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WOHLBEFINDEN

WOHLBEFINDEN Strandbummel beim Zahnarzt Ein bestimmter Geruch, der Anblick des Behandlungsstuhls, das Geräusch des Bohrers – vielen Patienten macht das Angst. Dr. Wolfgang Nespital aus Neustrelitz weiß, was ihnen hilft. Von Marina Spreemann Die Wolken sehen aus wie Schäfchen, die Wellen rauschen, Möwen ziehen vorbei. Die Frau wandert am Strand entlang. In ihren Gedanken. Denn in Wirklichkeit sitzt sie auf dem Zahnarztstuhl und lässt ihr Gebiss behandeln. Schmerzen spürt sie nicht. Wenn der Arzt fertig ist, steht sie entspannt auf und verlässt die Praxis guter Dinge. Wohlfühlen beim Zahnarzt? Doch das geht, sogar bei ganz ängstlichen Patienten. Mit zahnärztlicher Hypnose, wie sie zum Beispiel Dr. Wolfgang Nespital in Neustrelitz anbietet. Mit Show und Tricks hat das für ihn rein gar nichts zu tun. Für ihn ist die Hypnose vielmehr eine besondere Art der Kommunikation mit seinen Patienten. Nach einem langen Vorgespräch, in dem der Mediziner viel über sein Gegenüber erfahren hat, kann er dann auf dem Behandlungsstuhl helfen, die Aufmerksamkeit ganz nach innen zu lenken. „Ich unterstütze den Patienten durch meine Gesprächsführung und meine Worte, durch die ganze Atmosphäre im Behandlungszimmer dabei, seine Entspannungsfähigkeit zu mobilisieren und sich in eine Wohlfühlsituation zu versetzen“, erklärt er. Der Patient erreiche dabei einen Trance-Zustand, erlebe eine Art Tagtraum. Der Wille des Patienten werde aber zu keiner Zeit außer Kraft gesetzt, ist ihm noch wichtig. „Diesen Zustand kennt jeder aus dem Alltag, wenn man in ein Buch oder einen Film vertieft ist und alles um sich herum ausblendet. Kinder schaffen das auch beim Spielen.“ Er mache den Patienten einen Vorschlag, die Gedanken vielleicht auf eine schöne, ganz persönliche Wohlfühlsituation zu lenken. „Manche reisen ganz tief in ihr Inneres, sehen sich vor ihrem geistigen Auge auf ihrer Gartenbank sitzen, mit den Kindern im Sandkasten spielen, Boot fahren oder eben am Strand bummeln. Andere werden einfach nur ganz ruhig, atmen tief und gleichmäßig und sind völlig entspannt.“ Besser ohne Angst Der Neustrelitzer Zahnarzt Dr. Wolfgang Nespital © Marina Spreemann Genau das ist Nespitals Ziel. „Dem Patienten soll es gut gehen, und er soll bereit zur Behandlung sein.“ Jeder dritte Bundesbürger habe Angst vor dem Zahnarzt, oft weil er den Besuch mit negativen Erinnerungen verbindet. „Ängstliche Patienten auf dem Stuhl zu haben, ist auch für einen Zahnarzt nicht angenehm.“ Deshalb hat er sich vor 17 Jahren – wie seine Frau, die 26 | 27 kerngesund

© agsandrew - Fotolia.com ebenfalls Zahnärztin ist, und inzwischen auch seine Tochter – der zahnärztlichen Hypnose zugewandt und entsprechende Ausbildungen gemacht. Von der Methode ist er absolut überzeugt. „Die Patienten verlieren ihre Angst, können sich entspannen und sogar wohlfühlen. Ich kann viel besser arbeiten und muss weniger Medikamente einsetzen“, fasst er zusammen. Wenn der Patient das selbst möchte und der „Draht“ zwischen beiden stimmt, lasse sich die Hypnose auch bei jedem anwenden. „Ich würde Zähneziehen und Operationen am liebsten nur noch unter Hypnose machen“, sagt er. Inzwischen kommen Patienten ganz gezielt wegen dieser Methode in die Praxis Nespital. Auch wenn die Krankenkassen die zusätzlichen Kosten dafür bislang nicht übernehmen. Seit Anfang des Jahres leitet der Zahnmediziner die neue Regionalstelle MV der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose (DGZH) und arbeitet als Trainer für seine Berufskollegen. „Ich will sie von der Hypnose überzeugen, denn die Angst vor dem Zahnarzt ist erlernt – und man kann sie wieder verlernen“, erklärt der Neustrelitzer. Das erleichterte Lächeln eines ängstlichen Patienten nach der Behandlung unter Hypnose ist ihm der beste Beweis und zugleich die schönste Belohnung. Leitsätze Selbst gewählte Leitsätze helfen bei der inneren Vorstellung von Zielen, die unter anderem mit dem autogenen Training erreicht werden sollen. Fünf Beispiele: Ruhe und Gelassenheit – in allen Lebenslagen! Ich schaffe es! In der Ruhe liegt die Kraft! Schmerz zunehmend unwichtig – Ruhe wichtig! Zigaretten unwichtig – Gelassenheit wichtig! Bei allem was wir tun lautet unser Motto: „Hand in Hand schaffen wir das!“ Wir sind ein junges Unternehmen mit einem Team bestehend aus engagierten und liebevollen Fachkräften, welches sich seit 2009 auf die medizinische und soziale Betreuung von Beatmungs- und Wachkomapatienten in der Pflege spezialisiert hat. Unser Team besteht ausschließlich aus hoch motivierten speziell ausgebildeten Pflege-Fachkräften. Die Mitarbeiter betreuen Patienten in der 1:1 Pflege – 24 Stunden täglich in ihrer Häuslichkeit im familiären Umfeld oder in unserer WG (1:2,5 Pflege) in Neustrelitz. Für uns ist es selbstverständlich, dass sich die Mitarbeiter ständig fort- und weiterbilden. In allen Bereichen der Pflege wie Palliativpflege, Hygienefachpflege, Heimbeatmungspflege, Tracheostoma-/ Stomaexperten, Ernährungsexperten, Wundexperten. So sind unsere Fachkräfte immer auf einem hohen Qualitäts- und Kompetenzgrad um unseren Patienten die bestmögliche Pflege zukommen zu lassen. Ziel unserer Arbeit ist es, unsere Patienten zur größtmöglichen Selbständigkeit zu befähigen, Einschränkungen auszugleichen, um individuelle Lebensqualität zu erhalten oder wieder herzustellen. Bei allem was wir tun lautet unser Motto: „Hand in Hand schaffen wir das!“ „Hand in Hand“ Sozialstation 17252 Mirow, Retzower Straße 15, Tel. 039833 / 20537, www.hand-in-hand-sozialstation.de

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