie“) und der Standort bei der Planung und dem Bau von Gebäuden hinzu. Ökologisches Bauen liegt im Trend. Woher kommt das Bedürfnis der Menschen nach mehr Harmonie mit ihrer unmittelbaren Umgebung? Das Haus bzw. die Wohnung ist schlicht der Ort, an dem man sich die meiste Zeit im Leben aufhält, der privateste Ort also, den man sich vorstellen kann, und an dem möchte man sicher und gesund leben können. Hinzu kommt auch, dass, wer heute baut, sich in der Regel gut informiert und sich über die Reichweite seiner Handlung, die er beim Bauen mit dem ökologischen „Foot-Print“ hinterlässt, im Bilde ist. Es wäre schön, wenn daraus das Bedürfnis entstünde, richtig zu handeln, um ruhiger zu schlafen. Welche Vorgehensweise empfehlen Sie ökologisch orientierten Bauherren und Modernisierern auf der Suche nach geeigneten Partnern? Keine einfache Frage: In den 80ern und 90er Jahren gab es im Zuge der Öko-Bewegung der ersten Stunde allerorts ökologische Baustoffhändler, diverse Handwerkerinitiativen und so manchen Öko-Planer, die sich allesamt nur auf das Bauen mit ökologische Baustoffen konzentrierten. Heute ist das etwas anders. Auf Seiten der Bauprodukte herrscht eine enorme Vielfalt. Hier ist zu empfehlen, auf gütegeprüfte und bauaufsichtlich zugelassene und gegebenenfalls auch auf zertifizierte Produkte zu achten, denn nur diese dürfen am Bau eingesetzt werden. Auf den zugehörigen Produktdatenblättern werden dabei alle Inhaltsstoffe transparent gelistet. Das ist nicht immer einfach zu verstehen, aber dafür gibt es erfahrene Architektinnen und Architekten sowie Fachleute, die helfen. Ökologisches Bauen ist sicher auch eine Frage der individuellen Philosophie und Interpretation. Wie aber lassen sich wirklich seriöse Baupartner finden? Das merkt man schnell im Gespräch, wie offen die Baupartner – also Architekten, Fachingenieure und Handwerker - für solche Fragen tatsächlich sind. Die Baubranche in Deutschland könnte man insgesamt vielleicht als „konservativ“ bezeichnen. Das meine ich nicht negativ, sondern eher im Sinne von „werterhaltend“ und „traditionsbewusst“. Viele Handwerkstechniken haben eine jahrhundertealte Geschichte, die sich nicht von heute auf morgen ändert. Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen setzt sich dann auch nur durch, wenn es lange erprobt ist und sich bewährt hat. Gleiches gilt bei der Verwendung von Baustoffen, die mehr und mehr hinsichtlich Herstellungsprozess, CO2-Bilanz, Transportweg und Recycling-Fähigkeit hinterfragt werden. Es findet hier seit Jahren schon ein Umdenken satt. Ein seriöser Baupartner ist für Fragen offen und nimmt sich auch für diese Themen Zeit. Wie lassen sich ökologisches Bauen und die in aller Regel erwünschte Energieersparnis miteinander vereinbaren? Für mich ist das eine vom anderen untrennbar. Wer ökologisch, im Sinne von nachhaltig, baut, muss auf geringstmöglichen Energieverbrauch achten, ob beim Neubau oder beim Bauen im Bestand. Gerade die Sanierung und Modernisierung unserer Altbauten, und dabei meine ich nicht nur das alte idyllische Bauernhaus, sondern auch Gebäude aus den 80er und 90er Jahren, bilden das größte Potenzial für Klima- und Umweltschutz durch Energieeinsparung. Wenn hier die Bereitschaft zum Einsatz ökologischer Baustoffe da ist – umso besser. Welche Möglichkeiten hat ein Bauherr, um verlässlich Fachkompetenz, Seriosität und Leistungskraft eines potenziellen Partners zu überprüfen? Zu diesem Thema gibt es unzählige Plattformen im Internet, die sich teils auch nur Einzelthemen widmen. Um zusammenhängende, ganzheitliche Betrachtung der Bau-Themen bemüht sich zum Beispiel auch die Architektenkammer Baden-Württemberg (www.akbw.de). Sie bietet den Bauherren unter „architektenprofi le.de“ eine Recherche-Möglichkeit für die Suche nach passenden Planern an, die über Datenbanken nach Fachlisten, Büroverzeichnis und Auszeichnungsverfahren gegliedert ist. Für spezifische Fachthemen bietet sich auch das Baubiologische Institut Rosenheim an. Das Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN (unabhängige private GmbH) zertifiziert seit 40 Jahren baubiologische Beratungsstellen, an die man sich wenden kann. Das Institut bietet auch ein Verzeichnis mit Suchfunktion für Messtechniker, Energieberater, Architekten, Ingenieure, Handwerker, Techniker, Baustoffhersteller, Produktanbieter, Labore, Umweltmediziner und mehr an. Für Energie- und För- dermittelberatung sind ganz sicher auch die Plattformen der KfW-Bank (www.kfw.de) und die Energieeffizienzexpertenliste der DENA (Deutsche Energie-Agentur GmbH) zu empfehlen. Für alle Plattformen im Netz gilt grundsätzlich: Die Quelle genau ansehen - wer oder welche Interessen stehen hinter den angebotenen Informationen? Ein wichtiger Punkt für viele Bauherren sind Qualitätsstandards und -siegel. Gibt es solche im Bereich ökologisches Bauen, und wenn ja: Welche sind verlässlich? Zum Beispiel für Holzprodukte die FSC und PEFC Zertifizierungen, für Energieeffizienz die Passivhaus-zertifizierten Produkte des Passivhaus Institut GmbH Darmstadt und für Gebäude die DGNB Zertifizierung (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V.). Wichtig beim ökologischen Bauen sind auch geeignete Baumaterialien. Lassen die nicht schnell einen Kostenrahmen explodieren? Das ist meines Erachtens genau die Kernfrage, an der sich nicht selten die Geister scheiden. Die schon zuvor erwähnte DGNB sagt dazu folgendes - Zitat: „Ein Vorurteil hält sich hartnäckig, wenn es um Nachhaltigkeit im Allgemeinen und Nachhaltiges Bauen im Besonderen geht: die angeblich hohen Kosten. Hier lohnen sich jedoch ein zweiter Blick und ein Vergleich zum Beispiel der unterschiedlichen verfügbaren Produkte. Das Überraschende: Produkte, die Nachhaltigkeitsmerkmale erfüllen, sind oftmals gar nicht teurer. Und wer sich ganz bewusst für diese entscheidet, kann am Ende sogar Geld sparen. Hintergrund: Solche Produkte machen sich erst im Lauf der Zeit bezahlt, da sie beispielsweise dafür sorgen, dass die Betriebskosten langfristig niedriger sind“. Mit an- deren Worten: Nachhaltigkeit ist nichts für schnelle Rendite! Tatsächlich sind beispielsweise ökologische Dämmstoffe teurer. Holzfaser- oder mineralische Dämmstoffe sind eine Alternative zu Polystyrol - etwas teurer, aber dafür mit deutlich besserer Ökobilanz. Oft sind die Kosten eine Hürde, die bei der Produktauswahl den Ausschlag gibt. Ich rate frühzeitig zur Priorisierung: Was ist mir wichtig, und wo bin ich bereit, Kompromisse oder Abstriche hinzunehmen? Das ist sehr wichtig, denn es lassen sich häufig mit ein paar Quadratmetern weniger Wohnfläche erheblich Baukosten sparen, die dann für ökologische Lösungen eingesetzt werden können. Obendrein schont man durch weniger Wohnfl äche auch noch unsere Umwelt! Stichwort Eigenleistungen: Kann man diese in ein ökologisch-nachhaltiges Baukonzept mit einbringen? Welche Gewerke bieten sich aus Ihrer Sicht an? Das Bauen ist heute ein überaus komplexer Prozess, bei dem es vieles zu beachten gilt. Besonders, wenn es um Energieeffizienz geht, kommt es auf die Ausführungen im Detail an, die meist nur durch fachlich qualifizierte Handwerker ausgeführt werden können. Wenn dazu noch der Wunsch nach Gewährleistung für die Bauausführung kommt, ist Eigenleistung nicht ratsam. Das wärmebrückenfreie Anbringen von Wärmedämmung, von Luftdichtungen, von Feuchtigkeitsabdichtung und Installationen aller Art sowie der Einbau von Estrichen und Unterböden, von hocheffizienten Fenstern und Türen, von Tragwerken und Massivbauteilen sind Fachfi rmen vorbehalten. Vereinfacht könnte man sagen, dass das Fertigstellen von Oberfl ächen noch am ehesten in Eigenleistung möglich erscheint. Der Freie Architekt (Dipl.Ing.) und Stadtplaner Wolfgang Sanwald, Jahrgang 1961, ist verheiratet mit seiner Frau Renske. Der Vater von drei Jungs ist Mitglied der Architektenkammer Baden-Württemberg, als deren stellvertretender Bezirksvorsitzender er fungiert, und Vorsitzender der Architektenkammergruppe Heidenheim. Sanwald ist zudem Gründungsmitglied des „Runden Tisch Energie Heidenheim“, er ist BAFA Energieberater (Vor-Ort Beratung), DENA Effizienzhaus-Experte (KfW Antragsberechtigt) und Mitglied in der IG Passivhaus Darmstadt. Fotos: © Natascha schröm IMMOBILIENVERKAUF IST VERTRAUENSSACHE Ich bin für Sie da – Full-Service rund um Ihre Immobilie! Nutzen Sie meine über 30-jährige Erfahrung. Günter Taubert Wir bewerten Ihre Immobilie marktgerecht Wir erstellen professionelle Exposés Wir bereiten den Notartermin professionell vor Wir verfügen über das entsprechende Know-How Ausgezeichnet für langjährige Erfahrung, besonderes Engagement für Kunden sowie überdurchschnittliche Kundenbewertungen. Zum 4. Mal in Folge! 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