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GESUNDHEIT Mutprobe: Wir

GESUNDHEIT Mutprobe: Wir kosten Fast Food Von Danilo Vitense Alles eine Frage des Geschmacks? Schnell- und Fertiggerichte – ob warm oder kalt – sind beliebt, nicht nur bei Deutschen. In den 1950ern entstand der Begriff „Schnelle Nahrung“, wie mag es anders sein, in den USA. Dahinter verbirgt sich ursprünglich der Hamburger: schnell zubereitet, schnell verzehrt – nicht selten im Gehen oder Stehen. Diese unkomplizierte Esskultur schwappte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach Europa. Es war insbesondere die junge Generation, die Fast Food schätzen lernte – galt es in der Anfangszeit doch als Verkörperung des American Way of Life. Seinen Erfolg hat der Burger nicht zuletzt amerikanischen Fast Food-Ketten zu verdanken. Dieses Essen ist nicht unumstritten. Kritiker, die hierfür auch das Wort „Junkfood“ (minderwertiges Essen) verwenden, bemängeln, dass Produkte wie Hamburger und Pommes meist von geringem ernährungsphysiologischem Wert seien, die bei häufigem Konsum zum Beispiel zu Übergewicht führen könnten. Mit anderen Worten: zu fett-, salz-, zuckerhaltig, zu unausgewogen, zu wenig Ballaststoffe, ungesund. Was steckt alles in Burger und Co.? Frank Wilhelm, Robin Peters und Danilo Vitense vom Nordkurier haben mit dem Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Jörg Meier von der Hochschule Neubrandenburg einige Fast-Food-Vertreter genauer unter die Lupe genommen. Die Speisen stammen von einem zufällig ausgewählten Imbiss aus der Region. Reporter Frank Wilhelm Volontär Robin Peters Volontär Danilo Vitense Der Hamburger – der Fast-Food-Klassiker Der Burger ist das wohl bekannteste Gericht aus der Fast Food Sparte. Er besteht aus einem Brötchen, mehreren Belägen, einer gegrillten Scheibe Rinderhackfleisch. Dem Variantenreichtum sind aber kaum Grenzen gesetzt. Frank Wilhelm Ein guter Burger sollte frisch zubereitet sein, wie dieser vor meiner Nase. Aber nicht nur das. Die Komposition aus Brötchen, Fleisch, Salat und Soße muss stimmen. Der Test-Burger macht hier einen guten Eindruck. Er ist nicht überfrachtet, nicht zu fettig. Auf einer Skala von 1 bis 4 gebe ich ihm die Note 2. Nährwerte (ca. 100 Gramm) Kilokalorien 254 kcal Kohlenhydrate 24 g Eiweiß 12,7 g Fett 8,8 g Entspricht ungefähr 11 Prozent des Tagesbedarfs einer Frau Robin Peters Der Test-Burger hat mich nicht so überzeugt. Ich schmeckte nur Ketchup und Majo. Bei einem guten Burger dürfen die Soßen nicht überwiegen. Der Hauptbestandteil eines guten Burgers ist das Fleisch – und das muss man schmecken können. Das war hier nicht der Fall, deshalb Platz 4. © ExQuisine - Fotolia.com 34 | 35 kerngesund

EXPERTENTIPP © Danilo Vitense von Prof. Dr. Jörg Meier Wie bei vielen Dingen gilt auch hier: Die Dosis ist entscheidend. Also die Menge macht’s. Natürlich lassen sich viele Fast Food-Varianten auch so „umbauen“, dass sie gut in eine schmackhafte und gleichzeitig gesundheitsförderliche Kost passen: Pommes: Wer statt Pommes aus der Fritteuse Backofen-Pommes genießt, spart eine große Menge Fett und somit Kalorien ein. Döner: Mageres Putenfleisch mit einer Joghurt-Zaziki-Creme im Fladenbrot mit frisch geschnittenem Salat, Tomaten und Gurke gefüllt, liefert eine schlanke Variante mit frischem Geschmack. Pizza: Jede Scheibe Salami weniger reduziert auch das Fettkonto. Pürieren Sie Gemüse zusammen mit Tomaten und Tomatenmark als Pizzasoße und belegen Sie die Pizza mit bunten Gemüsestücken nach Geschmack. Etwas Mozzarella zum Überbacken rundet das Rezept ab. Asia-Grill: Gemüse, Nudeln und Reis sind okay. Wer auf die Fettbremse treten möchte, lässt die Erdnusssoße sowie Frittiertes stehen und wählt statt Schweinefleisch besser mageres Hähnchen- oder Putenfleisch. Sushi: In vielen Städten gehört dieser japanische Klassiker zu den angesagten Mahlzeiten in der Mittagspause. Keine Verschlankung der Zutaten nötig, allerdings haben diese Häppchen auch ihren Preis. Wraps: Meist sind es Weizenfladen, die mit geschnittenem Gemüse und Salat gefüllt werden. Wer eine Tomatensoße (fruchtig mild oder scharf nach Geschmack) oder leichte Joghurtsoße wählt, ist auf der schlanken Seite. Wer Fleisch möchte, trifft mit magerem Hähnchenoder Putenfleisch gegenüber Schweinefleisch auch die kalorienärmere Variante. Seit 1995 ist Jörg Meier Professor für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaft an der Hochschule Neubrandenburg.

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